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Achim BonteViews: 12182Permalink09.02.201115:59 Uhr

Alle Jahre wieder... Die Zentralbibliothek ist überfüllt

Anfang der Woche lasen wir in einem Dresden-Blog folgende Glosse: "SLUB überfüllt - Semperoper als Außenstelle auf Zeit?" Vermutlich werden manche kaum darüber lachen, da sie die große Platznot zum Ende des Wintersemesters direkt leidvoll miterleben.

Im entsprechenden Blog-Post vom letzten Jahr (s. 11.2.2010: "Reise nach Jerusalem") ist im Prinzip schon alles zur gegenwärtigen Überlast gesagt; und obwohl wir inzwischen weitere letzte Reserven erschlossen haben (z.B. Raum -2.115 für ca. 20 Personen), bleiben für die Wochen drangvollster Enge folgende Erfahrungswerte und Regeln gültig:

  1. Die Auslastung der Bibliothek ist nicht an allen Bibliotheksstandorten und zu allen Tageszeiten gleich. Am ungünstigen sind die Verhältnisse in der Zentralbibliothek zwischen etwa 10 und 16 Uhr. Zwischen 20 und 24 Uhr herrscht dagegen selbst in diesen Wochen selten Ausnahmezustand. Noch bis Ende des Monats ist außerdem auch die Bereichsbibliothek DrePunct und (NEU!) die Zweigbibliothek Rechtswissenschaft sonntags geöffnet.

  2.  Die Reservierung von Arbeitsplätzen ist nicht nur unsozial, sondern durch unsere Hausordnung ausdrücklich verboten. Arbeitsplätze, die mit Büchern oder persönlichen Gegenständen belegt sind und eine Stunde offensichtlich nicht genutzt werden, können vom Personal geräumt und anderen BenutzerInnen zugewiesen werden. Die Bibliothek übernimmt für Beschädigungen und Verluste in diesem Fall keinerlei Haftung.

Mit Vernunft und wechselseitiger Rücksicht werden wir die gegenwärtige Phase am besten überstehen. Für Ihre Abschlussarbeiten und Examina wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

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  • 61 Kommentar(e)
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bigbug21 (Peter)
09.02.2011 18:33 Uhr
Lesesaal Sondersammlungen

Ein Kommilitone hat kürzlich gefragt, ob nicht eigentlich der Lesesaal Sondersammlungen zumindest teilweise für "lernende" Studenten geöffnet werden könnte. Darüber wurde doch sicher auch schon einmal nachgedacht... oder?

Norbert Herms
12.02.2011 09:26 Uhr
Niemals!

WENN der Sonderlesesaal überhaupt für Andere außer, diejenigen Personen, die Sonderlesesaal-Material bearbeiten, geöffnet wird, DANN ja wohl für Leute die mit ihrem Präsenzwerk keinen Platz finden, weil alles von den Lernenden (die auch woanders lernen können) blockiert ist. Ich wurde letztens mit meinem Präsenzwerk von 1902 (also auch alt und pfleglich zu behandeln) im Sonderlesesaal mit meiner Bitte um Asyl abgewiesen.

Nine
10.02.2011 08:45 Uhr
Besetzte Plätze

Damit man sich nicht jeden Tag mit Studenten anlegen muss, die Plätze für ihre Freunde, die " in einer halben Stunde" kommen, besetzen, fände ich es wirklich wünschenswert, wenn die Security ab und an mal durch die Räume gehen würde, um sowas zu unterbinden.
Inzwischen sitzen um zehn Uhr schon die ersten Nutzer auf dem Boden - obwohl es bestimmt noch einige "freie" Plätze gibt.
Ärgerlich.

bigbug21 (Peter)
10.02.2011 09:07 Uhr
Wie erkennt man verlassene Plätze?

Die Frage ist, wie man solche Besetzungen beim schnellen Durchgehen erkennen will. Hast du eine Idee?

Achim Bonte (SLUB Dresden)
10.02.2011 09:41 Uhr
@Reservieren von Plätzen

Hallo Nine,

das Mallorca-Phänomen (anstelle des Platzes am Pool geht's bei uns um den Arbeitstisch) haben wir schon Anfang der Woche mit unserem Wachdienst thematisiert und gebeten, häufiger durch die Bibliothek zu gehen. Ist ein Platz bei wiederholter Kontrolle offensichtlich nicht genutzt, soll er geräumt werden.

Von der Parkscheiben-Lösung, die einige Bibliotheken eingeführt haben (Studi stellt seine Pausenzeit ein), sind wir nicht recht überzeugt, da sie dieselbe Fairness und Rücksichtnahme voraussetzt, die wir auch ohne Parkscheibe brauchen.
S. http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,735138-2,00.html

Nine
10.02.2011 09:55 Uhr
Ich finde es super,

dass hier so schnell geantwortet wird und dass schon mit dem Wachdienst gesprochen wurde. Dankeschön hierfür.
Der Uni Spiegel Artikel war sehr interessant, aber ich stimme zu: es geht um generelle Fairness, ob da eine Pausenuhr hilft, weiß ich nicht.
Das Hoffen darauf, habe ich inzwischen aber aufgegeben :)

Konstantin
25.03.2011 22:59 Uhr
Lösung wie an der HU: Parkuhren

Wurde schon gesagt. Aber vielleicht wirkt es ja, wenn es mehr Leute sagen:

In der HU- Bibliothek in Berlin gibt es eine Regelung, dass auf verlassenen Plätzen Parkuhren abgelegt werden müssen. Wer nach einer Stunde nicht zurück ist, verliert den Anspruch auf seinen Platz, dh. die Ausicht sammelt das Material ein.
Auch wenn die Verbesserung gar nicht so groß wäre, würde man dieses System in Dresden einführen: Die gefühlte Konkurrenz wäre geringer und schlechte Gefühle würden vermieden.

Nine
10.02.2011 09:22 Uhr
Richtig hinschauen ;)

Im Ernst, die meisten legen ein paar Bücher drauf, wenns hochkommt noch einen Stift. Wenn man die Leute dann konkret drauf anspricht, sagen sie ja auch offen, dass sie auf jemanden warten. Das wär dann für mich der Zeitpunkt, an dem ich sage: Is nich.
Hier laufen ständig Leute vorbei und suchen einen Platz und weiter vorne wird freigehalten - ganz schlau mir Licht an, damit es auch ja so aussieht, als käme derjenige der da sitzt gleich wieder. Leider nimmt die Dame, die dem Platz gegenüber sitzt immer mal wieder ein Buch oder ein Skript vom freigehaltenen Platz zur Hand...da sitzt wohl doch keiner...

