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Autor: Astrid Götze

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Qucosa bietet jetzt 3000 Dissertationen der TU Dresden – auch mit Unterkiefer

2016 war ein gutes Jahr für die Zahl der Dissertationen der TU Dresden und auch für die Hochschulschriftenstelle der SLUB. Die Pflichtexemplare von insgesamt 571 Promotionsverfahren gingen bei uns ein, um bearbeitet und veröffentlicht zu werden. Die Hälfte der veröffentlichten Dissertationen der TUD sind Open Access, denn 301 dieser Dissertationen sind online auf Qucosa zugänglich. Augenblicklich weisen wir mit dem Dokumentenserver insgesamt 3000 Dissertationen der TU Dresden nach. 

 

Die 3000. Dissertation hat nun einen Namen: Philipp Sembdner : Rechnergestützte Planung und Rekonstruktion für individuelle Langzeit-Knochenimplantate am Beispiel des Unterkiefers – ein Forschungsthema der Fakultät Maschinenwesen, Professur für Konstruktionstechnik/CAD .

 

Glückwunsch! Wir gratulieren und übergaben Herrn Sembdner heute einen Qucosa-Doktorhut – mit "Green Road", mit Bandenwerbung und mit einem kleinen Unterkiefer, entstanden in unserem Makerspace.

 

 

Dr.-Ing. Philipp Sembdner: Rechnergestützte Planung und Rekonstruktion für individuelle Langzeit-Knochenimplantate am Beispiel des Unterkiefers. Mehr individuelle Dr.-Hüte gibt's im Album auf flickr zu sehen.

 

Ist Open Access erfolgversprechend? Welche Publikationsstrategie - und welcher Hut - passt zu mir?

 

Für die Wahl des Veröffentlichungsweges ist die jeweils gültige Promotionsordnung maßgeblich. Hierbei schnell den persönlich passenden Weg zu finden, ist nicht immer einfach. Kumulative Dissertationen z.B., stellen für Doktorandinnen und Doktoranden dabei eine besondere Herausforderung dar. Wir beraten Sie gern im persönlichen Gespräch!

 

Elektronisches Publizieren und Open Access mit Qucosa

 

Wir fördern elektronische Veröffentlichung, um Open Access und den freien Zugang zu den Ergebnissen der Wissenschaft zu stärken. Dafür haben wir vielfältige Beratungsangebote entwickelt. Unser Team Open Access / Bibliometrie berät Sie zu inhaltlichen Fragen: welche Verlage eine Open Access-Zweitveröffentlichung genehmigen, welche Open Access-Zeitschriften es in Ihrem Fachgebiet gibt und wie Sie dort die Publikation finanzieren können; wir stehen TU-Angehörigen bei der Prüfung der Preprint-Policies von Verlagen beratend zur Seite, beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten sowie mit unseren Kursen für Literaturverwaltungsprogramme. In der Wissensbar der SLUB können Sie dafür individuelle Beratungstermine buchen. Vorträge zu diesen Themen finden Sie ebenfalls in unserem Veranstaltungskalender sowie im Qualifizierungsprogramm der Graduiertenakademie.

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Qucosa wächst - 2.500 Dissertationen der TU Dresden online

Einmal mehr erschallt es in der digitalen Landschaft – genau 2500 Dissertationen der TU Dresden haben bisher ihren Weg als frei zugängliche Onlineveröffentlichung zurückgelegt und damit einen Platz auf Qucosa, dem Sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver eingenommen.

Ob mit oder ohne Doktorhut, Qucosa wächst und bildet inzwischen mit ca. 5000 Dokumenten der TU Dresden ein breites wissenschaftliches Spektrum unserer Volluniversität ab. Dabei geben überarbeitete Promotionsordnungen ordentlich Rückenwind, jährlich werden (ohne die Juristische und die Medizinische Fakultät) ca. 500 Dissertationen durch die Hochschulschriftenstelle der SLUB veröffentlicht.

Gut die Hälfte der Doktoranden entschied sich 2014 dem Trend bzw. ihrer Promotionsordnung folgend für eine Onlineveröffentlichung. Die Begeisterung daran variiert nach Fachdisziplin und Publikationskultur – vornehmliche Neigungen einzelner Fächer sind unverkennbar und verständlich. Doch wer sich aktiv mit den Aspekten befasst, wird bestätigen, dass Open Access einiges ermöglicht:

Open Access fördert die Sichtbarkeit der Forschung und die breite Rezeption von Forschungsergebnissen über Fächergrenzen hinweg, erleichtert damit den Transfer der Erkenntnisse, begünstigt die Nachnutzung und ermöglicht die Anwendung innovativer Arbeitstechniken.

Neben der Weiterentwicklung von Qucosa gestaltet die SLUB ihre Beratungs- und Dienstleistungsangebote für Open Access und Bibliometrie, um im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens Transparenz und Nachhaltigkeit zu fördern. Damit Interessierte mit den Publikationen in virtuellen Forschungsumgebungen arbeiten können, sind ein dauerhafter Zugang zur Publikation sowie weitgehende Nachnutzungsrechte unumgänglich. Auch technische Maßnahmen sind teilweise erforderlich: mit dem Aufbau des sächsischen Langzeitarchivs entstand ein weiterer wichtiger Dienst der SLUB.

