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Archiv: November 2016

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Film ab! Südfilmtage / South film days in Dresden vom 1. bis 4.12.2016

Die ersten Dresdener Südfilmtage entspringen einer Initiative, in der Kulturschaffende mit und ohne Migrationshintergrund zusammenarbeiten. Der ägyptische Autor und Filmkritiker Diaa Soliman konzipierte das Filmfestival und legte den Schwerpunkt auf Austausch und Perspektivwechsel. Die Südfilmtage möchten Wissen über die Kultur(en) des Nahen Ostens und Nordafrikas in Dresden verbreiten und dadurch zur besseren Verständigung, Toleranz und Weltoffenheit beitragen.

 

 

Jenseits von Krisenberichterstattung und Flüchtlingsdebatte öffnet das Festival Zugang zur kulturellen Vielfalt, Geschichte und Kunst in der Region Nordafrika und Naher Osten. Die Filme brechen dabei den in Deutschland vorherrschenden Diskurs über Krieg, Terrorismus, Diktatur und Flucht auf und zeigen das alltägliche, das "normale" Leben der Menschen dieser Region. Ein Workshop zum Thema "Perspektiven der Jugend in Nahost und Nordafrika" ergänzt das viertägige Programm. Zu Diskussionsrunden laden die palästinensische Regisseurin Suha Arraf, die ihren preisgekrönten Film VILLA TOUMA vorstellen wird, sowie Karim Hanafy mit seinem Film THE GATE OF DEPARTURE aus Kairo.

 

Der Gründer der Südfilmtage Diaa Soliman unterstützte die SLUB in diesem Jahr bei vielfältigen Aufgaben, unter anderem beim Aufbau des neuen Referenzbestandes Interkulturalität mit zeitgenössischer arabischer und persischer Literatur sowie bei der Gestaltung des Begegnungsfestes „Rundum Buch“.

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Das Barcamp für Fans von Wikipedia und Bibliotheken findet am 3. Dezember 2016 in der SLUB Dresden statt

„Opa erzählt vom Krieg“, oder: Als Autor dieses Blogpostings möchte ich erstmal kurz davon plaudern, wie es sich in den 1990er Jahren in einer wissenschaftlichen Bibliothek angefühlt hat. (Ich war dabei, als studentische Hilfskraft, damals!!) Damals – da sah es so aus, als könnten, ja müssten die MitarbeiterInnen wissenschaftlicher Bibliotheken die „Gatekeeper des Wissens“ bleiben. Aus den Abos für gedruckte Zeitschriften waren Subskriptionen digitaler Zeitschriften geworden, an die man nur hinter den Lizenz-Paywalls der Bibliotheken kam. Um „ordentlich“ zu recherchieren kam man nicht umhin, sich – von BibliothekarInnen natürlich – die Verwendung einiger – ebenfalls lizensierter! – Datenbanken erklären zu lassen.

 

Wie sehr hat sich die Welt seitdem geändert! Von der Recherche über den Zugriff auf die wissenschaftlichen Materialien bis hin zu deren Auswertung und Weiterverarbeitung gibt es mittlerweile hunderte Tools, von denen die meisten kostenlos im Netz zur Verfügung stehen. Auf die Frage, wo und wie denn die „ordentliche“ Recherche stattzufinden habe, gibt es überhaupt keine leichte, einfache Antwort mehr. Ganz zu schweigen vom Content selbst. Irgendwann war plötzlich viel vom Phänomen Open Access zu hören, und heute dreht sich die Diskussion bereits um die Frage, zu welchen Konditionen und wann genau die vollständige Transformation des Publizierens in wissenschaftlichen Fachzeitschriften nach „Open“ zu erwarten ist.

