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Thomas BürgerViews: 21617.04.201508:54 Uhr

Stunde Null? SLUB zeigt Dresdner Tageszeitungen von 1945

Wussten Sie, dass in Dresden die letzte deutsche Nazi-Zeitung am 8. Mai 1945 erschien? Und 14 Tage später die erste kommunistische Tageszeitung nach dem Krieg ausgeliefert wurde?

 

Die SLUB eröffnet am Mittwoch, dem 22. April, 19 Uhr, die Ausstellung Stunde Null? Dresdner Tageszeitungen über Zusammenbruch und Neuanfang April bis August 1945. Zur Eröffnung spricht Professor Werner J. Patzelt über die Fiktion der Stunde Null und ihre Langfristschäden.

 

Historische Zeitungen sind spannende Zeugnisse alltäglichen Lebens, Sekundenzeiger der Geschichte. Da die fragilen Originale geschützt und zugleich besser zugänglich gemacht werden müssen, digitalisiert die SLUB eine Auswahl. Die erste Dresdner Nachkriegszeitung, die Tageszeitung für die deutsche Bevölkerung, können Sie jetzt online lesen und in der Ausstellung im Original sehen. Die Ausstellung präsentiert ferner zahlreiche historische Fotografien vom Neuaufbau Dresdens 1945. Zur Eröffnung am 22. April, 19 Uhr, sind Sie herzlich eingeladen.  

 

Bild: Karrikatur, Tageszeitung vom 31. Juli 1945

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Thomas BürgerViews: 27416.04.201513:19 Uhr

Von nichts kommt nichts – Voland & Quist am 23.4. in der SLUB

Was haben Wellnessalarm – Reggaehase – Paranoia – Von nichts kommt nichts – Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig – gemeinsam? Genau: Sie sind im Dresdner Verlag Voland & Quist erschienen. Die über 100 Bücher und Audios haben sich rumgesprochen, mehrere Preise eingeheimst und finden ein - überwiegend - junges Publikum.

 

 

 

Am 23.4., 17 Uhr, spricht im Talleyrandzimmer der SLUB der Leipziger Verleger Mark Lehmstedt mit dem erfolgreichen Dresdner Verleger Leif Greinius. Über schöne Bücher, über Verlegermut und Verlegerrisiko – und darüber, warum Voland & Quist heißt wie es heißt.

 

Am 23.4.1616 starben übrigens Shakespeare und Cervantes, deshalb feiern wir den Tag des Buches. Diesmal mit Voland & Quist. Herzlich willkommen, Eintritt frei!

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Christina WenzelViews: 21716.04.201509:54 Uhr

RefWorks-Campusvertrag endet – alternative Programme für Literaturverwaltung

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die Campuslizenz für das Literaturverwaltungsprogramm RefWorks am 30.06.2015 ausläuft. Grund für die Beendigung des Vertrages ist die veränderte Marktsituation: Neben den kostenpflichtigen Literaturverwaltungsprogrammen wie RefWorks, Endnote und Citavi  haben sich inzwischen auch leistungsfähige Open-Source-Lösungen wie Zotero, oder JabRef bzw. kostenlos nutzbare wie Mendeley etabliert. Eine von der SLUB initiierte Umfrage zur Nutzung von Literaturverwaltungsprogrammen an der TU Dresden im Dezember 2014 sowie eine Analyse der RefWorks-Nutzungsdaten ergaben eine deutlich abnehmende Nachfrage nach RefWorks zugunsten anderer Programme.

 

Nutzer, die RefWorks auch weiterhin verwenden möchten, können Einzellizenzen über das ZIH der TU Dresden erwerben. Ansprechpartnerin ZIH: Steffi Keyser, Tel.: 463 39492.

 

Wir empfehlen Ihnen einen Wechsel zu einem Open-Source-Literaturverwaltungsprogramm. Bei der Datensicherung und Datenmigration möchten wir Sie gern unterstützen. Wir bieten kostenlose persönliche Beratungen im Rahmen unserer Wissensbar an. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Kurse zur Literaturverwaltung durch.

 

Für Umsteiger bieten wir zu folgenden Terminen einen gesonderten Kurs an, der Ihnen den Wechsel auf ein anderes Literaturverwaltungsprogramm erleichtern soll:

 

Nutzen Sie auch die folgenden Anleitungen, um Ihre bestehenden Referenzen in eine der genannten Anwendungen zu übertragen: RefWorks-Datenexport nach Zotero | RefWorks-Datenexport nach Mendeley | RefWorks-Datenexport nach Citavi. Wir danken der UB Mannheim für die Erlaubnis ihre Unterlagen zu verwenden!

