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Antonie MuschalekViews: 72730.06.201514:04 Uhr

Nachtaktiv in der SLUB: zur Langen Nacht der Wissenschaften

Die 13. Dresdner Lange Nacht der Wissenschaft wirft ihre Schatten voraus. Unter dem Motto "Nachtaktiv" laden am 3. Juli 2015 mehr als 33 Wissenschaftseinrichtungen zu über 500 Aktionen und Veranstaltungen ein. Mit unserer Bereichsbibliothek DrePunct sind wir auch dabei und zeigen an diesem Abend bei Mitmachaktionen, Führungen und Experimenten, dass Wissen beim Machen entsteht. Wussten Sie zum Beispiel, dass man Häuser drucken kann? Wie eine mobile App entsteht oder wie wir über Aktivitäten unserer Hände Dinge wortwörtlich begreifen? Wir zeigen es Ihnen am 3. Juli von 18 bis 24 Uhr im DrePunct der SLUB. Die Programmhefte der Langen Nacht liegen an unseren Infopunkten und Ausleihtheken zum Mitnehmen aus.

Hier ein Auszug aus unserem Programmangebot bis 24 Uhr:

Führungen durch den SLUB-Makerspace

Information und Wissen ganz praktisch - neue Dimension der Bibliothek im SLUB Makerspace
stündlich von 18.00 bis 23.00 Uhr, maximale Teilnehmerzahl 25, Treffpunkt Eingangsbereich Bereichsbibliothek DrePunct, Sammelpunkt Führungen

 

 

Experimente im SLUB-Makerspace

Lasercutter, 3D-Drucker und Co. selbst ausprobieren, denn "Wissen kommt von Machen"!

von 18.00 bis 23.30 Uhr möglich im SLUB-Makerspace, Bereichsbibliothek DrePunct

 

 

 

 

 

Präsentation Webentwicklung

SLUB für unterwegs – Wie entstehen eigentlich mobile Angebote wie die SLUB-App?

von 18 – 24 Uhr im Foyer der SLUB-Bereichsbibliothek DrePunct

 

 

 

 

 

 

Workshop Social Media

Twitter, YouTube, Facebook und Co. -  Wissen teilen mit sozialen Medien.


stündlich von 19 bis 23 Uhr im Kleinen Lesesaal in der SLUB-Bereichsbibliothek DrePunct, maximale Teilnehmerzahl 25, Dauer ca. 20 Minuten

 

 

 

 

 

 

 

Mitmachangebot

Spielerisches Lernen - wie wird aus "zweidimensionalen" Papierstücken ein dreidimensionaler Körper?

von 18 – 23 Uhr im Lesebereich der SLUB-Bereichsbibliothek DrePunct

Kleiner Buchverkauf

Jedes Buch findet seinen Leser und jede Schallplatte ihren Hörer.

von 18 bis 24 Uhr in der SLUB-Bereichsbibliothek DrePunct, Bereich der Zeitschriftenregale

 

Der Erlös des Buchverkaufs wird für die Einrichtung eines Eltern-Kind-Raumes in der Bereichsbibliothek Drepunct verwendet.

 

Detailinformationen zu diesen Programmpunkten finden Sie http://www.wissenschaftsnacht-dresden.de/programm/

Folgen Sie der 13. Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften in den sozialen Medien unter #LNdWDD

 

 

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Antonie MuschalekViews: 10530.06.201513:48 Uhr

Herausforderungen für Wissenschaft und Kultur: CDU-Arbeitskreis tagt in der SLUB

Im Rahmen seiner jährlichen Klausur ist heute der Arbeitskreis "Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien" der CDU-Landtagsfraktion zu Gast in der SLUB. Die Mitglieder informieren sich über aktuelle Entwicklungen der SLUB und tauschen sich mit ExpertInnen aus Wissenschaft und Kultur zu den Themen Hochschulentwicklungsplanung und Kulturraumgesetz aus.

