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Archiv: Januar 2015

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SLUB vergibt freie Lizenz für digitalisierte Objekte

Die SLUB Dresden unterhält eines der führenden Digitalisierungszentren in öffentlicher Hand und ist einer der wichtigsten Inhaltslieferanten für die Deutsche sowie die Europäische Digitale Bibliothek (Europeana). Wir sind davon überzeugt, dass das kulturelle und wissenschaftliche Erbe der Bibliotheken am besten genutzt werden kann, wenn es möglichst frei im Internet verfügbar ist. Auch die SLUB selbst profitiert bei der Entwicklung neuer Dienste von offenen Lizenzen, zum Beispiel bei SLUBsemantics oder bei unserer Datenmanagementplattform d:swarm. Entsprechend sollen die digitalisierten Bestände der SLUB ebenfalls offen und für innovative Projekte optimal verwertbar sein.

 

Künftig sind unsere Digitalen Sammlungen einschließlich der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek daher so weit als möglich unter einer Lizenz veröffentlicht, die der Definition für Offenes Wissen (Open Definition) entspricht. Wir verwenden die Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0, die bei Weitergabe unter gleichen Bedingungen auch Veränderungen sowie die kommerzielle Nutzung der Werke erlaubt. Einschränkungen dieser Lizenzpolitik gelten für digitalisierte Objekte fremder Einrichtungen sowie für ausgewählte Werke, die wir wegen sonstiger Vereinbarungen oder gesetzlicher Beschränkungen nicht freigeben dürfen. Die Lizenzangaben finden Sie jeweils in den Objekt- oder Kollektionsbeschreibungen. Wir streben an, die Zahl der Ausnahmen von der beschriebenen Regel sukzessive zu verringern.

 

Was sind Creative Commons-Lizenzen?

Die Verwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet ist gesetzlich begrenzt. Die Creative Commons-Lizenzen wurden entwickelt, um bei möglichst großzügigen Nutzungsrechten größtmögliche Rechtssicherheit zu bieten. Vorteile des Standards sind die weite Verbreitung und Bekanntheit sowie die einfache Darstellung der Lizenzbedingungen. Durch deren Maschinenlesbarkeit kann nach CC-lizenzierten Inhalten gezielt gesucht werden.

 

Openness als allgemeiner Grundsatz

Wie fast alle wissenschaftlichen Bibliotheken plädiert die SLUB auch bei aktuellen Veröffentlichungen grundsätzlich für eine Strategie, die einerseits die Publikationsfreiheit jedes Einzelnen und die rechtlichen Rahmenbedingungen sorgfältig achtet, andererseits auf die Sozialpflichtigkeit von öffentlich finanzierter Wissenschaft hinweist und für eine kostenfrei zugängliche, ggf. zusätzliche Publikation auf Internetplattformen wie dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa wirbt. In Lizenzverhandlungen mit Inhaltslieferanten setzt sich die SLUB ebenfalls konsequent für die Prozessierbarkeit der lizenzierten Metadaten und Volltexte ein. Wir sind uns sicher, dass sich die gleichermaßen berechtigten Interessen nach größtmöglicher Offenheit wie nach angemessener Vergütung schöpferischer Leistungen im Bereich von Wissenschaft und Forschung gut miteinander vereinbaren lassen.

 

Ergänzung: Lesen Sie dazu auch im BIS // Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen den Artikel "Größtmögliche Offenheit - SLUB vergibt freie Lizenz für digitalisierte Objekte".


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Jetzt abstimmen! Für die KinderLeseUni und die Hochschulperle 2014

Die KinderLeseUniversität der TU Dresden ist für die Hochschulperle des Jahres 2014 nominiert. Die Onlineabstimmung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft läuft ab heute bis zum 26. Januar.

 

Kindern zwischen sieben und zehn Jahren Lust auf Lesen machen, ist das Ziel der KinderLeseUni. Studierende sammeln dabei Praxiserfahrungen als angehende Lehrkräfte und die Schüler bekommen, unabhängig von ihrem sozialen Umfeld, einen Einblick in das Leben an der Universität. Vor vier Jahren wurde das Leseförderprojekt ins Leben gerufen. Je Semester nehmen bis zu 50 Schulklassen daran teil. Rund 1.000 Schülerinnen und Schüler werden so durch die KinderLeseUniversität zu Kurzzeitstudenten. Neugier inklusive: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

 

Jetzt täglich abstimmen für die KinderLeseUniversität!


