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15.05.201309:36 Uhr

Barocke Bauphantasien des Dresdner Hofes – TU und SLUB eröffnen die Ausstellung Pöppelmann 3D

Es ist atemberaubend, was August der Starke  in Dresden alles bauen wollte. Der Zwinger sollte nur der Anfang einer völlig neuen Stadt- und Schlossbauplanung sein.

 

Im Forschungsprojekt European Network for Baroque Cultural Heritage (ENBaCH) ist ein Team der Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften der TU Dresden den barocken Phantasien auf den Grund gegangen. Das Ergebnis ist eine eindrucksvolle Präsentation von Büchern, Entwürfen und Plänen, die der Hofbaumeister Pöppelmann nutzte oder selber schuf.  Die Rekonstruktion seiner Bibliothek und die digitale Präsentation seiner Pläne konnte auf die reichen Bestände der SLUB zurückgreifen. Höhepunkt und Clou sind die 3D-Rekonstruktionen und -Animationen, die die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH als Partner zur Ausstellung beigesteuert hat.

 

Zur kurzweiligen Eröffnung  mit musikalischer Überraschung und Prosecco-Ausklang am Donnerstag, 19 Uhr, im Vortragssaal der SLUB, sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

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03.05.201313:48 Uhr

Historische Zeitungen werden digitalisiert - DFG fördert zweijährige Pilotphase in fünf Bibliotheken

Deutschland besitzt eine besonders reiche historische Presselandschaft. Seit 1605 wurden erste Zeitungsblätter gedruckt, 1650 erschien in Leipzig die erste regelmäßige Tageszeitung. Längst ist die freie Presse ein Fundament der Demokratie. Heute konkurriert die Zeitung mit Radio, Fernsehen und Internet und sucht neue Wege in der digitalen Medienwelt.

 

Für die historischen Zeitungen, die nicht für die Ewigkeit gedruckt wurden, bietet die Digitalisierung neue Chancen. Fragile, vom Papierzerfall bedrohte Ausgaben können gesichert und vergessene, für Bildung und Wissenschaft wichtige Inhalte frei verfügbar gemacht werden. Zwischen 1609 und 1945 gab es nicht weniger als 16.000 verschiedene Zeitungstitel. Viele, vor allem in Umbruch- und Revolutionszeiten, waren kurzlebig, manche Leitmedien prägten die öffentliche Meinung über Jahrhundertgrenzen hinweg.

 

Im Unterschied zu anderen Ländern steht in Deutschland die Zeitungsdigitalisierung noch am Anfang. Deshalb fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 1 Mio. EUR gleich mehrere Projekte an den Staats-, Landes- und Universitätsbibliotheken Berlin, Bremen, Dresden, Halle und München. In der Pilotphase wird der frei verfügbare DFG-Viewer  für Digitalisate an die Erfordernisse des Zeitungsformats angepasst. Gleichzeitig erhält die nationale Zeitschriftendatenbank (ZDB) eine spezielle Zeitungen-Ansicht mit Informationen über die in Deutschland überlieferten Zeitungen.

 

Innerhalb von zwei Jahren werden ausgewählte Zeitungen des 17. bis frühen 20. Jahrhunderts mit verschiedenen technischen Verfahren und Erschließungsstandards digitalisiert. Sie repräsentieren verschiedene Regionen und politische Richtungen, darunter auch die angesehene Cotta´sche Allgemeine Zeitung (später Augsburger Allgemeine Zeitung). Am Ende der zweijährigen Pilotphase, für die die SLUB Dresden die Federführung übernommen hat, sollen interessierte Einrichtungen die entwickelten Verfahren nachnutzen können. Ein Expertengremium der DFG wird nach einer erfolgreichen Pilotphase entscheiden, ob und wie viele Zeitungen mit Fördermitteln der DFG in den Folgejahren digitalisiert werden.

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22.04.201310:28 Uhr

Der Begriff Nachhaltigkeit wird 300 – wie altes Wissen neu entdeckt wird

Ein Wort geht um die Welt, titelt DIE ZEIT ihren aktuellen Beitrag zum 300. Geburtstag des Begriffs Nachhaltigkeit. Als sustainable development ist der Begriff heute in der Politik allgegenwärtig. Die TU Bergakademie Freiberg feiert deshalb am 24. April den sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz, der vor genau 300 Jahren forderte, so den „Anbau des Holtzes anzustellen / daß es eine continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe, weiln es eine unentberliche Sache ist…“ Dieser Nebensatz über die nachhaltende Nutzung für eine vorsorgende Waldwirtschaft hat den dicken Folianten über die Ökonomie der Waldkultur, die Sylvicultura oeconomica, berühmt gemacht.