 

Wie unter einem Brennglas konnte man die Auswirkungen des offenen Webs auf den Umgang mit wissenschaftlichen Informationen in den vergangenen 15 Jahren anhand der Wikipedia beobachten. Greifen wir drei Datenpunkte aus den vergangenen zwei Jahren heraus:

 

  • An jedem beliebigen Tag benutzen 10,5% aller Deutschen ab 14 Jahren die Wikipedia. (MedienVielfaltsMonitor II/2015)
  • 42% aller Jugendlichen (12 bis 19 Jahre alt) in Deutschland lesen regelmäßig Wikipedia, 11% täglich. (JIM-Studie 2015)
  • 94% der MitarbeiterInnen deutscher Hochschulen und Universitäten nutzen Wikipedia beruflich. (Pscheida et al 2014)

 

Insbesondere den letzten Punkt finde ich beeindruckend. Auch wenn manche von denen, die heute in Lehre und Forschung arbeiten, noch keine Sprache dafür gefunden haben: Zumindest stillschweigend ist die Wikipedia anscheinend zu einem der großen Wegweiser im Land der wissenschaftlichen Information geworden. Ein Online-Lexikon, dessen Inhalt komplett unter freien Lizenzen steht, und bei dessen kollaborativer Bearbeitung die traditionelle Ökonomie wissenschaftlicher Anerkennung außer Kraft gesetzt zu sein scheint.

 

Die vielen Formen, in denen das gemeinschaftliche Pflegen einer solchen Wissensbasis heute stattfindet, sind näherer Betrachtung wert. Nicht nur für die (Hochschul-)Lehre, denn Wikipedia wirkt natürlich in die Lehre zurück, und von der Berührung zwischen beiden können alle Beteiligten profitieren. Sondern auch für BibliothekarInnen: Wenn das oben gesagte zutrifft, dann müssen wir quasi umlernen. Der sicher geglaubte, stabil strukturierte Wissensschatz hinter „unseren“ Gateways – er stellt sich nun als eine Insel heraus, eine dahin schmelzende Insel in einem weiten, bewegten Ozean freien Wissens, vielfältiger Wege und Tools, und außer Kraft gesetzter Hierarchien wissenschaftlicher Arbeitsteilung und Anerkennung.

 

Wir an den Bibliotheken bringen etwas mit, dass sich auf diesem stürmischen Ozean als höchst nützlich erweisen könnte: Die Autonomie, den Raum und die Ruhe, die digitale Allmende auf lange Sicht mit zu hüten und zu gestalten. Aber das Manövrieren auf dem Meer des freien Wissens können wir nur gemeinsam erlernen und erproben. Wie ginge das besser als mit dutzenden unglaublich kreativen, erfahrenen WikipedianerInnen? Einen ganzen Tag lang im freien Austausch, mitten in einer der fortschrittlichsten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands? Nicht weniger als dies bietet das

 

WikiLibrary Barcamp am 3. Dezember 2016 an der SLUB Dresden.

 

Ich bin bin geehrt und wirklich gerührt, als ein „Pate“ (so eine Art Marketing-Maskottchen) dieser Veranstaltung fungieren zu dürfen. Mit bisher 60 Angemeldeten (und was für eine bunte und vielversprechende Teilnehmenden-Liste das ist!) ist das BarCamp zwar schon gut gefüllt, aber spät Entschlossene dürften immer noch eine Chance haben sich anzumelden. Auf der Wikiseite sowie bei Twitter (unter #BINDA) wird manches auch von außen mitzuverfolgen sein.

 

Über den Autor: Lambert Heller ist Leiter des Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek (TIB). Außerdem arbeitet er beratend in den Bereichen Digitales Publizieren, Open Access, Forschungsinformationssysteme und Literaturverwaltung mit. Dieser Text steht unter der CC BY-Lizenz Creative Commons Attribution 4.0 International und erschien zuerst im Blog der TIB.

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Wissen kommt von Machen - SLUB Makerspace Meet up! "audiovisuell" am 1. Dezember

Mit dem neuen "Makerspace M3" bieten wir ab sofort Gelegenheit zum praktischen Arbeiten mit audiovisuellen Medien der Mediathek. Wir starten das Angebot mit einem Arbeitsplatz zur Tonträgerdigitalisierung, an dem Sie eigene Schallplatten oder Platten aus dem Bestand der SLUB digitalisieren und die Dateien auf CD brennen können. Dazu steht ein Plattenspieler LP2CD des Herstellers ION Audio kostenfrei zur Verfügung (Weitere Informationen zum Gerät finden Sie unter tp.dresden-concept.de/de/equipment/view/id/2042.).

