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SLUBlog

Autor: Achim Bonte

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Bibliotheksentwicklung mit EFRE. Sächsischer Landesarbeitskreis der EU-Referentinnen und EU-Referenten in der SLUB

Um die Informationsinfrastruktur in Sachsen zukunftsfähig weiterzuentwickeln, werben die sächsischen wissenschaftlichen Bibliotheken unter Federführung der SLUB erfolgreich Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ein. Auch in der laufenden Förderperiode 2014-2020 wurden bereits vier Projekte mit einem Gesamtvolumen von rd. 5 Mio. EUR positiv begutachtet. Ohne diese Mittel wären viele innovative Entwicklungsziele nicht realisierbar. Die aktuellen Vorhaben betreffen zum Beispiel die Weiterentwicklung des SLUB-Katalogs im Sinne von Linked Open Data, die Öffnung von Qucosa für weitere Medientypen (Fotos, Filme, Töne u.a.) oder den Aufbau einer möglichst umfassenden Materialdatenbank in Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen der TU Dresden (Material Hub).

 

An deutschen Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind EU-Referentinnen und -Referenten die zentrale Kontaktstelle, wenn es um EU-Förderprogramme für Forschung, Entwicklung und Innovation, wie bspw. Horizon 2020, geht. Sie beraten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den jeweiligen Förderprogrammen und -maßnahmen, um für eine Projektidee die geeignete Finanzierungsmöglichkeit zu finden und unterstützen diese bei der Antragstellung sowie beim administrativen Projektmanagement.

 

Heute trifft sich der Sächsische Landesarbeitskreis der EU-Referentinnen und -Referenten (LAK) im Vortragssaal der SLUB zu seiner nächsten Sitzung zum Informations- und Erfahrungsausstausch zu aktuellen Entwicklungen in der EU-Forschungsförderung und aus dem Europäischen Sozialfonds.

 

Auf der Internetseite des BAK finden Sie u. a. auch Informationen zu den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern auf lokaler oder regionaler Ebene. Herzlich willkommen in der SLUB!

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Tschechische Avantgarde 1918–1938. Umfangreiche Büchersammlung erworben

Im Januar konnte die SLUB von dem international renommierten holländischen Antiquar und Sammler John Vloemans (Den Haag) eine Kollektion von über 400, teils außerordentlich seltenen Büchern der tschechischen Avantgardebuchkunst ankaufen. Mit Vorzugs- und Widmungsausgaben von Gestaltern wie Josef Čapek, Karel Teige, Adolf Hoffmeister, František Muzika oder Ladislav Sutnar erwarb die Bibliothek damit eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen zu diesem beachteten Thema. Die wertvolle Sammlung ist ein besonderer Augenschmaus und bietet im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Profilschwerpunkts "Kunst, Fotografie, Design" der SLUB und angesichts der geografischen Lage der Bibliothek im Dreiländereck Tschechien, Deutschland, Polen zugleich vielfältige wissenschaftliche Verwertungs- und Kooperationschancen.

 

 

Zwischen den beiden Weltkriegen war Prag eine anerkannte europäische Hochburg moderner Kunst und Kultur. In Fotografie wie Grafikdesign brachte die vergleichsweise kleine tschechische Nation Beiträge zu Surrealismus, Konstruktivismus und Neuer Sachlichkeit hervor, die in Europa wie in den USA bleibende Impulse zur Entwicklung der visuellen Kommunikation setzten. Während die deutsche Gebrauchsgrafik bereits nach 1933 zunehmend Kraft und Qualität verlor, blieb die Experimentierfreude in Typografie, Fotografie und Reklame der Tschechoslowakei bis zur deutschen Besetzung ungebrochen lebendig. Im Zentrum des Interesses stand dabei weit weniger die modifizierte Fortsetzung bibliophiler Traditionen als die Herstellung betont modern gestalteter, für breite Bevölkerungskreise erschwinglicher Gebrauchsbücher. 

 

Die Sammlung Vloemans ist durch einen gedruckten, 2012 erschienenen Katalog erschlossen und wird kurzfristig auch im SLUB-Katalog elektronisch recherchierbar sein. Angestrebt werden ferner die Digitalisierung und Online-Präsentation der Bücher selbst sowie eine wissenschaftlich fundierte Ausstellung in Zusammenarbeit mit deutschen und tschechischen Partnern.

 

Radio Prag berichtete am 15. Februar 2016:  Blick nach Osten: Dresdner Staatsbibliothek kauft tschechische Avantgardesammlung

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Makerspace auf Titel des internationalen Horizon Bibliotheksentwicklungsreports

Der innerhalb unserer Branche vielbeachtete NMC Horizon Report, Library Edition beschreibt jährlich Entwicklungen und Technologien, die in den nächsten fünf Jahren höchstwahrscheinlich großen Einfluss auf die wissenschaftliche Infrastruktur haben werden. Damit beeinflusst der Bericht weltweit Trends für Bibliotheken.

 

Den Titel der von 53 internationalen Expertinnen und Experten erarbeiteten Ausgabe 2015 schmückt zu unserer großen Freude ein Foto aus dem SLUB Makerspace, eine hervorragende Bestätigung für unser innovatives Angebot, in dem Wissensaufbau auf Machen beruht und entsprechend das praktische Arbeiten mit Materialien und Maschinen im Mittelpunkt steht.