Frank Aurich (SLUB)
10.02.2011 10:08 Uhr
@ Lesesaal Sondersammlungen

Der Wunsch, mit den zumindest zeitweise freien Plätzen im Lesesaal der Sondersammlungen etwas Entlastung in der angespannten Raumsituation zu schaffen, ist gut zu verstehen. Unsere Möglichkeiten sind da jedoch sehr begrenzt. Die Plätze im Lesesaal werden zur Benutzung alter Drucke, Handschriften und Musikalien vorgehalten. Das Bereitstellungsregal ist mit Medien für 109 Benutzer übervoll, darunter befinden sich zahlreiche Großformate. Für die Benutzung besonders hochwertiger Handschriften und Drucke liegen uns täglich Voranmeldungen vor. Die Gesamtbenutzung des schmal bemessenen Saales ist mit 18.187 ausgegebenen Handschriften und alten Drucken im Jahr 2010 hoch, die Inanspruchnahme ist jedoch für uns schwer kalkulierbar. Alter und Zustand mancher Materialien verlangen eine besondere Sorgfalt bei der Benutzung. Mitunter wird durch die zur Schonung der Bücher und Handschriften verwendeten Schaumstoffunterlagen oder für die Großformate auch mehr Platz als üblich benötigt. Angesichts des teilweise sehr hohen Wertes der uns anvertrauten und an die Benutzer ausgegebenen Materialien können wir bei diesen Standards keine Abstriche machen.
Wir machen uns jedoch Gedanken, wie wir mit einem Umbau Veränderung und letztlich für die Benutzer auch in Spitzenzeiten eine bessere Situation erreichen können.

egal
10.02.2011 14:18 Uhr
egal

Tja,
hier rächt sich, dass eine TU zu wenig Bibliotheken hat ! Jedes Institut braucht eine Zweigbibliothek ! Aber 70 Euro pro Semester für´s Studenenwerk verlangen.
Außerdem hat der Geräuschpegel in der SLUB Mensalautstärke.
Liegt das vielleicht daran, dass die TU Gruppenarbeit auch bei Fächern fordert, wo dies gar nicht nötig ist ?

Tempelb
16.02.2011 19:34 Uhr
Studentenwerk

Die Beiträge zum Studentenwerk haben mit der Finanzierung der Bibliotheken wenig zu tun, die sind eher für Mensa und Wohnheime zuständig. In den Mensen, die ich regelmäßig besucht habe, war schon der Preis für Mitarbeiter fast doppelt so hoch wie für Studierende, für Gäste noch höher. Bei ca. 2 Euro Differenz pro Mahlzeit läßt sich leicht ausrechnen, für wieviele Mahlzeiten der Beitrag von 70 Euro im Semester reicht. Für den Unterhalt von Bibliotheken bleibt da kein Spielraum...

MThB
10.02.2011 15:28 Uhr
Tu Schuld oder Slub?

Ich glaube nicht, dass Gruppenarbeit unnötig oder schädlich ist. Teamarbeit wird immer mehr vom Egotrip verdrängt. Es ist weniger die Schuld der TU als die der Slub, da es viel zu wenige Gruppenarbeitsräume gibt und diese schon Wochen vorher ausgebucht sind.

Tobi
10.02.2011 16:39 Uhr
Schuldzuweisung ueberfluessig

Probleme mit dem Platzangebot in der SLUB im speziellen und an der Uni im Allgemeinen wurden schon oft genug (auch hier im Blog) eroertert.

Schuldzuweisungen sind da nicht angebracht, vor allem wenn man ansatzweise weiss, warum es ueberhaupt dazu kommt. (Auch das Hochschulgesetz spielt mit hinein, Stichwort Bauhoheit)
Sowohl die Uni als auch die SLUB sind sich des Problems bewusst (kann man hier im Blog ja sehen) und versuchen Loesungen zu erarbeiten, die aber aus verschiedenen Grunden nicht von jetzt auf gleich aus dem Himmel fallen.
Die Studentenvertretungen sind schon eine ganze Weile vor allem an dem Platzmangel fuer freies Arbeiten an der Uni dran und ich weiss, dass sich im Hintergrund schon etwas tut.

Und Initiativen wie die Kooperation mit Neonworx zeigen, dass von Seiten der SLUB versucht wird, dem Problem mit frischen Ideen zu begegnen. Ob das Akzeptanz findet, wird sich zeigen.

Und wenn die Pruefungszeit vorbei ist, bin ich auch wieder in der SLUB.
[Ich weiss jetzt schon, dass ich sie nach meinem Abschluss ein bisschen vermissen werde :) ]

Viele Gruesse

W.K.
10.02.2011 18:01 Uhr
Teamarbeit gut - "Egotrip" schlecht?

Es ist ja wohl ein bißchen sehr vereinfachend, das Mode gewordene Herumsitzen in Gruppen per se als zukunftsträchtig anzusehen. Genauso undifferenziert diffamierend ist es, Leuten, die zum Lernen nicht das warme Gefühl der Herde brauchen, zu unterstellen, sie seien auf dem Egotrip.

Norbert Herms
12.02.2011 09:29 Uhr
Die Studenten sind Schuld!

Seit wann ist eine Bibliothek für Lerngruppen da? Die ist für Leute, die lesen wollen und müssen. Lerner können zu Hause oder in TU-Gebäuden. Die meisten Räume sind offen, leer, geheizt , mit Licht und Internet.

Peter W
10.02.2011 19:50 Uhr
Post Its "Dieser Platz ist seit ... unbesetzt"?

Hallo,

wie wäre es, wenn die Sicherheitsdienstangestellten an verlassene Plätze einfach kleine "Post its" Zettel hinkleben auf denen die Urzeit steht. wann sie diesen Platz unbesetzt vorgefunden haben. Die Besitzer werden das "Post it" entfernen, wenn sie wieder dort sind. Andere Besucher werden sie kleben lassen, wollen sie ja selbst diesen Platz. So kann man objektiv sehen, ob der Platz länger als eine Stunde unbesetzt war oder nicht.

Viele Grüße bis morgen in der SLUB,
Peter

Gestresster Nutzer
10.02.2011 22:07 Uhr
Ja und Nein

An sich keine schlechte Idee, auch wenn das Sicherheitspersonal wenig begeistert sein wird. Aber was machst du mit Leuten, die mal eben nen Platz freihalten? Die werden den Zettel dann entfernen, auch wenn der Kollege erst in 2 Stunden kommt, weil er es früh um 7 nicht aus dem Bett schafft.

Peter W
11.02.2011 09:05 Uhr
Kann man effektiv nicht verhindern

Da das Sicherheitspersonal aktuell so oder so Runden drehen soll und auf unbesetzte Plätze achten soll, dürfte sich der Mehraufwand mit den Post its in Grenzen halten.

Sicherlich ist dies nur ein Gegenmittel, gegen diejenigen die alleine am Platz sitzen und niemanden haben der ihren Platz freihält. Gegen Freunde die einen zweiten Platz freihalten wüsste ich jetzt auch keine Methode, ausser das man es komplett verbieten würde, dass ein Platz unbesetzt bleibt.