 

Sie finden den Makerspace M3 in der Mediathek der Zentralbibliothek. "Wissen kommt von Machen!" ist in der SLUB das Motto des Makerspace und meint Wissensgenerierung und -vermittlung durch praktisches Arbeiten an 3D-Druckern, Lasercutter und Co. Dazu stellen wir in den Räumen M1 und M2 diverse Werkzeuge und Arbeitsraum zur Verfügung.

 

 

Um Ihnen dieses Angebot zu präsentieren wird das nächste Meet up! dem Thema "Akustik - Audiovision - Digitalisierung" gewidmet. Zu Beginn zeigen Ihnen Nathanael Wendt und Lutz Meier, Mitarbeiter der Mediathek, mit einen Blick hinter die Kulissen das Ton- und Videostudio der SLUB. Im Anschluss werden wir Software für Ton- und Videobearbeitung vorstellen. Nathanael Wendt berichtet danach von seiner Arbeit als Toningenieur in der SLUB. Zum Schluss freuen wir uns auf Ihre Erfahrungen mit der Digitalisierung audiovisueller Medien, Ton- und Videobearbeitung.

 

Wann: 01.12.2016, 17 bis 19.30 Uhr im Seminarraum B -1.116, Zentralbibliothek

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich

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Komfortable Recherche und 3D-Darstellung: Neue Perspektiven für historische Karten im Virtuellen Kartenforum 2.0

Die Darstellung historischer Karten im Virtuellen Kartenforum 2.0 und ihre Informationsvernetzung wurde mit der Einarbeitung zahlreicher Stadt- und Festungspläne u. a. von Dresden auf eine neue Stufe der raum-zeitlichen Bestandsrecherche gestellt. So ist es nun möglich, die georeferenzierten Karten im Virtuellen Kartenforum aus verschiedenen Epochen, mit unterschiedlichen Maßstäben und Themen digital übereinander zu legen und zu vergleichen. Zeitliche Aspekte können mit dem Zeitschieber und verschiedene Kartenarten mit dem neuen Filter auf der linken Seite eingeschränkt werden.

 

Mit dem Button in der Kartennavigationsleiste können Sie zwischen 2D- und 3D-Ansicht wechseln. In der 3D-Ansicht lassen sich die historischen Karten auf einem 3D-Geländemodell - hier "STK World Terrain" - darstellen.

 

Durch das gleichzeitige Drücken von STRG- und linker Maustaste sowie der Bewegung der Maus in der 3D-Ansicht können Sie nun auch die Perspektive verändern. Der Button mit dem Kreuz ermöglicht die Erstellung eines Links, mit welchem die aktuelle Kartensicht mit anderen Nutzern geteilt werden kann. Probieren Sie es einfach aus.

 

Über 7.000 Karten wurden im Virtuellen Kartenforum 2.0 mittlerweile georeferenziert und stehen für alte und neue Forschungsfragen zur Verfügung. Weitere 2.147 Karten sind noch zu bearbeiten, um sie zu referenzieren. Für deren Georeferenzierung sind wir auf Unterstützung angewiesen. Auch dafür hat das Virtuellen Kartenforum 2.0 nun einen verbesserten Georeferenzierungsklienten bekommen.

 

Das Virtuelle Kartenforum 2.0 entstand im DFG-geförderten Projekt "Virtuelles Kartenforum 2.0" als serviceorientierte virtuelle Forschungsumgebung in der Deutschen Fotothek. Die Weiterentwicklung zu einer virtuellen Forschungsumgebung für individualisierbare Recherchen, für die Einbindung multimedialer Elemente und für systemübergreifenden Austausch und Abgleich von Metadaten ist vorgesehen, aber noch nicht terminiert. Der Quellcode der bisher für das Virtuelle Kartenforum entwickelten Open Source-Software wurde auf Github für die Nachnutzung und Weiterentwicklung dokumentiert. Bitte arbeiten Sie damit weiter.

