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Archiv: April 2013

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Adressbuchportal wächst –Bände von Leipzig und Freiberg online

Das Portal für historische Adressbücher Sachsen ist seit Anfang des Monats um zwei weitere Städte gewachsen. Wie versprochen, wurden die ersten 65 Adressbücher für Leipzig veröffentlicht und weitere 20 sind für Freiberg hinzugekommen.

 

In Leipzig erschien 1701 das erste sächsische Adressbuch überhaupt und im Gegensatz zu Dresden und Chemnitz wurden auch nach dem Krieg noch Adressbücher veröffentlicht, das letzte Leipziger stammt von 1949. Waren es im Branchenverzeichnis der Chemnitzer Adressbücher die Maschinenbaufabriken, die ins Auge fielen, so denkt man in Leipzig vor allem an die Buchdrucker und Buchhändler. Und so spiegelt die Liste der beispielsweise 1879 verzeichneten Buchdrucker die Buchtradition der Stadt wider.  Sie ist länger als die der Bierbrauer und darin finden sich bekannte Verlage wie F.A. Brockhaus, Teubner, Reclam oder Bernhard Tauchnitz. Weitere Verlage gründeten sich danach oder verlegten ihren Sitz nach Leipzig, so dass 1920 auch Thieme, Insel, Baedeker und Harrasowitz im Leipziger Adressbuch hinzukamen.

 

Unterhaltsam kann auch das Durchblättern der Anzeigenteile sein. Häufig sind Anzeigen noch heute bestehender Unternehmen oder Restaurants zu finden. Der Anzeigenteil für Leipzig beginnt 1949 mit einer ganzen Seite Werbung für das Restaurant InTourist Auerbachs Keller. Angepriesen werden – nur wenige Jahre nach Kriegsende – Bohnenkaffee, russischer Kaviar und Champagner.

 

Wir arbeiten an weiteren Bänden zu Leipzig und anderen sächsischen Städten und freuen uns über Ihr Feedback oder Berichte über spannende Funde in den digitalen Adressbüchern. 

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Zeitreise mit der SLUB Mediathek – Hundert Jahre alte Aufnahme zum Download

Heute auf den Tag genau vor einhundert Jahren, am 18. April 1913, nahm der gefeierte Opernsänger Pasquale Amato die Arie „Ferito prigionier“ aus der Oper „Germania“ des italienischen Komponisten Alberto Franchetti (1860-1942) auf. In der Digitalen Mediathek der SLUB können Sie diese Aufnahme anhören und sogar herunterladen.

 

 

 

Franchetti hatte unter anderem in Dresden bei Felix Draeseke studiert. „Germania“, seine fünfte Oper, 1902 unter Arturo Toscanini an der Mailänder Scala uraufgeführt, gilt als Höhepunkt seines Schaffens. Die Handlung kulminiert in der Leipziger Völkerschlacht. Dabei flocht Franchetti viele bekannte Volksweisen ein sowie Carl Maria von Webers Lied „Lützows wilde Jagd“ über einen Text des Dresdner Dichters Theodor Körner. Sowohl Weber als auch Körner kommen als Figuren in der Oper vor.

 

Aber nicht nur die Sachsenbezüge machen für uns das Besondere dieses Klangerzeugnisses aus. Denn ein genaues Datum für eine so alte Aufnahme zu ermitteln, ist gar nicht so einfach – auf Schellackplatten wurde es normalerweise nicht vermerkt. Auch die Technik war völlig anders als heute. An unserer Aufnahme deutlich zu hören – der Sänger sang in einen Trichter und die Schwingung wurde mechanisch umgesetzt. Elektrische Aufnahmen mit Mikrophonen waren erst um 1925 möglich. Aus dieser späteren Phase stammt auch die Schellackplatte, auf der uns das Stück überliefert ist. Es handelt sich um eine Sammleredition der Plattenfirma RCA Victor, auf der das genaue Datum vermerkt ist.

 

Mit dem DFG-Projekt „Archiv der Stimmen“ verfolgen wir das Ziel, historische Schallplatten aus der Schellackära zu erschließen, zu digitalisieren und, so dies die Urheber- und Leistungsschutzrechte zulassen, online zu präsentieren. Wöchentlich wächst unsere Digitale Mediathek um ca. 100  Schellackplatten.

 

Kernstück des umfangreichen Schellack-Bestandes der SLUB Mediathek bildet dabei die 4.500 Platten umfassende Sammlung des Dresdner Malers Paul Wilhelm. Neben Pasquale Amato finden sich darin Aufnahmen vieler Sängerinnen und Sänger, wie Enrico Caruso oder Emmy Destinn. Letztere begann ihre Karriere übrigens an der Dresdner Hofoper – zu dritt standen Destinn, Amato und Caruso 1910 in Franchettis Oper an der New Yorker Metropolitan Opera auf der Bühne. Die „Germania“ verschwand aber bald in der Versenkung und wurde erst viele Jahre später wieder aufgeführt, so etwa 2006 an der Deutschen Oper in Berlin – die DVD ist in der SLUB Mediathek ausleihbar.