Grüße,
Peter

Huge
11.02.2011 05:16 Uhr
Wow

Ich studiere in Leipzig und bin hier zufällig gelandet ... wollte nur mal mein Kompliment für die Social-Media-Aktivitäten der SLUB hier ausdrücken, ihr seid da ja echt auf Zack. Schön, dass es so was gibt. Und das Problem mit den Plätzen haben wir hier auch.

Grüße nach Dresden

Paul
11.02.2011 08:49 Uhr
Ausnahmezustand erfordert Ausnahmeregeln

Derzeit sind die Zustände in der SLUB nahezu unerträglich. Unter den Geisteswissenschaftlern gibt es einfach viel zu viele die vor Ort arbeiten müssen, Präsenzwerke oder eine Fülle an zu überschauender Literatur zwingen dazu. Da sind Lerngruppen die zuerst Lauthals das vergangene Wochenende auswerten mehr als lästig, hinzu kommen Menschen mit Skripten, Heftern und Taschenrechnern, die auf die SLUB als Arbeitsort nicht angewiesen sind. (Experimentell kann ja gegen 10.00Uhr mal ein Sicherheitsbeauftragter der SLUB nach Handmeldung von jedem Studenten fragen, der mit einem Buch arbeitet und alle übrigen des Saals verweisen – ich bin mir sicher, dass gut die Hälfte gehen müsste.) Zur Erinnerung: die SLUB liegt mitten auf dem Campus und ist umgeben von zugänglichen und großflächig leer stehenden Seminargebäuden – da kann man tatsächlich ungestört lernen! Das der Eingangsbereich der Bibliothek an Lerngruppen mit entsprechendem Lärmpegel verloren ist, ist akzeptabel – der Rest nicht!
Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einer jungen Dame, die der festen Überzeugung war, dass das Gebot zur Ruhe ausschließlich im Lesesaal gilt! In Bibliotheken sollte Ruhe jedoch überall selbstverständlich sein. Gibt es seitens der SLUB diesbezüglich eine Sonderregelung von der ich wissen sollte? Die Aufsteller „Ab hier bitte Ruhe“ sollten hier wieder Abhilfe schaffen können, dann kann man die des Lesens Unfähigen passgenau herausfiltern – die haben in der Bibliothek dann ohnehin nichts zu suchen.
Der Höhepunkt war ein am Mittwoch um 8.45Uhr aufgefundener Zettel auf einem Arbeitsplatz, auf welchem zu lesen war: „bis 14.00Uhr frei“. Das war der Gipfel der Dreistigkeit. Wenn Arbeitsplätze zwischen 10 und 14Uhr auf Grund von Mittagspausen unbelegt sind mag das gehen. Alles andere ist eine Frechheit.
Seit 2005 gehe ich regelmäßig in der SLUB ein und aus, ich kann mich aber beim besten Willen nicht erinnern, dass diese Zustände früher schon herrschten. Auch in der Prüfungszeit fand man freie Plätze! Ebenfalls schwer vorstellbar ist, dass Erstis dieses frevelhafte Bibliotheksverhalten aus ihren Schulgewohnheiten mitbringen. Das lernen die hier vor Ort. Ergo kann man das auch wieder austreiben. Jeder Student, der vor Ort arbeiten muss, ist hier in die Pflicht zu nehmen und wird dies auch mit Aussicht auf freie Arbeitsplätze tun. Offensichtlich freigehaltene Plätze (über einen längeren Zeitraum) kann man melden oder – so keine persönlichen Gegenstände darauf liegen – selbstständig räumen. Und Arbeitsgruppen gehören – außer im Eingangsbereich – schlicht und einfach unterbunden. Das Gebot zur Ruhe muss offensichtlich auch wieder ausgeschrieben werden, dass dürfte aber nicht mit einem erheblichen Kostenaufwand für die SLUB verbunden sein. Besonders freche Arbeitsplatzsimulationen (ich erinnere an den Zettel) sollten sogar unter Strafe gestellt werden, dann kommt das auch nicht mehr vor. Wenn jeder seine Augen offen hält, ist das Problem in dieser Intensität in zwei Semestern wieder verschwunden.

Eventuell könnte man noch einen markierten Bereich für Nichtstudenten einrichten. Viele scheinen gar nicht zu wissen, dass die Bibliothek ein öffentlicher Raum ist der nicht nur Studenten vorbehalten ist. Es ist schon teilweise sehr unangenehm zu sehen, dass Rentner mit einer Hand den Ischias stützend in einer Ecke kauern und zu Lesen versuchen, während am Tisch gegenüber eine Gruppe Studenten die letzte Folge von „Big Bang Theory“ diskutiert.


Mit freundlichen Grüßen,

Paul

TutNichtsZurSache
11.02.2011 12:58 Uhr
Nagel auf den Kopf getroffen

Danke Paul,
dein Eintrag hat es ja mal voll auf den Punkt getroffen! Es ist wirklich ärgerlich wenn wir Geisteswissenschaftler, die entweder ausschließlich mit Präsenzbeständen arbeiten müssen oder massenweise Literatur sichten müssen, keinen Platz kriegen. Und das nur, weil sich andere Studenten, ausschließlich mit Readern und Stiften, evtl. noch Taschenrechner, bewaffnet, denken, sie müssen unbedingt in der Slub lernen. Das macht mich wahnsinnig sowas!
Und das mit den älteren Leute habe ich auch beobachtet. Echt krass!

Da müsste die TU doch was tun zwecks Räume für Lerngruppen zur Verfügung stellen.

Antje
11.02.2011 13:22 Uhr
andere Bibliotheken

wäre dann nur schön wenn die Nicht-Geisteswissenschaftler auf ebengleiche Arbeitsbedingungen treffen könnten wie in der SLUB. Hier wird doch grad mit zweierlei Maß gemessen...

TutNichtsZurSache
11.02.2011 14:58 Uhr
nein

Ich meinte doch nur, dass es unfair ist, wenn denjenigen, die dringend auf Plätze angewiesen sind, da sie die Literatur brauchen, die Plätze weggeschnappt werden.

Dazu ist doch die Slub Slub da: Man liest die Literatur, die zur Verfügung steht. Oder nicht?

Aber da geb ich dir recht: Natürlich sollten die Gruppenlerner auf annähernd gleiche Bedinungen wie in der Slub treffen.

W.K.
11.02.2011 15:44 Uhr
Problem ist hausgemacht

Paul hat absolut recht. Es ist nicht die Aufgabe einer Bibliothek, jedermann, der einen Tisch und einen Stuhl braucht, diesen zu garantieren. Bibliotheken sind Orte, an denen Wissen gesammelt ist und sie sind für die da, die dieses Wissen nutzen wollen. Und wenn dann noch freie Kapazitäten da sind, kommt der Rest - nicht umgekehrt. Deshalb hat es auch überhaupt nicht Ungerechtes, wenn Geisteswissenschaftler sich fragen, mit welchem Recht andere unnötigerweise Arbeitsplätze belegen. Das Problem ist bloß, daß die Leitung des Hauses es jedermann recht machen will und sich dem Druck der Masse beugt. Prioritäten setzen, wäre das Gebot der Stunde!