 

 

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Sachsen zeichnet Heimatforschung aus – die prämierten Arbeiten und die Quellen für die Lokalgeschichte gibt's in der SLUB

Die Beschäftigung mit der eigenen Heimat und ihrer Geschichte ist für alle Generationen ein spannendes Thema. Das zeigt sich immer wieder bei den zahlreichen Einsendungen der Wettbewerbe, die der Freistaat Sachsen im Bereich der ehrenamtlichen Heimatforschung auslobt: Am 4. November wurde im Dresdner Stadtmuseum zum achten Mal der mit insgesamt 9.000 Euro dotierte Sächsische Landespreis für Heimatforschung verliehen, der vom Staatsministerium für Kultus vergeben wird. Die Altersspanne der Bewerber reichte von der Grundschülerin bis zur über 90-jährigen Seniorin. Und am 18. November wurden zu den 12. Jugendgeschichtstagen im Sächsischen Landtag die besten Arbeiten aus dem Programm "Spurensuche" der Sächsischen Jugenstiftung prämiert. TeilnehmerInnen zwischen 12 und 18 Jahren aus 23 Jugendgruppen hatten dafür Beiträge eingereicht.

 

Bücher und Broschüren, Filme und Musikclips, Apps und Geocaches: Die Bandbreite der Formen, in denen sich die ehrenamtlichen ForscherInnen mit "Heimat" auseinandersetzen, ist groß – ebenso wie die der behandelten Themen. Von der professionellen Wissenschaft werden diese oft nur am Rande oder gar nicht aufgegriffen, betont Prof. Dr. Martina Schattkowsky vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) als Jurymitglied des Landespreises. Auch die SLUB entsendet mit Dr. Konstantin Hermann (Leiter der Abteilung Bestandsentwicklung und Metadaten) jährlich einen Vertreter in das Auswahlgremium, das sich diesmal zwischen 118 Einsendungen entscheiden musste.

 

Als Landesbibliothek des Freistaates Sachsen ist die SLUB für die Heimatforschung in vielfältiger Hinsicht relevant: Bei uns können Sie die ausgezeichneten Arbeiten einsehen, die oft nur in Kleinauflagen gedruckt erscheinen und schwer öffentlich zugänglich sind. Die Siegerarbeit des Landespreises für Heimatforschung von Uwe Schneider zur Geschichte der Stadt Zwönitz finden Sie ebenso in unserem Bestand wie die zweit- (Wilfried August und Jens Müller zur Vogelwelt der Muldetalregion) und drittplatzierte (Claus Uhlrich über Kriegerdenkmale in und um Leipzig).

 

Titelblatt von "Die Zeit, wenn Lauban seine ersten Stadtmauern erhalten..."

 

Gedruckte und digitalisierte Werke zu spezifischen regionalhistorischen Themen in allen Bereichen – Kunst- und Bildungsgeschichte, Natur- und Umweltkunde, Industrie- und Technikgeschichte, Namenskunde und Familiengeschichte ­– können die Grundlage für Ihre Forschung bieten. Seit wenigen Tagen sind in unseren Digitalen Sammlungen zum Beispiel die Jahresberichte des Freiberger Gymnasiums aus der Mitte des 19. Jahrhunderts (inklusive Volltext) verfügbar, oder ein Druck zur Stadtgeschichte von Lauban aus dem 18. Jahrhundert.  Letzterer wurde nach dem Exemplar der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften Görlitz im Rahmen des sächsischen Landesdigitalisierungsprogramms digitalisiert. Die kulturelle Überlieferung des Freistaates wird so zunehmend auch online verfügbar und frei nutzbar. Und schließlich können Sie Ihre Forschungsergebnisse und landeskundlichen Arbeiten bei uns im Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa kostenfrei und dauerhaft zugänglich veröffentlichen. In Kürze werden hier das lange vergriffene Werk von Heyko Dehn zu Schlössern und Burgen in Sachsen als digitale Zweitveröffentlichung wieder verfügbar machen. Gerne sind wir auch für Ihre Fragen zur Recherche in der SLUB und zur Veröffentlichung der Forschungsergebnisse da.

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