1. SLUB Dresden
  2. SLUBlog

SLUBlog

Ansichten: 224
0

documenta 14 mit spektakulärer Buch-Installation und SLUB-Exponat

„Von Athen lernen“ – unter diesem Motto öffnete am 10. Juni 2017 die documenta 14 in Kassel ihre Türen. Erstmals in ihrer über 60-jährigen Geschichte findet die wichtigste Schau zeitgenössischer Kunst nicht nur in Kassel, sondern zugleich auch an einem zweiten Ort statt: In Athen läuft die Ausstellung bereits seit dem 8. April 2017.

 

Mittelpunkt der documenta in Kassel ist „The Parthenon of Books“ der argentinischen Künstlerin Marta Minujín. Die aus Stahl, Kunststofffolie und mehr als 100.000 einst und heute verbotenen Büchern bestehende Installation auf dem Kasseler Friedrichsplatz bildet den Athena-Tempel auf der Athener Akropolis als Symbol für Demokratie nach. Sie setzt damit ein Zeichen gegen das Verbot von Texten und die Verfolgung der Autoren in der Vergangenheit und Gegenwart.

 

Eine andere bücherbezogene documenta-Installation in Form eines raumhohen Regals mit dem Titel „Unrechtmäßig aus jüdischem Eigentum erworbene Bücher" von Maria Eichhorn greift eine Problematik auf, der sich auch die SLUB stellt. In Kürze wird hier ein zweites Projekt zur Provenienzforschung starten, das auf die Identifizierung und Restitution von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut zielt.

 

Auch ein Exponat aus der SLUB (als Reproduktion) ist auf der documenta 14 vertreten: Der Dresdner Künstler Olaf Holzapfel, der sich in seinem Schaffen mit dem Thema Grenze auseinandersetzt, bezog in sein Projekt „Zaun“ einen 1560 entstandenen Waldriss (Vermessungszeichnung eines Waldes) aus dem Bestand der Handschriftensammlung ein.    

 

Publikationen zur aktuellen und den vorangehenden documenta-Ausstellungen finden Sie im SLUB-Katalog.

 

documenta 14:
Athen – 8. April bis 16. Juli 2017
Kassel – 10. Juni bis 17. September 2017
www.documenta14.de

Ansichten: 194
1

Iranische Poesie in Deutschland. Zweisprachige Lesung und Workshop am 21.6., 18.00 Uhr, SLUB

Was jeweils als Tabu und Grenzüberschreitung gilt, kann in verschiedenen Kulturen ganz unterschiedlich definiert werden. Wenn Menschen fremder Kulturen zusammenkommen, gerät die Unkenntnis über die Tabus der Anderen leicht zum Stolperstein in der Kommunikation.

 

Als Rahmenprogramm zur wissenschaftlichen Tagung Taboo and Transgression  veranstaltet die SLUB eine öffentliche Autorenlesung samt Workshop zur zeitgenössischen persischen Literatur.  Zu Gast sind die in Deutschland lebende iranische Autorin Massumeh Ziai sowie der Übersetzer und ehrenamtliche Mitarbeiter der SLUB Lotfali Semino. Sie stellen iranische Kurzprosa und Lyrik vor, darunter auch die Romane Tarlan und Kellervogel der jüngst mit dem Liberaturpreis 2017 ausgezeichneten Autorin Fariba Vafi,  und erläutern im Publikumsgespräch den interkulturellen Kontext.

 

Der Workshop greift die Themenstellung der Tagung auf und befragt Autoren und Übersetzer nach Tabu und Grenzüberschreitung in den jeweiligen Literaturen sowie nach der Herausforderung, wie das Nichtsagbare zu übertragen sei. Das Brechen von Tabus kann auch eine spezifische Komik in der Literatur erzeugen, so dass der Abend nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam wird.

 

Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18, Vortragssaal der Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18

Ansichten: 196
0

Youtube-Star Firas Alshater: Ich komm auf Dresden zu. Autorenlesung am 22.6., 20.00 Uhr, SLUB

Seine süßen Zukar-Stückchen wie Was ist deutsche Leitkultur? oder Wer sind diese Deutschen erlangten Clickraten von über 2,5 Millionen. Firas Alshater ist ein Youtube-Star im Genre der Comedy. Der 26-jährige Schauspieler und Filmemacher regt künstlerisch den interkulturellen Dialog an und führt uns mit entwaffnender Heiterkeit deutsche Stereotype vor Augen.
Vor drei Jahren kam er selbst aus Syrien nach Berlin und erzählt nun in seiner Autobiografie Ich komm auf Deutschland zu von ganz persönlichen Momenten des Ankommens. Auf seiner Deutschland-Tournee ist er zu Gast in der SLUB und liest im Rahmen der vom ZfI ausgerichteten wissenschaftlichen Tagung Taboo and Transgression aus seinem Buch. Das lokale und internationale Publikum ist eingeladen, die Herausforderungen und Potenziale des Multikulti-Miteinanders zu diskutieren - und gemeinsam herzhaft darüber zu lachen.