 

 

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Hightech der Renaissance im Zwinger - Die SLUB gratuliert den Kunstsammlungen

Im Jahre 1728 bezogen die Kunstsammlungen und die Kurfürstlich-Königliche Bibliothek die Pavillons im Dresdner Zwinger. Die Bibliothek wuchs so schnell, dass sie mehrfach umziehen musste und heute in der SLUB über 10 Mio. physische und ungezählte elektronische Medien verfügt. Der Mathematisch-Physikalische Salon ist am Wochenende nach sechsjähriger Renovierung am gleichen Standort wieder eröffnet worden.

 

Ein Besuch, in dieser Woche zwischen 16 und 20 Uhr sogar ohne Eintritt, lohnt sich: Kurfürst August von Sachsen (1526-1586) , Begründer der Bibliothek und der Kunstsammlungen, besaß die modernsten Messinstrumente seiner Zeit zur Erkundung von Himmel und Erde. Vorsprung durch Technik hätte auch sein Motto sein können. Unter den 400 Exponaten leuchten die Planetenuhr und sein Navi hervor: die Routenbeschreibung  – eine 13 Meter lange Pergamentrolle (eine Leihgabe der SLUB) mit der Abbildung der Stationen auf dem Weg zum Kurfürstentag 1575 in Regensburg – ist neben dem Meilenmessgerät ausgestellt.

 

Die SLUB, Partner der Kunstsammlungen im Rahmen des DRESDEN.concept, gratuliert zu diesem weiteren Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Rekonstruktion von Schloss und Zwinger für den Dresdner Louvre.  

 

 

Planetenuhr                                            Navi und Meilenanzeiger Anno 1575

 

 

 

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Die SLUB präsentiert: Studienarbeiten zur Informationsvisualisierung

Die SLUB schätzt sich glücklich, Serviceeinrichtung einer Institution wie der Technischen Universität Dresden zu sein. Denn seit Jahren kommen aus der TU innovative Impulse und eine Reihe der von der SLUB angebotenen Produkte basieren letzlich konzeptuell auf Arbeiten, die in studentischen Projekten entstanden sind. In der Rubrik "Made by Students" können wir wieder einmal Interessantes präsentieren: Im Seminar "Komplexpraktikum Informationsvisualisierung" der Professur Mediengestaltung sind im vergangenen Wintersemester sechs spannende Gruppenarbeiten entstanden. Die Studierenden haben für die SLUB mobile Webseiten mit Processing entwickelt. Zu folgenden Themen sind Arbeiten entstanden:

  1. Die digitale Revolution: Medienwandel am Beispiel der SLUB
  2. Digitale Kollektionen der SLUB
  3. Open Access Nutzungsstatistiken
  4. Visualisierung von bibliometrischen Analysen
  5. Digitale Tour durch die SLUB
  6. Online-Tutorials zur Benutzung der SLUB

Am 16. April um 17:00 Uhr stellen die Studierenden Ihre Arbeiten im Vortragssaal der SLUB vor. Anschließend werden die Ergebnisse dann sukzessive auf den Webseiten der SLUB veröffentlicht. Wer als erster einen Blick darauf werfen und die EntwicklerInnen kennenlernen möchte, ist herzlich zur Vorstellung der Arbeiten eingeladen!

Hier eine kleine Vorschau:

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Die Stenografische Sammlung im Internetzeitalter – ein Kolloquium in der SLUB

Mit finanzieller Förderung der Tutmonda Parolspuro-Asocio kann die SLUB Dresden bis 2014 wichtige Teile ihrer weltweit größten Stenografischen Sammlung im Internet zugänglich machen. Aus den 53.000 Medien wurden erste Lehrbücher und Kataloge digitalisiert  und die Nachlässe von Felix von Kunowski oder Christian Johnen erschlossen. Mit der Digitalisierung der Stenografischen Protokolle des Sächsischen Landtags  wurde auch eine Dokumentation zur Parlamentsstenografie erstellt. Sondermaterialien wie Medaillen oder Bildnisse sind über die Bilddatenbank der Deutschen Fotothek recherchierbar.

Die Freundesgesellschaft der SLUB, die den Fonds treuhänderisch verwaltet, veranstaltet am 13. April, 10-17 Uhr, im Talleyrandzimmer der SLUB ein Kolloquium. Hier finden Sie das Programm zum Ausdrucken. Interessierte Gäste sind willkommen.

Kommentare

Neue Veröffentlichung auf Quco...
21.09.2017 07:23
Genealogentag
20.09.2017 20:30
Zugang
20.09.2017 20:20
Genial!
20.09.2017 19:50
Vielen Dank
20.09.2017 11:00

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