 

Ein wichtiger Baustein zur Entwicklung des sächsischen Wissenschafts- und Hochschulsystems ist die Digitalisierung und digitale Langzeitarchivierung der vor-digitalen kulturellen Überlieferung. Die Sächsische Staatsregierung hat entsprechend mit zusätzlichen Haushaltsmitteln für 2015/2016 das Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur aufgelegt, das die SLUB koordiniert. Das Programm umfasst die Bereiche Lizenzierung digitaler Medien, die Digitalisierung von wertvollem Schrift- und Kulturgut und die Langzeitarchivierung.

 

Die SLUB freut sich über das Interesse aus Landespolitik und -verwaltung und informiert Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen stets gern über die Chancen und Herausforderungen der digitalen Bibliothek.

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Antonie MuschalekViews: 21629.06.201510:43 Uhr

Sommer, Urlaub, Reisezeit – Wanderkarten, Reiseführer und -literatur

Ob unterwegs zwischen Spreewald und Zittauer Gebirge oder im fernen China, auf Erkundungstour an der polnischen Ostseeküste, auf dem Pilgerweg von Florenz nach Rom oder zum Familienurlaub auf Ibiza, in unserem Katalog finden Sie unter dem Stichwort Reiseführer zahlreiche Einträge.

Neben der klassischen Wander- und Reiseliteratur in Ebene 0, haben wir Kunstreiseführer, Kletterführer und geografische Karten, darunter 836 Kompass-Wanderkarten von Deutschland und Mitteleuropa, über 300 Radwanderkarten, 131 Alpenvereinskarten sowie topografische Karten und Radtourenbücher und Radatlanten im Bestand unserer Kartensammlung in der Ebene -2.

Zeitungsartikel zu angesagten Reisezielen in überregionalen Tageszeitungen wie dem Archiv der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ergänzen unser Angebot.

Die Reisevorbereitung kann beginnen. Lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie den Sommer!

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Antonie MuschalekViews: 24526.06.201511:51 Uhr

Medizinische Diagnosen mit Computersimulation?

Im Rahmen seiner Open Topic-Professur am Institut für Mechanik und Flächentragwerke/Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden hält Herr Prof. Balzani am 30. Juni von 17 bis 18.30 Uhr einen Vortrag zum Thema "Computersimulation atherosklerotischer Arterien - Neue Möglichkeiten in der medizinischen Diagnose und Therapeutik" im Vortragssaal der SLUB.

Der Vortrag richtet sich an alle interessierten Zuhörer innerhalb und außerhalb der Universität. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Schauen Sie vorbei!

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Katrin BicherViews: 30824.06.201508:00 Uhr

"abends langte ich gott sey danck widerum gesund in Straßburg an" - Johann Andreas Silbermann beendet seine Reise durch Mitteldeutschland

Eine Distanz von etwa 2.000 Kilometern, die er in weit mehr als 400 Stunden zumeist in der Postkutsche zurücklegte, hatte Johann Andreas Silbermann überwunden, als er am 21. Juni 1741, St. Johannis und Sommeranfang, abends „gott sey danck“ nach 121 Tagen von seiner durchaus ungewöhnlichen Reise durch Mitteldeutschland wieder zu Hause in Straßburg ankam. Sie bedeutete nicht nur die räumliche Entfernung zwischen Straßburg, Zittau und Berlin, sondern auch den Unterschied von einem überwiegend katholisch geprägten Kulturraum (mit der protestantischen Insel Straßburg) an der französischen zu einem protestantischen an der böhmischen und polnischen Sprachgrenze und die Strapazen einer Kutschreise durch mehrere Dutzend Kleinstaaten mit je verschiedenen Währungen, Maßen und bürokratischen Finessen. Diese Herausforderungen konnten Silbermann jedoch nicht hindern, die Heimat seines Vaters, die Lebens- und Arbeitswelt etlicher Verwandter (nicht nur des Onkels Gottfried) und nicht zuletzt die Wirkungsorte einiger berühmter Kollegen zu bereisen. In Leipzig, Freiberg, Dresden, Zittau, Wittenberg und Berlin hielt er sich mehrere Tage, manchmal Wochen, auf, andere Orte durchfuhr er mit nur kurzem Blick auf die Sehenswürdigkeiten – manchmal mit Bedauern, manchmal in Vorfreude schon auf die nächste Station.

