sind 20 bis 29 Jahre jung und studieren an der TU Dresden. Das wird kaum jemanden überraschen, da eine der wesentlichen Funktionen der SLUB eben die einer Universitätsbibliothek für die TU ist: 35.000 Menschen mit einem gültigen SLUB-Benutzerausweis zählten 2008 zu dieser Gruppe, das ist praktisch jede/r an der TU immatrikulierte Studierende. Dazu kamen unter anderem über 10.000 Studierende anderer Hochschulen, fast 3.000 Beschäftigte von TU und SLUB sowie rund 20.000 Bürgerinnen und Bürger ohne Hochschulbindung. Von letzteren hätten wir gerne noch mehr: Sind wir doch auch Landesbibliothek und stehen grundsätzlich jeder und jedem ab 14 Jahren offen (bitte weitersagen! Unsere Benutzungsordnung finden Sie hier).
Was uns selbst an solchen Zahlen besonders interessiert ist, sind die damit verbundenen offenen Fragen. Weshalb haben 2008 nur knapp vier Fünftel der TU-Studierenden mit Benutzerkarte Medien ausgeliehen? Decken die anderen 20% ihren Bedarf anderenorts oder greifen sie nur noch auf die Online-Angebote (Datenbanken, E-Journals u.a.) zu? Was müssen wir tun, um auch für Berufstätige und Senior/innen attraktiver zu sein? Zwar haben wir sogar gut 600 Entleiher/innen, die 70 Jahre und älter sind, insgesamt dominiert jedoch die Altersschicht von 14 bis 39 Jahren mit einem Gesamtanteil von über 85%.
Sowie wir nicht nur Vermutungen, sondern zweifelsfreie Antworten auf solche Fragen haben, lassen wir Sie´s hier im Blog wissen. Ihre Hinweise auch zu diesem Thema interessieren uns immer. Wir wünschen eine produktive Woche in der SLUB.
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Hallo
Warum eigentlich erst ab vierzehn? Danebenbenehmer werden doch sowieso rausgeschmissen.
Ich erinnere mich noch gut wie ich mit 12-13 immer vor der örtlichen Hochschulbibliothek stand und es bedauerte keine Fachbücher lesen zu dürfen. Das hat meine persönliche Entfaltung erheblich gedämpft. Damals war Internet aber noch nicht so populär...
Warum erst ab 14?
Hallo Astro,
bis 14 Jahre gilt man als unmündig und nur beschränkt geschäftsfähig. Näheres erläutert uns sicher ein versierter Jurist. Jüngere Jugendliche, die sich schon zur wissenschaftlichen Arbeit berufen fühlen, finden sicher einen Benutzungsweg - mit Hilfe Ihrer Eltern ;)
Ältere Nutzer // Computer
Die geringe Zahl der älteren Nutzer würde ich darauf zurückführen, dass vieles in der SLUB mittels Computern erledigt wird (Recherche, Bestellung, Benutzerkontenverwaltung, ...) und hier wieder die klischeehafte Abneigung/Angst (vermutlich jedoch eher Unerfahrenheit) zuschlägt. Da selbst der Anteil der 40- bis 49-Jährigen ohne Computerkenntnisse (oder mit -kenntnissen, jedoch auch -abneigungen) recht hoch ist, sollte dies nicht großartig verwundern.
Hier würden meiner Meinung nach entsprechende Merkblätter oder gar speziell eingerichtete Rechner mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen ("... jetzt klicken Sie bitte diese diese Zeile an und tragen hier Ihren Suchwunsch ein ...") etwas helfen. Ohne Kurse und (ehrenamtliche) Helfer wird aber der Anteil älterer Leser kaum merklich steigen, zumal selbst ich nach mehreren Jahren der SLUB-Nutzung immer noch Neues im Bezug auf Bestandsrecherche erlebe.
Ältere BenutzerInnen und Elektronische Bibliothek
Hallo René,
ich bin mir nicht sicher, ob das die Situation hinreichend erklärt. Zwar wird die Hemmschwelle bei einigen älteren Menschen höher sein, andere arbeiten am PC aber längst ebenso leicht wie junge. Für SeniorInnen bieten wir im Übrigen in Zusammenarbeit mit der Dresdner Seniorenakademie bereits spezielle Kurse an (s. unter A-Z, Seniorenstudium).
Wir werden weiter nachforschen. Möglicherweise spielen doch auch die Lage auf dem Universitätscampus und die mangelnde Kenntnis über unsere offene Tür (Ja, darf ich denn da auch rein?) eine Rolle. Außerdem wollen wir nicht vergessen, dass wir mit den Städtischen Bibliotheken Dresden eine sehr gute Öffentliche Bibliothek in der Stadt haben (2008 Platz 2 im Leistungsvergleich der deutschen Großstadtbibliotheken!). Das schreibe ich nicht nur, weil wir mit den KollegInnen bestens zusammenarbeiten ...
