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Henrike BertholdViews:981
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10.08.201214:18 Uhr

Erhaltung digitaler Dokumente - Start eines Projektes zur Digitalen Langzeitarchivierung

In der SLUB befassen sich seit Juli in einem 2-jährigen Projekt vier neue Mitarbeiter mit dem Aufbau eines Systems für die langfristige Bewahrung und Erhaltung digitaler Dokumente. Anders als die meisten Printmaterialien, die bei geeigneter „Lagerung“  50 oder mehr Jahre problemlos überstehen, sind digitale Dokumente schon nach wenigen Jahren nicht mehr nutzbar, sei es durch veraltete Datenformate oder durch Fehler der Speichermedien.

 

In den letzten Jahren wurden die Grundlagen für den produktiven Einsatz der digitalen Langzeitarchivierung geschaffen. Zahlreiche nationale und internationale Projekte haben sich verschiedenen Aspekten der digitalen Langzeitarchivierung gewidmet. Die SLUB war z.B. an den DFG-Projekten  DP4lib und LuKII beteiligt. Standards wie OAIS und PREMIS und Communities wie nestor und die Open Planets Foundation sind etabliert.

 

In dem neuen Projekt zur Digitalen Langzeitarchivierung soll ein produktives IT-System entstehen, das die digitalen Dokumente der SLUB und perspektivisch auch die Dokumente anderer sächsischer Hochschulbibliotheken bewahren wird.  Aktuell befinden sich in den Digitalen Sammlungen  der SLUB (http://digital.slub-dresden.de/kollektionen/) und dem Sächsischen Dokumenten- und Publikationsservers (http://www.qucosa.de/startseite/) digitale Dokumente mit einem Datenvolumen von über 100 TB, Tendenz steigend.

 

Auf dem Gebiet der Digitalen Langzeitarchivierung arbeitet die SLUB eng mit dem Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen der TU Dresden zusammen, in dessen Rechenzentrum, die für dieses Vorhaben notwendige IT-Infrastruktur integriert wird.

 

 

Henrike Berthold(SLUB Dresden)Permalink0
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Michael VogelViews:803
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10.08.201212:33 Uhr

Als die große Flut kam - Rückblick auf ein Unwetter mit Folgen

Als vor 10 Jahren Regen und Hochwasser immer bedrohlicher wurden, waren wir zunächst gelassen: Der gerade bezogene Neubau der Bibliothek am Zelleschen Weg lag in beruhigender Entfernung zur Elbe und trotzte dem sintflutartigen Regen. Der Ausbau des Erlweinspeichers an der Elbe als alternativer Bibliotheksstandort war glücklicherweise verworfen worden.

 

Doch dann kam praktisch ohne Vorwarnung die große Sturzflut aus dem Erzgebirge. Die Wilde Weißeritz strömte durch die Gebäude des Tharandter Forst-Campus und flutete auch Magazine der Zweigbibliothek Forstwesen. Viele Helfer waren rund um die Uhr zur Stelle, um zu retten, was zu retten war. Heute gibt es einen Neubau auch in Tharandt, die Bücher stehen dort sicher im Obergeschoss – auch alle aus den Fluten geborgenen. Spendenmittel hatten ihre Restaurierung ermöglicht.

 

In der elbnahen Zweigbibliothek Medizin im Dresdner Uni-Klinkium konnten damals die Kellermagazine noch rechtzeitig mit Hilfe von Absolventen der Heeresoffiziersschule evakuiert werden.  

 

Auch zehn Jahre nach der Flut ein herzliches Dankeschön an alle, die damals in Dresden und in Tharandt bis zur Erschöpfung geholfen haben! Und Dank an alle, die mit Geld- oder Buchspenden die Tharandter Forstbibliothek unterstützt haben!

 

Zahlreiche Tharandter Bürger unterstützten die Bergungsaktion in der Zweigbibliothek Forstwesen im August 2002 

 

In diesem Neubau ist die Zweigbibliothek Forstwesen heute untergebracht

Michael Vogel(SLUB Dresden)Permalink0
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