J.
11.02.2011 15:47 Uhr
Willkommene Pause am Sonntag?

Wie jetzt bekannt wurde, zieht der braune Mob am 13. Februar direkt vor der SLUB entlang. Vielleicht legt ja der ein oder andere lernwillige Wutbürger eine kleine Lernpause ein, so ab 15:30 Uhr, auf den Hügeln vor der Halle...

http://dresden1302.noblogs.org/post/2011/02/11/naziroute-bekannt-nur-miniaufmarsch-hbf-uni-hbf/

WutSluber
11.02.2011 17:19 Uhr
Lächerlich

Hallo,

was mir hier auffällt ist vor allem eines, das Studenten der so wichtigen Geisteswissenschaften anscheinend es nicht schaffen aus dem bett zu kommen! Wer vor 9 uhr hier ist bekommt immer noch ein Platz und das kann ich bisher von jedem Tag sagen!
Das hier angeführt wird,das irgendwelche Bücher gelesen werden müssen ist lächerlich, wenn ich etwas muss dann kann cih auch früh genug aufstehen und sollte das aufgrund der achso wichtigen Party am vorabend nicht gehen kann man acuh abends kommen, ab 17 uhr wirds lichter in den Reihen. Oder steht da bei den Geisteswissenschaften schon wieder die nächste party an? Also nicht über leute mit Taschenrechner aufrgegen sondern einfach mal früher aufstehen!
Und was die Rentner angeht... welche bevölkerungsgruppe hat wohl am meisten zeit sich zu den weniger frequentierten Semesterzeiten hier aufzuhalten.
Jeder Student hat hier die gleichen Rechte, first come first serve.

lg

ein Student der 10 Stunden am Tag mit seinem Rechner in der Slub ist und trozdem mal 2 Stunden Mittagspasue macht

Paul
11.02.2011 19:37 Uhr
EDIT

Die unsinnige Differenzierung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften war so nicht beabsichtigt und sollte hier, da fehl am Platze, nicht weiter berücksichtigt werden. Ich wollte den Naturwissenschaftlern jeglicher Art keinesfalls unterstellen, dass sie keine Bücher brauchen.

Die Forderung, dass gefälligst jeder seinen Tagesablauf an den Gesprächsrunden („mal eben sluben gehen“ scheint ja ein geflügeltes Wort geworden zu sein) und Lerngruppen zu orientieren hat, ist unsinnig und sehr egoistisch. Gepaart natürlich mit der – ich nenne es mal – Party-These. Dies ist eine Unterstellung die wenn überhaupt, dann nur auf die Platzfreihalter zutrifft, die 8Uhr morgens einen Platz belegen und dann vor 14Uhr nicht denn heiligen Hallen auftauchen. Die oben erwähnte Anekdote mit dem Zettel („bis 14.00Uhr frei“) fand so am Mittwochmorgen um 8.45Uhr in der völlig überfüllten Slub statt! Es gibt eben diese und jene Tage. Hierbei handelt es sich aber um eine sehr beschränkte Weltsicht, die das das Problem aber nicht erfasst.

Quote: „Jeder Student hat hier die gleichen Rechte, first come first serve“ kann sich gern auf Arbeitsplätze zur Nutzung des Schriftgutbestandes beziehen – im laufenden Semester klappt es ja auch.

Aus Interesse: Welche slubähnlichen Bedingungen benötigt denn eine Lerngruppe? Tisch, Stühle, Dach, Fenster, vier Wände und eine Tür, eventuell Internetzugang. Nichts, was man nicht zu Hauf und leer stehend in den umliegenden Seminargebäuden findet.

TutNichtsZurSache
12.02.2011 03:02 Uhr
...

@ Paul: Paul, damit hast du auch schon die slubähnlichen Bedingungen aufgezählt, die ich meine. Es soll halt so sein, wie in der Slub, nur dass die Lerngruppen da auch wirklich reden dürfen. Und nicht die, die sich konzentrieren müssen und in den Präsenzsachen schon zum x-ten Mal einen Satz lesen, durch ihr reden stören.
Und ja, ich bin ebenfalls der Meinung, die TU müsste da was tun. Was kann denn bitte so schwer sein einfach mal die Räume aufzsuchließen?! Es wird schon nichts kaputt gehen. Studenten sind in der Regel zivilisierte Menschen. Und wer randalieren wöllte, der könnte das ja auch im Semester.
LIEBE SLUB, könnt ihr da nicht irgendwie etwas machen? Ich bin mir sicher, dass die Lerngruppen auch zufriedener wären, wenn sie in kleineren Räumen mit doch etwas weniger Lärm wären. Und wenn mehr von ihnen einen Platz bekämen. Auch noch nach 9 Uhr.

@ WutSluber: Ich wollte, genau wie Paul, die, ich nenne es jetzt mal Taschenrechner-Leute, nicht angreifen! Und nein, ich mache weder Party all night long noch liege ich bis mittags im Bett. Ich bin auch immer vor 9 da. Aber bereits da ist es schwer einen einigermaßen ruhigen Platz zu finden. Im Foyer herrscht zu dieser Zeit ja schon das totale Stimmengewirr. Da kann sich kein Mensch wirklich konzentrieren. Ich will auch nicht sagen, dass man es verbieten soll zum Lernen in die Slub kommen zu können, aber irgendwie ist es doch erst eine zweitrangige Aufgabe einer Bibo einen Lernplatz zur Verfügung zu stellen. Erstere ist ja wohl, dass man Leseplätze hat um v.a. Präsenzbestände zu lesen. Oder stimmst du mir da nicht zu? (Wahrscheinlich ist das bei den Nicht-Geisteswissenschaftlern auch etwas anders. Vielleicht habt ihr ja eure Bücher massenweise in der Lehrbuchsammlung stehen. Wir geisteswissenschaftler sind jedenfalls dringend auf Sekundärliteratur angewiesen, die es meist leider nur als Präsenz gibt.)

Also nochmal: Keiner sollte angegriffen werden!

Liebe Grüße von einer Studentin, die auch mind. 10 Stunden am Tag in der Slub ist und es völlig legitim findet, wenn man Mittagspause und Kaffeepause macht. (Sonst wird man ja vollends verrückt von dem Unikram!) :-)

Ich
12.02.2011 12:53 Uhr
Familie

@WutSlubler: Na da fühlt sich aber jemand mächtig auf den Schlips getreten! Da scheint ja doch was Wahres dran zu sein, hm? Und mal ehrlich, auch wenn man früh genug da ist und einen Platz bekommt, dann kann es trotzdem nicht sein, dass man von den Lerngruppen so getrört wird, dass man jeden zweiten Satz doppelt lesen muss, weil die Konzentration von Minute zu Minute sinkt! Und hast du vielleicht auch mal an Leute gedacht, die nicht zu den weniger strak frequentierten Zeiten zwischen 17 und 24 Uhr anwesend sein können, weil sie eine Familie zu Hause haben und kein nonstop-Kindermädchen?

