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SLUBlog

Autor: Marina Lang

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Komponist und Interpret: Hermann Keller zum 70. Geburtstag

Der Komponist und Jazz-Pianist, Improvisationsmusiker und Musikpädagoge HERMANN KELLER feiert seinen 70. Geburtstag und die Musikabteilung gratuliert mit einer Spezialwebseite zu den Beständen Hermann Kellers in der SLUB: Literatur, Tonträger, handschriftliche und gedruckte Noten.

 

Das erste Kompositionsautograph "Wahlverwandtschaften" erwarb die Musikabteilung 1977.  In den 1980er Jahren folgten "Prometheus", "Sonate über Frieden und Krieg", "Neues Klavierbüchlein" und 2005 das "Konzert für Klavier und 13 Instrumentalisten". Dr. Wolfgang Reich, Leiter der Musikabteilung von 1962 bis 1992 und Begründer des Archivs für zeitgenössische Komponisten in der SLUB würdigte das Stück wie folgt: "Wenn es in der Neuen Musik überhaupt noch einmal zu einer Epochenbildung kommen sollte, dann hätte Kellers Konzert das Format, einen Markstein darin zu bilden". Hermann Keller steht in enger Beziehung zu Reich, für den er 2007 zum 80. Geburtstag das "Klavierstück für Wolfgang Reich" komponierte.

 

Bis heute befinden sich im Komponistenarchiv 43 Autographen Hermann Kellers, die auch über RISM recherchierbar sind.


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80. Geburtstag des Dresdner Komponisten Manfred Weiss

Die Musikabteilung der SLUB gratuliert dem Dresdner Komponisten Manfred Weiss am 12. Februar 2015 zum 80. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums wurde eine Spezial-Webseite über sein Oeuvre in der SLUB im Archiv für zeitgenössische Komponisten der Musikabteilung erstellt. Von 1974 bis 1999 erwarb die Bibliothek 40 seiner Autographe für das Komponistenarchiv. Darüber hinaus sind in unseren Beständen zahlreiche gedruckte Noten, Bücher, Aufsätze und Tonträger.

 

 

 

 

Das „Konzert für Orgel, Streichorchester und Schlagzeug“ aus dem Jahre 1975/1976 gehört zu den bedeutendsten Instrumentalschöpfungen der mittleren Schaffensperiode. 1977 wurde das Werk durch  Amadeus Webersinke und die Staatskapelle Dresden unter Siegfried Kurz uraufgeführt. Manfred Weiss erhielt dafür den Hanns-Eisler-Preis von Radio DDR.

 

SLUB: Mus.15436-U-500, S.1

 

 

Weiss schuf etwa 120 Werke auf den Gebieten der Orchestermusik, der Kammermusik, der Chormusik und des Liedes. In der DDR und darüber hinaus wurde er immer mehr bekannt als ein Komponist mit aufrechter Haltung, der seine Gedanken und Gefühle musikalisch zum Ausdruck bringt, ohne sich politisch oder künstlerisch zu verbiegen. Eine besondere Beziehung hat er zur Herrnhuter Brüdergemeine, da er selbst in einer alten Herrnhuter Missionarsfamilie aufwuchs. In vielen Kompositionen von Manfred Weiss erfährt man sein Bekenntnis zum christlichen Ethos als Schaffenshaltung. 

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Georg Katzer wird 80 – Pionier der elektronischen Neuen Musik der DDR

Wir gratulieren Georg Katzer zu seinem Jubiläum mit einer Webseite, die die Noten-, Audio- und Foto-Bestände eines der prominentesten Komponisten der ehemaligen DDR in der Bibliothek zeigt. Zudem katalogisierte die Musikabteilung der SLUB 33 Kompositionsautographe, die sie bis 1991 erwarb - darunter die Kinderoper "Das Land Bum-Bum“ und das Ballett "Schwarze Vögel" - und die heute zum Archiv für zeitgenössische Komponisten zählen. Sie können diese Werke online im Internationalen Quellenlexikon der Musik (RISM) recherchieren.

