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Kategorie: Heimatforschung

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Genealogiedatenbank Ancestry als SLUB-Lizenz

Als besonderes Angebot können Sie ab sofort innerhalb des Campusnetzes als registrierter Nutzer der SLUB eine der weltweit führenden genealogischen Datenbanken nutzen: Ancestry. Diese Datenbank bietet viele Millionen von diversen Daten zu Personen an. Sie ist damit nicht nur für Familienforscher, sondern auch für die Wissenschaft besonders relevant. Nicht nur Daten finden Sie in Ancestry, sondern auch im Direktzugriff die dazugehörigen Dokumente wie Auszüge aus Kirchenbüchern, Auswandererlisten u.v.a.m.

 

Wir haben die Datenbank zunächst testweise lizenziert und beabsichtigen nach entsprechender Nutzung, Ancestry auf Dauer zu lizenzieren. Hier geht es zum Zugang.

 

Der diesjährige 69. Deutsche Genealogentag findet übrigens dieses Jahr vom 22. bis 25. September im World Trade Center in Dresden statt. Das Programm steht unter dem Thema: „Europa in unseren Wurzeln. Sachsen und seine Nachbarn“ und ist damit hochaktuell. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SLUB werden daran mit ihren Vorträgen mitwirken. Die große Zahl von bisher angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Deutschen Genealogentag verdeutlicht das große Interesse an genealogischen Themen. Wir werden wie bisher auch Einführungsveranstaltungen zu den in der SLUB zur Verfügung stehenden Quellen und Literatur anbieten, auch in Kooperation mit der Dresdner Verein für Genealogie e.V.

 

 

 

Sie betreiben Familien- oder Ahnenforschung und/oder haben Interesse an Genealogie, wir wünschen Ihnen viele interessante Funde auf Ancestry.

 

Gern beraten wir Sie auch individuell.

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Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen – jetzt digital

Sechzehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung liegt das Historische Ortsnamenbuch von Sachsen in einer Onlineausgabe auf Qucosa vor. Das Hilfsmittel der Orts- und Regionalforschung ist somit als pdf-Datei durchsuchbar.

 

Das von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW) in der wichtigen regionalgeschichtlichen Reihe „Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte“ herausgegebene dreibändige Werk stellt die Entwicklungsgeschichte von ca. 5.300 Siedlungs- und Wüstungsnamen dar, die in den Grenzen des heutigen Freistaates Sachsen überliefert wurden. Hinzu kommt der Namensbestand des thüringischen Kreises Altenburg (Altenburger Land), der siedlungs- und territorialgeschichtlich jahrhundertelang zum wettinischen Territorialstaat gehörte.

 

 

Ehemaliges Ortseingangsschild von Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt), aufgenommen im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz / Kolossos @ Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

 

In den ersten beiden Bänden wird die Geschichte jedes Namens mit möglichst lückenloser Belegkette dargestellt: von den ältesten Schreibungen über weitere Formen bis zur heutigen Gestalt einschließlich mundartlicher Lautung. Geboten werden Informationen zu Herkunft, Wortbildung, Etymologie und Typologie, zur Sprachgeschichte, zur Integration altsorbischer Toponyme sowie zu soziolinguistischen Merkmalen der Ortsnamen. Der dritte Band enthält auswertende Register, die das lexikalische Material erschließen.

 

Das Ortsnamenbuch ergänzt die Datenbankausgabe des Historischen Ortsverzeichnisses von Sachsen (HOV), die vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) betrieben wird. Das HOV weist fast 6.000 Stichwörter auf und verzeichnet neben den historischen Ortsnamenformen historisch-statistische Angaben zu den Siedlungen: geografischen Lage, verwaltungsmäßige Zugehörigkeit und Bevölkerungsentwicklung. Gemeinsam verdeutlichen die Werke die komplexe Siedlungsgeschichte Sachsens seit dem Mittelalter mit den wechselseitigen Bezügen von slawischer und deutscher Besiedlung.

 

Neben dem Historischen Ortsnamenbuch sind weitere aktuelle Publikationen der SAW auf Qucosa verfügbar, zum Beispiel die Edition der Briefe des bedeutenden Theologen Philipp Jacob Spener, eine „Chronologie der Naturwissenschaften“ und die Reihe „Studien zur Entwicklung von Mathematik und Physik in ihren Wechselwirkungen“. Weitere folgen. Seit 2009 findet sich in den Digitalen Sammlungen der SLUB die Kollektion der historischen Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften der Jahre 1850 bis 1945.

 

Susanne Baudisch: Historisches Ortsverzeichnis und Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. Zwei Lexika - ein Wissenssystem

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Obstbau der Region: Was wissen wir über die Züchter, Arbeiter und Arbeiterinnen?

Die Zeit ist reif für Fragen zur regionalen Obstbau- und somit Wirtschafts- und Kulturgeschichte:

 

Haben Früchte eine Nationalität?

fragt Friedrich Pollack vom Sorbischen Institut in Bautzen im neuen Weblog "Lausitz – Łužica – Łužyca" und stellt dabei fest, dass

 

in der historischen Nationalismusforschung Fragen der Nutzpflanzenkultivierung und des Obstanbaus bislang nur eine untergeordnete Rolle" spielen.

 

In dem Blog geht es ihm und seiner Kollegin Annalena Schmidt um "Aspekte der Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte einer ost-mittel-europäischen Brückenlandschaft".

