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Kategorie: Forschung

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Nun für Archivgut optimiert: Neue Version des DFG-Viewers verfügbar

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts haben die SLUB, das Landesarchiv Baden-Württemberg sowie das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen den DFG-Viewer, ein digitales Werkzeug für die Präsentation von Archivalien, optimiert.

 

Neben einer verbesserten Darstellung archivischer Medienarten wie Fotografien, Amtsbüchern und Akten, ist es nun auch möglich, Großformate wie Urkunden und Karten mit höherer Performanz zu präsentieren. Dafür wurde das MODS-Anwendungsprofil des DFG-Viewers um archivfachliche Elemente erweitert.

 

Um insbesondere schwer lesbare Materialien im DFG-Viewer besser erkennbar zu machen, wurde zudem die Anzeige um eine Reihe visueller Funktionen ergänzt. Sie können nun Kontrast und Helligkeit der Digitalisate selbst bearbeiten, um z.B. die Papierstruktur und andere physische Oberflächenmerkmale sichtbar zu machen. Das ist auch bei der Betrachtung qualitativ schwächerer Scans nützlich.

 

 

Zusätzlich ist es möglich, die Invertierung des vollständigen Farbspektrums eines Digitalisats darzustellen, was insbesondere für die Lesbarkeit von Mikrofilmdigitalisaten entscheidend ist. Um beispielweise Randbemerkungen, quer gedruckte Tabellen oder Abbildungen richtig ausrichten zu können, können Sie das Digitalisat nun auch stufenlos drehen. Darüber hinaus wurde der Viewer in den letzten Monaten umfassend grafisch überarbeitet und für Mobilgeräte optimiert, wobei auf eine weitgehende Barrierearmut und international verständliche Symbolsprache geachtet wurde. Die beschriebenen Funktionen stehen auch für alle im DFG-Viewer betrachteten Digitalisate zur Verfügung.

 

Der Browser-Webdienst verfügt über eine OAI-PMH-Schnittstelle zum Austausch von Meta- und Strukturdaten im METS/MODS- und METS/TEI-Format. Mithilfe dieser Daten wird die Anzeige eines digitalen Mediums angereichert und dessen innere Struktur korrekt abgebildet. Die neue Version des DFG-Viewers wird nun bereits von mehreren Archiven und im Archivportal-D eingesetzt.

 

Mehr Informationen erhalten Sie unter DFG-Viewer oder Landesarchiv Baden-Württemberg. Beispiele sind hier abrufbar.

 

Nadine Seidu (M.A), Landesarchiv Baden-Württemberg

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Obstbau der Region: Was wissen wir über die Züchter, Arbeiter und Arbeiterinnen?

Die Zeit ist reif für Fragen zur regionalen Obstbau- und somit Wirtschafts- und Kulturgeschichte:

 

Haben Früchte eine Nationalität?

fragt Friedrich Pollack vom Sorbischen Institut in Bautzen im neuen Weblog "Lausitz – Łužica – Łužyca" und stellt dabei fest, dass

 

in der historischen Nationalismusforschung Fragen der Nutzpflanzenkultivierung und des Obstanbaus bislang nur eine untergeordnete Rolle" spielen.

 

In dem Blog geht es ihm und seiner Kollegin Annalena Schmidt um "Aspekte der Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte einer ost-mittel-europäischen Brückenlandschaft".

 

Sein erster Blogpost und die Erntezeit bieten Gelegenheit in digitalen Sammlungen historische Literatur für Obstanbau und -zucht zu suchen und zu finden: zum Beispiel das Normal-Obst-Sortiment für das Königreich Sachsen von 1885 – vier Kapitel mit Äpfeln, Birnen, Pflaumen und Zwetzschen. Ralf Frenzel vom Pommologen-Verein schrieb darüber 2013 zur Einführung:

 

Das Normalobstsortiment für das Königreich Sachsen wurde vom Landes-Obstbauverein für das Königreich Sachsen aufgestellt und soll bereits 1878 beschlossen worden sein. Veröffentlicht wurde es aber erst 1883 zunächst als Liste in Tabellenform in der Mitgliederzeitschrift - Zeitschrift für Obst- und Gartenbau 9 (1883); Heft 2, S. 20-23- Äpfel; Heft 3, S. 29-34 Birnen; Heft 4, S. 43-47 Steinobst. Das Steinobstsortiment enthält auch 5 Aprikosen- und 10 Pfirsichsorten, die aber nur kurz aufgeführt werden. [...]

 

Außerdem in den Digitalen Sammlungen: die Sächsische Obstbauzeitung von 1875/76 aus Leipzig und die Zeitschrift für Obst- und Gartenbau aus der Zeit 1880 bis 1900. Obstanbau der Region heißt das Thema von Heft 3 der Schriftenreihe "Blätter des Heimatvereins der Ortschaft Röhrsdorf e.V., das wir gedruckt im Bibliotheksbestand haben.

