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14.04.201410:32 Uhr

Herfried Münkler eröffnet Vortragsreihe über den Ersten Weltkrieg

Einen Monat nach dem Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 begann der Erste Weltkrieg. Die aktuelle Debatte über die Ursachen und die Folgen des Weltbrandes ist notwendig, um – nicht nur angesichts der aktuellen Ukraine-Krise – die kulturellen und politischen Differenzen und Interessen in Europa und in der Welt zu verstehen.  Die Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften veranstaltet vom 16. April bis 16. Juli eine Vortragssreihe, die prominent von Herfried Münkler eröffnet wird.  Der Politikwissenschaftler an der Humboldt-Universität Berlin hat namhafte Publikationen zu Logik und Mythos von Weltherrschaft und Kriegen veröffentlicht. Sein aktuelles Buch "Der Große Krieg", Rowohlt Berlin, 928 S., 29,95 €, gilt neben den neuen Standardwerken zur Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts von Christopher Clark und Jörn Leonhard als „das analytisch schneidigste (und geschmeidigste) Erzähl-Schwert“. 

 

Herfried Münkler spricht über Irrtümer und Fehlentscheidungen im Sommer 1914. Da sein Bestseller in allen Exemplaren der SLUB mehrfach ausgeliehen und vorgemerkt ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig zu seinem Vortrag am Mittwoch, dem 16. April, 18:30 Uhr, in den Vortragssaal der SLUB zu kommen, um einen Platz zu ergattern.  

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10.04.201414:06 Uhr

Ist Dresden eine Bachstadt? Vortragsreihe über die Bach-Familie startet heute

In diesem Jahr wird Carl Philipp Emanuel Bachs 300. Geburtstag in vielen Städten gefeiert. Die Musikwissenschaft an der TU Dresden startet heute eine Ringvorlesung in der SLUB. PD Dr. Peter Wollny vom Bach-Archiv Leipzig geht den Spuren der Familie Bach in Dresden nach.

 

Weitere Vorlesungstermine in der SLUB, an denen unter anderem die Bach-Bestände der SLUB vorgestellt werden und Studierende der TUD über ihr Bachprojekt berichten, finden Sie hier. Die Vorträge beginnen jeweils 18:30 Uhr.

 

C. P. E. Bach: Sonatas, Signatur: Mus.3029-T-2

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09.04.201409:09 Uhr

Von Leipzig nach Dresden für 68 Groschen

In dieser Woche wird in Sachsen an die erste Eisenbahnverbindung zwischen Leipzig und Dresden vor 175 Jahren erinnert, z.B. im Verkehrsmuseum Dresden. Wir erinnern uns gern mit und stöbern wieder einmal in unseren Digitalen Sammlungen. Da wir mit Hilfe der DFG Quellen zur Technikgeschichte vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts digitalisieren konnten und dabei natürlich auch von der umfangreichen verkehrswissenschaftlichen Sammlung profitierten, werden wir auch schnell fündig.

 

 

Der "Aufruf an unsere Mitbürger in Sachsen die Anlage einer Eisenbahn zwischen Dresden und Leipzig betreffend" stammt von 1833 und ruft die Sachsen zur Unterstützung des Projekts auf. Der Werbung ist dabei nicht nur ein Lob auf die Eisenbahn, sondern auch auf Sachsen und seine tüchtigen Bewohner. Im selben Jahr schreibt der Wirtschaftstheoretiker und Eisenbahn-Pionier Friedrich List "Ueber ein sächsisches Eisenbahn-System als Grundlage eines allgemeinen deutschen Eisenbahn-Systems und insbesondere ueber die Anlegung einer Eisenbahn von Leipzig nach Dresden". Friedrich List hatte damit einen entscheidenden Anteil an der Realisierung der sächsischen Fernverbindung. Er konnte die wirtschaftlichen Vorteile der Bahn begründen und überzeugend zeigen, dass der billige und schnelle Massentransport gewerbliche Vorteile mit sich bringen würde.

 

Unser Kartenforum liefert dazu beispielsweise Pläne von 1834 zum "projectirten Eisenbahntract durch Meißen" oder ein Album der Leipzig-Dresdener Eisenbahn von 1840. Der Zeichner Heinrich Wilhelm Eberhard hielt auf acht Stichen seine Impressionen der Fahrt fest, inklusive der Start- und Zielbahnhöfe. Insgesamt bringt die Suche nach online verfügbaren Quellen zu den Suchbegriffen "Eisenbahn" und "Sachsen" so viele Treffer, dass man sich noch stundenlang vertiefen kann.