Benutzercharakteristika
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte die Gelegenheit nutzen, um auf ein anderes Problem hinzuweisen. Sie interessieren sich offenbar - zu Recht - für die Altersstruktur Ihrer Nutzer. Interessieren Sie sich auch für die Körpergröße Ihrer Nutzer? Ich bin circa 1,90 Meter. Jedesmal wenn ich ich zur Ausleihetheke trete oder am Bookeye - bücherschonend - etwas kopiere, ärgere ich mich über die niedrige Höhe Ihres Möbiliars. Ich frage mich, wie klein man sein muß, um ohne Verrenkungen und Rückenschmerzen ihr Haus besuchen zu können?
Freundliche Grüße
Berufstätige
Gegenfrage: Welche Berufsgrppen arbeiten viel mit Literatur, die sie "nur" in der Bibo finden?
ein paar Ideen: Juristen, Menschen, die Patente und Normen recherchieren, Journalisten,... Wer noch?
Und: Inwiefern wird die SLUB heute als Ort für Weiterbildung wahrgenommen?
Besonders große BenutzerInnen
Hallo Alex,
laut Mikrozensus 2005 war der erwachsene Mann in Deutschland durchschnittlich 1,78 m groß und 82,4 kg schwer. Seitdem ist eher das Durchschnittsgewicht gestiegen als die Körpergröße. Dass die Möbelindustrie wie viele andere Sparten vor allem auf den Durchschnittstyp achtet, ist das Schicksal aller Großen und Kleinen. Das wird Sie aber nicht trösten. Wir versprechen deshalb, dass wir - wo immer das möglich ist - auf flexible Lösungen achten werden.
SLUB als Statussymbol
Der SLUB haftet in der "Allgemeinbevölkerung" noch immer etwas besonderes an. Es wird angenommen, dass nur Priviligierte diese nutzen dürfen.
Erst im Abitur wagte ich mich in ihre Sphären und war erstaunt, dass "Otto-Normalbürger" ausleihen darf. Vorher hatte ich nur die Stadtbibliotheken genutzt.
Und erst durch mein Studium lernte ich Ihre Schätze zu schätzen lernen.
Viele Gruesse
Generation 60+ in der SLUB
Mein Vater, jetzt 81 Jahre alt, hat als Sprachwissenschaftler jahrzehntelang die Landesbibliothek in der Marienallee genutzt - jetzt wendet er sich mit seinen Fragen an mich (ich bin Mitarbeiterin der SLUB).
Ohne Internet geht eben (leider) nichts mehr. Seinen PC benutzt er eher als bessere Schreibmaschine, das Internet ist ihm zu kompliziert. Schon die Einrichtung der Technik..... Natürlich wendet er sich auch telefonisch an die IPs an, um Hilfe zu bekommen. Eine Seniorenschulung für's Internet würde er nie besuchen - warum auch. Kurzum - für die ältere Generation ist die SLUB eher eine Hürde denn eine Einladung. Da hat René (15.06.09) völlig recht.
Übrigens - auch unsere Senioren arbeiten durchaus noch im hohen Alter wissenschaftlich, nur eben mit anderen Mitteln. Und genau da harpert's in vermutlich allen wissenschaftlichen Bibliotheken dieser Welt...
Ach so, ja - die Städtischen Bibliotheken kommen natürlich für meinen Vater für seine Arbeit nicht in Frage...nur für die Mutti ;-)))
Wer sagt: "Ich lese"? Wer bittet um Ruhe?
Schaut man sich so die Hinweisschilder ("Ich lese!)" an, so könnte man auf die Idee kommen, dass nur junge Frauen die SLUB nutzen und um Ruhe bitten. Gab es keine jungen/ alten, großen/ kleinen Männer, die sich als Leser outen wollten?
Ich würde mich sehr freuen, wenn man auch an dieser Stelle die Vielfalt der Leser und SLUB-Besucher abbilden könnte.
Viele Grüße!
Fotoaktion "Ich lese"
Lieber Christian Schwarzbach,
die Fotoaktion "Ich lese" hat sich unser tüchtiger Fotograf ausgedacht, der zur Zeit im wohlverdienten Urlaub ist. Wir wollten nicht Ruhe mit Verbotsschildern anordnen, sondern lieber Leser verschiedener Altersgruppen zeigen, die um Ruhe bitten. Fotografiert wurden meines Wissens 8 Personen, mehr Frauen als Männer und mehr jüngere als ältere. Nicht alle haben im Nachhinein ihr ok für die Aufstellung der Bilder gegeben. Sicher können die Motive auch einmal ausgewechselt bzw. erweitert werden. Das ist mit einigem Aufwand verbunden, also eine Zeit- und Kostenfrage. Wer sich als Motiv beteiligen will, kann sich gerne bei Frau Herkner, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, per Mail melden, am besten gleich mit einem Bild (herkner@slub-dresden.de). Danke für Ihre Anregung.