LateinMit2Kindern
17.02.2011 23:12 Uhr
schwierig, schwierig

Zum Thema "lächerlich": ich als lateiner habe ebenfalls viel Präsenzliteratur, muss aber morgens noch zwei Kindern in den Kindergarten bringen. Vor 10h schaffe ich es nicht. Sehe ich dann reihenweise nur Leute, die youtube, facebook oder ebay auf ihren Rechnern haben, fängt der Unmut an. Da ich am Nachmittag die Kinder wieder abholen muss, bleibt nicht mal - wie für die vielen Platzfreihalter- Zeit für eine Mittagspause, und die wenige Zeit in der SLUB möchte ich dann auch gern mit einem Arbeitsplatz verbringen können.
Und- auch unverschämt- mit kleinem Stillkind aus dem "Familienarbeitsraum" rausgeschmissen zu werden.

Norbert Herms
12.02.2011 09:51 Uhr
Vorschlag

Wir sind uns also einig, dass im Grunde alle das selbe Recht haben, in der SLUB machen zu können, was sie wollen, das Lerngruppen woanders hin könnten und das Plätze reservieren das Letzte ist.
Da viele Nicht-Geisties sich aber der Tragweite des Präsenz-Lesens (meine Magisterarbeit basiert auf ollen Zeitschriften und nein, ich habe kein Carrell) offenbar nicht bewusst, aber in der Überzahl sind und nur die wenigsten das hier überhaupt lesen, KANN ja eigendlich nur vor Ort durch irgendeine Regelung etwas passieren. Daher schlage ich vor - ähnlich der "Hier nicht mit dem Laptop arbeiten"-Schilder, "Hier nur Präsenzwerk-Leser"-Schilder aufzustellen.
Sicher, da kann man sich auch einfach ein Buch schnappen und sich da hinsetzen, aber vielleicht sind ja nicht alle so ignorant und man kann wenigstens etwas abhilfe schaffen. Außerdem bin ich der erste, der sich seinen Platz erstreitet, wenn da einer zu Unrecht sitzt, sodass aus reinem Egoismus vielleicht eine Zivil-Courage entsteht, die so ein System funktionieren lässt.

Niichtstudent
13.02.2011 08:27 Uhr
Mir kommt die Wut hoch!

Offensichtlich ist es so, daß an der TU genügend Räume für Lerngruppen da wären, es also überhaupt keinen Grund gibt, das die Lerngruppen permanent SLUB-Arbeitsplätze blockieren. Es handelt sich hier also um einen reinen Organisationsfehler sowie eine dumme Angewohnheit, daß jeder Schnulli in der SLUB erledigt werden muß. Hier endlich mal wieder die Normen vom Kopf auf die Füße zu stellen, wäre höchste Zeit. Wenn man freilich den Erfolg einer Bibliothek daran mißt, wie viele Leute jeden Tag die Drehkreuze passieren (aus was für einem Grund auch immer), dann wird das natürlich nix. Benutzungsqualität statt Benutzungsquantität sollte die Devise sein! Und die Qualität ist - mit Verlaub gesagt - unterirdisch.

Jens Mittelbach (SLUB Dresden)
13.02.2011 10:09 Uhr
@Mir kommt die Wut hoch

Lieber Herr Kaufmann,

wenn Ihnen so häufig die Wut hochkommt und Sie in der SLUB allerorten Organisationsfehler wittern, dann empfehle ich Ihnen noch einmal in aller Ernsthaftigkeit, unser mehrfaches Angebot eines persönlichen Austausches - das ich hiermit erneuere - anzunehmen, statt hier unter verschiedensten Pseudonymen unsachliche Generalkritik zu üben. Ihre Anregungen nehmen wir gerne entgegen und wir setzen vernünftige und machbare Vorschläge, wie Sie wissen, auch in die Tat um. Wenden Sie sich gerne auch per Email an mich: jens.mittelbach@slub-dresden.de

bigbug21
13.02.2011 12:49 Uhr
SLUB HEUTE GESCHLOSSEN

Aufgrund der für den heutigen späten Nachmittag im Bereich des Zelleschen Weges angekündigten Demonstrationen ist die SLUB seit heute Vormittag an den eigentlich geöffneten Standorten Zentralbibliothek, Drepunct und Rechtswissenschaften offenbar geschlosssen.

Während hier an der Zentralbibliothek mit einigen Diskussionen mit Polizisten noch bis etwa 12 Uhr Leute rein- und rausgelassen wurden, kommen im Moment auch keine Nutzer mehr ins Gebäude... :(

Dass mehrere Bibliotheken samt Mensa hier sonntags offen haben und eine vierstellige Zahl von Leuten anziehen scheint der Einsatzleitung ebenso entgangen zu sein, wie dass zahlreiche (Feld-)Wege auf das Gelände der Zentralbibliothek führen (http://osm.org/go/0MLhJLwLr--). Seitdem einige Nutzer diese Schleichwege gegangen sind, wimmelt es auf diesen aus Richtung Zschernitz kommenden Wegen ebenfalls von Polizisten.

Inwieweit der Einsatz verhältnismäßig ist, muss bestritten werden. Es wäre schön, wenn die Leitung des Hauses hier die notwendigen kritischen Worte gegenüber den Verantwortlichen findet.

bigbug21
13.02.2011 12:58 Uhr
Unsinn eines Polizeieinsatzes

Gerade kam hier in der Zentralbibliothek die Durchsage, dass das Gebäude nur mit einem Schließfachschlüssel betreten werden kann.

Nach kurzem Gelächter setzen sich gerade dutzende von Leuten Richtung Foyer in Bewegung. Den Rest kann man sich wohl denken...

bigbug21
13.02.2011 13:03 Uhr
Update: Zentralbibliothek für alle dicht

Gerade kam eine weitere Durchsage: "Der jetzige Stand ist: Auch ein Schließfachschlüssel berechtigt nicht mehr zum Betreten. Der letzte Stand ist hinfällig."

Effektiver lässt sich eine konzentrierte Prüfungsvorbereitung wohl nicht verhindern.

