1. SLUB Dresden
  2. SLUBlog

SLUBlog

Kategorie: Projekt

Ansichten: 72
0

Deutsche Fotothek und Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen stellen 8.000 anthropologische Portraits online

Wer waren diese Menschen? Die Frau vom Volk der Groß-Andamaner, die Frau der Swahili, der Mann der Bamum oder die alten Männer der Ainu? In Vorder- und Seitenansicht, oft im Halbprofil, in festem Bildausschnitt und vor möglichst neutralem Hintergrund wurden sie von europäischen Wissenschaftlern fotografiert, um ihre systematische Vermessung und Klassifizierung zu ermöglichen.

 

Egon von Eickstedt, Frau der Groß-Andamaner, 1927/28
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Museum für Völkerkunde Dresden, SLUB/Deutsche Fotothek

 

Über 8.000 solcher anthropometrischer Fotografien können ab sofort im Portal „Weltsichten“ der Deutschen Fotothek recherchiert werden. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Bilder aus den Sammlungen der Deutschen Fotothek, des Museums für Völkerkunde Dresden und des GRASSI Museums für Völkerkunde zu Leipzig ist Teil des im August 2015 begonnenen Projekts „Weltsichten – Digitalisierung und Erschließung fotografischer Archive bedeutender Forschungsreisender“, das von der Deutschen Fotothek der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) im Rahmen der Initiative DRESDEN-concept mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) durchgeführt wird. Insgesamt werden im Rahmen des Projekts rund 86.000 historische Aufnahmen aus den beteiligten Sammlungen online gestellt.

 

 

Mehr dazu im Blogeintrag Die Klassifizierung des Menschen auf arthistoricum.net.

Ansichten: 77
0

Nun für Archivgut optimiert: Neue Version des DFG-Viewers verfügbar

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts haben die SLUB, das Landesarchiv Baden-Württemberg sowie das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen den DFG-Viewer, ein digitales Werkzeug für die Präsentation von Archivalien, optimiert.

 

Neben einer verbesserten Darstellung archivischer Medienarten wie Fotografien, Amtsbüchern und Akten, ist es nun auch möglich, Großformate wie Urkunden und Karten mit höherer Performanz zu präsentieren. Dafür wurde das MODS-Anwendungsprofil des DFG-Viewers um archivfachliche Elemente erweitert.

 

Um insbesondere schwer lesbare Materialien im DFG-Viewer besser erkennbar zu machen, wurde zudem die Anzeige um eine Reihe visueller Funktionen ergänzt. Sie können nun Kontrast und Helligkeit der Digitalisate selbst bearbeiten, um z.B. die Papierstruktur und andere physische Oberflächenmerkmale sichtbar zu machen. Das ist auch bei der Betrachtung qualitativ schwächerer Scans nützlich.

 

 

Zusätzlich ist es möglich, die Invertierung des vollständigen Farbspektrums eines Digitalisats darzustellen, was insbesondere für die Lesbarkeit von Mikrofilmdigitalisaten entscheidend ist. Um beispielweise Randbemerkungen, quer gedruckte Tabellen oder Abbildungen richtig ausrichten zu können, können Sie das Digitalisat nun auch stufenlos drehen. Darüber hinaus wurde der Viewer in den letzten Monaten umfassend grafisch überarbeitet und für Mobilgeräte optimiert, wobei auf eine weitgehende Barrierearmut und international verständliche Symbolsprache geachtet wurde. Die beschriebenen Funktionen stehen auch für alle im DFG-Viewer betrachteten Digitalisate zur Verfügung.

 

Der Browser-Webdienst verfügt über eine OAI-PMH-Schnittstelle zum Austausch von Meta- und Strukturdaten im METS/MODS- und METS/TEI-Format. Mithilfe dieser Daten wird die Anzeige eines digitalen Mediums angereichert und dessen innere Struktur korrekt abgebildet. Die neue Version des DFG-Viewers wird nun bereits von mehreren Archiven und im Archivportal-D eingesetzt.

 

Mehr Informationen erhalten Sie unter DFG-Viewer oder Landesarchiv Baden-Württemberg. Beispiele sind hier abrufbar.

 

Nadine Seidu (M.A), Landesarchiv Baden-Württemberg

Ansichten: 125
0

SLUB-Schätze auf Reisen: Aufbruch ins romantische Universum

Am 5. September jährte sich der Geburtstag von August Wilhelm Schlegel (1767–1845) zum 250. Mal. Die SLUB hat besonderen Grund zum Gedenken an den namhaften romantischen Philologen, Literaturwissenschaftler, Kritiker und Übersetzer, besitzt sie doch seit 1873 den größten Teil seines umfangreichen schriftlichen Nachlasses, darunter rund 650 Briefe von und 3.100 Briefe an Schlegel sowie Manuskripte zu Gedichten, Übersetzungen, Vorlesungen, Kritiken und wissenschaftlichen Beiträgen.

