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Artikel zweitveröffentlichen? Mit Qucosa leicht gemacht!

Michael Rosenthal ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Forstnutzung der TU Dresden. Er hat 2009 an der TU Dresden promoviert und seine Dissertation auf Qucosa elektronisch veröffentlicht. Seitdem meldet er auch regelmäßig Artikel zur Zweitveröffentlichung auf Qucosa an. Er beschreitet damit den sogenannten grünen Weg des Open Access-Publizierens, bei dem zusätzlich zur traditionellen Closed Access-Publikation die Beiträge zusätzlich auf einem Dokumentenserver im Internet bereitgestellt werden. Wir haben uns von Herrn Rosenthal berichten lassen, was ihn dazu motiviert und welche Erfahrungen er damit in den letzten Jahren gesammelt hat.

 

Was hat Sie dazu bewogen, Ihre wissenschaftlichen Beiträge zusätzlich online auf Qucosa zu veröffentlichen?

 

Die in den letzten Jahren auf Qucosa zweitveröffentlichten Artikel wurden zuerst in einer auflagenstarken, praxisnahen Fachzeitung veröffentlicht, die jedoch nur in Papierform erscheint. Um die Artikelinhalte einem breiten, außeruniversitären Publikum zugänglich zu erhalten, stelle ich sie danach regelmäßig über Qucosa ins Internet. Mir persönlich ist der freie Zugang zu Wissen sehr wichtig, da er den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn fördert und auch ich stark davon profitiert habe bzw. profitiere.

 

Wie schätzen Sie die Resonanz zu Open Access in Ihrem Fachbereich und unter Ihren Kolleginnen und Kollegen ein?

 

In meinem Fachbereich wird das Thema Open Access durchaus kontrovers diskutiert. Eine Befürchtung vieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist, dass Inhalte, die frei im Internet zur Verfügung gestellt werden, nicht mehr ordentlich zitiert und verwendet werden. Allerdings gelten auch für Open Access-Publikationen die gleichen Maßstäbe an die gute wissenschaftliche Praxis wie für "traditionelle" Publikationen.

 

Ist Open Access-Publizieren an Ihrem Lehrstuhl üblich?

 

Für die Veröffentlichung von Dissertation ist die Nutzung von Qucosa ein übliches Verfahren. Ein darüber hinausgehendes Open Access-Publizieren ist in meinem Bekanntenkreis bisher kein Thema. Für die eigenen Veröffentlichungen wird es häufig als ausreichend erachtet, dass sie von anderen Wissenschaftlern gelesen werden und diese erhalten über ihre jeweiligen Forschungseinrichtungen Zugang zu den Onlineausgaben der meisten wissenschaftlichen Zeitschriften.

 

Mit den Erfahrungen, die Sie in den letzten Jahren gesammelt haben: Können Sie anderen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das Open Access-Publizieren – ob in Open Access-Zeitschriften (der sogenannte goldene Weg)  oder als Zweitveröffentlichung auf Qucosa (der sogenannte grüne Weg) – empfehlen?

 

Open Access führt zu einer größeren Sichtbarkeit der eigenen wissenschaftlichen Leistung. Für mich ist aber auch ein anderer Aspekt wichtig: Bildung und Forschung werden in Deutschland überwiegend mit öffentlichen Geldern finanziert. Dies birgt in meinen Augen auch die Verpflichtung, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Der freie Zugang zu Wissen steht für mich dabei an vorderster Stelle!

 

Wenn Sie dem Beispiel von Herrn Rosenthal folgen wollen, unterstützt die SLUB Sie gerne dabei. So können Sie uns beispielsweise mit der notwendigen Rechteprüfung für eine Zweitveröffentlichung Ihrer Forschungsarbeit beauftragen. Lesen Sie mehr über unser Serviceangebot Rechteprüfung auf unserer Webseite oder fragen Sie uns: openaccess@slub-dresden.de.

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