 

In den digitalen Sammlungen der Deutschen Gartenbaubibliothek an der UB der TU Berlin gibt es eine Pomologische Bibliothek mit zahlreichen digitalisierten Zeitschriften aus dem In- und Ausland. Zu finden sind die Titel auch mittels Suche im SLUB-Katalog.

 

Saisonarbeiter und -arbeiterinnen aus Polen, Rumänien und anderen Ländern Osteuropas helfen hierzulande gerade bei der Ernte: Beeren, Äpfel und Birnen werden reif – rund um Dresden in Borthen, in Kreischa oder in Pesterwitz sowie in den anderen sächsischen Anbaugebieten. Wie käme ohne sie das Obst von den Bäumen und dann in den Handel? Obstbau ist offenbar weiterhin intensiv mit internationalem Austausch verbunden. Gibt es Forschung und aktuelle Studien über diese Aspekte regional erzeugter Früchte in Sachsen?


Deutsche Pomologie - Birnen - 085
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"Open-Access-Tage? Hat das was mit dem Tag der offenen Tür zu tun?"

Als ich einer Freundin beim Mittagessen erzählte, dass ich bei der Vorbereitung der Open-Access-Tage mitarbeite, war das ihre erste Frage: "Hat das was mit dem Tag der offenen Tür zu tun?" Ich war ganz verblüfft. Auf den Gedanken, dass Open-Access-Tage an den Tag der offenen Tür denken lassen, war ich bisher noch nicht gekommen. Gleichwohl macht diese Assoziation eines deutlich: Mit dem Thema Open Access rennt man zur Zeit offensichtlich alles – bloß keine offenen Türen – ein.

 

Das ist schade. Denn der Grundgedanke von Open Access spricht allen aus dem Herzen, die einen geldbeutelunabhängigen Zugang zu wissenschaftlicher Information anstreben. Es geht darum, dass wissenschaftliche Publikationen unter Bedingungen veröffentlicht werden, die es jedem gestatten, diese Veröffentlichungen im Internet zu lesen, zu verlinken und nachzunutzen - und zwar ohne, dass dafür noch einmal bezahlt werden muss. Davon profitieren nicht nur die Lesenden, sondern auch die Wissenschaftler. Zum einen erleichtert es den fachlichen Austausch und zum anderen erhöht es die Sichtbarkeit derjenigen Forscher, die nicht in den prominenten und deshalb häufig sehr teuren Wissenschaftsverlagen veröffentlichen.

 

Doch auch wenn die öffentliche Resonanz des Themas noch etwas mager ausfällt: Es gibt in Deutschland und in vielen anderen Ländern eine sehr engagierte Community, die daran arbeitet, Open Access in der Wissenschaftslandschaft stärker zu verankern. Im deutschsprachigen Raum trifft sich die Bewegung alljährlich zu den Open-Access-Tagen. Das 11. Treffen findet nun in Dresden statt. Drei Institutionen haben die Tagung unter dem Dach von DRESDEN-concept e.V. organisiert: die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB  Dresden), das Helmholtz-Zentrum Dresden – Rossendorf (HZDR) und die Technische Universität Dresden (TUD). Erwartet werden über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland – darunter Wissenschaftler aller Fachrichtungen, Verlagsvertreter und Unterstützer des wissenschaftlichen Forschungs- und Kommunikationsprozesses an Bibliotheken sowie in Forschungsinstituten und Fördereinrichtungen.

 

Während der 11. Open-Access-Tage werden Themen behandelt wie Finanzierungsmodelle und Publikationsinfrastrukturen für Open-Access-Bücher, der nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE, Forschungsdatenmanagement im Kontext von Open Access sowie Open Education als gemeinsames Zukunftsprojekt für Hochschulen und Bibliotheken. Letzteres wird gerade im Rahmen des Forschungsprojekts OERSax, einem interdisziplinären Projekt mehrerer sächsischer Hochschulen, erforscht. Dabei geht es vor allem um die rechtlichen Rahmenbedingungen für frei zugängliche Lehr- und Lernmaterialien.

 

Ebenfalls angedacht sind spontane Sessions, bei denen Themen diskutiert werden können, die nicht auf dem Tagungsprogramm stehen. Vielleicht sprechen die Teilnehmenden dort auch darüber, wie man Open Access stärker in den Köpfen verankern kann. Und wer weiß: Vielleicht rennt man in wenigen Jahren zumindest bei  Studierenden und Forschenden offene Türen ein, wenn am Mittagstisch über Open Access geredet wird. Immerhin: bei der Bundesregierung scheint das schon der Fall zu sein. Die hat sich nämlich in der Digitalen Agenda 2014-2017 klar zu Open Access bekannt. Mehr dazu vom 11. bis 13. September bei den Open-Access-Tagen in den Räumen der SLUB sowie im Trefftz-Bau der TUD.

