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Autor: Heike Marschner

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Willy Gehler. Karrieren eines deutschen Bauingenieurs: Studentische Ausstellung im DrePunct

Stahlbeton ist heute ein omnipräsentes Baumaterial, das die Druckfestigkeit des Betons mit der Zugfestigkeit des Stahls kombiniert. Graue Betonoberflächen, die versteckte Metallkerne umhüllen, gestalten weite Teile des menschlichen Technotops und werden allenfalls aus ästhetischen Gründen abgelehnt. Die Funktionalität steht dagegen nicht mehr infrage. Vor hundert Jahren war es keineswegs selbstverständlich, Bauten in Stahlbeton zu konstruieren. Vielmehr blieb es einer kleinen Avantgarde von Bauingenieuren vorbehalten, das Fundament für die heute fest etablierte Stahlbetonbauweise zu legen. Studierende aus einem Praxisseminar am Institut für Geschichte konzipierten eine Ausstellung, die sich einem von ihnen widmet: dem Ordinarius der Technischen Hochschule Dresden Willy Gehler (1876–1953). Er studierte, lehrte und forschte in Dresden und hinterließ mit seinen Bauten auch im Stadtgebiet Spuren.

 

 

Die Ausstellung wird im Rahmen des Workshops "Willy Gehler – Versuch einer Einordnung" am 11. April 2017, 16:30 Uhr in der SLUB in der Bereichsbibliothek DrePunct eröffnet. Sie basiert auf den Ergebnissen des von der DFG gefördeten Forschungsprojekts "Willy Gehler (1876–1953) – Spitzenforschung, politische Selbstmobilisierung und historische Rezeption eines bedeutenden Bauingenieurs und Hochschullehrers im ‚Jahrhundert der Extreme‘".

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Ausstellung "[MIT]Gemacht?" - Rundgang mit den 'Machern'

Seit November 2012 wird im Eingangsbereich der Zweigbibliothek DrePunct am Zellschen Weg die Ausstellung "[MIT]Gemacht? Technik- und Natiurwissenschaftler der TH Dresden im Nationalsozialismus" gezeigt, die Studierende der TU Dresden in einem Praxisseminar des Instituts für Geschichte und mit Mitarbeitern des Sonderforschungsbereiches 804 "Transzendenz und Gemeinsinn" erarbeitet haben. In unregelmäßigen Abständen stehen die 'Macher' selbst für einen kleinen Rundgang und für Diskussionen zur Verfügung, die erste Führung durch die Ausstellung findet am 24. Januar um 17 Uhr in der Bereichsbibliothek DrePunct statt, Treffpunkt ist die Ausstellung selbst. Weitere Führungen werden unter Ausstellungen / Veranstaltungen auf der Webseite der SLUB bekanntgegeben.

 

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[Mit]gemacht? – Gemeinsinn und »Volksgemeinschaft« Die neue Ausstellung in der Bereichsbibliothek DrePunct

Für die Realisierung der umfangreichen Ziele nationalsozialistischer Herrschaft wurde das Engagement fähiger Wissenschaftler und Techniker benötigt. Die Machtübertragung an die Nationalsozialisten führte daher auch an der Technischen Hochschule Dresden zu tief greifenden Einschnitten.

 

Eine kürzlich an unserem Standort DrePunct eröffnete Ausstellung stellt exemplarisch das Spektrum möglichen Verhaltens von Wissenschaftlern ab dem Frühjahr 1933 an der TH Dresden vor. Technik- und Naturwissenschaftler verweigerten sich dem neuen System oder wurden von ihm ausgeschlossen. Andere waren bereits vor 1933 Anhänger der Nationalsozialisten oder passten sich an – der überwiegende Teil konnte so seine Karriere erfolgreich weiter vorantreiben.

 

Mit der Ausstellung wird einerseits Einblick gegeben in Lebensläufe, die bisher nicht oder nur unvollständig erzählt wurden. Andererseits wird die Vielfalt der Verflechtungen herausgearbeitet, die zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland bestanden – auch an der TH Dresden.

 

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für Geschichte der TU Dresden und der SLUB. Im Rahmen eines Praxisseminars wurden im Sommersemester 2012 Kontext und Umsetzung der Ausstellung durch Studenten erarbeitet. Sie standen unter der Leitung von Mitarbeitern des technik- sowie des landesgeschichtlichen Projektes am Sonderforschungsbereich 804 »Transzendenz und Gemeinsinn« Herrn Dr. Uwe Fraunholz und Herrn Swen Steinberg. In vielen Stunden haben sie recherchiert, geschrieben, entworfen, umgesetzt und sich dabei viel wertvolles Wissen angeeignet. Zusätzlich zur Ausstellung ist außerdem eine 64-seitige Broschüre entstanden, in der die Geschichten der einzelnen Wissenschaftler und der Zeit des Nationalsozialismus tiefgehender beschrieben werden, als es in der Ausstellung möglich ist. Die Broschüre finden Sie in Qucosa.

 

Das Praxisseminar hat inzwischen schon gute Tradition. Seit 2008 kann die SLUB bereits die vierte studentische Ausstellung in der Bereichsbibliothek DrePunct präsentieren. Besonders durch die seit 1998 fortwährende Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zur überregionalen Literatur- und Informationsversorgung für das Fach Technikgeschichte, bestehen enge Kontakte zum Lehrstuhl für Technik- und Technikwissenschaftsgeschichte der TU Dresden, unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Hänseroth.

 

 

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