 

19 Stücke sind seit 5. September und noch bis zum 12. November 2017 in der Sonderausstellung „Aufbruch ins romantische Universum – August Wilhelm Schlegel“ im Frankfurter Goethehaus des Freien Deutschen Hochstifts zu sehen. Beispielsweise einer der beiden Kartons, in denen 1925 auf Schloss Coppet am Genfer See, dem Wohnsitz der Madame de Staël, 585 Briefe aufgefunden worden sind, die 1998 mit Sondermitteln des Freistaates Sachsen für die SLUB ersteigert werden konnten. Auf die Reise nach Frankfurt haben sich zudem einige Briefe von und an Schlegel sowie die Manuskripte zur Übersetzung von Shakespeares „Romeo und Julia“ und zu Vorlesungen über das akademische Studium begeben.

 

Nicht nur die ausgestellten Briefe, sondern die gesamte überlieferte Korrespondenz Schlegels wird derzeit samt Transkription in einer digitalen Edition online zugänglich gemacht, die in einem mehrjährigen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt in Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg und dem Trier Center for Digital Humanities entsteht.

 

 

 

Kalliope-Verbund: Übersicht über den Nachlass und Ergänzung 1998

literaturkritik.de: Romantiker, Wissenschaftler, Europäer: August Wilhelm Schlegel zum 250. Geburtstag

Ausstellungskatalog: Aufbruch ins romantische Universum – August WilhelmSchlegel / hrg. von Claudia Bamberg und Cornelia Ilbrig. Göttinger Verlag der Kunst GmbH 2017.

Ansichten: 157
0

#slubnochbesser – Entwürfe für den Gruppenarbeitsraum 0.66. Bitte besichtigen!

Im Oktober 2016 entfernten wir die "klassische" Möblierung aus dem Gruppenraum 0.66. In den vergangenen Wochen fanden Sie dort zwei Liegestühle, einen Tisch, Holzstühle und nun eine Vielzahl neuer Skizzen und Entwürfe.

 

Im Rahmen unseres Neumöblierungskonzeptes #slubnochbesser boten wir einer Studiengruppe des Lehrstuhls für Raumgestaltung die Gelegenheit neue konzeptionelle und gestalterische Ideen für den Gruppenarbeitsraum zu entwickeln.

 

Unter der Anleitung von Prof. Dr. Ralf Weber und Thomas Kanthak loteten die Studentinnen und Studenten im Fach "Raum_Farbe_Licht" die Möglichkeiten für Gruppenarbeit auch in Kombination mit spielerischer Pausengestaltung in der Bibliothek aus und setzten diese Ideen in Entwürfen für den Raum 0.66 um. Heute ab 17 Uhr präsentieren die Studierenden ihre Arbeiten, die von Ihnen bis zum 7. Mai 2017 begutachtet werden können.

 

Wir sind gespannt auf Ihr Feedback zu diesen Entwürfen und freuen uns über Ihre Anregungen für die Neumöblierung dieses Gruppenarbeitsraumes. Eine erste Auswahl der Arbeiten haben wir bereits auf flickr veröffenticht und werden dieses Album auch noch ergänzen.

 

Übrigens, ab 10. Mai steht der Arbeitsraum wieder zur Verfügung. Dann jedoch noch nicht neu gestaltet. Dafür benötigen wir noch weitere Zeit.

 

 

Ansichten: 323
1

Archäologie im Makerspace: Wie Brunnen und Münzen mit 3D-Druck begreifbar werden

Bereits seit Mitte 2004 erfasst das Landesamt für Archäologie Sachsen die zur Grabungsdokumentation notwendigen Daten mit Hilfe eines Laserscanners. Bis heute sind ca. 14.000 Objekte mit großer wissenschaftlichen Aussagekraft und hohem ästhetischen Wert erfasst. Mittels 3D-Gipsdruck konnten nun mit den ForscherInnen ein historischer Brunnen und Münzen im Makerspace der SLUB nachgebildet werden.

 

Der Bandkeramische Brunnen von Altscherbitz zählt mit gut 7000 Jahren zu den ältesten erhaltenen Holzbauten. Die Archäologen bestimmten das Alter per Dendrochronologie. Dabei verglichen sie das Muster der Jahresringe des Holzes (Eiche) mit einer bekannten Kurve und konnten so jahrgenau bestimmen wann der Baum gefällt wurde. Das jüngste Stück Holz stammt von einem Baum, der zwischen Spätherbst 5099 und zeitigem Frühling 5098 (Holzwachstum hat noch nicht eingesetzt) geschlagen wurde. Das Exemplar aus Altscherbitz ist bei großangelegten Grabungen im Vorfeld der Erweiterung des Flughafens Leipzig/Halle gefunden worden. Weil eine angemessene Ausgrabung vor Ort nicht möglich war, ist der erhaltene untere Teil als riesiger Block geborgen und im Labor in Dresden freigelegt worden. Hierbei wurde erstmals eine komplette digitale 3D-Dokumentation erstellt.

 

Kommentare

Neue Veröffentlichung auf Quco...
21.09.2017 07:23
Genealogentag
20.09.2017 20:30
Zugang
20.09.2017 20:20
Genial!
20.09.2017 19:50
Vielen Dank
20.09.2017 11:00

Social Media

Youtube Flickr

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 2.0 Nachrichten