 

nachhaltende Nutzung“, Sylvicultura oeconomica, Leipzig 1713, S. 105

 

Das in Leipzig 1713 gedruckte Buch mit der berühmten Seite 105 hat die SLUB nach dem Exemplar der 1816 gegründeten Forstakademie Tharandt, digitalisiert. Heinrich Cotta hatte die Forsthochschule zur Lehre der Waldwirtschaft ins Leben gerufen. Heute pflegt am gleichen Ort die Fakultät Umweltwissenschaften der TU Dresden die Profillinie Nachhaltige Entwicklung und Wertschöpfung im ländlichen Raum: Rohstoffe und Energie aus dem Wald.

 

Gegen die Erkenntnis über den notwendigen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie made in Germany wurde seither oft verstoßen. Aufgabe der Bibliotheken ist es, die Erkenntnisse und Irrtümer der Welt präsent zu halten. Dank Digitalisierung und nachfolgender Volltextgenerierung werden in der Zukunft alle historischen Bücher originalgetreu durchsuchbar sein. Auch das ist ein Beitrag zur nachhaltenden Nutzung.    

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15.04.201314:05 Uhr

Hightech der Renaissance im Zwinger - Die SLUB gratuliert den Kunstsammlungen

Im Jahre 1728 bezogen die Kunstsammlungen und die Kurfürstlich-Königliche Bibliothek die Pavillons im Dresdner Zwinger. Die Bibliothek wuchs so schnell, dass sie mehrfach umziehen musste und heute in der SLUB über 10 Mio. physische und ungezählte elektronische Medien verfügt. Der Mathematisch-Physikalische Salon ist am Wochenende nach sechsjähriger Renovierung am gleichen Standort wieder eröffnet worden.

 

Ein Besuch, in dieser Woche zwischen 16 und 20 Uhr sogar ohne Eintritt, lohnt sich: Kurfürst August von Sachsen (1526-1586) , Begründer der Bibliothek und der Kunstsammlungen, besaß die modernsten Messinstrumente seiner Zeit zur Erkundung von Himmel und Erde. Vorsprung durch Technik hätte auch sein Motto sein können. Unter den 400 Exponaten leuchten die Planetenuhr und sein Navi hervor: die Routenbeschreibung  – eine 13 Meter lange Pergamentrolle (eine Leihgabe der SLUB) mit der Abbildung der Stationen auf dem Weg zum Kurfürstentag 1575 in Regensburg – ist neben dem Meilenmessgerät ausgestellt.

 

Die SLUB, Partner der Kunstsammlungen im Rahmen des DRESDEN.concept, gratuliert zu diesem weiteren Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Rekonstruktion von Schloss und Zwinger für den Dresdner Louvre.  

 

 

Planetenuhr                                            Navi und Meilenanzeiger Anno 1575

 

 

 

                 

 

 

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11.04.201319:19 Uhr

Die Stenografische Sammlung im Internetzeitalter – ein Kolloquium in der SLUB

Mit finanzieller Förderung der Tutmonda Parolspuro-Asocio kann die SLUB Dresden bis 2014 wichtige Teile ihrer weltweit größten Stenografischen Sammlung im Internet zugänglich machen. Aus den 53.000 Medien wurden erste Lehrbücher und Kataloge digitalisiert  und die Nachlässe von Felix von Kunowski oder Christian Johnen erschlossen. Mit der Digitalisierung der Stenografischen Protokolle des Sächsischen Landtags  wurde auch eine Dokumentation zur Parlamentsstenografie erstellt. Sondermaterialien wie Medaillen oder Bildnisse sind über die Bilddatenbank der Deutschen Fotothek recherchierbar.

Die Freundesgesellschaft der SLUB, die den Fonds treuhänderisch verwaltet, veranstaltet am 13. April, 10-17 Uhr, im Talleyrandzimmer der SLUB ein Kolloquium. Hier finden Sie das Programm zum Ausdrucken. Interessierte Gäste sind willkommen.

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