Die Zeitläufe haben im Altbestand der über 450jährigen SLUB vielfältige Spuren hinterlassen. Signaturschilder, Stempel, Exlibris, Supralibros u.ä. Merkmale weisen auf unterschiedliche Sammelabschnitte und Vorbesitzer hin. Im Rahmen eines Drittmittelprojekts sind diese Merkmale systematisch geordnet, mit 126 Abbildungen veranschaulicht und jüngst in Qucosa, dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver, veröffentlicht worden. Wissenschaftler, Bibliothekare, Antiquare und Buchliebhaber erhalten damit ein sehr gutes Werkzeug, um Bestände der SLUB zu erkennen. Hinweise und Ergänzungen zu diesem Katalog sind stets willkommen.
Die Veröffentlichung ist für unsere Bibliothek besonders wichtig, da sich infolge des Zweiten Weltkriegs (25 Auslagerungsorte, umfangreiche Verlagerungen durch die Trophäenkommission der Roten Armee) weiterhin zahlreiche Medien in fremden öffentlichen Sammlungen und in privater Hand befinden. Nach unserer Kenntnis zählen allein rund 250.000 Bestandseinheiten der SLUB (Drucke, Karten, Musikalien und andere Sonderbestände) bis heute zur Beutekunst in russischen Bibliotheken. Einen Katalog der Kriegsverluste bzw. -verlagerungen finden Sie im WWW-Angebot der SLUB. Weiterführende Informationen zum Thema bieten Ihnen die Seiten der nationalen Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste. Wir danken Jana Kocourek und Norman Köhler für ihre prima Arbeit.
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Bücher und ihre Geschichte. Arbeit zu SLUB-Provenienzmerkmalen erschienen
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