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Autor: Annika-Valeska Walzel

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Frühe Konzeptkunst aus Dresden – zum Tode von A. R. Penck

Gestern Abend wurde veröffentlicht, dass Ralf Winkler, besser bekannt unter dem Künstlernamen A. R. Penck, am 2. Mai im Alter von 77 Jahren in Zürich verstorben ist. Geboren am 5. Oktober 1939 in Dresden entwickelte er seinen eigenen, unverwechselbaren Stil unabhängig von einer akademischen Künstlerausbildung, die ihm mehrfach verwehrt wurde. Besonders die für viele seiner Werke charakteristischen Strichmännchen, oft schmal und lang, mit expressiv zu Gesten erhobenen Armen, dürften einer Vielzahl von Menschen als erstes bei dem Namen A.R. Penck in den Sinn kommen. Diesen wählte Winkler bereits 1967, kurz vor seiner ersten Einzelausstellung in der westdeutschen Galerie Werner (Köln) im Folgejahr.

 

Was die Malerei betrifft, kann ich sagen, dass der Name [A.R. Penck] ein Symbol für ein Konzept ist, das ich erstmals entwickelt hatte, und zwar für ein Konzept, das mit Information zu tun hat. Ich habe gewisse Analogien gesehen zwischen abgelagerter Information und Geologie … Damals musste ich mich durch viele Schichten von Informationen durchfressen, durch die gesamte Kunstgeschichte, und stieß dann auf die Eiszeit und Höhlenmalerei. […]


Dieser archäologische Rückgriff hat meine Malerei wesentlich befruchtet und beeinflusst. Mit Hilfe dieses Konzepts konnte ich meine Bilder malen, die dann in der ersten Ausstellung hier im Westen bekannt geworden sind: diese Systembilder, diese Strichmännchen, die Signale und Informationen aussenden. Andererseits sollte das Pseudonym natürlich auch eine Tarnung sein, zumindest für den Anfang.

 

(Ralf Winkler zu seinem Pseudonym, Interview Schön 1980, zitiert nach Lucius Grisebach: A.R: Penck, Berlin 1988, S. 32.)

 

Dieses nach dem Geologen und Eiszeitforscher Albrecht Penck (1858-1945) gewählte Pseudonym sollte nicht der einzige Name bleiben, unter welchem der von 1969 bis zu seiner Ausreise nach Westdeutschland 1980 im „Untergrund“ arbeitende Künstler auftrat und Werke auch zu Ausstellungen in den Westen schickte; bekannt sind unter anderem TM, Mike Hammer, oder auch Tancred Mitchel.

 

Das umfangreiche künstlerische Werk A.R. Pencks umfasst neben Zeichnungen und Skulpturen, Objekten und Malereien auch Texte, Gedichte, Bücher und Musik. Publikationen, Interviews und Videoaufnahmen des Künstlers können in großem Umfang in unserem Schwerpunkt Zeitgenössische Kunst recherchiert werden. Als besonders interessant sei hier zunächst ein originalgraphisches Plakat zu einer Ausstellung in Dresden aus dem Dezember 1985 (http://katalogbeta.slub-dresden.de/id/0012671662/#detail) erwähnt.

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XXXIV. Deutscher Kunsthistorikertag in Dresden – die SLUB macht mit

Unter dem Titel "KUNST LOKAL – KUNST GLOBAL" veranstalten der Verband Deut­scher Kunsthistoriker e.V. und das Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der Tech­nischen Universität Dresden gemeinsam vom 8. bis 12. März den 34. Deutschen Kunsthistorikertag. In zwölf Sektionen, sechs Ortsterminen, einer Podiumsdiskussion, fünfzehn Foren und einer Fülle von Exkursionen werden die Begriffe von Lokalität und Globalität im kunsthistorischen Kontext diskutiert und betrachtet.

 

 

Diese Themen spiegeln sich auch in den kunstwissenschaftlichen Beständen der SLUB, in der das systematische Sammeln von Kunstliteratur bis zur Gründung von Bibliothek und Kunstsammlungen in der Renaissance zurückreicht. Diese Tradition wird heute in dem DFG-Projekt „arthistoricum.net - Fachinformationsdienst Kunst, Fotografie, Design“ mit der überregionalen Bereitstellung gedruckter und digitaler Medien, von Fachinformationen und digitalen Werkzeugen in Anknüpfung an die früheren DFG-Sondersammelgebiete „Allgemeine Kunstwissenschaft, Mittlere und Neuere Kunstgeschichte bis 1945“ (UB Heidelberg) sowie „Zeitgenössische Kunst ab 1945, Fotografie, Industriedesign und Gebrauchsgrafik“ (SLUB) fortgesetzt und um neue, innovative Angebote erweitert. 

 

Als eine der beiden Betreiberbibliotheken von arthistoricum.net freut es uns an der SLUB besonders, diese große Konferenz in direkter Nachbarschaft zu haben und eine Gruppe von KunsthistorikerInnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum im Rahmen der Ortstermine am Samstag, den 11.03.2017 in unserem Haus begrüßen zu können. Neben einer Führung durch den Neubau der SLUB von 2003 (Architekten: Ortner&Ortner, Berlin) mit Besuch des unterirdischen, zentralen Lesesaals und einem Abstecher in die Schatzkammer mit dem Maya-Codex (Codex Dresdensis) stehen die Aktivitäten der SLUB rund um arthistoricum.net auf der Agenda. Wir freuen uns auf einen persönlichen Austausch mit Ihnen – auch um zu erfahren, wie wir unsere Serviceangebote im Rahmen des Fachinformationsdienstes Kunst aus Ihrer Sicht noch besser machen können.

