Täglich mehr elektronische Bestandsnachweise. Zwischenstand der Altbestandskatalogisierung
Im August 2009 hatten wir Sie hier darüber informiert, dass wir aus EU-Fördermitteln und mit Unterstützung eines Dienstleisters ältere Bestandsnachweise in den elektronischen SLUB-Katalog nachtragen werden. Bis 2013 soll es kein Buch der SLUB mehr geben, das nicht im SLUB-Katalog verzeichnet ist. Zettelkataloge, digitalisierte Zettelkataloge (Imagekataloge) und andere Suchhilfsmittel werden damit endgültig überflüssig.
Nach einem Jahr liegen respektable Zwischenergebnisse vor, von denen die regelmäßigen BenutzerInnen unseres Altbestands gewiss schon profitiert haben: Bei den älteren Hauptkatalogen wurde letzte Woche die Marke von 100.000 nachgewiesenen Exemplaren überschritten, im Altbestand der Musikabteilung sind rund 11.000 Exemplare elektronisch erfasst. Hinzu kommen über 200.000 neue Zeitschriftenbandsätze, die die elektronische Bestellung einzelner Zeitschriftenbände ermöglichen. Da die Erfassungsgesschwindigkeit der BearbeiterInnen mit zunehmender Projektdauer und -erfahrung noch wächst, sind wir zuversichtlich, 2013 tatsächlich den vollständigen Abschluss feiern zu können.
Quasi parallel zur zunehmenden Titelzahl wachsen unsere und Ihre Wünsche an den SLUB-Katalog. Dass wir an der Aufgabe ebenfalls arbeiten, hatten wir Ende März berichtet (Leichter suchen und finden). Hinweise zum Thema Katalogrunderneuerung sind weiterhin willkommen. Sowie das sinnvoll ist, wollen wir Sie auch in die Tests der neuen Suchoberfläche einbeziehen. Dazu bald mehr hier im SLUB-Blog.
Bibliographie Bildende Kunst in der DDR neu in den Digitalen Sammlungen
In unseren Digitalen Sammlungen finden Sie seit kurzem auch die früher von der Sächsischen Landesbibliothek herausgegebene "Bibliographie Bildende Kunst". Mit Berichtszeitraum 1973 - 1990 werden in der Deutschen Demokratischen Republik erschienene Veröffentlichungen zur Bildenden Kunst verzeichnet, außerdem im Ausland erschienene Veröffentlichungen zur DDR-Kunst. Etwa 80% der verzeichneten Publikationen befinden sich im Bestand der SLUB, womit wir wahrscheinlich die weltweit am besten sortierte Bibliothek zum Thema "Kunst in der DDR" sind. Wenn in einem angesehenen Rezensionsorgan zudem "die von den bibliographischen Unternehmungen der Dresdner Bibliothek gewohnte Präzision" gelobt wird, freut uns das zusätzlich.
Die jetzt verfügbare Form kann allerdings nicht das Ende des Projekts bedeuten. So müssen wir zum Beispiel mit einer Volltexterkennung das Werk besser durchsuchbar machen. Außerdem wäre es sinnvoll, die in der Bibliographie verzeichneten Metadaten zu bestimmten Schriftengruppen oder Themenbereichen direkt mit den entsprechenden Volltexten zu verknüpfen. Mit der Imagedigitalisierung ist aber immerhin ein Anfang gemacht, um unseren Profilschwerpunkt "Gegenwartskunst" weiter zu qualifizieren.
Das Thema "Kunst in der DDR" wollen wir insgesamt weiter ausbauen und dabei mit dem ebenfalls in Dresden angesiedelten "Bildatlas: Kunst in der DDR" und anderen Projekten zusammenarbeiten. Interessierte Einrichtungen und Personen sind stets willkommen.
Sodom und Gomorrha in der SLUB. So sieht's bei uns aus
Wer in den letzten Tagen einige SLUB-Kommentare gelesen hat und länger schon nicht mehr bei uns war, könnte annehmen, in der SLUB sei die Anarchie ausgebrochen: "Fressorgien", "Lautes von sich geben von Worthülsen" und ähnliche Exzesse scheinen demnach die Regel zu sein. Jenseits jeder "Sozialromantik" wollen wir mit Ihrer Hilfe dagegen weiter den Kulturkampf um die Bibliotheksaufgaben meistern und verschiedenen Interessen dienen. Dass wir in unseren Räumen auch klassischen BibliotheksbenutzerInnen die nötige Ruhe und eine attraktive Heimat bieten, mögen Ihnen die beiden aktuellen Aufnahmen von heute zeigen. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Selbstverständlich werden wir uns unverändert dafür einsetzen, dass Benutzungs- und Hausordnung gültig sowie Konzentration und Kontemplation in der SLUB möglich bleiben.
