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Kategorie: Restaurierung

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Zum 500. Reformationsjubiläum: Luther digital+

Vom Bibliothekstresor ins Netz: Unser neuer Film zeigt, wie Originalhandschriften der Protagonisten der Reformation von der SLUB restauriert, digitalisiert und verfügbar gemacht werden.

 

In der Online-Ausstellung "95 Autographe der Reformationszeit" präsentieren wir seit Januar 2016 jede Woche ein neues Dokument. Die Digitalisate werden zu einer Bibliothek der Reformation zusammengefügt, und im Oktober 2017 – zum 500. Jubiläum der Reformation – werden sämtliche Originale in der Schatzkammer der Öffentlichkeit präsentiert.

 

 

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Denkmalschutz im Dresdner Rathaus: mit dem Wissen aus der Deutschen Fotothek

Die Installation der rekonstruierten Leuchten in der Kuppelhalle des Dresdner Rathauses erfolgte auch auf der Grundlage von Fotografien aus der Deutschen Fotothek.

 

Neues Rathaus. Foto: Walter Möbius. SLUB/ Deutsche Fotothek

 

Aufnahmen von Walter Möbius, dem Fotografen der damaligen Landesbildstelle Sachsen, aus dem Jahr 1935 halfen den beauftragten Historiker-, Techniker- und HandwerkerInnen die Rekonstruktion möglichst originalgetreu auszuführen. So berichtet die Sächsische Zeitung von dem aufwändigen Projekt: 

 

Die Spezialanfertigungen der Lampen war eine Herausforderung. Die Leipziger Kunsthistorikerin Silke Rohmer zeichnete sie zunächst und schuf ein 1:1-Modell aus Holz und Pergamentpapier. Als Vorbild verwendete sie alte Fotos. Die Firma Dotzauer aus Österreich erhielt schließlich den Auftrag. Die Mitarbeiter mussten Konstruktionszeichnungen anfertigen, eine Technologie entwickeln und eine Musterleuchte bauen. Diese wurde im Kuppelsaal montiert und mit den Aufnahmen der Fotothek Dresden verglichen. Wieder gab es Änderungen und Anpassungen.

 

Leuchten der Kuppelhalle des Dresdner Rathauses – Bildausschnitt

 

 

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SLUB Gastgeberin des Sächsischen Werkstatttages für Bestandserhaltung

Am 21. September 2016 fand der diesjährige Sächsische Werkstatttag für Bestandserhaltung in der SLUB statt. Ein breites Fachpublikum aus Archiven, Bibliotheken und Museen Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens, Berlins und Brandenburgs war angereist. Etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten Vorträge aus der Bestandserhaltungspraxis und zu Ergebnissen sächsischer Modellprojekte, die in den letzten beiden Jahren von der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) gefördert worden sind.

 

Foto: Elisabeth Schubert

 

Beiträge zur praxisnahen Aufbewahrung von Schriftgut, zur Modellprojektförderung durch die KEK oder aktuelle naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse zur möglichen Lichtschädigung von Farbpigmenten der Buchmalerei sind Beispiele des facettenreichen Programms, das auch noch in den Pausen viel Anschauungs- und Gesprächsstoff bot. Auch die Frage “Ist Bestandserhaltung ‚old fashioned‘?“ wurde aufgegriffen und mit scharfsinnigen Analysen und anspornenden Schlussfolgerungen untersetzt.

 

Die positive Resonanz auf die Veranstaltung zeigt, dass der Werkstatttag ein gelungener Tag des Wissenstransfers mit ausreichend Raum für interessante Fachdiskussionen war. Sicher werden viele Anregungen des Vortragsprogramms ihren Weg in die Bestandserhaltungspraxis finden.

 

Die Planungen für den Werkstatttag im nächsten Jahr können nun beginnen.