Neugierig? Das ist prima. Wir glauben an die Open Access Strategie der TU Dresden. Qucosa erhöht die Sichtbarkeit des wissenschaftlichen Outputs und unser Ziel, die wissenschaftliche Ernte der eigenen Universität abzubilden, begeistert und vereint in der Sache.

Foto: Lars Ludwig - Doktorhut zu seiner auf Qucosa veröffentlichten Dissertation

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Zweitausendundeine E-Dissertation der TUD auf Qucosa

... 1999 ... 2000 ... 2001 ... So viele Doktorarbeiten der TU Dresden wurden bis Juli 2013 auf Qucosa veröffentlicht. Anlässlich dieses Meilensteins trafen wir kürzlich drei frischgebackene Doktorinnen und Doktoren in der Hochschulschriftenstelle. Uns interessierte vor allem, welche Erfahrungen sie mit der Veröffentlichung gemacht, und welche Verbesserungsideen und Anregungen sie für uns haben. Das Fazit vorweg: Es waren zwei spannende Stunden – ein guter Erfahrungsaustausch zwischen Forscherinnen und uns Bibliothekaren. Und der Beweis: Hinter jeder Open Access-Publikation auf Qucosa steckt ein Gesicht und mehr als eine Geschichte.

 

 

Karin Potthast, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Bodenkunde und Bodenschutz, schilderte ihre Erfahrungen mit einer kumulativen Dissertation – eine besondere Herausforderung für Onlineveröffentlichungen auf Hochschulschriftenservern. Trotz rechtlicher Hürden plädiert sie für die Open Access-Veröffentlichung: "Ich habe selbst von der freien Verfügbarkeit wissenschaftlicher Arbeiten profitiert. Das möchte ich gern zurückgeben. Um ehrlich zu sein habe ich die elektronische Veröffentlichung nie hinterfragt – das war eine Selbstverständlichkeit! Auch die Kosten sind natürlich ein Faktor." In der Regel müssen bei elektronischer Veröffentlichung weniger oder gar keine Druckexemplare in der SLUB eingereicht werden.

 

Die hohen Kosten für gedruckte Exemplare haben auch Angelika Weirauch zu einer Onlineveröffentlichung bewogen. Sie promovierte als externe Doktorandin an der Fakultät Erziehungswissenschaften. Ihre Dissertation umfasst etwa 500 Seiten – statt fünf Büchern musste sie dank Qucosa kein einziges abgeben. Angelika Weirauch stimmt zu: "Wer selbst viele freie Quellen nutzt, möchte Gleiches auch gern für den wissenschaftlichen Nachwuchs tun." Da die Quellenlage in ihrem Forschungsfeld überschaubar war, sei es umso wichtiger, mit ihrer Arbeit nun eine frei verfügbare Quelle für alle Interessierten zu bieten.

 

Robert Brückner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Photophysik, berichtete: "Meine Doktorarbeit mit Qucosa online zu veröffentlichen ging schnell und war unkompliziert". Leider hätte er bis zuletzt Qucosa als offiziellen Publikationsserver der TU Dresden nicht wahrgenommen.

 

Da es in den deutschsprachigen Ländern eine Publikationspflicht für Dissertationen gibt, wartet die Veröffentlichung am Ende eines jeden Promotionsmarathons, so die Regel. Dabei ist die Art zu veröffentlichen bis heute stark von den Fachkulturen geprägt. Das Spektrum reicht an der TU Dresden von konsequenter Veröffentlichung in Form eines gedruckten Buches bis zur dominierenden elektronischen Veröffentlichung in den Naturwissenschaften, insbesondere im Fachbereich Physik. Die 15 verschiedenen Promotionsordnungen der Fakultäten regeln den Rahmen: Publikationsmöglichkeiten, Art und Umfang. Die Hochschulschriftenstelle der SLUB berät vor der Veröffentlichung auch bei der Wahl des für die eigenen Ziele strategisch besten Veröffentlichungswegs.

 

Warum können auf Qucosa nur ungeschützte PDF-Dateien veröffentlicht werden – ohne Schutz vor Kopieren, Bearbeiten, Neuzusammenstellung oder ein Passwort? Grund sind die Anforderungen der digitalen Langzeitarchivierung: Damit die auf Qucosa gespeicherten Doktorarbeiten auch in 50 Jahren noch lesbar sind, müssen ggf. automatisierte Formatkonversionen vorgenommen werden. Möglich ist dies aber nur, wenn keinerlei Bearbeitungsschutz vorliegt. Doch keine Sorge: Auch ohne technische Schutzmaßnahmen (welche im Übrigen auch umgangen werden können) ist die Integrität Ihrer Arbeit gewahrt. Das Urheberrechtsgesetz sowie die "gute wissenschaftliche Praxis" definieren generell, wie Publikationen genutzt und zitiert werden dürfen – und diese Regeln gelten für Open Access-Veröffentlichungen wie für tradierte Publikationsformen gleichermaßen.

 

Zum Schluss eine gute Nachricht für alle, deren Promotion schon ein paar Jahre zurück liegt: Auch nachträglich ist die elektronische Veröffentlichung auf Qucosa in den allermeisten Fällen möglich. Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie uns an!

 

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