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Georg Katzer wird 80 – Pionier der elektronischen Neuen Musik der DDR

Wir gratulieren Georg Katzer zu seinem Jubiläum mit einer Webseite, die die Noten-, Audio- und Foto-Bestände eines der prominentesten Komponisten der ehemaligen DDR in der Bibliothek zeigt. Zudem katalogisierte die Musikabteilung der SLUB 33 Kompositionsautographe, die sie bis 1991 erwarb - darunter die Kinderoper "Das Land Bum-Bum“ und das Ballett "Schwarze Vögel" - und die heute zum Archiv für zeitgenössische Komponisten zählen. Sie können diese Werke online im Internationalen Quellenlexikon der Musik (RISM) recherchieren.

 

In der Neuen Musikzeitung wird Georg Katzer 2005 von Gerhard Rohde wie folgt beschrieben: "Als Komponist hat Georg Katzer äußerst unterschiedliche Gesichter. Auf der einen Seite steht ein vitales musikantisches Temperament, die Lust am Virtuos-Spielerischen, die Erkundung differenzierter klanglicher Kombinationen; auf der anderen Seite wiederum das Bedürfnis, dies Lustvoll-Spielerische formal zu disziplinieren, es mit Expressivität aufzuladen und der Musik eine spezifische Sprachlichkeit zu verleihen." Ein Porträt mit O-Tönen finden Sie derzeit im Archiv von MDR Klassik.

 

Regimekritik versteckt sich in seiner Kinderoper "Das Land Bum-Bum" nach einem Märchen von Rainer Kirsch. Dort essen die Bewohner mit den Ohren, singen keine lustigen Lieder und das Wort «Lüge» dürfen sie nicht kennen. Die Hauptfigur Karl wird für ein lustiges Lied "Bum Bum Bum. Wir hören "st" wir hören "st". Will wer die Ordnung stören. Wir hören spät, wir hören früh, wir prüfen jede Melodie..." in den Kerker geworfen, der sich in einem riesigem Tunnelsystem befindet mit einer gigantischen Abhöranlage.

 

 

Das Land Bum Bum, Singspiel 1976. Partitur. SLUB: Mus.15450-F-502, S. 169 (Anhang)

 

 

Das Kompositionsautograph von dieser ganz besonderen Kinderoper "Das Land Bum- Bum", das am 30.September 1978 in der Komischen Oper Berlin unter der Regie von Joachim Herz uraufgeführt wurde, erwarb unsere Musikabteilung 1979 vom Komponisten. Seit 1964 entstand in der Musikabteilung der früheren Sächsischen Landesbibliothek Dresden das "Archiv Dresdner Komponisten des 20. Jahrhunderts". Es wurde Anfang der 1970er Jahre zum "Komponistenarchiv der DDR" erweitert, das vor allem Kompositionsautographe junger, aufstrebender Komponisten aufnahm. 1983 erhielt die frühere Sächsische Landesbibliothek Dresden den Status "Zentralbibliothek der DDR für Kunst und Musik", den sie bis 1990 behielt.

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Wochenende: staged 2015 zeigt Design im Dreiländereck

Heute startet staged 2015 mit dem Thema "Material 2 Product". In der Messe Dresden zeigen junge Designerinnen und Designer aus Deutschland, Tschechien und Polen ihre Entwürfe und Materialforschungsinstitute ihre Entwicklungen. Während des gesamten Wochenendes finden Workshops statt, in denen interdisziplinäre Teams, Gestalter und Marketingexperten an Produktideen für Materialinnovationen arbeiten.

 

Während wir nun im DrePunct mit der TU Dresden, mit dem Fraunhofer-Institut IWU und weiteren Partnern Makerspace und Bibliothek fusionieren, zeigt die Agentur paulsberg mit "staged 2015", wie im Dreiländereck Wissen, Ideen und Menschen zusammenfinden sollen, um Neues zu schaffen. Als Höhepunkt ist die Präsentation der Workshopergebnisse und die Verleihung des Publikumspreises am Sonntagnachmittag angekündigt. Machen Sie mit!

 

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Wir sind Charlie – Bibliotheken stehen für die Freiheit der Information

 

 

Wir fühlen mit den Opfern des Mordanschlags in Paris. Bibliotheken stehen für die Offenheit und Freiheit der Information. Freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit, freier Zugang zu Information und Wissen und Toleranz sind die Grundlagen jeder Demokratie.

 

Wir solidarisieren uns mit unseren französischen Freunden und sagen: Wir sind Charlie.

Kommentare

Neue Veröffentlichung auf Quco...
21.09.2017 07:23
Genealogentag
20.09.2017 20:30
Zugang
20.09.2017 20:20
Genial!
20.09.2017 19:50
Vielen Dank
20.09.2017 11:00

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