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LuftwurzelLiteratur in Leipzig

Die Leipziger Buchmesse, die heute eröffnet, umrahmt ein breitgefächertes Programm mit Lesungen und Buchvorstellungen. Der Sujet Verlag präsentiert seine ganz eigene Gattung der LuftwurzelLiteratur, dazu zählen die Romane Die letzte Nacht des Emir von Abdelkader Djemai oder Gebunden von Okky Madasari. Mahmood Falaki liest aus seinen Band Ich bin Ausländer und das ist auch gut so, während Inge Buck beim deutsch-persischen Lyrikabend mit musikalischer Umrahmung ihren ins Persische übersetzten und illustrierten Gedichtband Unter dem Schnee präsentiert. Die Termine für die Veranstaltungen finden Sie hier. Wer nicht nach Leipzig fährt, aber die vorgestellten Bücher gerne lesen möchte, findet sie im neuen Referenzbestand zur Interkulturalität der SLUB.

 

 

Der Sujet Verlag des Verlegers Madjid Mohit ist eine Erfolgsgeschichte aus Bremen. Anfang der 90er Jahre aus dem Iran nach Deutschland ins Exil geflohen, ließ Madjid Mohit sich in Bremen nieder und gründete den Sujet Verlag. „Sujet“ bedeutet im Persischen „Thema“ und ist somit ein idealer Name für einen Verlag, der sich den großen Tabu-Themen von Mohits Heimat annimmt, wie zum Beispiel Politik, Sexualität, Moderne und Verfolgung. Der Sujet Verlag veröffentlicht Gedichtbände, mit einem Schwerpunkt auf moderne iranische Lyrik, Romane und Sachbücher. Besonders zeichnet er sich aber durch die so genannte „Luftwurzelliteratur“ aus – ein poetischer Ausdruck für eine grenzüberschreitende Literatur, die sich nicht in enge Begriffe pressen lassen will.

 

In Abgrenzung zum eher negativ konnotierten Begriff der Exilliteratur steht in der Luftwurzelliteratur der bereichernde Aspekt des Exils im Vordergrund. Nicht der wehmütige Blick in die Heimat und Klagen stehen im Fokus, sondern die persönliche Erfahrungsschilderung des Lebens in unterschiedlichen Kulturen. Luftwurzeln halten sich nicht an Grenzen, sondern wachsen über sie hinaus. Sie verankern sich nicht nur an einem Ort, sondern an mehreren. Sie sind beweglich, lebendig und reagieren auf ihre Umwelt. Auch Menschen schlagen Luftwurzeln. Sie reisen, wandern aus, flüchten. Sie lassen ihre Heimat hinter sich und finden eine neue. Sie fühlen sich nicht nur an einem Ort zugehörig, sondern an mehreren, sie verfügen über eine komplexe kulturelle Identität.

 

Der Begriff Luftwurzel vereint globalisierte Bewegung mit heimatlicher Verwurzelung. Was gegensätzlich scheint, ist eng miteinander verbunden und entspricht der Lebenswirklichkeit der Autoren, die eine Literatur prägen, die selbst Luftwurzeln hat. Luftwurzel-Literaten leben nicht zwischen den Kulturen, sondern in ihnen. Ihr literarisches Schaffen dient dem Anderssehen und der Verständigung. Die Luftwurzelliteratur ermöglicht dem Leser, eine grenzüberschreitende Perspektive einzunehmen sowie einen kreativen und einzigartigen Zugang zu anderen Kulturen zu finden.

 

Quelle: Sujet Verlag

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Alte Schrift für Familienforscher. Informationsabend am 29. März

Was hat Oma eigentlich vor dem Krieg gemacht? Ihre Tagebücher würden es ja verraten – wenn man sie nur lesen könnte. Sie besitzen einen Brief Ihrer Urgroßmutter und wissen nicht, was sie mitteilen wollte? Vom Patenbrief des Großvaters können Sie gerade den Namen entziffern und die Rückseite der schönen alten Ansichtskarte bleibt ein Geheimnis, ebenso wie die wunderbare Rezeptsammlung der Großmutter.

 

 

Viele handschriftlich verfasste Dokumente geben uns heutzutage Rätsel auf: Sütterlin, Kurrent, Kanzleischrift, Ligaturen, Fraktur, langes und rundes „s“. Am Mittwoch, den 29. März 2017, vermitteln Experten die wichtigsten Tipps und Tricks für Familienforscherinnen und -forscher und alle, die es werden möchten. Der Informationsabend zu alter Schrift und alten Dokumenten beginnt um 18:30 Uhr im Vortragssaal, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: online unter dem Kurzlink http://slubdd.de/genealkurs oder telefonisch unter 0351-4677 390.

 

Franz Neugebauer von der Sütterlinstube Dresden weiht in seinem Vortrag in die Geheimnisse der deutschen Schrift ein. Ergänzend dazu erläutert Andreas Löser vom Dresdner Verein für Genealogie Besonderheiten in Kirchbüchern und anderen genealogisch relevanten Dokumenten. Wie entschlüsselt man Abkürzungen, Begriffe und Sonderzeichen, wie ist es mit "Kirchenbuchlatein"? Im Anschluss an die Vorträge stehen die Referenten für Fragen zur Verfügung.

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3D-Grafiken und Animation mit Blender: Grundlagenworkshop

Dass man im Makerspace 3D-Objekte drucken kann, ist kein Geheimnis. Wie aber werden digitale Objekte für den 3D-Druck erstellt? Wie funktioniert Blender, die Open-Source-Software für 3D-Gestalltung und Animation? Mit der Hilfe des regelmäßigen Blender-Stammtischs im Makerspace bieten wir einen Grundlagenworkshop für 3D-Modellierung mit Blender an. Mit der Software lassen sich Körper modellieren. Die Möglichkeiten von Blender enden aber nicht bei der reinen 3D-Objekt-Erstellung, sondern werden durch Funktionen wie zum Beispiel das Hinzufügen von realistischen Materialien, Animation, Spiele-Entwicklung, Simulationen, Sculpting (digitaler Ton) sowie Bild- und Videobearbeitung ergänzt, ohne weitere Programme hinzuziehen zu müssen.

