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Achim BonteViews:4066Permalink29.06.200921:22 Uhr

Jagd auf den Sarotti-Mohr. Ausleihrenner 2008

Mit über 2,3 Millionen Entleihungen war die SLUB 2008 erneut die ausleihstärkste wissenschaftliche Bibliothek in Deutschland. Wir führen das unter anderem auf den vergleichsweise hohen Neuzugang an aktueller Literatur und unsere Schwerpunktinvestitionen in die Lehrbuchsammlung zurück, aber auch auf die konsequente Optimierung der Benutzungskonditionen. Wir sind der Meinung, dass Sie möglichst frei entscheiden können sollten, ob Sie ein Buch bei uns, zuhause oder im Großen Garten lesen wollen. Entsprechend haben wir die Ausleihgrenze für Bücher des allgemeinen Bestandes auf das Erscheinungsjahr 1900 vorverlegt und für Neuerwerbungen dieser Gruppe zum Grundsatz erhoben, dass 80% der Titel außer Haus ausleihbar und in Freihandaufstellung verfügbar sein müssen. Für eine Bibliothek, die auch Landesbibliothek ist, damit besonders schützenswerte Pflichtexemplare und wertvolle Sammlungen bewahrt, ist das kein geringer Anspruch.

Bei einer Leihfrist von vier Wochen kann ein Buch in der Regel pro Jahr 12 BenutzerInnen haben. Durch vorfristige Rückgaben ergeben sich zuweilen über 20 Entleihungen. Die Ausleihrenner zeigen das breite Spektrum Ihrer Interessen: Zum Beispiel "Der automobile Mensch" (2008 22 Entleihungen); "Jagd auf den Sarotti-Mohr. Von der Leidenschaft des Sammelns" (20); "Psychologie des Straßenverkehrs" (18); "Culture, environment and CRM" (18); "Maschinendynamik" (17); "Statistische Datenanalyse" (16); "Bürgerlicher Realismus und Gründerzeit" (15) ... Besonders hohe Nachfrage verzeichneten auch zahlreiche Video-DVD aus unserer Mediathek, eine Abteilung, die wir Ihnen hier demnächst einmal gesondert vorstellen werden.

Mit der gebührenfreien Vormerkung und der Anschaffung von Mehrfachexemplaren bei anhaltend starkem Bedarf versuchen wir, Wartezeiten auf Bücher zu verringern - in Ihrem und unserem Interesse: Sie sollen möglichst rasch bedient werden. Wir streben für unsere Geschäftsbilanz eine möglichst hohe Zahl von Entleihungen an. Bleiben Sie also weiter ausleihaktiv. Der Sarotti-Mohr ist aktuell verfügbar ...

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Christian
01.07.2009 10:37 Uhr
Überziehung der Ausleihdauer :-(

Ich würde gerne dazu beitragen, dass einige Bücher noch öfter ausgeliehen werden, doch leider geben einige Personen die Bücher nicht rechtzeitig ab. Ich warte momentan auf ein Buch, das am 17. Juni hätte abgegeben werden sollen. Das sind mithin zwei Wochen!!! Scheinbar ist die Gebühr von einem Euro pro Woche kein Anreiz für eine rechtzeitige Rückgabe. Ich schlage als Überziehungsgebühr einen Euro pro Tag oder 5 Euro pro Woche vor. Dann bewegt sich auch die träge Studentenschaft.

Eine andere Frage: Warum gibt es einige Magazinbestände, die nur "im Haus" benutzt werden dürfen, bei denen auch kein besonderer Wert erkennbar ist, die also wie jedes andere Lehrbuch/Dissertation sind. Wäre es auch möglich, Bücher, die nicht ausgeliehen werden dürfen, zumindest in anderen Gebäuden lesen zu können? Der Drepunct ist leider kein Ort der Ruhe und erschwert ein gutes Lesen und Arbeiten.