 

Ansichten: 144
0

Prämierung für ein weiteres SLUB-Projekt

Das Team der SLUB hat wieder Grund zum Feiern: Neben der Auszeichnung des Makerspace als „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2017“ wurde ein Kooperationsprojekt mit der TU Dresden mit dem 3. Preis im Best-Practice-Wettbewerb „Evaluation und Assessment bei der Vermittlung von Informationskompetenz“ ausgezeichnet.

 

Eine Fachjury aus Vertretern des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv), des Vereins Deutscher Bibliothekare (VDB), der Kommission Informationskompetenz, der Hochschulrektorenkonferenz und der Hochschullehrenden prämierte die Kooperation mit dem Thema „Informationskompetenz gemeinsam fördern und evaluieren“. Bewertungskriterien waren hierbei insbesondere die Innovationskraft und der Vorbildcharakter der eingereichten Konzepte sowie ihre Umsetzung und Nutzung in der Praxis.

 

Die Projektverantwortlichen Daniela Dobeleit (SLUB/rechts im Bild) und Dr. Sabine Al-Diban (TU Dresden, Fakultät Erziehungswissenschaften, Professur Schulpädagogik: Schulforschung) stellten ihre konkrete Idee der „Info-Scouts: Kooperation von Universität, Bibliotheken und Schulen“ auf dem 106. Bibliothekartag in Frankfurt am Main in Form eines Posters und einer Präsentation vor. Das Projekt soll die Rahmenbedingungen schaffen, um gemeinsam bis 2019 begünstigende Faktoren für die Entwicklung von Informationskompetenz herauszuarbeiten. Dabei ermöglicht es über regelmäßige Rundtischgespräche einen intensiven Austausch für alle Akteure und nutzt Lehramtsstudierende als Multiplikatoren („Info-Scouts“).

 

Hintergrund des Wettbewerbs: Wissenschaftsrat und Hochschulrektorenkonferenz fordern die Bibliotheken auf, verstärkt mit anderen Einrichtungen zusammenzuarbeiten und neue Infrastrukturen zur Förderung von Informationskompetenz aufzubauen. Best-Practice-Beispiele sollen bekannt gemacht werden und zum Erfahrungsaustausch und zur Nachahmung anregen.

 

Herzlichen Glückwunsch an alle beteiligten Kolleginnen und Kollegen!

Ansichten: 98
0

Ist das Kunst – oder kann das weg? Vortrag zur Rolle des Buches für die tschechische Avantgarde

Das Buch als höchstes Produkt der Kultur: Nach Ansicht des tschechischen Kunsttheoretikers und Publizisten Karel Teige verkörpert das Buch die ideale Synthese einzelner Kunstformen. Insbesondere die tschechische Zwischenkriegsavantgarde – in Form der Künstlergruppe Devětsil in den 20er Jahren und mit der Prager Surrealistengruppe in den 30er Jahren – fand diverse neue Zugänge zu einer künstlerischen Ausgestaltung und ästhetischen Wahrnehmung von Büchern. Experimente mit Bildgedichten, surrealistische Collagen, Fotomontagen und Artifizialismus galten als Hoffnung für ein poetisches Aufblühen der gelangweilten, tschechischen bildenden Kunst.

 

Am Abend des 14. Juni widmet sich Lenka Bydžovská der spannenden Frage „Gebrauchsgegenstand oder Kunstobjekt? Das Buch in Händen der tschechischen Avantgarde“. Im Mittelpunkt ihres Vortrags stehen die konkreten Auffassungen markanter Persönlichkeiten zum Buchschaffen – seien es nun Karel Teige oder Otakar Mrkvička, Toyen, Josef Šíma oder Jindřich Štyrský. Lenka Bydžovská forscht an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften zur Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts.

 

Die Ausstellung „Tschechische Avantgardebuchkunst. Die Sammlung Vloemans.“ ist bis 31. August 2017 täglich von 10 bis 18 Uhr im Buchmuseum der SLUB zu sehen. Der Eintritt ist frei. Anfang 2016 erwarb die SLUB die Sammlung Vloemans von dem gleichnamigen, international renommierten holländischen Antiquar und Sammler. Seine weltweit geschätzte Kollektion umfasst über 400 Bücher und Periodika aus der Zeit von 1918 bis 1938, darunter viele Widmungs- und Vorzugsausgaben in bestem Erhaltungszustand. Diese werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit tschechischen Partnern und mit der Förderung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

 

„Das Buch in Händen der tschechischen Avantgarde: Gebrauchsgegenstand oder Kunstobjekt?“ - Vortrag von Lenka Bydžovská
14. Juni 2017, 19:00 Uhr, im Vortragssaal der SLUB
Eintritt frei

Kommentare

Danke!
27.06.2017 15:07
Dear David, you get access ...
22.06.2017 10:31
Aus Erfahrungen lernen
22.06.2017 09:08
Access to presentations
21.06.2017 18:47
Ohne Worte
21.06.2017 18:40

Social Media

Youtube Flickr

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 2.0 Nachrichten