 

In der Neuen Musikzeitung wird Georg Katzer 2005 von Gerhard Rohde wie folgt beschrieben: "Als Komponist hat Georg Katzer äußerst unterschiedliche Gesichter. Auf der einen Seite steht ein vitales musikantisches Temperament, die Lust am Virtuos-Spielerischen, die Erkundung differenzierter klanglicher Kombinationen; auf der anderen Seite wiederum das Bedürfnis, dies Lustvoll-Spielerische formal zu disziplinieren, es mit Expressivität aufzuladen und der Musik eine spezifische Sprachlichkeit zu verleihen." Ein Porträt mit O-Tönen finden Sie derzeit im Archiv von MDR Klassik.

 

Regimekritik versteckt sich in seiner Kinderoper "Das Land Bum-Bum" nach einem Märchen von Rainer Kirsch. Dort essen die Bewohner mit den Ohren, singen keine lustigen Lieder und das Wort «Lüge» dürfen sie nicht kennen. Die Hauptfigur Karl wird für ein lustiges Lied "Bum Bum Bum. Wir hören "st" wir hören "st". Will wer die Ordnung stören. Wir hören spät, wir hören früh, wir prüfen jede Melodie..." in den Kerker geworfen, der sich in einem riesigem Tunnelsystem befindet mit einer gigantischen Abhöranlage.

 

 

Das Land Bum Bum, Singspiel 1976. Partitur. SLUB: Mus.15450-F-502, S. 169 (Anhang)

 

 

Das Kompositionsautograph von dieser ganz besonderen Kinderoper "Das Land Bum- Bum", das am 30.September 1978 in der Komischen Oper Berlin unter der Regie von Joachim Herz uraufgeführt wurde, erwarb unsere Musikabteilung 1979 vom Komponisten. Seit 1964 entstand in der Musikabteilung der früheren Sächsischen Landesbibliothek Dresden das "Archiv Dresdner Komponisten des 20. Jahrhunderts". Es wurde Anfang der 1970er Jahre zum "Komponistenarchiv der DDR" erweitert, das vor allem Kompositionsautographe junger, aufstrebender Komponisten aufnahm. 1983 erhielt die frühere Sächsische Landesbibliothek Dresden den Status "Zentralbibliothek der DDR für Kunst und Musik", den sie bis 1990 behielt.

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Nachlass Hanns Ander–Donath: Zum 50. Todestages des Frauenkirchen-Organisten

Viele Freunde von Musik aus der Dresdner Frauenkirche werden sich noch an die von der DDR-Plattenfirma ETERNA in den siebziger Jahren herausgebrachten Langspielplatte "Orgelmusik aus der Dresdner Frauenkirche" erinnern.

 

 

 

Als Vorlage dafür diente eine historische Aufnahme aus dem Jahre 1944. Hanns Ander-Donath spielte an der Silbermannorgel der Frauenkirche Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Böhm, Max Reger und Hans-Friedrich Michelsen. Ulrich Dähnert, der Nestor der sächsischen Organologen, schrieb den Cover-Text dazu. Inzwischen gibt es diese alten Aufnahmen auf CD.

 

Hanns Ander-Donath am fahrbaren Spieltisch (1939-1942; Gebrüder Jehmlich) für die erweiterte Silbermann-Orgel in der Frauenkirche Dresden. Repro nach Fotografie vor 1945, SLUB/Deutsche Fotothek

 

Seit 1985 befindet sich der Nachlass von Hanns Ander-Donath in der SLUB. Es handelt sich um 1.000 Schriftstücke, eine große Programm- und Kritikensammlung, sowie circa 50 von ihm selbst hergestellte Decelith-Schallfolien. Hanns Ander-Donath war dank seiner besonderen Kenntnisse aus der Elektrotechnik und Elektroakustik in der Lage, ein Folienschneidegerät, den dazugehörigen Aufnahme-und Wiedergabeverstärker sowie diverse Kondensatormikrofone selbst zu bauen und deren Eigenschaften in Zusammenarbeit mit der Dresdner Firma Kluge in der Frauenkirche zu testen, um mit dieser Aufnahmetechnik Decelith-Folien von Orgelkonzerten und Aufnahmen von Glocken-Geläuten selbst herzustellen. Ein Profi hätte es nicht besser machen können.