Marisposa
13.02.2011 13:20 Uhr
Zum eigentlichen Thema

von wegen volle SLUB...
Also ich kriege hier auch nach 9Uhr immer noch nen Platz und ich verbitte mir das Vorurteil, nur Geisteswissenschaftler bräuchten Sekundärliteratur. Ja, die Lerngruppen nerven, dem stimme ich voll und ganz zu. Um in Ruhe arbeiten zu können, höre ich immer Musik, das stört weniger als dieses ständige Gequatsche. Die TU hat sicher genug Räumlichkeiten und auch die HTW. Und es ist sicher auch möglich diese zu nutzen oder nutzbar zu machen (also aufzuschließen), aber dafür müsste man wohl den Verantwortlichen mal ein wenig auf die Nerven gehn. Und das hieße auch, dass die Lerngrupeen konsequent darauf angesprochen werden müssten, dass außer im Foyer das Reden unerwünscht ist. Und natürlich müsste den Lerngruppen, dann auch die Ausweichmöglichkeit bekannt gemacht werden. Sprich, das ist alles ziemlich viel Organisationsaufwand. Wer hat in der Prüfungszeit dafür schon Zeit? Mein Vorschlag wäre, den Stura damit zu betrauen, der hat schließlich alle notwendige Verbindungen und kann für alle Studenten sprechen.
LG aus der Sperrzone SLUB

ich sitz auch täglich 10h in der SLUB und mache natürlich auch Pausen, das ist denke ich auch legitim, nur sollten sie verhältnismäßig bleiben

bigbug21 (Peter)
13.02.2011 13:23 Uhr
SLUB WEITER GESPERRT / Student wird von vier Polizisten rausgebracht

Unter dem Beifall zahlreicher Nutzer im Eingangsbereich (0-Ebene) wurde gerade ein Student (?) von vier Polizisten in Kampfmonitur herausgebracht. Gerüchten zufolge soll der Kommilitone seinen Unmut über den Polizeieinsatz ausgedrückt haben. Das wirkt wie ein schlechter Witz.

Welchen Sinn diese derart weitreichende und eine vierstellige Zahl von Menschen betreffende Sperrung mehrere Stunden vor Veranstaltungsbeginn hat, muss ernsthaft bezweifelt werden.

Alex
13.02.2011 14:16 Uhr
Es ist an der Zeit...

...sich mit der TU und der HTW auseinanderzusetzen. An der TU gibt es beispielsweise den Willersbau. Ein gebäude voller Seminarräume, dessen Kapazitäten die Bibliotheken deutlich entlasten würden. Wahrscheinlich müsste man sich hier noch um die Reinigung und die Beaufsichtigung kümmern, aber es kostet aufjedenfall weniger, als eine neue Zweigbibliothek zu bauen. Mal abgesehen davon reichen die Kapazitäten ja im Semester massig aus.
Einzig von der Zentralbibliothek würde ich mir Sonntags noch eine Verlängerung der Öffnungszeiten wünschen, eben um auch den Abend nutzen zu können.
Ich hab es nämlich aufgegeben unter der Woche mich nachmittags ins gedränge zu werfen sondern nutze die ruhigen Abendstunden. Außer Sonntags.

Thomas Michel
13.02.2011 14:26 Uhr
Denken!

Wer denkt die Polizei ist hier um uns vom lernen abzuhalten hat doch irgendwas falsch verstanden. Ich werde nicht von der Polizei beim lernen gestört und finde es klasse, dass jemand der offensichtlich Stress sucht und seinen Unmut nicht in respektvollem Ton kundgeben kann das Gebäude verlassen muss.

bigbug21
13.02.2011 14:43 Uhr
Hintergründe?

Hallo Thomas,

was war denn passiert? Wir haben oben (im Eingangsbereich) nur die Polizeieskorte für diesen Studenten (?) mitbekommen.

Viele Grüße
Peter

Peter W
13.02.2011 19:19 Uhr
Jeder hat das Recht zu Lernen!

@Thomas
Nicht jeder steht schon um 10 in der Schlange um zu lernen. Es gibt genügend die auch später noch in die SLUB gehen um zu lernen.

"Wer denkt die Polizei ist hier um uns vom lernen abzuhalten hat doch irgendwas falsch verstanden."

Dann habe ich das wohl falsch verstanden, dass mehrere meiner Kommilitonen nicht ins Haus gelassen wurden. Und diese Leute waren nicht hier um "Streß" zu machen, sondern um hier zu lernen.

Tut mir leid, wer Sicherheitsbedenken wegen einer Nazi-Demo hat, der führt diese nicht an einem öffentlichen Gebäude mit Tausend Besuchern vorbei. Das war schlicht ein Versagen der Verantwortlichen im Rathaus und bei der Polizei.

Marisposa
13.02.2011 14:36 Uhr
Polizei

Prinzipiell finde ich es ja i.O., dass die Polizei so um uns besorgt ist. Ich würde mir nur einen besseren Informationsfluss wünschen. Zum Beispiel, werden wir eingesperrt, also ist ein Verlassen der SLUB während der Demo möglich? Und wenn ja auf welchen Zeitraum bezieht sich das. Bleibt die SLUB dann eventuell länger offen? Und wann fährt wieder ein Bus?

Ich finde es nur ziemlich idiotisch, dass die Demo überhaupt diesen Weg nimmt. Wer sich das ausgedacht hat, gehört seines Amtes enthoben. Nicht nur, dass wir hier darunter leiden. Auch ist es ja geradezu ein Aufforderung an die Studenten sich den Rechten entgegenzustellen, wenn man diese doch direkt durch den Campus, vorbei an zahlreichen Wohnheimen leitet.
Denken sollten die Verantwortlichen dafür wirklich lernen!
Und was den respektvollen Ton angeht: Da ist die Polizei zum Teil selbst Schuld. Schließlich wäre es doch recht nett, wenn man von all dem vorher gewusst hätte und auch jetzt Informationen fließen würden. Aber ich war ja nicht dabei und kann daher auch schlecht beurteilen, ob die Reaktion der Polizei angemessen war oder nicht...

Marisposa
13.02.2011 14:43 Uhr
Alternativen

Ja, eine verlängerte Öffnungszeit sonntags fänd ich auch gut, aber das ist wohl vermutlich ein finanzielles Problem.
Das wird vermutlich auch der Hauptgrund dafür sein, dass die Räumlichkeiten der TU nicht zum Lernen zur Verfügung stehen...
Den Willersbau halte ich auch für eine gute Alternative zur SLUB. Denn selbst wenn man ein oder zwei Bücher braucht zum Lernen, ist der Weg ja nicht wirklich weit. Und auch Mensen und Cafeterien sind ja gleich um die Ecke. Stühle, Tische und Inet gibts auch. Also was will das Herz mehr?

Thomas Michel
13.02.2011 14:59 Uhr
Re:Polizei

Das ganze Geschehen ist dynamisch und beeinflusst sich gegenseitig. Woher soll der kleine Polizist vor der Tür wissen welche Verzögerung durch die (wohl "spontan" genehmigte) Demo am Fritz Löffler Platz, oder die Blockade am Nürnberger Platz entstehen.

