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SLUBlog

Autor: Thomas Bürger

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„audit berufundfamilie“ – familienbewusste Personalpolitik als strategisches Ziel der SLUB offiziell anerkannt

Im legendären DDR-Premierenkino Kosmos in der Berliner Karl Marx-Allee fand die 19. Zertifikatsverleihung des „audit berufundfamilie“ durch Familienministerin Katarina Barley, Wirtschaftsstaatssekretär Dirk Wiese und die Hertie-Stiftung statt. Marlies Krause (als stellvertretende Beauftragte für Frauen und Gleichstellung) und Generaldirektor Prof. Dr. Thomas Bürger vertraten dabei die SLUB.

 

Rund 300 Arbeitgeber aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Dienst wurden in diesem Jahr ausgezeichnet: die Universität Trier als Pionier zum sechsten Mal, die SLUB (Kurzporträt zur Zertifizierung) mit renommierten Partnern wie z. B. FIZ Karlsruhe oder Rolls Royce Power Systems zum ersten Mal. Die SLUB ist in der Liste der bislang fast 1.000 Zertifikatsträger aus 20 Jahren die erste namentlich genannte Bibliothek (Universitätsbibliotheken sind vermutlich in die Auditierungsverfahren der Hochschulen einbezogen…) und wurde zunächst bis Ende Mai 2020 zertifiziert.

 

Prof. Bürger (hintere Reihe, links) mit anderen Zertifikatsträgern und den Verleihern Dirk Wiese (vorn links), Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, und Oliver Schmitz (vorn rechts), Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH. Foto: berufundfamilie Service GmbH, Thomas Ruddies/ Christoph Petras

 

Die gesellschaftliche Dimension verdeutlichte der Heidelberger Gerontologe (Wissenschaft vom Altern) Prof. Andreas Kruse: Ein gutes Leben zu ermöglichen, erfordert den Einklang von beruflicher und persönlicher Entwicklung in gesellschaftlicher Mitverantwortung für Familie, Freunde, Unternehmen und Gesellschaft. Nur so könne soziale Gerechtigkeit und Demokratie gelingen. Statt von Work-Life-Balance rede er lieber von lebensfreundlicher Arbeit und einem sich durch Arbeit miterfüllenden Leben, da die Arbeit die Lebensqualität und -zufriedenheit entscheidend mitbestimme. Die künftige Gesellschaft benötige neue Formen sorgender Gemeinschaften, die Weitergabe des Wissens an nächste Generationen sowie innovative, die persönliche Identität und das Gemeinwohl stärkende Arbeitsformen.

 

Ministerin Barley verwies auf praktische Fortschritte bei der beruflichen Arbeit von Frauen, bei der Beteiligung der Männer an der Kindererziehung, bei intelligenten Teilzeit- und mobilen Arbeitslösungen. Es sei gut, dass anerkannte Firmen und Einrichtungen neue Modelle erproben und Best Practice aktiv austauschen – denn es bleibe noch viel zu tun.

 

Am Ende rief Staatssekretär Wiese dazu auf, den Begriff Innovation nicht nur technisch, sondern zunehmend auch sozial (und ich füge hinzu: kulturell) zu verstehen. Das Auditierungsverfahren wird Zeit und Kraft binden, aber bei der Veranstaltung wurde deutlich: Es lohnt sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die Einrichtungen und deren Unterhaltsträger und das Gemeinwesen gleichermaßen.

 

Herzlichen Dank deshalb an alle, die in der SLUB an dem bislang Erreichten mitgewirkt haben und weiter mitwirken werden.

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Städtische Bibliotheken, Philharmonie und Kabarett unter einem Dach – wir gratulieren!

Jetzt lebt er wieder, der Kulturpalast zwischen Altmarkt und Neumarkt. Nach vergleichsweise kurzer Umbauzeit verfügt nun auch die Dresdner Philharmonie – wie Berlin seit 1963 und Hamburg seit Januar 2017 – über einen Konzertsaal in Form aufsteigender Weinbergterrassen. Der besondere Knüller in Dresden – der Konzertsaal ist von den Städtischen Bibliotheken umgeben und vom Kabarett der Herkuleskeule raffiniert untergraben. Musik, Satire und Wissen also für alle und unter einem Dach – in direkter Nachbarschaft zu den Kunstsammlungen, dem Staatstheater und der Semperoper – das ist in dieser Form wohl einmalig.

 


Sicht auf den Dresdner Kulturpalast im Februar 2017; Wikimedia Commons, Lupus in Saxonia

 

Die 1879 gegründeten Städtischen Bibliotheken haben allen Grund, Samstag und Sonntag zwei Tage mit ihren Nutzern zu feiern. Sie zählen zu den am meisten besuchten öffentlichen Bibliotheken in Deutschland und betreiben sehr erfolgreich Lese- und Medienförderung insbesondere für Kinder und Jugendliche. Das neueste Projekt „Dialog in Deutsch“ richtet sich an die Zuwanderer, die es in Dresden bekanntlich nicht gerade leicht haben. Damit wird der „Palast“ zur „Werkstatt“ für Musik und Kabarett, Information und Diskussion – ein Magnet für eine moderne offene Stadtgesellschaft.  