 

Sein offener Blick, seine Neugier und sein vorurteilsfreies Interesse an allem Bekannten und Fremden spiegeln sich in den Aufzeichnungen wieder, die er während der Reise fast täglich vornahm, um das Erlebte zu dokumentieren. Die Texte reicherte er mit eigenen Skizzen oder erworbenen Kupferstichen an und füllte sein Journal so zu einem reichhaltigen, detaillierten, ungefiltert-direkten und oft auch lustigen Zeugnis für das Leben in Mitteldeutschland zur Mitte des 18. Jahrhunderts.

 

Gegen Ende der Reise beschleunigte Silbermann seine Fahrt wie auch seine Aufzeichnungen: In Frankfurt nahm er sich keine Zeit mehr, die Orgel zu inspizieren, danach hielt er sich nur kurz in Worms und Speyer auf, widmete den dortigen Besonderheiten nur wenige Zeilen und zählt Durchgangsorte rasch auf, ungeduldig endlich heimzukommen und wie um durch das unkommentierte Aneinandersetzen der nicht weit voneinander entfernten Orte das Tempo zu erhöhen:

 

d 18 Juny war ich zu St. Catharinen in der amtpredigt, und hörte den H pfarrer Wallter.

Und weilen ich eben eine Retour Kutsche nach Straßburg antraff, so fuhr ich darin in guter Compagnie wider von hier weg.

D 19 Juny Auf der Fliegenden Brücke über den Rhein nach Openheim gefahren.

Durch Gundersblum. Mittags kamen wir nach Worms und kehrten im Adler ein.

[…]  Nachmittag fuhren wir durch Franckenthal in dieser gegend sahe man Mannheim, ferner durch Studerheim und Obersheim, und abends kamen wir nach Speyer, da wir übernachteten.

d 20 Juny. […] Zu Rilsheim aßen wir zu mittag, und kamen durch den bewald nach Lutterburg da wir über nacht blieben.

d 21 Juny. fuhren wir d durch Seltz, Weinheim, Roppenum, Reschwo, drusenheim, offendorff und wantzenau, und abends langte ich gott sey danck widerum gesund in Straßburg an.

 

Die Reise war vorerst beendet. Aber auch wenn Silbermann nicht mehr physisch unterwegs war – gedanklich kehrte er doch immer wieder an die besuchten Orte zurück, nahm am Schicksal der Gegend und der Bekanntschaften teil und dokumentierte Nachrichten weiterhin in seinem Tagebuch: klebte Zeitungsartikel z.B. zur Zerstörung des Heidelberger Schlosses ein, vermerkte voll Erschütterung, die sich am mehrmaligen Ansetzen der Notiz ablesen lässt, die fast vollständige Zerstörung Zittaus im 7-jährigen Krieg, ergänzte seine Aufzeichnungen im Fließtext durch neue Informationen. Sein Journal war ihm Erinnerungsstütze und Nachschlagewerk zugleich. Kuriose und unglaubliche Begegnungen kennzeichnete er mit Marginalien am Rand, um die Stellen schnell auffinden und das „Merckwürdige“ durch das Erinnern lebendig halten zu können. Auch seine Familie nahm lesend und hörend an den Erlebnissen teil. Carl Silbermann, ein Enkel, ließ die Aufzeichnungen 1813 binden und mit einem Rücken versehen, der nur „Sächsische Reisebeschreibung 1741“ auswies – ganz so, als ob eine Autorschaft nicht angegeben werden müsse, weil die „Sächsische Reysse“ längst zur Familiengeschichte geworden sei.

 

Mit Silbermanns Rückkunft in Straßburg endet auch die unmittelbare Reisebegleitung Silbermanns durch die SLUB (ihrerseits dokumentiert im Twitterkanal @JASilbermann) – aber uns und auch Ihnen bietet das digital bereitgestellte Tagebuch die Möglichkeit, weiter in den Aufzeichnungen zu blättern, Neues und Altes zu entdecken und die von Silbermann bereisten Orte wiederum auf seinen Spuren zu besuchen.

Katrin Bicher(SLUB Dresden)Permalink0
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