 

Eine Fahrkarte für eine Extrafahrt von Leipzig nach Dresden und zurück ohne Gepäck, 2. Klasse, kostete Mitte des 19. Jahrhunderts übrigens 68 Neugroschen und dauerte drei Stunden und 40 Minuten. Hier finden Sie das komplette Festwochenprogramm.

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04.04.201409:40 Uhr

Wir bilden aus! Morgen: Messe für Ausbildung und Studium in Dresden

Morgen nimmt die SLUB zum dritten Mal an der Messe für Ausbildung und Studium der Agentur für Arbeit Dresden teil – im Glücksgas Stadion, Lennéstraße 12 in Dresden von 10 bis 15 Uhr.

 

Der Messestand wird von unseren Azubis betreut, die über die Ausbildung und die Berufe Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste und Fachinformatiker/in informieren.

 

Die Berufsbilder im Bibliothekswesen wandeln sich (mehr darüber im aktuellen BIS-Magazin) und mit der rasanten Entwicklung neuer Medien muss auch die berufliche Aus- und Weiterbildung Schritt halten. Wir stellen uns dieser Herausforderung und bilden Jugendliche engagiert und auf hohem Niveau aus.

 

Für den morgigen Messetag wünschen wir uns viele Interessierte. Bitte sagen Sie’s weiter oder kommen Sie selbst vorbei! Nähere Informationen finden Sie auch auf unseren Webseiten.

 

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02.04.201412:44 Uhr

Saxonica: Münchhausen und die Eisenbahn als Feind des Elbtals digital neu entdecken

Die Digitalen Sammlungen der SLUB verzeichnen einen neuen Meilenstein: Heute morgen wurde der 65.000 digitalisierte Titel veröffentlicht. In den vergangenen Monaten sind besonders viele Saxonica neu hinzugekommen, darunter so manch fast schon vergessener Schatz.

 

So wurde 1852 über den sächsischen Münchhausen oder Wasserlobel aus einem Lausitzer Fabrikdorfe berichtet: "Er hatte den siebenjährigen Krieg mitgemacht, und wußte à la Münchhausen davon die ergötzlichsten Schwänke seinen Zuhörern zu erzählen, wobei es wohl mit ihm der Fall sein mochte, wie bei dem seligen Freiherrn, daß er durch häufiges Erzählen seiner Phantasiegebilde so weit gebracht wurde, zuletzt selbst mit Felsenfestigkeit an die Wahrheit seiner Thaten zu glauben" (Seite 1). Neben den Schwänken des Helden enthält der Band auch drei schöne bunt illustrierte Abbildungen, die sein Tun veranschaulichen sollten. Heute ist der Wasserlobel in Vergessenheit geraten, zumindest kennen ihn weder Wikipedia noch Google.

 

Bild: Der sächsische Münchhausen oder Leben und Thaten des seligen Wasserlobels, Hist.Sax.D.812.l

 

Fast schon aktuell klingt hingegen die Werbung für die sächsische Dampfschifffahrt von Dresden nach Meißen und Riesa, die etwa aus derselben Zeit stammt. Gepriesen wird die Schönheit der Natur, die sich dem Reisenden auf dem Rücken der Schiffe bietet. Der Elbstrom trägt sie "leicht und gefällig an gründenden Wiesen, lachenden Gefilden und anmuthigen Bergen vorüber". Nicht mehr ganz so aktuell ist allerdings das Feindbild Eisenbahn, die laut dieser Schrift die Reisenden dem Elbtal entfremdet und manche Straße veröden lässt.

 

Bild: Die Dampfschifffahrt von Dresden nach Meißen und Riesa, Hist.Sax.F.293

 

Die Sächsische Dampfschifffahrt ist übrigens schon seit März wieder im Einsatz. Und wer jetzt Lust bekommt, diesen historischen Reiseführer mit der Gegenwart zu vergleichen, kann ja bei strahlendem Sonnenschein am Wochenende eine Fahrt auf der Elbe genießen. Zurück geht’s mit der Bahn...

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