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Kulturgut verpflichtet - SLUB nimmt Pergamentrestaurierungskammer in Betrieb

Die SLUB bewahrt zahlreiche Handschriften aus der Zeit des Mittelalters, der Renaissance und der Reformation, des 8. bis 16. Jahrhunderts. Ein Teil, etwa 150, der auf Pergament geschriebenen, zum Teil kostbar illustrierten Handschriften sind im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt worden. Sie waren in den Tiefkeller des Japanischen Palais umgelagert worden, der als bombensicher galt, jedoch nicht ausreichend gegen Grund- und Löschwasser gesichert war.

 

Viele der 150 damals vollständig durchnässten Pergamenthandschriften weisen so komplexe Schadensbilder auf, dass sie bis heute nicht restauriert werden konnten. Deshalb waren sie bislang weder benutzbar noch digitalisierbar. In den letzten Jahrzehnten hat die Restaurierungswerkstatt der SLUB schrittweise spezielle Restaurierungsverfahren für solche wassergeschädigten Pergamenthandschriften entwickelt,  die es ermöglichen, nun auch die am schwersten geschädigten Handschriften zu bearbeiten.

 

Dazu wurde in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Immobilien- und Baumanagement eine begehbare Klimakammer zur Pergamentrestaurierung konzipiert und für rund eine halbe Mio. EUR gebaut. Die fertige Kammer erlaubt es, bei einer relativen Luftfeuchte von bis zu 95 % und einer konstanten Lufttemperatur von 20 Grad Pergamentblätter konservatorisch zu behandeln  und im sogenannten Angussverfahren Fehlstellen in den Handschriftenseiten zu schließen. Diese Pergamentkammer wurde heute nun durch die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Dr. Eva Maria Stange, für den Regelbetrieb übergeben.

 

Es ist geplant, schrittweise die Schäden an den Handschriften so weit zu beheben, dass diese digitalisiert und für die Forschung wieder zugänglich gemacht werden können. Unter diesen Handschriften befinden sich viele wertvolle Manuskripte aus mehreren europäischen Ländern, Zeugnisse für die kulturelle und wissenschaftliche Bildung Europas, die in Sachsen systematisch gesammelt wurden und zu unserem Kulturellen Erbe gehören.

 

Bildnachweis

Bild oben: Kai Burges

Bild unten: SLUB/Henrik Ahlers

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Wassergeschädigte Handschriften wieder lesbar

Infolge der Zerstörung des Japanischen Palais im Februar und März 1945 wurden zahlreiche besonders wertvolle Handschriften durch Wasser und nachfolgenden Schimmelbefall schwer geschädigt. Ausgelaufene Farben, ausgewaschene Tinten und Abklatsch benachbarter Seiten machten Vieles unlesbar.

 

Mit Hilfe hochauflösender Multispektralfotografie ist es Dr. Gregory Heyworth, Direktor des Lazarus Project an der University of Mississippi, und seinen Mitarbeitern beim Aufenthalt vom 29.06. bis zum 10.07.2015 in der SLUB gelungen, verblasste Partien ausgewählter Handschriften wieder lesbar zu machen. Damit wurden entscheidende Grundlagen für die Neuedition seltener Texte gelegt, wie etwa der nur in zwei Handschriften überlieferten mittelalterlichen französischen Dichtung „Les Eschéz d’Amours“ oder eines im 9. Jahrhundert geschriebenen Kommentars zum Matthäus-Evangelium im Codex Boernerianus.

 

Solche Erfolge auch bei Musikhandschriften von Dittersdorf und Heinichen geben Anlass zur Hoffnung, dass sich von Handschriften, die mit den Methoden der Restaurierung physisch nicht wieder herstellbar sind, mit Hilfe digitaler Verfahren wenigstens die Text- und Bildinformationen möglichst vollständig zurückgewinnen lassen.  

Kommentare

Neue Veröffentlichung auf Quco...
21.09.2017 07:23
Genealogentag
20.09.2017 20:30
Zugang
20.09.2017 20:20
Genial!
20.09.2017 19:50
Vielen Dank
20.09.2017 11:00

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