 

Zu allen gemeinschaftlichen Themen des Fachinformationsdienstes informieren alle Interessierten Besucher darüber hinaus Kolleginnen beider Partnerbibliotheken an einem Informationsstand auf den Ausstellungsflächen im Erdgeschoss des Hörsaalzentrums, Bergstr. 64, 01069 Dresden.

 

arthistoricum.net - Fachinformationsdienst Kunst – Fotografie – Design. Wir unterstützen Ihre Forschung! Gestalten Sie mit.

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OSTRALE ´O15 – letzte Chance für neue Impressionen

OSTRALE ´O15 – letzte Chance für neue Impressionen

Ein spannender Kunstsommer neigt sich dem Ende zu: am kommenden Wochenende haben Sie letztmalig die Gelegenheit, die Arbeiten von mehr als 200 zeitgenössischen Künstlern aus aller Welt auf dem ehemaligen Schlachthofareal im Ostragehege anzusehen: die Ostrale ´015 endet am 27.09.2015.

 

Unter dem Titel „HANDLE WITH CARE“ sind noch bis Sonntag verschiedenste künstlerische Ansätze zum achtsamen Umgang der Menschen untereinander, mit ihrer Umwelt, der Welt und sich selbst sichtbar.
Einen Schwerpunkt der Ausstellungsgestaltung bildete in diesem Jahr Graffiti & Street Art, wie die Besucherimpressionen in unseren Bildern zeigen.
Verschaffen Sie sich selbst einen Eindruck.


Übrigens, wer es am Wochenende nicht mehr schafft, oder einfach die Impressionen des Kunstsommers im Herbst auffrischen möchte, der Katalog zur Ostrale 2015 ist demnächst – auch online – in der SLUB verfügbar.

 

 

 

Foto oben: Rob Roy (PL): Newspaper (2015), Foto: Th. Bürger

Foto Mitte: Kristian von Hornslet (Dk): Uhuru (2015), Foto: Th. Bürger

Foto unten: Quintessenz (D): Collage (2015), Foto: Th. Bürger

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Katalogentwicklung an der SLUB auch für arthistoricum.net

Nach dem erfolgreichen Start des SLUB-Katalog beta am 02. Juni folgte Mitte August die Veröffentlichung des arthistoricum.net Katalog beta. Damit ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung unseres vollständig quelloffen und herstellerunabhängigen Discovery-Systems erreicht. Die einfache Anpassbarkeit des Systems an unterschiedliche Suchräume und Designvorgaben zeigt am Beispiel des neuen Katalogs für den Fachinformationsdienst Kunst, Fotografie, Design, das große Potential für eine vielfältige Nachnutzbarkeit.

 Trefferanzeige in katalogbeta.arthistoricum.netUm spezifische Recherchen der kunstwissenschaftlichen Fachcommunity effizienter und umfangreicher versorgen zu können, arbeiten wir an der SLUB seit einiger Zeit an einem neuen Katalog für arthistoricum.net. Mit der im ersten Ausbauschritt technologisch grundlegend überarbeiteten Rechercheoberfläche und der Prozessierung bekannter und neuer Datenquellen mit D:SWARM und finc, haben wir die Grundlage geschaffen, schneller auf die fachspezifischen Anforderungen unserer Nutzerinnen und Nutzer einzugehen und neue Suchräume zu erschließen. Eine erste funktionale Erweiterung der Recherche wird mit der Einbindung des Fachausschnittes aus BASE im September folgen.

 

Mehr erfahren

 

Test und Feedback

Gern können Sie den neuen Katalog für arthistoricum.net unter katalogbeta.arthistoricum.net auf Herz und Nieren testen. Wir freuen uns auf Feedback und Anregungen über die Feedbackfunktion innerhalb der Beta-Version oder direkt per Mail an katalog@arthistoricum.net.

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Jetzt für alle: Fachinformationsdienst Kunst mit Responsive Design

arthistoricum.net – Fachinformationsdienst Kunst hat ein frisches Design erhalten. Durch den sanften Relaunch passen sich jetzt alle Inhalts,- Navigations- und Strukturelemente an die verwendeten Bildschirmformate und -auflösungen an, um gleichbleibende Bedienfreundlichkeit zu bieten.

 

Als Portal des gleichnamigen Fachinformationsdienstes Kunst bündelt arthistoricum.net Text- und Bildquellen, wissenschaftlich relevante Informationen und forschungsnahe Dienstleistungen für das gesamte kunsthistorische Themenspektrum. In der integrierten Suche von arthistoricum.net recherchieren Sie medienübergreifend zu Themen der  mittelalterlichen und neueren Kunstgeschichte bis 1945, zur zeitgenössischen Kunst ab 1945, zu Fotografie und Design. Für die kunsthistorische Fachcommunity bieten sich verschiedene Möglichkeiten, den Fachinformationsdienst Kunst mitzugestalten. Schreiben Sie uns an redaktion@arthistoricum.net.

 

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