 

 

Für den dreiteiligen Blender-Grundlagenworkshop haben wir Nils Hensch als Referenten gewonnen. Nils ist einer der Mitinitiatoren des Blender-Stammtischs und hat mit Hilfe von Blender schon einige 3D-Projekte (siehe Fotos und Video) umgesetzt. Er beschäftigt sich seit vier Jahren mit Blender und hat sich selbst zu nahezu allen Bereichen in Blender Wissen angeeignet. Derzeit liegen seine  Interessenschwerpunkte auf der Modellierung, dem Rendern (Erzeugung eines Bildes aus Rohdaten) und VFX (visuelle Effekte).

  

Die Auftaktveranstaltung dieses dreiteiligen Workshops findet zu unserem Meet up! am 06. April 2017 ab 17 Uhr statt.

 

 

 

 

 

 

  

Was: Makerspace Meet up! Blender Grundlagen - Workshop Teil 1
Wann: 06.04.2017 17.00 bis 20.00 Uhr
Wo: Makerspace M2
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

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Bitte ergänzen: Ersterwähnung oder Gründung der "Städte und Gemeinden in Sachsen"

Für Gemeindechroniken und runde Orts- oder Stadtjubiläen ist eine Ersterwähnung eine hilfreiche Grundlage: eine Urkunde, ein Brief, eine Inschrift oder ähnliches. Die Wikipedia-Liste der Städte und Gemeinden in Sachsen wurde dafür gestern um eine Spalte erweitert.

 

Bitte helfen Sie mit, dort die Gründungsjahre oder die verbürgten Ersterwähnungen sächsischer Orte aus den jeweiligen Wikipedia-Artikeln in der übersichtlichen Tabelle zusammenzutragen. Bislang fehlte solch' ein bequemer Überblick.

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NEU in der Deutschen Fotothek

Folgende Neuzugänge sind ab sofort über die Deutschen Fotothek online zugänglich:

 

Erweiterung des Bestands Atelier Kersten, Altenburg

 

Aus dem historisch bedeutenden Nachlass des Fotoateliers "Arno Kersten Sohn Nachfahren", das von 1867-1938 in Altenburg bestand, wurden rund 400 weitere Porträtaufnahmen aus den Jahren 1911-1913 des Sohnes und Nachfolgers des Ateliergründers, Otto Kersten, in Kooperation mit dem Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg erschlossen und online gestellt.

 

Die geschlossene Überlieferung von Negativen und Geschäftsunterlagen ermöglicht die Identifizierung der porträtierten Personen. Es handelt sich um Porträts, die einen Querschnitt der Bevölkerung der Residenzstadt Altenburg und des Umlandes zeigen.

 

Zurzeit sind damit mehr als 700 Aufnahmen digital verfügbar, weitere folgen in den nächsten Wochen.

 

Otto Kersten: Kleiner Junge mit Hund, 1912. SLUB/ Fotothek

 

 

Konvolut aus der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern

 

Das Konvolut der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker enthält drei thematische Schwerpunkte:

  • Die Porträtsammlung der Landesbibliothek illustriert das Schweriner Theater- und Kulturleben seit ca. 1870. Sie umfasst 3.500 Fotos, Künstlerpostkarten, Zeitschriftenausrisse, Fotocollagen und Stiche, die zumeist Porträts oder Bühnenszenen darstellen.Den Grundstock der Sammlung bilden mehrere Alben mit Visitenkartenporträts aus dem Nachlass des Juristen Eduard Hobein (1817-1882). Hobein war Rechtsberater und Förderer des Mecklenburg-Schweriner Hoftheaters.
  • Altes Stettin - Sammlung historischer Ansichtskarten der alten Hansestadt Stettin aus den Jahren 1890 bis 1945. Auf den 1.335 Karten finden sich Motive aus Handel und Gewerbe, von Sehenswürdigkeiten, der Altstadt und dem Hafen.
  • 220 Ortsansichten


Dumont, Louise (1862-1932). SLUB/ Fotothek

 

 

Grafische Arbeiten von Rudolf Sitte (1922-2009)

 

2016 hat die SLUB eine Schenkung grafischer Blätter des Künstlers Rudolf Sitte (1922-2009) von dessen Witwe erhalten. Es handelt sich um 186 Zeichnungen und Holzschnitte aus dem Spätwerk des Künstlers, der auch als Bildhauer, Maler und Kunstkeramiker arbeitete.

 

Der jüngere Bruder des DDR-Malers und Grafikers Willi Sitte ist vor allem durch seine abstrahierenden baugebundene Wandarbeiten in Sachsen und in Berlin bekannt (siehe z.B. das Wandbild "Mahnmal für die Opfer des Krieges und der Nazi-Diktatur" am Cottbusser Hochhaus Berliner Platz 1).

 

Rudolf Sitte versah viele der zwischen 2002 und 2009 entstandenen Blätter mit dem doppeldeutigen (Serien-)Titel "Ein Leben für die Katz" - eine Anspielung auf seine Fürsorge für streunende Katzen und zugleich Buchtitel für seine 2007 im Selbstverlag herausgegebenen Lebenserinnerungen. Dieses Zeichnungskonvolut wurde im Rahmen des Fachinformationsdienstes Kunst Fotografie Design digitalisiert.

 

Rudolf Sitte: Frau. SLUB/ Fotothek

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