Marisposa
13.02.2011 15:08 Uhr
Re:Re:Polizei

Das nennt man Organisation...
Damit meine ich jetzt nicht die (vermutlich nicht genehmigte) Demo am Fritz-Löffler-Platz oder irgendwelche Blockaden. Damit muss die Polizei zwar rechnen, aber vorauszusagen sind die natürlich nicht. Ich meine damit den Informationsfluss.
Schon klar, dass die nicht alles wissen können. Aber über den aktuellen Stand zu informieren, kann ja wohl nicht zu viel verlangt sein. Schließlich haben ja nicht nur Demonstranten Rechte. Es wäre z.B. toll zu wissen, ob man einen Zug erreichen kann, bzw. welchen Zug. Manche fahren ja leider nicht so oft bzw. auch nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit.
Ach mal ne Frage, woher weißt du das mit der Demo und der Blockade? Und was macht bitte eine Blockade am Nürnberger Platz für nen Sinn. Da geht die Rechten-Demo doch gar nicht lang?

Thomas Michel
13.02.2011 15:49 Uhr
Re:Re:Re:Polizei

Meine Informationen habe ich teilweise von Twitter und von einem Kumpel der Pressefotograf ist.

Ein Polizist an der Tür sagte mir vorhin man erreiche den Hauptbahnhof ohne Probleme, aber eben nur zu Fuß, da die Öffentlichen nicht fahren. Gehen darf man offensichtlich, aber in die SLUB kommt keiner mehr.

Florian
13.02.2011 16:06 Uhr
ich fühl mich in meinen Bürgerrechten heute stark eingeschränkt

Hallo Peter, mein freundlicher Bibliotheksbeauftragter aus der Nachbarschaft,
hat in der SLUB auch jemand verlauten lassen, warum sie niemanden mehr reinlassen? Ich habe vor einer guten Dreiviertelstunde mit einem Berliner Polizisten auf dem Dach diskutiert warum es denn nun sinnvoller sei mich auf dem Dach stehen zu lassen, anstatt mit den anderen bereits anwesenden Nutzern (die das Gebäude auch zum Rauchen verlassen durften) unter eben diesem Dach sinnigerweise lernen zu lassen. Ein weiterer Polizist hatte darauf hin den intelligenten Vorschlag, ich sollle doch statt zu Lernen lieber nach Hause gehen und X-Box spielen. Ich bin daraufhin abgezogen zur Treppe, die zum Haupteingang hinunterführt. Der dortige Polizist aus Baden-Württemberg fand das in Ordnung und ließ mich passieren und meinte noch, dass man Einzelpersonen reinlassen würde... war leider nix: Haupteingang war zu, SLUB-Security sehr unfreundlich und sichtlich überfordert.
Das Ganze ist wohl gemerkt alles passiert, nachdem ich bereits von der Räcknitzhöhe kommend Taschenkontrollen bei bayrischen, brandenburgischen und niedersächsischen Poliszisten absolviert hatte...
Na gut nach dem Fiasko an den Bibliothekseingängen bin ich noch ein wenig am Willersbau entlanggeschlendert hatte eine wirklich nette Unterhaltung mit einer Lady von der nordrhein-westfälischen Hundestaffel und bin daraufhin gemütlich an geschätzten 30 Polizeibussen den Zelleschen Weg entlang getrabt hab noch ein paar hübsche Fotos geschossen. Daraufhin wurde ich an der Kreuzung Ackermannstraße leider von einer abermals niedersächsischen Polizistin herausgeworf... äh.. sorry nett aus dem abgesperrten Bereich geleitet.
Die Lektion der Geschichte: Polizisten aus unterschiedlichen Bundesländern habe eine SEHR differenzierte Auffassung von "Absperrung", der Phrase "zu Ihrer eigenen Sicherheit" und besonders von respektvollem Umgang mit Bürgern; nur eins können sie alle gleich gut: einem vom Lernen in der Prüfungszeit abhalten.
Sicherlich ist unsere Stadt auf die Schnapsidee gekommen, "Hey, jagen wir die 1500 Nazis am Sonntag einfach mal in der Prüfungszeit über den Campus einer Universität die gerne mal mit ihren 12% Anteil ausländischer Studierender wirbt", allerdings frage ich mich dann, warum da niemanden aufgefallen ist, dass das Probleme geben könnte. Studenten sind ja nun nicht gerade dafür unbekannt, dass sie wenn politisch orientiert dies eher nach links als nach rechts sind und zudem auch außerhalb einer Mo-Fr-Arbeitswoche mal für ihre Prüfungen lernen wollen.
Und noch schlimmer ist: Wenn wir Pech haben, steht uns der Spaß am nächsten Samstag noch einmal bevor. Aber Hauptsache die Menschenkette wurde nicht gestört. Seltsam, dass SLUB und TU das mit sich machen lassen.

So ich geh wieder runter an den Zaun Nazis gucken

Grüße

Florian

Peter W
13.02.2011 17:11 Uhr
Unverhältnismässigkeit

Also nachdem ich bis Mittag in der SLUB war und mir dann den ganzen "Spaß" in der Stadt angeschaut habe, frag ich mich wirklich was das ganze soll.

Zum einen: Wer plant diese Demoroute direkt an der SLUB mitten in der Prüfungszeit? Hier werden hunderte von Studenten beim Lernen gestört oder behindert und das schon zig Stunden bevor der Demozug überhaupt läuft. Das sich eventuell in einem öffentlichen Gebäude das von hunderten Menschen besucht wird, auch Gegendemonstranten aufhalten könnten, hätte man auch schon bei der Genehmigung der Route bedenken können und eine Alternativstrecke wählen können.

Abseits der SLUB wird die halbe Stadt vom Bahnhof Mitte bis Stehlen lahmgelegt. Überall Polizeikontrollen, Taschen kontrolliert und Personalien überprüft.

Auch beim gebotenen Recht auf Meinungsfreiheit, man sollte dann doch auch eine gewisse Verhältnismässigkeit wahren und nur eine Demonstrationsroute genehmigen die weniger unbeteiligte Menschen beeinflußt. So ist es reinste Steuerverschwendung und ein Ärgernis hoch drei.

Peter W
13.02.2011 17:40 Uhr
Und das Ende vom Lied

Und das Ende vom Lied nachdem seit 9 Uhr morgens die Polizei am Zelleschen Weg abgesperrt hat: Die Demoroute wird verkürzt und führt nicht mehr an der SLUB vorbei. Toll!

Marisposa
13.02.2011 17:14 Uhr
taz

Hab grade mal bei der taz auf den Live-Ticker geschaut. Die Nazis sind immer noch nicht losgelaufen... dann sind sie ja vermutlich bis 18Uhr auch noch nicht hier, aber vermutlich in der Nähe... mal sehn,ob wir raus dürfen ;)

bigbug21
13.02.2011 18:00 Uhr
Letzte Meldung

Laut Medienberichten wurde die Demoroute inzwischen verkürzt. Sie führt nun statt an der Strehlener Straße an der Reichenbachstraße entlang, also rund 500 m nördlich der Zentralbibliothek. Dennoch ist der Haupteingang gesperrt, wie wir hinten rauskommen, weiß niemand hier unten so richtig.