Mit zahlreichen anschaulichen Beispielen widmet sich der Horizon-Bericht wichtigen Zukunftsthemen wie der Zugänglichkeit von Forschungsinhalten, Bibliotheksräumen der Zukunft, der Vermittlung digitaler Informationskompetenz, Semantic Web und Linked Data. Angesichts der gewaltigen Herausforderungen der digitalen Revolution postuliert er zu Recht die Notwendigkeit, Bibliotheken und bibliothekarische Dienste grundlegend neu zu erfinden.

 

Wie Sie nicht zuletzt in unserem SLUBlog und an Diensten wie Makerspace, Wissensbar, SLUBKatalog u.ä. verfolgen können, versuchen wir, dieser leitenden Idee engagiert zu folgen. Neben der Expertenmeinung, die Sie im Horizon Report lesen können, interessiert uns besonders auch die Auffassung unserer Benutzerinnen und Benutzer. Wohin, denken Sie, sollte sich die SLUB entwickeln? Was gilt es, kurz- und mittelfristig besser zu machen? Welche Zukunftsprognose geben Sie Bibliotheken im Allgemeinen und der SLUB im Besonderen? Diskutieren Sie mit uns! Wir würden uns freuen.

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Jetzt Anträge stellen! Open Access-Publikationsfonds der TU Dresden für 2015

Im Publikationsfonds der TU Dresden stehen für 2015 neue Mittel für Veröffentlichungen in Open Access-Zeitschriften bereit. Unter welchen Bedingungen und auf welchem Weg Sie die Förderung beantragen können, erfahren Sie bei uns.

 

Wer sich bereits einmal mit dem Thema beschäftigt hat, weiss, dass es für Open Access-Publikationen den sogenannten Grünen und den Goldenen Weg gibt. Der Goldene Weg kennt wiederum zwei Modelle: grundsätzlich kostenfrei (zum Beispiel im Rahmen von Qucosa, dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver) oder mit Artikelbearbeitungsgebühren der Wissenschaftsverlage, die Open Acces-Zeitschriften herausgeben. Das Ergebnis beider Varianten ist dasselbe: Ihr Artikel ist weltweit frei verfügbar und wird daher in der Regel öfter aufgerufen und zitiert. Systematisch zum Nachlesen finden Sie die verschiedenen Wege zu Open Access auf unserer Informationsseite. Der Publikationsfonds wird aus dem Programm "Open Access Publizieren" der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

 

Falls Sie als WissenschaftlerIn der TU Dresden also in nächster Zeit eine gebührenpflichtige Publikation bei einem Open Access-Verlag planen, informieren Sie sich hier über die Förderkriterien und lassen Sie sich von unserem Open Access-Team beraten. Auch wenn Sie gerne Open Access publizieren möchten, aber noch keinen passenden Verlag gefunden haben: Wir unterstützen Sie gern!

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Deutsche Digitale Bibliothek mit erster Vollversion. Wir sind dabei!

Nachdem Ende vorletzten Jahres schon eine Betaversion an den Start gegangen war, präsentierten Vorstand und Geschäftsstelle der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) vor 200 Gästen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft heute in Berlin die erste Vollversion dieses zentralen Informationsportals der deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen.

In den letzten Monaten sind nicht nur Millionen Dokumente hinzugekommen, sondern auch zahlreiche neue Funktionen, die den Gebrauchsnutzen der Plattform signifikant erhöhen. Zu nennen sind etwa Personenseiten, die mit passenden Werken der DDB verknüpft sind, eine Zeitfacette zum Filtern der Ergebnisse, Personalisierungsfunktionen ("Meine DDB") und - längst nicht zuletzt - eine offene Programmierschnittstelle (API), die die Einbindung von DDB-Daten in eigene Anwendungen erlaubt. Noch recht neu ist auch der Twitter-Kanal der DDB, der Sie stets aktuell informiert.

Als eine von vier großen deutschen Bibliotheken engagiert sich die SLUB seit Jahren im Kompetenznetzwerk der DDB. Mit rund 1,4 Mio. digitalen Dokumenten bringen wir momentan den größten Einzelfonds ein. Hilfreich sind auch unsere koordinierenden Arbeiten im Rahmen von Goobi e.V., da man mit dieser quelloffenen Digitalisierungssoftware zuverlässig den Weg in die DDB findet: Goobi-Bibliotheken wie die Staats- und Universitätsbibliotheken in Berlin, Dresden, Göttingen und Hamburg legen davon Zeugnis ab, aber eben auch kleinere Partner wie die UB Kiel oder das Braunschweiger Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung.

In den nächsten Monaten werden wir uns im offiziellen Auftrag der DDB besonders um die Akquise weiterer Partner und Sammlungen aus dem Bereich der Fotoarchive kümmern - ganz im Sinne unserer Abteilung "Deutsche Fotothek", die hierbei auf vielfältige enge Kontakte zurückgreifen kann. Die Deutsche Digitale Bibliothek kommt sichtbar voran. Machen Sie mit! Für Fragen und Anregungen stehen die Geschäftsstelle der DDB, aber auch wir hier in Dresden gern zur Verfügung.

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