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Archiv: März 2016

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95 Originalhandschriften der Reformation – Online-Ausstellung

Wie sah Luthers Handschrift aus? Was hat ihn und seine Weggefährten bewegt? Sind die 500 Jahre alten Dokumente noch verstehbar, sind sie überhaupt noch von Bedeutung?

Bis zum 500. Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 stellen wir jede Woche Reformationsquellen online jeweils eine Originalhandschrift aus unserem Fundus vor: reformation.slub-dresden.de.

Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther mit seinen 95 Thesen gegen den Ablasshandel protestiert und eine umfassende Reformation von Kirche und Staat ausgelöst. Wie kaum ein anderer hat der Mönch und Seelsorger, der Rebell und Reformer die Welt verändert. Theologie und Kirche, die deutsche Sprache, die Medien, die Musik, Bildung und Kultur, die politische Ordnung in Deutschland und Europa und sehr viel mehr hat Martin Luther grundlegend reformiert. Wie Kolumbus und Kopernikus zählt Martin Luther deshalb zu den Begründern unserer „Neuzeit“. 

Luther hatte mit dem sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen, einem leidenschaftlichen Reliquiensammler im Geiste der katholischen Kirche, einen frühen Beschützer und Förderer gefunden. Aber erst nach zwei Jahrzehnten harter Auseinandersetzungen konnte 1539 die Reformation in ganz Sachsen durchgesetzt werden. Die 1556 im Dresdner Schloss gegründete kurfürstliche Bibliothek sammelte seither in großem Umfang Zeugnisse des Reformators, darunter mehr als 2000 reformatorische Flugschriften. Luthers Handschrift seiner Vorlesungen über die Psalmen aus den Jahren 1513 bis 1516 wurde Ende 2015 als ein Schlüsseldokument der Reformation in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

Alle digitalisierten Dokumente werden zu einer digitalen Bibliothek der Reformation zusammengefügt. Im Oktober 2017, zum großen Jubiläum, werden die Originalhandschriften in der Schatzkammer der SLUB präsentiert werden.

 

Link zur Online-Ausstellung: reformation.slub-dresden.de

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Frohburg gewinnt. Preis der Leipziger Buchmesse 2016

Wer kennt schon den Flecken Frohburg? Dabei ist Frohburg auf einen Schlag berühmt geworden! Die Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern liegt in Sachsen, zwischen Leipzig und Chemnitz. Frohburg ist nicht nur die Heimatstadt des diesjährigen Preisträgers der Leipziger Buchmesse, Guntram Vesper. Frohburg ist zudem der Titel seines neuen Romans. Die große Geschichte – Weltkrieg, Einmarsch der Roten Armee, DDR-Alltag – verknüpft Vesper mit dem Kleinen, der Geschichte Frohburgs und der eigenen Familiengeschichte. Jury-Mitglied Dirk Knipphals sagte in seiner Laudatio: „Ein Buch, bei dem man schnell auf die großen Begriffe kommt, ein Opus Magnum, das eine Geschichtslandschaft entwirft - die der alten BRD, der Naziherrschaft, in langen, atmenden Sätzen. ... Der Erzähler hat nichts Heldisches. Er ist ein erstaunlich junger, immer wieder von sich selbst überraschter Erzähler.“ Sein Buch werde zwar Roman genannt, erläuterte Vesper, aber es sei in Wirklichkeit ein endloses Zwiegespräch zwischen ihm und den Fakten: „Ich spreche über die Geschichten, die mir erzählt wurden. Sie waren alle falsch und wurden erst richtig, nachdem ich sie in die Hand genommen und gedreht und gewendet habe.“ Sechs Jahre arbeitete er an diesem Werk, mit dem er eine Zeitreise in die deutsch-deutsche Geschichte schuf. Was ein makelloser Satz sei, könne er genau sagen: „Einer, der meinem inneren Duktus, meiner Sprache entspricht. Die ersten zehn, fünfzehn Seiten des Romans habe ich fast ein halbes Jahr lang bearbeitet. Fast wie ein Gedicht.“ (Foto: Leipziger Buchmesse)

 

Guntram Vesper wurde 1941 in Frohburg geboren und verfasste bereits als Schüler erste literarische Arbeiten, auch politische Gedichte. Die Familie floh 1957 in die Bundesrepublik. Heute lebt der 74-jährige Vesper als freier Autor in Göttingen. Für seine Gedichte, Erzählungen und Hörspiele wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis.

 

Den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch gewann Jürgen Goldstein für sein Werk über den Entdecker, Zeichner, Schriftsteller, Übersetzer und Revolutionär Georg Forster. Als beste Übersetzerin wurde Brigitte Döbert für ihre Übertragung von Bora Ćosićs Roman Die Tutoren aus dem Serbischen ins Deutsche ausgezeichnet.

