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Kategorie: Digitale Bibliothek

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Digitalisierung – und dann?

Der Frage nach offenen Kulturdaten und deren Anwendung widmeten sich rund 40 Teilnehmer beim Workshop zum Landesdigitalisierungsprogramm (LDP) am 6. April 2017. Zum Auftakt der zweiten Runde im LDP lud die Geschäftsstelle kulturelle Einrichtungen aus ganz Sachsen in den Vortragssaal der SLUB ein. Das Publikum setzte sich zusammen aus Interessenten, die neu in das LDP einsteigen möchten, sowie aus bisherigen Teilnehmern, die Folgeprojekte planen. Allen diente die Veranstaltung als ein Forum zum regen Austausch. Das Programm zielte neben den Praxisberichten auf die Nachnutzung der digitalisierten Bestände.

 

Helene Hahn von der Open Knowledge Foundation Berlin sowie Antje Theise von der Stabi Hamburg referierten über offene Kulturdaten und Teilhabe durch Digitalisierung wie z.B. beim Kulturhackathon Coding da Vinci Nord. Darauf informierte die Geschäftsstelle LDP über die bisherigen Ergebnisse und die geplanten Neuerungen innerhalb des sächsischen Programms. Das Sorbische Institut aus Bautzen, das Bach-Archiv aus Leipzig und die UB Freiberg boten Praxisberichte aus ihren Digitalisierungsprojekten.

 

Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, während einer interaktiven Expertenrunde das LDP im Detail kennenlernen: Das Team der SLUB beantwortete Fragen rund um Teilnahmevoraussetzungen, Arbeitsabläufe, Langzeitarchivierung, Bildqualität oder Urheberrechte. In der Abschlussdiskussion wurde für das Jahr des Kulturellen Erbes 2018 ein Kulturhackathon Sachsen ins Auge gefasst, den die Geschäftsstelle LDP gemeinsam mit ihren Projektpartnern ausrichten möchte.

 

 

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sachsen.digital: Workshop am 6. April 2017 für das Landesdigitalisierungsprogramm

Auch in den beiden kommenden Jahren unterstützt der Freistaat Sachsen mit zusätzlichen Haushaltsmitteln die Digitalisierung von Beständen aus wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken sowie aus Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen. Ziel bleibt ein möglichst umfassender Online-Zugang zu Informationen und Objekten der kulturellen und wissenschaftlichen Überlieferung des Freistaates für Zwecke der Lehre und Forschung sowie für die breite Öffentlichkeit.

 

Zum Auftakt der zweiten Runde im Landesdigitalisierungsprogramm laden wir Kolleginnen und Kollegen aus interessierten Einrichtungen zu einem Workshop am 6. April 2017 in den Vortragssaal der SLUB ein.

 

Programm
10:00
  • Begrüßung durch SLUB-Generaldirektion
  • Grußworte SMWK
  • Begrüßung Geschäftsstelle LDP
Michael Golsch, Dr. Riedel
10:20Keynote - Open Minds to Open ActionHelene Hahn (OKFN)
11:05Kulturhackathon Coding da Vinci Nord - Digitale Allmende erlebbar machen. Ein Erfahrungsbericht der SUB HamburgAntje Theise (SUB Hamburg)
11:35LDP Shortcuts
Rückblick auf Ergebnisse 2015-2017 und Ausblick auf Ziele 2017-2019
Geschäftsstelle LDP
12:00Mittagspause
13:00"Den Freunden der wendischen Sprache und Literatur" - Sorbisches Schrifttum onlineDr. Annett Bresan (Sorbisches Institut Bautzen)
13:30Auftakt für Manfred Gorke. Musikhandschriften für die Bach-ForschungDr. Manuel Bärwald
Maj Zeising
(Bach-Archiv Leipzig)
14:00Digitalisierung historischer Sammlungen der
UB Freiberg
[Arbeitstitel]
Susanne Kandler
(UB Freiberg)
14:30

Dreifacher Espresso mit Experten - Rundgang an drei Stationen:

  • Projektworkflow und Teilnahme
  • Bildqualität und Langzeitarchivierung

  • Kitodo und Erschließung

LDP-Team SLUB
15:30

Digitalisierung und dann? Möglichkeiten und Ideen der Nachnutzung digitalisierter Sammlungsbestände
Abschlussdiskussion im Plenum

Geschäftsstelle LDP
16:00

Optional (nach Voranmeldung)

  1. Führung durch die Ausstellung "Avantgardebuchkunst"
    oder
  2. Führung im Dresdner Digitalisierungszentrum

Dr. Anne Hultsch

Henrik Ahlers

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Vorfahrt für digital? Warum Bibliotheken auf die Vorteile der elektronischen Form setzen

