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Kategorie: Reformation

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Vorübergehende Schließung des Buchmuseums im Oktober

Wegen technischer Arbeiten und Ausstellungswechsels bleiben die Schatzkammer und der Bereich für Sonderausstellungen in der Zeit vom 1.-25. Oktober geschlossen.

 

Mit der Eröffnung der Ausstellung „Wie Luthers Worte fliegen lernten. Handschriften und Flugschriften der Reformation" am 26. Oktober 2017, 19.00 Uhr, ist das Buchmuseum wieder für Besucher täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Bitte beachten Sie, dass außer der Maya-Handschrift, dem Codex Dresdensis, alle Exponate der Dauerausstellung zugunsten der Sonderausstellung aus der Schatzkammer entfernt wurden.

 

Die Sonderausstellung ist bis zum 29.1.2018 zu sehen.

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95 Originalhandschriften der Reformation – Online-Ausstellung

Wie sah Luthers Handschrift aus? Was hat ihn und seine Weggefährten bewegt? Sind die 500 Jahre alten Dokumente noch verstehbar, sind sie überhaupt noch von Bedeutung?

Bis zum 500. Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 stellen wir jede Woche Reformationsquellen online jeweils eine Originalhandschrift aus unserem Fundus vor: reformation.slub-dresden.de.

Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther mit seinen 95 Thesen gegen den Ablasshandel protestiert und eine umfassende Reformation von Kirche und Staat ausgelöst. Wie kaum ein anderer hat der Mönch und Seelsorger, der Rebell und Reformer die Welt verändert. Theologie und Kirche, die deutsche Sprache, die Medien, die Musik, Bildung und Kultur, die politische Ordnung in Deutschland und Europa und sehr viel mehr hat Martin Luther grundlegend reformiert. Wie Kolumbus und Kopernikus zählt Martin Luther deshalb zu den Begründern unserer „Neuzeit“. 

Luther hatte mit dem sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen, einem leidenschaftlichen Reliquiensammler im Geiste der katholischen Kirche, einen frühen Beschützer und Förderer gefunden. Aber erst nach zwei Jahrzehnten harter Auseinandersetzungen konnte 1539 die Reformation in ganz Sachsen durchgesetzt werden. Die 1556 im Dresdner Schloss gegründete kurfürstliche Bibliothek sammelte seither in großem Umfang Zeugnisse des Reformators, darunter mehr als 2000 reformatorische Flugschriften. Luthers Handschrift seiner Vorlesungen über die Psalmen aus den Jahren 1513 bis 1516 wurde Ende 2015 als ein Schlüsseldokument der Reformation in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

Alle digitalisierten Dokumente werden zu einer digitalen Bibliothek der Reformation zusammengefügt. Im Oktober 2017, zum großen Jubiläum, werden die Originalhandschriften in der Schatzkammer der SLUB präsentiert werden.

 

Link zur Online-Ausstellung: reformation.slub-dresden.de

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Lutherhandschrift der SLUB zum Weltdokumentenerbe ernannt

Anfang Oktober hat die UNESCO eine in der SLUB aufbewahrte Handschrift Martin Luthers in das UNESCO-Dokumentenregister »Memory of the World« aufgenommen. Das Autograph der vorreformatorischen Psalmenvorlesungen von 1513-17 hatte das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte zusammen mit 13 weiteren herausragenden Luther-Dokumenten aus Berlin, Dessau,  Gotha, Heidelberg, Jena, Weimar, Wittenberg, Wolfenbüttel und Worms zur Aufnahme in das Weltdokumentenerbe vorgeschlagen.

 

„Die SLUB verfügt über einen hervorragenden und großen Bestand an Manuskripten und Briefen Martin Luthers. Wir bewahren diesen Schatz der Reformationszeit mit Dankbarkeit und Stolz. Dabei sind wir uns der großen Verantwortung für den Originalerhalt der kulturellen Überlieferung bewusst und sorgen deshalb dafür, diese Zeitzeugen  sowohl zu schützen als auch gleichzeitig digital zugänglich zu machen“, so Prof. Dr. Thomas Bürger,  Generaldirektor der SLUB, heute bei einer Pressekonferenz mit Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatministerin für Wissenschaft und Kunst, im Vortragssaal der SLUB.

 

Das zum Weltdokumentenerbe ernannte Autograph gehört zu den kostbarsten Handschriften der Bibliothek und ist ein eigenhändiges Manuskript Martin Luthers, das er als frisch promovierter Theologieprofessor für seine erste Vorlesung über die Psalmen in den Jahren 1513-1515 an der Universität Wittenberg verwendete. Luther kommentierte einzelne Verse in Auseinandersetzung mit antiken, kirchenväterlichen und mittelalterlichen Autoritäten sowie gängigen Bibelglossen. Die 1516 ausgearbeitete ausführliche Kommentierung des ersten und vierten Psalms lässt darauf schließen, dass Luther eine Veröffentlichung seines Kommentars beabsichtigte. Ein Druck kam zu seinen Lebzeiten jedoch nicht zustande.

 

Die Handschrift gelangte Ende des 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts durch den Zeitzer Kanoniker Johann Ernst Luther (1560-1637), Martin Luthers Enkel, in die Kurfürstliche Bibliothek zu Dresden.

 

Das Digitalisat des Autographs befindet sich in unseren digitalen Sammlungen.

 

Bildnachweis: SLUB/Henrik Ahlers

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Luthers Lieder - Eine Einladung

Ausstellungseröffnung am 22.09.2012, 19 Uhr

 

Mit Martin Luther begann die Neuzeit in Europa. Es ist unglaublich, wie viele Spuren dieser Mönch aus Mitteldeutschland hinterlassen hat. Die SLUB besitzt einen großen Schatz an Handschriften und Drucken von seiner Hand. Als Beitrag zur Lutherdekade, die 2017 in das große Reformationsjubiläum mündet, ist das Jahr 2012 der Musik und besonders Luthers Liedern gewidmet.

 

Mehr als 30 Lieder hat er geschaffen, "Vom Himmel hoch, da komm ich her" oder "Eine feste Burg ist unser Gott" sind Klassiker bis heute. Mit dem Dresdner Bachchor wird die Ausstellung der SLUB am Samstag, dem 22. September, 19 Uhr im Vortragssaal eröffnet. Herzlich Willkommen!

 

Die Illustration für unser Ausstellungplakat stammt von Egbert Herfurth aus dem Buch: Eine feste Burg: Luthers Lieder. - Leipzig; Faber & Faber, 2008.

 

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Kirchentag! Beitrag der SLUB zum Kulturprogramm

Von morgen bis Sonntag werden in Dresden über 100.000 Gäste zum  Evangelischen Kirchentag erwartet. Am Kulturprogramm dieser Mammutveranstaltung beteiligt sich auch unser Buchmuseum. In der Schatzkammer werden Martin Luthers eigenhändiger Psalmenkommentar zu seiner ersten Vorlesung als Wittenberger Professor und weitere bedeutende Handschriften und Drucke des deutschen Protestantismus gezeigt (Melanchthon, Bugenhagen, Spener u.a.). Sehenswert sind auch die laufende Sonderausstellung "Gunter Böhmer illustriert Weltliteratur" sowie die Dauerprominenz in der Schatzkammer (Maya-Handschrift, Bachs h-Moll-Messe, Dürers Skizzenbuch u.a.). Wir wünschen allen Gästen angenehme und eindrucksvolle Tage.

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