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Visualisiert: Frauenkirche entdecken im Foyer

Wie von Geisterhand lassen sich digitalisierte Fotos und Handschriften auf der Glasfläche der so genannten Magic Box in unserem Foyer abrufen und bewegen. Seit Anfang März lädt die so genannte Magic Box - eine Ausstellungsvitrine zur modernen Visualisierung von Beständen - im Foyer der Zentralbibliothek zum Entdecken digitaler und analoger Inhalte ein. Nachdem in den vergangenen zwei Wochen die kürzlich erworbenen autographen Skizzen zu Robert Schumanns 1847 in Dresden komponiertem Klaviertrio op. 63 zu sehen waren, zeigen wir ab heute analoge und digitale Schätze rund um die Dresdner Frauenkirche.

Das Modell der Kirchenkuppel in der Vitrine ist ein Entwurf von Franz Bilkenroth, welches im Makerspace der SLUB entstanden ist. Um das Modell herum können Sie durch Fotos und historische Drucke blättern, Filmsequenzen zum Wiederaufbau der Kirche und zur Dresdner Kultur des Gedenkens an den 13. Februar ansehen oder historischen Tonaufnahmen lauschen.


Wie Sie das tun?

Ausgehend von den vier Kacheln des Menüs können Sie per Touchscreen durch die nach Medientypen geordnete virtuelle Umgebung navigieren: Zoomen Sie in die historischen Bilder hinein, betrachten Sie das 3D-Modell aus jeder beliebigen Perspektive und blättern Sie in den virtuellen Büchern - alles wird über die Berührung der Glasscheibe gesteuert.

 

Wie gefällt Ihnen die Magic Box? Was könnte besser gehen?
Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung.

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Europäische Romantik: Roger Paulin stellt sein Schlegel-Buch vor

Acht Jahre schrieb Roger Paulin in Cambridge an einer Biographie über August Wilhelm Schlegel (1767-1845). Im Jahr 2004 hatte er sich in Dresden von Experten überzeugen lassen, dass nur er, der englische Kenner der deutschen und europäischen Romantik, ein solches Buch schreiben könne. Nun ist die Buchpremiere in Dresden.

 

Roger Paulin in der SLUB, Schlegels Indien-Bücher

 

Schlegels schriftlicher Nachlass in der SLUB Dresden ist die wichtigste Fundgrube für die Schlegel-Forschung. Seine Briefe, die digital ediert werden, zeigen, wie er mit ganz Europa korrespondierte. Berühmt sind bis heute Schlegels Shakespeare-Übersetzungen. Was kaum mehr bekannt ist: Die Gebrüder Schlegel begründeten in Deutschland die Indologie. Deshalb sammelte A.W. Schlegel auch indische Bilder. Sein „Indisches Museum“ in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wird zur Zeit erforscht und restauriert.

 

In Anwesenheit des indischen Botschafters liest Roger Paulin in deutscher Sprache aus dem Indien-Kapitel seines Buches. Die Buchvorstellung findet am Donnerstag, 17. März, 18 Uhr, im Residenzschloss Dresden, Hans-Nadler-Saal statt. Der Eintritt ist frei.

 

Einen Einblick in Roger Paulins Forschung und Zusammenarbeit mit der SLUB lesen Sie im Geschäftsbericht 2013 ab Seite 15.

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Zeig' was du kannst! Offene Bühne zur Langen Nacht der Wissenschaften

SLUB rockt, oder?

Na klar! Zur Langen Nacht der Wissenschaften 2016 am 10. Juni feiern wir den 200. Geburtstag der Musikabteilung und wollen es krachen lassen. Macht ihr mit? Gemeinsam mit dem Campusradio planen wir eine offene Bühne für musizierende, tanzende, dichtende und andere kreative Beiträge. Auf dieser Bühne könnt ihr am 10. Juni auftreten und zeigen was ihr drauf habt. Ob Rockband, Streicherquartett, Comedy, Prosa, Lyrik oder Tanz - wir sind gespannt, was der Abend bringt.

Ganz wichtig: wenn ihr Interesse habt, die Bühne zu bespielen, dann bewerbt euch bis zum 15. April unter oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de mit Informationen zur Art und zum zeitlichem Umfang des Auftritts sowie mit mindestens einer Referenz (mp3-Hörprobe, Website-Link etc.)!


Wir freuen uns auf Euch.

Kommentare

Neue Veröffentlichung auf Quco...
21.09.2017 07:23
Genealogentag
20.09.2017 20:30
Zugang
20.09.2017 20:20
Genial!
20.09.2017 19:50
Vielen Dank
20.09.2017 11:00

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