 

Hier geht's zur Anmeldung

 

Der an der TU Dresden promovierte Historiker Dr. Benedikt Krüger unterstützt im Rahmen seines Praktikums an der SLUB unter anderem die Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Open-Access-Tage, ehe er im Herbst ein Refendariat an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek beginnt.

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Nachrichten haltbar machen – Die internationale IFLA-Satellitenkonferenz findet in Dresden statt

Am 16. und 17. August richtet die SLUB Dresden die IFLA-Satellite Conference zum Thema Nachrichtenmedien aus. Die Tagung befasst sich unter dem Titel „Relying on News Media. Long Term Preservation and Perspectives for Our Collective Memory“ in 19 Präsentationen und Vorträgen vor allem mit den Aussichten und Herausforderungen der Langzeitarchivierung von Nachrichtenmedien. Das Programm finden Sie hier.

 

Die Konferenzsprachen sind deutsch und englisch, alle Vorträge werden auch per Livestream über das Internet übertragen (www.slubdd.de/ifladay1 bzw. www.slubdd.de/ifladay2). Die Wissenschaftler und Teilnehmer erwartet darüber hinaus ein kulturelles Rahmenprogramm, welches verschiedene Anlässe zum kreativen Austausch bietet. Der diesjährige Weltkongress der IFLA findet anschließend vom 19. bis 25. August in Wroclaw, Polen, unter dem Motto „Libraries. Solidarity. Society.“ statt.

 

Die IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions) ist die internationale Vereinigung bibliothekarischer Verbände und Einrichtungen, die derzeit mit 1.700 Mitgliedern aus 150 Ländern etwa 500.000 Bibliotheken repräsentiert. Sie vertritt die Interessen des Bibliotheks- und Dokumentationswesens und setzt sich für die Entwicklung qualitativer Bibliotheks- und Informationsdienste sowie die Förderung des freien Zugangs zu Informationen ein.

 

Dem jährlichen Weltkongress, den die IFLA organisiert, sind mehrere Satellitenkonferenzen in verschiedenen Ländern vorangestellt. Neben Deutschland als Tagungsland gibt es in diesem Jahr weitere Satellitenkonferenzen in Litauen, Rumänien, der Schweiz und der Slowakei.

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Forschungsdaten: Gemeinsame Kontaktstelle gestartet

Als zentrale Anlaufstelle für Dienste und Beratung zum Thema Forschungsdaten haben die SLUB Dresden und das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen der TU Dresden (ZIH) eine gemeinsame Kontaktstelle geschaffen. Der Webauftritt der Kontaktstelle ist seit wenigen Tagen im Bereich "Services für Forschende" auf der Seite der TU Dresden zu finden. Die Webseite orientiert sich am Arbeitsprozess im Umgang mit Forschungsdaten und gibt einen grundlegenden Einstieg in alle Facetten des Themengebiets. Darüber hinaus bietet sie konkrete technische Infrastrukturservices und komplementäre Beratungsangebote rund um Forschungsdaten an.

 

 

CC-BY 4.0, SLUB Dresden; basierend auf Darstellungen von forschungsdaten.info und dem UK Data Archive

 

Als weiterer Partner von Beginn an dabei ist das Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Medienrecht (IGEWeM) an der TU Dresden zur Unterstützung in rechtlichen Aspekten des Forschungsdatenmanagements. Auch der Datenschutz- und der IT-Sicherheitsbeauftragte stehen Ihnen als Ansprechpartner zu Verfügung. Bei Fragen zum Thema Forschungsdaten sind alle Partner ab sofort über eine gemeinsame Beratungsadresse erreichbar: kontaktstelle-forschungsdaten@tu-dresden.de.

 

Anfang des Semesters wird es zum Auftakt des neuen Angebots eine Informationsveranstaltung geben, auf der sich interessierte Forschende und Multiplikatoren einen Überblick über Herausforderungen und Chancen des Themas Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement verschaffen können. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Wenn Sie per E-Mail Ihr Interesse bekunden, informieren wir Sie gerne rechtzeitig.

 

Weitere Informationen: tu-dresden.de/kontaktstelle-forschungsdaten

Kontakt:
kontaktstelle-forschungsdaten@tu-dresden.de

Kommentare

Neue Veröffentlichung auf Quco...
21.09.2017 07:23
Genealogentag
20.09.2017 20:30
Zugang
20.09.2017 20:20
Genial!
20.09.2017 19:50
Vielen Dank
20.09.2017 11:00

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