 

Zusätzlich zu den genannten Angeboten können Sie folgende Mitarbeiterinnen der SLUB telefonisch oder per E-Mail kontaktieren:

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Kathrin BerudeViews: 23115.04.201512:34 Uhr

Zweitveröffentlichung mit Qucosa: Open Access leicht gemacht

Ob Preprint, Postprint oder Verlagsversion eines Fachartikels – Forschungsergebnisse ein zweites Mal elektronisch mit Open Accees zu veröffentlichen, ist nicht nur in den Naturwissenschaften ein etablierter Weg. Diese Option kommt grundsätzlich immer in Frage, wenn Fachartikel weltweit, jederzeit und für jeden als Volltext verfügbar sein sollen. Auf diese Weise wurden nun sechs Veröffentlichungen von Prof. Katja Kanzler - an der TUD Professorin für Literatur Nordamerikas - nach dem Erscheinen in Monographien, Schriftenreihen und bei Verlagen wie De Gryter ein zweites Mal auf Qucosa veröffentlicht:

 

 

Open Access leicht gemacht. Denn die Prüfung der Rechte an den jeweiligen Fachbeiträgen übernehmen die Kolleginnen des Open Access-Teams der SLUB für WissenschaftlerInnen der TU Dresden: Für jeden Artikel muss der Verlagsvertrag einzeln geprüft werden, und bei Bedarf das Einverständnis des beteiligten Verlags eingeholt werden. So musste Prof. Katja Kanzler nur die PDF-Versionen ihrer Artikel an die SLUB schicken sowie die Einverständniserklärung für die Veröffentlichung auf Qucosa und: fertig! Tatsächlich steckt aber auch hier manch' Teufel im Detail: Für verschiedene Artikelversionen können unterschiedliche Nutzungsrechte gelten...

 

Deshalb: Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

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Katrin BicherViews: 46211.04.201509:36 Uhr

"St. Johannis aber ist die Hauptkirche" – Johann Andreas Silbermann in Zittau


Die Osterzeit 1741 verbrachte der Straßburger Orgelmacher Johann Andreas Silbermann in Zittau bei seinem Onkel Gottfried Silbermann, der mit dem Bau einer Orgel in der Zittauer Johanniskirche beschäftigt war. Johann Andreas Silbermann nutzte diesen Besuch aber nicht nur für Diskussionen über den Orgelbau, sondern interessierte sich umfassend für Geschichten und Besonderheiten der Gegend. Viele seiner Beobachtungen und Erlebnisse hielt er in einem Reisetagebuch fest, das über die SLUB in seiner digitalisierten Form frei zugänglich ist. In Zittau beispielsweise beschrieb er die kurze Zeit später zerstörte Johanniskirche:

 

 

St: Johannis aber ist die Hauptkirche, hat vornan 2 schöne thurm oben mit gallerien und doppelter Coglen mit Kupfer überdecket.

 

Alle tage um 10 Uhr wird von denen so genanden Stadtpfeiffern | Musicanten| auf der gallerie eine Concert mit blasenden Instrumenten gemacht, nach diesem ein Choral. Und an FestTägen lassen sich fast den gantzen Tag Trompeten und Paucken nebst anderer Music darobenhöhren.

 

Auf dem einen Thurm sind Wächter, und damit sie wachend bleiben, so wird von der Nacht patrolwan sie an die Kirche kombt mit lauter stimmegeruffen: Wache Wohl. Worauf der Wächter also bald antworten mus: ich wache wohl.

 

Inwendig ist die Kirche ganz gewölbet, es ist aber dasselbe oben überal mit eißenwerckzusamengehenckt, es soll solches von der belägerung die Zittau im 30jährigen Krieg erlitten geschüttert und baufällig worden seyn.

 

Nächst dem Thor hänget eine ziemlich große mit wasserfarben + ao 1586 + gemahltetaffel, darauf die 5 klugen und 5 thörichten Jungfrauen nebst dem Bräutigam zu sehen sind, darunter teutsche und lateinische Verse geschrieben. Bey Bräutigam stehen die Worte aus Math. 25 Cap. der bräutigam macht denen klugen Jungfrauen eine zierlich Compliment, er ist in Spanischer Kleidung, hat einen grossenRauffdegen an der Seite, und einen Hut mit einer Weissenfeder.

 

Es stehen 3 Orgeln in dieser Kirche, 2 davon sind alt wurden aber gleichwohl gebraucht, die eine hinten neben dem Chor zur Music, die andere in Seitengebäu, gegen der Neuen, die mein Herr Vetter macht über, zum Choral. Die 3te nun ist noch in der Arbeit und wurde daran nichts gespahret, der Kasten daran mit Bildhauerarbeit sehr reich gezieret und vergoldet worden. Kostete 2100 Thlr. und Herr Vetter bekombt vors Orgelwesen 7000 Thlr.

 

 

Auch einen Gottesdienst, der in Sachsen "immer sehr lang" dauert, hält Silbermann fest, außerdem widmet er sich ausführlich nicht nur dem Zittauer Hungertuch, sondern auch den Raritäten und Kuriositäten in den beiden Zittauer Bibliotheken und notiert Begebenheiten, die er auf seinen Ausflügen beispielsweise nach Görlitz, in die Lausitzer Webstuben oder auf den Berg Oybin erfährt.

 

Die detailreichen und lebendigen Schilderungen machen vielleicht auch Ihnen Lust auf einen Abstecher in die Lausitz? Hier könnten sie Anregungen dazu erhalten – denn nicht zuletzt als amüsanter Reiseführer taugt das Journal auch heute noch.

 

Am Dienstag, den 14.4. um 14.30 Uhr und um 19.30 Uhr werden Teile des Tagebuchs im Rahmen eines Orgelkonzertes im "Offenen Palais" vorgestellt. Und auf @JASilbermann begleiten wir Silbermann täglich auf seiner weiteren Reise.

Katrin Bicher(SLUB Dresden)Permalink0
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