 

Für Recherchen nach Schriftstücken aus dem Nachlass haben wir den Spezialkatalog zum Nachlass Hanns Ander-Donath digitalisiert. Nach Tonträgern, Büchern und Aufsätzen und Fotos recherchieren Sie bitte in unserem Katalog.

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"Der Schuhu und die fliegende Prinzessin" in der SLUB

Udo Zimmermann gehört seit Jahrzehnten zu den führenden europäischen Komponisten und wird am Sonntag 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass haben wir ihm im Archiv für zeitgenössische Komponisten eine Dokumentation gewidmet. Seine Oper "Weiße Rose" wird am 5. Oktober um 20.00 Uhr in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden aufgeführt (vgl. Spielplan).

 

Im Bestand der SLUB befinden sich zahlreiche gedruckte Werke, Noten, Bücher, Aufsätze, Bilder und Tonträger, ebenso drei Kompositionsautographe. Unter den Autographen das wichtigste, meistgespielte Werk ist die Oper "Der Schuhu und die fliegende Prinzessin" (Text: Peter Hacks. Einrichtung zum Libretto: Udo Zimmermann und Eberhard Schmidt. UA 1976).

 

Udo Zimmermann wurde am 6. Oktober 1943 in Dresden geboren. Von 1954 bis 1962 besuchte er die Kreuzschule und war Kruzianer unter Rudolf Mauersberger. Von 1962 bis 1968 studierte er an der Musikhochschule Dresden. Zu seinen Lehrern gehörten Johannes Paul Thilmann in Dresden und später Günther Kochan an der Akademie der Künste zu Berlin. Die SLUB besitzt die Teilnachlässe beider Lehrer.

 

Ab 1970 war er mehrere Jahre Chefdramaturg der Dresdner Staatsoper. 1978 wurde er als Professor für Komposition an die Dresdner Musikhochschule berufen. 1974 gründete er die Dresdner Konzertreihe "Studio Neue Musik". Daraus entstand 1986 das "Dresdner Zentrum für Neue Musik" und die "Dresdner Tage für zeitgenössische Musik". Von 1990 bis 2001 war er Intendant der Leipziger Oper. Er hatte zahlreiche Erfolge über Sachsen hinaus, stand bei allen großen europäischen Orchestern am Dirigentenpult, nahm Gastverpflichtungen an den Opernhäusern in Wien, Hamburg, München und Bonn wahr. Sein organisatorisches Engagement galt immer mehr der zeitgenössischen Musik. Von 2004 bis 2008 war Udo Zimmermann Intendant des Festspielhauses im Europäischen Zentrum der Künste in Hellerau und von 2008 bis 2011 Präsident der Sächsischen Akademie der Künste.

 

In der Deutschen Fotothek finden Sie Fotografien von Udo Zimmermann aus dem Nachlass des Fotografen Christian Borchert und Bühnenbilder von Udo Zimmermanns Oper "Levins Mühle", fotografiert von Werner Wurst 1975. Die Katalogisate der Notenhandschriften sind im opac.rism.info zu finden. Notenausgaben, Musikbücher, Zeitschriften, Tonträger, Aufsätze und Bilder recherchieren Sie im SLUB Katalog. Die Handschriftensammlung hat Briefe und Widmungen unter Handschriftenkataloge.

Kommentare

sehr interesssant !
19.09.2017 13:35
Zugang zu Anchestry
19.09.2017 11:43
Lizenz
19.09.2017 11:14
Tolles Angebot - danke!
19.09.2017 09:18
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18.09.2017 23:53

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