Vor dem Gebäude stehen einige Polizisten mit Hunden, die die Fahrradabholer unentwegt anbellen.

Es ist einfach nur surreal, welcher (meines Erachtens völlig unverhältnismäßige) Aufwand für ein paar hundert Demonstranten getrieben wird.

Inzwischen heißt es auch, die benachbarte Mensa habe gegen 10:45 Uhr davon erfahren, das sie heute nicht öffnen werde. Das bereits gekochte Essen musste dann offenbar in weiten Teilen weggeschmissen werden. Toll. Einfach nur toll.

Martin
18.02.2011 16:40 Uhr
Prüfungszeit/Slubnutzung

Die Diskussion ist so wichtig, dass sie immer wieder neu aufgeworfen werden muss. Ich finde es schrecklich, wenn Leute hier was von first come first serve schreiben. Man kann auch mal die Sichtweise der anderen einnehmen. Die SLUB ist immer noch eine Bibliothek. Deshalb sollte sie dazu dienen, dass Nutzer hingehen können, um die Bücher zu lesen, bzw damit zu arbeiten. Glauben manche, man hat das Geld, all die Literatur zu kopieren? Es gibt mehr als 30.000 Studenten an der TU Dresden. Die SLUB hat deutlich weniger Plätze, da könnte ja der eine oder andere, der einfach nur das Gewissen durch einen Bibliotheksbesuch beruhigen will, dann aber facebookt, oder chattet, oder spielt, auch mal zu Hause lernen.
In einer Bibliothek sollte Ruhe herrschen und nicht Zimmerlautstärke. Gruppenarbeit kann im Willersbau oder BZW ( es gibt dort nicht nur Büros, auch Seminarräume) verichtet werden.
Plätze reservieren geht gar nicht.
Die SLUB müht sich sehr, Plätze zum Arbeiten bereitzustellen, hat aber mit der Idee, Taschen mit in die Bibliothek hereinzunehmen (und sei es nur die Ebene 0) und den dortigen Lautstärkepegel eine kleine Aktie daran, dass es früher etwas ruhiger und gemäßigter in der SLUB war.

Thomas Bürger
18.02.2011 18:32 Uhr
Arbeitsruhe

Hallo Martin, zur Reservierungslust a la Mallorca ist oben schon Richtiges gesagt, deshalb zur Kritik an fehlender Arbeitsruhe nur der kurze Hinweis, dass schon wenige Meter hinter der diskussionsfreudigen, also unruhigeren 0-Ebene wirkliche Arbeitsruhe beginnt. Ich habe mich nach Ihrem heutigen Eintrag gleich umgesehen und fand auch einzelne ruhige freie Plätze. Die Bibliothek ist ja so konzipiert, dass es nach hinten und nach unten immer ruhiger wird - und nach meinem Eindruck klappt das meist auch.

a
23.02.2011 13:34 Uhr
Pausenscheiben.

http://blog.bibliothek.kit.edu/kit_bib_news/?p=1374

das wär doch was ^^

bigbug21
24.02.2011 08:10 Uhr
Re: Pausenscheiben

Das steht schon oben, Stichwort: "Parkscheibe".

Viele Grüße
Peter

Peter
12.03.2011 17:42 Uhr
Keine Haftung?

"Die Bibliothek übernimmt für [...] Verluste in diesem Fall keinerlei Haftung"

Na ob das rechtmäßig ist?

Franziska
26.07.2011 17:16 Uhr
Arbeitsplatzbeschaffung?

Es ist zwar schon Sommersemester, was eventuell das Lernen draußen auch zu einer Alternative werden lässt, aber prinzipiell ist ja aktuell grad wieder das Überfüllungsproblem zu beobachten. Einige Arbeitsplätze sind dabei jedoch erstaunlich frei, wie ich bei Rundgängen in letzter Zeit immer wieder beobachten konnte: Die Steharbeitsplätze insbesondere auf der Ebene -2 (jetzt grade 1 einziger Platz genutzt), teilweise auch die in Ebene -1 (da sind manchmal bis zur Hälfte der Plätze belegt)

Ich denke, es ist ein durchaus angenehmes Angebot, auch Stehplätze zur Verfügung zu haben, aber ich denke doch, dass Sitzplätze begehrter sind, wie der Kampf um diese zeigt. Wäre es insoweit nicht vielleicht eine Idee, eine Art "Barhocker" für die höheren Stehtische anzuschaffen, damit diese je nach Bedarf (Steh- oder Sitzplätze) auch stärker ausgelastet werden könnten?

Oder alternativ die Stehtische durch reguläre Sitztische zu ersetzen? (Je nachdem, was günstiger/einfacher zu oranisieren ist)

Sunnati
28.07.2011 19:37 Uhr
Ich stimme dem zu!

Ich würde dem Vorschlag von Franziska zustimmen! Ob Stehhocker oder reguläre Plätze einrichten - egal, hauptsache es stehen mehr Sitzplätze zur Verfügung und das Klauen der Stühle hört mal auf! Es kann doch nicht sein, dass ich nach meiner Kaffeepause (ca.15 Min.) wiederkomme und irgendwer meinen Stuhl geklaut hat, weil ich ja angeblich sooo lange weg war - was ist denn das für eine Art?!

Liebe SLUB, vielleicht wäre es für den Übergang, bis eine Umsetzung bei den Stehtischen erfolgen kann, möglich zusätzliche Klappstühle bereitzustellen, damit zumindest auch die leeren Tische mit genutzt werden können? Die sind ja nicht sooo preisintensiv und könnten notfalls gegen Pfand an die Benutzer abgegeben werden. Oder ist es dem Nutzer erlaubt, selbst einen Klappstuhl mitzubringen?

Franziska
27.09.2011 15:16 Uhr
Nachfrage

Hallo!

Nachdem ich heute dank TU Dresden Verlinkung erfreut feststellen konnte, dass die Anregung eines Nutzers, eine Luftpumpe zu installieren, auf fruchtbaren Boden gefallen ist, würde es mich natürlich gleich mal interessieren, wie der aktuelle Stand bei der Stehtischthematik ist?

MfG,
Franzisk

Achim Bonte (SLUB Dresden)
27.09.2011 16:25 Uhr
@Stehhocker

Hallo Franziska,

ist nicht vergessen, aber noch in der Bemusterung. Die Stühle sollen ja zugleich standsicher, robust, farblich passend, preiswert ... sein. Zudem suchen wir noch Geld. Wir bleiben aber dran, versprochen.

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