 

Im einem Sonderheft des BIS-Magazins werden unsere Kolleginnen und Kollegen ihr neues Haus selbst vorstellen. Wer nicht länger warten will, kann Samstag und Sonntag 10-18 Uhr das Haus besichtigen und mitfeiern; hier ist das Programm.

 

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns als Bibliothek mitten im Campus über die neue Bibliothek mitten im Zentrum. Viel Glück und Erfolg, auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

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Fragen zum Kinderbuch? Heute können Sie sie stellen

Die Freundesgesellschaft der SLUB hat anlässlich des Welttages des Buches am 23. April zwei Experten zu einem Gespräch über das Kinderbuch eingeladen. Am runden Tisch des Talleyrandzimmers der SLUB befragt der Leipziger Verleger Mark Lehmstedt Monika Osberghaus, Verlegerin des Klett Kinderbuch-Verlages. Seit 2015 ist der Klett Kinderbuch-Verlag selbständig.

 

Nie wurden so viele Kinderbücher gedruckt wie heute. Entsprechend viel gibt es über Erfolge und Misserfolge zu berichten. Gäste sind heute um 17 Uhr im Talleyrandzimmer (2. OG) der SLUB herzlich willkommen.

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Unser Schmökertipp für Ostern: Familienporträts 1983, 1993, 2017

Rund 12.000 Fotografien des bekannten Dresdner Fotografen Christian Borchert (1942-2000) können über die Bilddatenbank der Deutschen Fotothek der SLUB betrachtet werden. Von seinen berühmten Familienporträts hat der Lehmstedt-Verlag in Leipzig im Jahr 2014 eine Auswahledition aus dem Dresdner Nachlass veröffentlicht, herausgegeben von Mathias Bertram und Jens Bove. Jetzt hat die Ostkreuz-Fotografin Ina Schoenenburg einige der Familien neu besucht und fotografiert, die Borchert bereits vor 34 Jahren porträtiert hatte. DIE ZEIT präsentiert in ihrer jüngsten Ausgabe auf drei Seiten ZEIT im Osten einige dieser Aufnahmen.

 

Diese  Bilder sind Futter für die Fantasie, meint der Verleger Mark Lehmstedt: Umso spannender ist es, jetzt einige der Familien zu sehen, wie sie 2017 nochmal fotografiert wurden.

Und die ZEIT schreibt: Auf den Bildern sieht man den Flug der Zeit und die Kontinuität des Lebens.

 

 


Familie S. in ihrem Wohnzimmer 1983 (c) SLUB/ Deutsche Fotothek/ Christian Borchert

 



Familie S. in ihrem Wohnzimmer 1993. (c) SLUB/ Deutsche Fotothek/ Christian Borchert

 

Wir wünschen viel Spaß beim Schmökern und ein inspiriertes Osterfest!

 

Hier finden Sie DIE ZEIT in der SLUB.

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Wünsche zum Jahreswechsel

Liebe Nutzerinnen und Nutzer,

 

ein ver-rücktes Jahr geht zu Ende. An Tabubrüchen, Grenzüberschreitungen, lautem Getöse ohne Substanz hat es nicht gefehlt. Stimmungsmache,  Gerüchteküche, völkisches Vokabular… : Hat die Aufklärung, die Befreiung des Menschen aus selbstverschuldeter Unmündigkeit, erneut verloren?

 

Im Jubiläumsjahr 2017 wird vielfältig daran erinnert, wie Martin Luther durch neues Denken und mit neuen Medien Europa und die Welt veränderte. Dabei setzte er sich auch für die Errichtung städtischer Bibliotheken ein. In diesen sollten die Einwohner sich selbst bilden können, statt auf falsche Autoritäten zu hören.

 

Nach 500 Jahren funktioniert diese Idee immer noch erstaunlich gut: Im letzten Jahr zählten öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken fast 220 Mio. Besucher, die Online-Besuche gar nicht mitgezählt.

 

Die Gutwilligen sind in Deutschland die Mehrheit und wirklich „das Volk“. Sie tragen große Verantwortung, die Demokratie zu schützen, die uns so viel Freiheit und Gerechtigkeit gebracht hat wie noch keiner Generation vor uns. Dabei muss auch die Institution Bibliothek sich immer neu bewähren: Als Ort des freien Zugangs zu den Informationen, als Ort der Aufklärung über die Irrtümer und die Errungenschaften der Menschheit, als Ort der Streitkultur, des Nachdenkens, der Entwicklung neuer Ideen und guter Taten.

 

Gemeinsam  sollten wir nicht nur das Reformationsjubiläum feiern, sondern auch zur Reformation der aufgeklärten europäischen Bürgergesellschaft beitragen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns, Besuchern und Mitarbeitern der SLUB, ein gutes und gesundes neues Jahr 2017.

 

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