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SLUBlog

Kategorie: Saxonica

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Daten lokal verknüpfen: Regiowikis wachsen mit digitalisierten historischen Adressen

Die Stärke von Stadt- und Regiowikis ist die lokale Verankerung der darin gesammelten Informationen, die Ortskenntnis, die Autorinnen und Autoren besitzen, teilen und verknüpfen sowie die große lokale Relevanz von Spezialwissen, das in Wikipedia für das überregionale Publikum womöglich viel geringer wäre. Das Motto "Wir kennen Görlitz!" bringt dies für das Stadtwiki Görlitz gut auf den "Punkt".

 

Auch in Dresden gibt es ein Stadtwiki. Wie die "heutigen" und alten Adressen mit den Daten aus historischen Adressbüchern und anderen Quellen verknüpft werden können, lässt sich dort gut beobachten. Wer will, kann dabei helfen. Stadtwiki Dresden bietet eine Übersicht alter Adressbücher, in der die historischen Adressbücher der SLUB enthalten sind. Relevant für thematische Recherchen ist aber auch ein weiterer Zugang zu dem alten Wissen:

 

Aus einem Digitalisat der SLUB wurden kürzlich die historischen Radfahrer-Vereine Dresdens in einem neuen Stadtwiki-Artikel zusammengefasst. Ergänzt wurden sodann Links zu bereits bestehenden Stadtwikiartikeln der verschiedenen Straßen und Stadtteile sowie Direktlinks auf digitalisierte Adressbuchseiten, die die Anschriften, Vorstandsmitglieder, Orte und Termine der Clubabende der damaligen Radfahrervereine dokumentieren. Auf diese Weise werden lokal neue - bzw. alte - Zusammenhänge sichtbar – nicht nur in Dresden, überregional zum Beispiel auch in München, Karlsruhe und in Görlitz.

 

Diese Verbindungen helfen bspw. bei Recherchen zur Familiengeschichte, zur Geschichte eines Stadtteils und von Bauwerken in historischen Quellen Informationen neu zu entdecken: War Urgroßvater im Vorstand eines Radfahrerclubs? Wann und wo begannen Frauen Fahrrad zu fahren? Wo gab es 1897 eine Rennbahn und Radrennen? ... Adressen mit Geschichten und andere Fragen gibt es viele. Welche Antworten suchen Sie?

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Ein Grund zu feiern: 750 Jahre Mohorn

Mohorn.

 

Kirchdorf,  9,2 km westlich von Tharandt.

 

Die Festwoche "750 Jahre Mohorn" in Mohorn-Grund beginnt heute mit Frühstück, Gottesdienst, Frühschoppen und mit dem "Versenken der Zeitkapsel am Lokschuppen". Mohorn wurde laut der Webseite der Ortes 1267 erstmals urkundlich erwähnt und ist heute ein Ortsteil von Wilsdruff.

 

Meßtischblatt 4946 : Mohorn, 1943. SLUB/ Deutsche Fotothek. Dieses Messtischblatt ist auch Bestandteil unseres Virtuellen Kartenforums.

 

Die Chronik Mohorns finden Sie auch kompakt im Wikipedia-Artikel des Ortes. Zusätzliche Literatur und Quellen, die digital in der SLUB vorliegen, haben wir dort ergänzt – zum Beispiel Clemens Adam Jägers digitalisierte "Chronik von Mohorn mit Grund" von 1889 und der Aufsatz von Prof. Siegfried Niese "Der Porphyrfächer in Mohorn-Grund – ein sehenswertes Naturdenkmal in der Umgebung interessanter erdgeschichtlicher Zeugnisse" aus den Heimatheften Mohorn/Grund, der 2015 elektronisch auf Qucosa veröffentlicht wurde. Die Detailsuche in den Metadaten und Volltexten der Digitalen Kollektionen der SLUB ergibt für "Mohorn" 129 Treffer in 31 Dokumenten. Darin finden Sie jede Menge Wissen, das an anderer Stelle verknüpft werden kann. Wissen Sie noch mehr?