"Digital vor gedruckt" – der mittlerweile zurückgenommene Versuch der Deutschen Nationalbibliothek (DNB), Nutzern in erster Linie die digitale Ausgabe eines Werkes (wenn vorhanden) zur Verfügung zu stellen, hat medial einige Debatten ausgelöst. Der FAZ-Redakteur Jochen Hieber wehrte sich in einem Artikel vom 18. November gegen die "Zwangsdigitalisierung", über den Twitterkanal @Handmedium wird eine wöchentliche Mahnwache medial begleitet. Unabhängig von den eigenen Lesegewohnheiten und Arbeitstechniken gibt es manche Gründe, die aus Sicht der DNB – und anderer Bibliotheken wie der SLUB – für eine bevorzugte Nutzung digitaler Ausgaben sprechen.

 

Als Vorteil der digitalen Form ist die Tatsache augenscheinlich, dass bei entsprechenden Lizenzverträgen mehrere Nutzer gleichzeitig auf ein Werk zugreifen können, und das bisweilen auch ortsunabhängig. Aus Sicht der Bibliotheken bieten elektronische Dokumente Vorteile im Hinblick auf den jeweiligen Archivauftrag. So ist die Nationalbibliothek die zentrale Archivbibliothek für alle deutschsprachigen Medienwerke aus dem In- und Ausland. Manche Werke sind deutschlandweit nur in den beiden Niederlassungen der DNB in Leipzig und Frankfurt am Main verfügbar. Ähnliches gilt für die SLUB, die als sächsische Landesbibliothek einen vergleichbaren Sammelauftrag für die Medien aus und über Sachsen hat. Dauerhafte Sicherung und hohe Nutzung sind zwei Aspekte, die sich nicht immer miteinander vertragen, weswegen auch in der SLUB manche Bücher nur im Haus nutzbar sind und nicht entliehen werden können. Digitale Dokumente, deren Nutzbarkeit im Rahmen eines Langzeitarchivierungsprogrammes dauerhaft gesichert ist, nutzen sich nicht ab und werden deshalb von Bibliotheken in dieser Hinsicht bevorzugt.

 

 Foto: SLUB/ Sarah Muschalek CC-BY-SA

 

Aber auch aus Nutzersicht haben solche Medien nennenswerte Vorteile. Besonders Literatur für Forschungszwecke (und hier ist, da wird jeder Philologe zustimmen, auch Belletristik zu nennen) bietet in elektronischer Form Mehrwerte, von denen frühere Generationen nur träumen konnten: Die Möglichkeiten, Textpassagen in Augenblicks Schnelle aufzufinden, sie fehlerlos für Zitate zu kopieren oder den gesamten Text mit minimalem Aufwand computerlinguistisch/statistisch zu analysieren, erleichtern die Arbeit sehr. Bibliophile Argumente (das schöne Handwerk, der Geruch von Druckerschwärze, die Einbandkunst, die erlesene Typografie, das unvergleichliche Gefühl des Blätterns durch cremeweiße Seiten) sind nicht ungültig, gehen jedoch dort, wo das Medium lediglich Träger ist und das Augenmerk auf den Inhalten liegt, am Kern der Sache vorbei. Nicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang, dass die Entwicklung von Ebook-Lesegeräten inzwischen auch ästhetische Aspekte stärker berücksichtigt, so dass auch mit einem Kindle das nichtwissenschaftliche Lesen eines Romans Vergnügen bereiten kann.

 

Insgesamt zeigt die Debatte um das digitale Medium manche Fehlschlüsse. Wenn z. B. im Feuilleton großer Zeitungen Bücher im EPub-Format als nicht zitierfähig bezeichnet werden, weil ja dort die Seitenzahlen fehlen oder nicht fest mit dem Seitenspiegel verbunden sind (ältere Leser freuen sich über die Vergrößerbarkeit der Schrift in Ebooks), so ist das Reich der "alternative facts" betreten. Seitenzahlen sind doch Hilfsmittel, um Textstellen schnell zu finden, und gerade das ist im elektronischen Format garantiert. Die Angabe von Seitenzahlen ist nur eine Möglichkeit, auf den Ort einer Textpassage in menschenlesbarer Form zu verweisen. Kapitelzahlen oder sonstige Strukturmerkmale von Texten stellen eine Alternative dar. Für das EPub-Format, das auch im wissenschaftlichen Bereich zunehmend eine Rolle spielt und z.B. von Inhaltsanbietern wie De Gruyter als alternative Ausgabeform zum herkömmlichen PDF angeboten wird, ist derzeit eine Spezifikation zur zeichengenauen Referenzierung im Entstehen: EPub Canonical Fragment Identifiers (CFIs). Aus dem Vorwort:

 

The Web has proven that the concept of hyperlinking is tremendously powerful, but EPUB Publications have been denied much of the benefit that hyperlinking makes possible because of the lack of a standardized scheme to link into them. Although proprietary schemes have been developed and implemented for individual Reading Systems, without a commonly-understood syntax there has been no way to achieve cross-platform interoperability. The functionality that can see significant benefit from breaking down this barrier, however, is varied: from reading location maintenance to annotation attachment to navigation, the ability to point into any Publication opens a whole new dimension not previously available to developers and Authors.