 

Sein erster Blogpost und die Erntezeit bieten Gelegenheit in digitalen Sammlungen historische Literatur für Obstanbau und -zucht zu suchen und zu finden: zum Beispiel das Normal-Obst-Sortiment für das Königreich Sachsen von 1885 – vier Kapitel mit Äpfeln, Birnen, Pflaumen und Zwetzschen. Ralf Frenzel vom Pommologen-Verein schrieb darüber 2013 zur Einführung:

 

Das Normalobstsortiment für das Königreich Sachsen wurde vom Landes-Obstbauverein für das Königreich Sachsen aufgestellt und soll bereits 1878 beschlossen worden sein. Veröffentlicht wurde es aber erst 1883 zunächst als Liste in Tabellenform in der Mitgliederzeitschrift - Zeitschrift für Obst- und Gartenbau 9 (1883); Heft 2, S. 20-23- Äpfel; Heft 3, S. 29-34 Birnen; Heft 4, S. 43-47 Steinobst. Das Steinobstsortiment enthält auch 5 Aprikosen- und 10 Pfirsichsorten, die aber nur kurz aufgeführt werden. [...]

 

Außerdem in den Digitalen Sammlungen: die Sächsische Obstbauzeitung von 1875/76 aus Leipzig und die Zeitschrift für Obst- und Gartenbau aus der Zeit 1880 bis 1900. Obstanbau der Region heißt das Thema von Heft 3 der Schriftenreihe "Blätter des Heimatvereins der Ortschaft Röhrsdorf e.V., das wir gedruckt im Bibliotheksbestand haben.

 

In den digitalen Sammlungen der Deutschen Gartenbaubibliothek an der UB der TU Berlin gibt es eine Pomologische Bibliothek mit zahlreichen digitalisierten Zeitschriften aus dem In- und Ausland. Zu finden sind die Titel auch mittels Suche im SLUB-Katalog.

 

Saisonarbeiter und -arbeiterinnen aus Polen, Rumänien und anderen Ländern Osteuropas helfen hierzulande gerade bei der Ernte: Beeren, Äpfel und Birnen werden reif – rund um Dresden in Borthen, in Kreischa oder in Pesterwitz sowie in den anderen sächsischen Anbaugebieten. Wie käme ohne sie das Obst von den Bäumen und dann in den Handel? Obstbau ist offenbar weiterhin intensiv mit internationalem Austausch verbunden. Gibt es Forschung und aktuelle Studien über diese Aspekte regional erzeugter Früchte in Sachsen?


Deutsche Pomologie - Birnen - 085
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Daten lokal verknüpfen: Regiowikis wachsen mit digitalisierten historischen Adressen

Die Stärke von Stadt- und Regiowikis ist die lokale Verankerung der darin gesammelten Informationen, die Ortskenntnis, die Autorinnen und Autoren besitzen, teilen und verknüpfen sowie die große lokale Relevanz von Spezialwissen, das in Wikipedia für das überregionale Publikum womöglich viel geringer wäre. Das Motto "Wir kennen Görlitz!" bringt dies für das Stadtwiki Görlitz gut auf den "Punkt".

 

Auch in Dresden gibt es ein Stadtwiki. Wie die "heutigen" und alten Adressen mit den Daten aus historischen Adressbüchern und anderen Quellen verknüpft werden können, lässt sich dort gut beobachten. Wer will, kann dabei helfen. Stadtwiki Dresden bietet eine Übersicht alter Adressbücher, in der die historischen Adressbücher der SLUB enthalten sind. Relevant für thematische Recherchen ist aber auch ein weiterer Zugang zu dem alten Wissen:

 

Aus einem Digitalisat der SLUB wurden kürzlich die historischen Radfahrer-Vereine Dresdens in einem neuen Stadtwiki-Artikel zusammengefasst. Ergänzt wurden sodann Links zu bereits bestehenden Stadtwikiartikeln der verschiedenen Straßen und Stadtteile sowie Direktlinks auf digitalisierte Adressbuchseiten, die die Anschriften, Vorstandsmitglieder, Orte und Termine der Clubabende der damaligen Radfahrervereine dokumentieren. Auf diese Weise werden lokal neue - bzw. alte - Zusammenhänge sichtbar – nicht nur in Dresden, überregional zum Beispiel auch in München, Karlsruhe und in Görlitz.

 

Diese Verbindungen helfen bspw. bei Recherchen zur Familiengeschichte, zur Geschichte eines Stadtteils und von Bauwerken in historischen Quellen Informationen neu zu entdecken: War Urgroßvater im Vorstand eines Radfahrerclubs? Wann und wo begannen Frauen Fahrrad zu fahren? Wo gab es 1897 eine Rennbahn und Radrennen? ... Adressen mit Geschichten und andere Fragen gibt es viele. Welche Antworten suchen Sie?

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22. Sächsischer Archivtag – mit #SAT17 auf Twitter und mit einem Tagungsblog

Unter der Überschrift "Archive im Umbruch" findet heute und morgen der 22. Sächsische Archivtag in Dresden statt. Verfolgen können Sie die Themen der Kolleginnen und Kollegen im Tagungsblog des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. und auf Twitter mit dem Hashtag #SAT17.

 

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Kommentare

Neue Veröffentlichung auf Quco...
21.09.2017 07:23
Genealogentag
20.09.2017 20:30
Zugang
20.09.2017 20:20
Genial!
20.09.2017 19:50
Vielen Dank
20.09.2017 11:00

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