 

Mohorn selbst ist als Ortsteil von Wilsdruff in der Wikipedia-Liste der Städte und Gemeinden in Sachsen, die wir derzeit helfen mit Ersterwähnungs- und Gründungsjahren anzureichern, nicht enthalten.

 

Bitte ergänzen Sie – und feiern Sie bei Gelegenheit mit Mohorn "750 Jahre" Ersterwähnung.

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"Wie der Hirsch schreyet nach frischem Wasser" – Musik aus der Fürstenschule Grimma bei den Tagen mitteldeutscher Barockmusik und in den digitalen Sammlungen

Die Vielfalt des mitteldeutschen Musiklebens spiegelt sich besonders anschaulich in den Musikaliensammlungen von Schul- und Kirchenbibliotheken: Für den schulischen und gottesdienstlichen Gebrauch wurden jahrhundertelang Noten angeschafft oder kopiert, oft besonders das gerade beliebte und moderne Repertoire benachbarter Residenzen oder größerer Städte wie Dresden, Leipzig, Halle oder Weimar. Auf diese Art und Weise sind viele Werke, die an strategisch wichtigeren Orten beispielsweise der Zerstörung durch Kriege ausgesetzt waren, in kleineren Bibliotheken außerhalb der Zentren erhalten geblieben. Immer wieder entdecken ausübende Musiker in ihnen Kleinode, die unser Klangwissen zu vergangenen Jahrhunderten bereichern. Was in den Kirchgemeinden mitunter nur schwer zugänglich ist, ist durch die Digitalisierung leicht erreichbar. Orts- und zeitunabhängig kann jeder Interessierte die wertvollen, zum Teil unikalen, Musikalien einsehen, studieren und für Aufführungen nutzen.

 

Eine der bedeutendsten Musiksammlungen dieser Art, stammt aus der Grimmaer Fürsten- und Landesschule.  Die seit einigen Jahrzehnten in der Musikabteilung der SLUB Dresden aufbewahrten Materialien – immerhin 1.500 Handschriften und Drucke, darunter weit über 100 Telemann-Kantaten – wurden in den letzten Monaten im Rahmen des vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst geförderten Landesdigitalisierungsprogramms (LDP) gescannt. Sie sind inzwischen fast vollständig in den digitalen Kollektionen der SLUB einsehbar, wo sie zu neuen Entdeckungen einladen.

 

Nun stellen die Tage mitteldeutscher Barockmusik die Grimmaer Sammlung in das Zentrum ihres Programms und bieten Gelegenheit, Musik aus dem Repertoire hörend zu erleben. Flankiert werden die Konzerte durch eine Ausstellung im Kreismuseum Grimma mit einigen ausgewählten Originalen und Kontextinformationen zur Notenbibliothek der Schule: Vernissage, Freitag, den 19. Mai 2017, 19.30 Uhr, weitere Führungen am 20. und 24. Mai.

 

Neben Musikalien werden mit dem Landesdigitalisierungsprogramm vielfältige andere Quellen der kulturellen und wissenschaftlichen Überlieferung aus sächsischen Bibliotheken und weiteren Gedächtnisinstitutionen des Landes online zur Verfügung gestellt. Die verschiedenen Kollektionen bilden so ein stetig wachsendes Puzzle zur sächsischen Kulturgeschichte.

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22. Sächsischer Archivtag – mit #SAT17 auf Twitter und mit einem Tagungsblog

Unter der Überschrift "Archive im Umbruch" findet heute und morgen der 22. Sächsische Archivtag in Dresden statt. Verfolgen können Sie die Themen der Kolleginnen und Kollegen im Tagungsblog des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. und auf Twitter mit dem Hashtag #SAT17.

 

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Neu erschienen: BIS // das Magazin der Bibliotheken in Sachsen

Die aktuelle Ausgabe von BIS berichtet berichtet über Ehrenämter in Bibliotheken, das WikiLibrary BarCamp in der SLUB, das Landesdigitalisierungsprogramm und sächsische Wirtschaftsgeschichte.

 

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