 

Die Möglichkeit, jedes textuelle Fragment einer EPub-Datei exakt zu referenzieren, geht somit weit über die Seitenangabe beim traditionellen Printmedium hinaus. Es bleibt abzuwarten, wie weit diese Spezifikation für Hersteller von Inhalten und Lesegeräten bzw. Software als verbindlich angesehen und umgesetzt wird. Die elektronische Form als inhärent nicht zitierfähig zu verunglimpfen ist jedenfalls bereits heute nicht haltbar.

 

Autoren: Jens Mittelbach und Martin Munke

 

 

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Suchen und Finden im SLUB-Katalog – ein universeller Suchraum

Im vergangenen Jahr hat die SLUB einen neuen Bibliothekskatalog entwickelt und in Betrieb genommen. In intensiver Detailarbeit haben unsere Entwickler und Bibliothekare gemeinsam einen universellen Suchraum entwickelt, in dem vielfältige Datenquellen zusammenfließen. Zahlreiche Hinweise von Nutzerinnen und Nutzer wurden dabei berücksichtigt. Wir berichteten hier.

Nun sind zwei Videos erschienen, die sowohl einen "hinter-den-Kulissen-Blick" in die Katalogentwicklung bieten als auch die Mehrwerte des SLUB-Katalogs veranschaulichen.

Viel Spaß beim Anschauen!

Und wenn's gefällt, gern teilen!

 

 

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50 % Rabatt: Ebooks on Demand-Weihnachtsaktion #Xmas2016 startet mit der SLUB

Vom 5. bis zum 18. Dezember 2016 können Sie bei zwölf europäischen Bibliotheken eBooks von urheberrechtsfreien Werken kostengünstiger bestellen. Die SLUB nimmt in diesem Jahr an der EOD-Weihnachtsaktion teil.

 

 

Das komplette Buch wird Ihnen mit Texterkennung bereitgestellt und Sie können zusätzlich einen sehr preiswerten Reprint erwerben. Sie zahlen bei einer eBook-Bestellung im Aktionszeitraum nur die Hälfte der üblichen Kosten. Das Digitalisat wird anschließend in die digitalen Sammlungen der SLUB eingestellt. Mit Ihrer Bestellung unterstützen Sie dankenswerterweise auch die Arbeit der SLUB.

 

Im neuen SLUB-Katalog finden Sie bei vielen Büchern, die vor 1900 erschienen sind, die folgende kleine Grafik:

 

.

 

Dieser Link führt direkt zum EOD-Auftragsformular. In der Regel wird das bestellte Werk innerhalb von 15 Tagen digitalisiert und nach erfolgter Bezahlung zum Download bereitgestellt. Die Bezahlung ist unkompliziert. Sie können eine Rechnung anfordern oder gleich mit Karte bezahlen. Falls Sie zusätzlich einen Reprint bestellt haben, erhalten Sie diesen nach 3-7 Werktagen. Die EOD-Website bietet außerdem eine Übersicht über das Bücherangebot der zwölf europäischen Bibliotheken, die sich an der Weihnachtsaktion beteiligen, sodass Sie bibliotheksübergreifend nach dem gewünschten Thema oder Werk suchen können.

 

Viele Werke sächsischer Herkunft wurden bereits in den vergangenen Jahren digitalisiert und durch das zur Zeit laufende Landesdigitalisierungsprogramm (LDP) wird der ebook-Bestand der SLUB weiter vergrößert. Darüber hinaus haben wir auch thematische Sammlungen für benachbarte Länder und Regionen im Bestand, zum Beispiel: Tschechien (Hist.Bohem.), Polen (Hist.Polon.) und Schlesien (Hist.Siles). Erfasst sind diese historischen Titel mit den alten lateinischsprachigen Signaturen der Sächsischen Landesbibliothek. "Hist. Bohem." z.B. steht für "Historia Bohemica". Womöglich ist etwas dabei, das Neugier weckt!? Auch Lusatica gibt es im Angebot bei EOD. Für Fans der Oberlausitz: In den laufenden und kommenden Projekten mit Partnern in Bautzen, Görlitz, Zittau ist auch schon Einiges im Landesdigitalisierungsprogramm des Freistaats Sachsen für die Digitalisierung eingeplant.

 

Die EOD-Weihnachtsaktion wird organisiert von der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (Österreich) und der Estnischen Nationalbibliothek.

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