Achim Bonte (SLUB)
01.07.2009 15:27 Uhr
Säumige BenutzerInnen

Hallo Christian,

den Appell können wir nur unterstützen: Bitte geben Sie ALLE fällige Bücher zurück! Wir wissen auch, dass unsere Säumnisgebühren im Bibliothekenvergleich tatsächlich sehr moderat sind. Mit Blick auf die knappen Finanzen vieler BenutzerInnen wollen wir ohne Serviceerweiterung (v.a. Einführung einer Erinnerungsmail vor Leihfristende) daran aber nicht rühren. Zur zweiten Frage: Gerade bei älteren Beständen ist der Benutzungsstatus (Freihand oder Magazin, Ausleih- oder Präsenzbestand) nicht immer nachvollziehbar. Das hat vielerlei Gründe: Zusammenführung mehrerer großer Bibliotheken mit unterschiedlichen Ausleihkulturen (ehem. Landesbibliothek, Universitätsbibliothek, Verkehrswissenschaften u.a.), Sammeln von Pflichtabgaben der sächsischen Verlage, die besonderen Schutz beanspruchen, Sondersammelgebiete ... Wie beschrieben, achten wir in jüngerer Zeit auf einheitliche Grundsätze. Im dringenden Einzelfall sollten Sie mit uns Kontakt aufnehmen, damit wir den Status eines Buches ändern oder ein zweites Exemplar anschaffen können.

Katrin
07.07.2009 16:42 Uhr
Präsensbestand erhöhen

So stolz die Slub anscheinend auf ihre Quote von 80% ausleihbaren Titel, so sehr ist sie mir mitunder ein Ärgernis. Mir ist vollkommen unverständlich warum Bücher ausgeliehen werden dürfen, die die Slub nur als Einzelexemplar besitzt! Insbesondere bei Aufsatzsammlungen- meistens ist man eh nur an ein oder zwei Artikel interessiert (und die lassen sich auch mal schnell kopieren) - sollte generell mindestens ein Exemplar zum Präsenzbestand gehören.
Zu den Benutzungsgbühren:
Ein Euro klingt vielleicht erstmal wenig, aber häufig sind am selben Tag auch mehrere Exemplare fällig, und wenn den Abgabetermin dann mal verpasst, sind auch mal eben fünf euro oder mehr weg:( Eine Überziehungsgebühr die sich pro Tag erhöht, fände ich auch besser. Sie sollte allerdings nicht, wie oben vorgeschlagen, bei einem Euro starten, sondern maximal bei 50 Cent. Der wöchentliche Säumnisaufschlag, führt vermutlich auch öfters mal dazu, dass fällige Bücher nicht umgehend, sondern erst am Ende der Woche zurückgegeben werden.

Kristina Lippold
09.07.2009 17:49 Uhr
Re: Präsenzbestand erhöhen

Hallo, Katrin,
viele unserer Nutzer wünschen sich auch hier im Blog einen noch umfangreicheren Ausleihbestand, sicher gibt es auch viele, die wie Sie die Arbeitsbedingungen hier in der SLUB wertschätzen und sich mehr Präsenzbestände wünschen. Wir versuchen also einen Mittelweg zu finden. Eine Möglichkeit für Sie, Einfluss auf unsere Bestandsbildung zu nehmen, ist die Möglichkeit, im SLUB-Katalog einen Erwerbungswunsch auch für Medien zu hinterlassen, von denen wir vielleicht nicht genügend Exemplare haben, zu hinterlassen. Schauen Sie doch bitte auch einfach mal hier
http://blog.slub-dresden.de/beitrag/2009/05/26/anschaffungsvorschlaege-jeder-hinweis-zaehlt/
Lassen Sie mich mit einem Zitat schließen, dass wohl jeder kennt: Es allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. (Friedrich Hebel).

ABER: wir tun unser Möglichstes für Sie und die anderen Nutzer ...