Wie schon erwähnt, ist der gegenwärtige Culture Clash kein spezifisches SLUB-Problem. S. z.B. die Diskussion Anfang des Jahres in der SUB Hamburg: "Die Stabi zwischen allen Stühlen". Die Überschrift könnte glatt von uns sein. ;)
Zentraler Lesesaal, 4.8.2010

Ebene -1, 4.8.2010
1.105.206. Die SLUB in der Europeana
In der aktuellen Version der Europäischen Digitalen Bibliothek, der Europeana, ist die SLUB inzwischen mit über 1.000 Texten und über 1,1 Millionen grafischen Medien (Fotos, Karten, Zeichnungen u.a.) prominent vertreten. Jedes siebte gezeigte grafische Medium stammt gegenwärtig aus unserem Haus. Weitere Werke, v.a. Drucke, aus unseren Digitalen Sammlungen werden wir sukzessive in die Europeana einbringen.
Die Europeana befindet sich weiterhin im Aufbau. Insgesamt bietet sie derzeit 10,8 Millionen digitale Objekte, darunter 7,2 Mio. grafische Medien und 3,4 Mio. Texte. Deutschland, Großbritannien und Norwegen liegen mit jeweils gleichen Anteilen an der Gesamtmenge hinter Spanien, Schweden und Frankreich. Für die deutschen Archive, Bibliotheken und Museen bleibt somit noch einiges zu tun. Der Anspruch der Europeana, eine "Hauptreferenz für Bildung und Forschung" zu werden, ist mit den neuen zusätzlichen Inhalten gleichwohl wieder ein wenig besser verwirklicht. Schauen Sie mal rein.
The next generation. Testen Sie unsere neuen PC-Arbeitsplätze!
Über die Notwendigkeit, unsere elektronischen Arbeitsplätze nachzurüsten, hatten wir hier im Blog schon diskutiert. Nun wollen wir die neuen und neu konfigurierten Geräte einem Open beta (d.h. einem öffentlichen BenutzerInnentest) aussetzen. Ab sofort finden Sie an jedem Standort der SLUB mindestens einen Testarbeitsplatz, der mit neuen Funktionen ausgestattet ist.
Was bieten die neuen PC?
- Als Browser die aktuelle Firefox-Version 3.6
- Freien Zugang zu allen SLUB-Informationen: Eine Authentifizierung mit Benutzernummer und Kennwort wird erst verlangt, wenn Sie die SLUB-Seiten verlassen
- Gleichzeitiges Arbeiten mit mehreren Fenstern
- Aktive Copy & Paste-Funktion
- Einfaches Drucken und Speichern über die Browserfunktion "Datei – Drucken": Es wird eine PDF-Datei im Verzeichnis Ablage-Downloads angelegt. Diese Datei können Sie über die Webseite von Acribit Druck (Lesezeichenleiste des Browsers) ausdrucken
- Einen Anschluss für Ihren USB-Stick an der Tastatur
- Einfaches Neustarten des PC
- Automatisches Entfernen persönlicher Daten: Nach 10 Minuten Inaktivität wird nach entsprechender Vorwarnung der aktuelle Benutzer abgemeldet, alle bei der Session hinterlassenen Daten (Passwörter, Formulardaten, History) werden gelöscht.
In der Zentralbibliothek sowie in den Zweigbibliotheken Rechts- und Erziehungswissenschaften, Forstwesen und Medizin finden Sie unsere Test-PC jeweils in der Nähe der Info-Punkte, in der Bereichsbibliothek DrePunct steht das Gerät neben dem Bookeye-Scanner.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich möglichst zahlreich am Test beteiligen. Für Ihre Hinweise ist jeweils ein Link zu unserer Virtuellen Auskunft in der oberen Task-Leiste des Browsers hinterlegt.