Anne
11.08.2009 09:49 Uhr
Kinderbuchsammlung

Ich habe festgestellt, dass Kinderbücher prinzipiell nur fürs Haus sind, auch wenn sie mehrfach vorhanden sind. Wollte man eine vergleichende Hausarbeit über die Kinderbücher der DDR schreiben (z. B. mit "Ich bin die Nele", die "Frank"-Reihe, "Der Mann und der große schwarze Hund", "Tinko"), wäre man gezwungen, diese Geschichten in der SLUB zu lesen, obwohl sie zu Hause sicherlich in besserer Atmosphäre zu lesen sind und vielleicht sogar der nächsten Generation vorgelesen werden können. Ließe sich die Kinderbuchsammlung nicht auch ausleihbar einrichten?
Ansonsten finde ich das Verhältnis der Ausleihbarkeit zum Präsenzbestand optimal. Die Lehrbuchsammlung ist, soweit ich das für Geschichte sagen kann, hervorragend, und im Vergleich zu anderen Bibliotheken, die ich kennen gelernt habe (Dortmund, Erfurt), hat SLUB wirklich nahezu jeden Band, den ich brauche. Großes Kompliment auch für den Service. Ich fühle mich hier echt wohl. Einzige Einschränkung: die langen Wege, wenn man mal zu seinem Schrank will und hinten am IP bei der Signatur NZ seinen Schrank zwar schon sieht, aber erst vor zur Ausleihe muss, um dann außen den ganzen Weg zurück zu gehen. Dort wäre ein kleiner Durchgang mit einem Kontrolltor, aber ohne Thekenservice vielleicht nicht schlecht.

Katrin
11.08.2009 10:50 Uhr
Präsensbestand

Dass die SLUB einen umfangreichen Bestand hat, muss ich auch lobend feststellen. Daher würde ich mich auch höchstens im Einzelfall genötigt sehen, irgendwelche Anschaffungsvorschläge zu unterbreiten. Das meiste ist ja vorhanden und wenn es nur einmal vorhanden ist, dann sollte es einfach zum Präsenzbestand gehören, damit möglichst viele auch partizipieren können. Es geht hier also nicht um persönlichen Präferenzen der Lernumgebung, sondern einfach darum eine gewisse Zuverlässigkeit haben, dass ich auch mal schnell, z.b für eine Prüfung, an benötigte Informationen gelange. Bei Fachbüchern besteht nun einmal eine Abhängigkeit zur SLUB. Belletristische Bücher kann ich ohne Probleme auch im großen Angebot der Städtischen Bibliothek finden. Dass die SLUB es nicht allen recht machen kann ist mir klar, aber der größte Allgemeinnutzen sollte dennoch Priorität haben. Und wo sieht der Nutzen größer aus: wenn einer ein Buch vier Wochen zu hause bunkert oder wenn fünf Personen innerhalb eines Monats das Buch benutzen können?

bigbug21 (Peter)
11.08.2009 23:03 Uhr
Ein kleines Pladoyer für die Ausliehe

Aus meiner sehr persönlichen Sicht würde ich die Forderung nach "Ein Exemplar = Präsenzbestand" nicht unterstützen. Sehr viele Medien werden so gut wie gar nicht nachgefragt, sodass die Flexibilität der Nutzung unnötig eingeschränkt werden würde. Ich nehme mir gerne mal ein Buch oder eine alte Broschüre mit nach Hause finde es viel angenehmer, es in ruhiger Umgebung zu lesen. Und auch fachlich arbeitet es sich am heimischen Schreibtisch auch oft konzentrierter und in angenehmer als in der SLUB -- gerade zur Prüfungszeit. Der Beschaffungsantrag für weitere Exemplare oder auch eine gezielte Anregung an den zuständigen Fachreferenten sind für uns Nutzer die Waffen der Wahl, um schnell und unkompliziert Abhilfe anzustoßen.

[Frage nebenbei: Wie viele der gut zehn Millionen Medien der SLUB wurden im letzten Jahren überhaupt nicht ausgeliehen?]

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