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Erhaltung von schriftlichem Kulturgut als nationale Aufgabe. Generaldirektor der SLUB bei Kulturstaatsminister Neumann

Die vorlesungsfreie Zeit bietet Gelegenheit, hier auch einmal über Themen zu berichten, die nicht so sehr den alltäglichen Benutzungsbetrieb betreffen, die SLUB aber durchaus ebenfalls intensiv beschäftigen. Heute widmen wir uns mit dem VD 17 und der Bestandserhaltung dem Bereich des historischen Schrifttums.

 

Nicht erst seit dem Elbe-Hochwasser, dem Brand der Bibliothek von Weimar oder dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln ist klar, dass unsere schriftliche Überlieferung ständig gefährdet ist. Auf Einladung von Staatsminister Neumann trafen sich letzte Woche Vertreter großer deutscher Archive und Bibliotheken, um eine Arbeitsgruppe für einen Maßnahmenplan einzurichten. S. die Pressemitteilung des Beauftragen für Kultur und Medien
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Die Archive und Bibliotheken arbeiten seit 2001 in der "Allianz Schriftliches Kulturgut erhalten" an diesem Thema. In der SLUB fand 2007 die zentrale Veranstaltung zu einem nationalen Aktionstag "Rettet das schriftliche Kulturgut!" statt. Am kommenden Samstag wird diese Tradition in Ludwigsburg fortgesetzt.

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Vermessung der Bücherwelt. Dresdner Beitrag zum Verzeichnis der deutschen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17) abgeschlossen

Vor kurzem haben wir unsere systematische Mitarbeit am "Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts" (VD 17) abgeschlossen. In einer modernen Datenbank mit hoher Recherchequalität sind inzwischen 270.000 Drucke mit über 640.000 Exemplaren aus diesem Jahrhundert erfasst. Mit 78.000 Exemplaren, darunter rund über 17.000 Drucken mit Alleinbesitz, war die SLUB eine der größten Zulieferer.

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projektseite und demnächst in unserem Bibliotheksmagazin BIS. Die VD 17-Datenbank finden Sie hier.

 

Nach den Verzeichnissen für das 16. (rd. 100.000 Drucke) und 17. Jahrhundert wollen die großen deutschen Bibliotheken nun auch das 18. Jahrhundert gemeinsam angehen. Besondere Herausforderungen ergeben sich hier aus der deutlich größeren Titelmenge und dem Anspruch, nicht nur ausführliche Titelbeschreibungen herzustellen, sondern auch alle Drucke komplett zu digitalisieren. Gegenüber dem 17. Jh. verdoppelte sich die Druckproduktion im 18. Jh. noch einmal. Gerechnet wird demnach mit mindestens 600.000 Drucken; und während in den früheren Projekten nur exemplarische Seiten digitalisiert wurden, geht es nun um eine vollständige digitale Bibliothek des 18. Jahrhundert.

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat vor diesem Hintergrund fünf Bibliotheken Pilotprojekte zu einem VD 18 bewilligt, darunter auch der SLUB. Das VD 17 bildet mithin ein wichtiges Etappenziel, die Vermessung und Sichtbarmachung der vormodernen Bücherwelt geht aber weiter ...

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Bild des Monats. Aus den Beständen der Deutschen Fotothek

Bereits seit über zehn Jahren veröffentlichen die KollegInnen der Abteilung Deutsche Fotothek der SLUB auf den WWW-Seiten der Bibliothek ein "Bild des Monats", mit dem sie ausgewählte Teilbestände oder interessante Einzelstücke exemplarisch vorstellen.

 

Auf diese Weise entsteht sukzessive eine kommentierte Bildergalerie, die die Sammelschwerpunkte aufzeigt und die Qualität der bis 1860 zurückreichenden Bestände sichtbar macht. Die seit heute als September-Bild präsentierte Menükarte zu einem Jagddiner König Alberts von Sachsen ist vergleichsweise untypisch. Den aktuellen Temperaturen angemessen ist eher das Juni-Bild: "Die kühle Flut gibt frischen Mut".

 

Schauen Sie ´mal rein und finden Sie Ihr Lieblingsbild. In der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek finden Sie außerdem alle über 923.000 weiteren Bilddokumente, die es bislang noch nicht zum "Bild des Monats" gebracht haben, aber nicht selten ebenso sehenswert sind. Hinweise auf Ihr persönliches Lieblingsstück nehmen die KollegInnen gerne entgegen.

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"Deutschland liest". Machen Sie mit!

Unter dem Motto "Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek" wird es Anfang November eine bundesweite Aktionswoche geben. Mit Lesungen, Vorlesestunden, Bibliotheksnächten und vielen weiteren Events werden hunderte von Einrichtungen für die Vielfalt von Bibliotheken und die so wichtige Kulturtechnik "Lesen" werben. Die Lese- und Bücherstadt Dresden darf hier nicht fehlen.

 

In Zusammenarbeit mit Studierenden hatte sich die SLUB im letzten Jahr mit einer Mitmachaktion beteiligt: "Was liest Du? Dresdner Studierende präsentieren ihr Lieblingsbuch". Von 17  bis 23 Uhr stellten in ca. 20minütigem Wechsel Studierende non stop die Bücher vor, denen sie jeweils möglichst viele LeserInnen wünschen. Dabei stand nicht das Fachbuch im Mittelpunkt, sondern die private Lektüre.

 

Der Abend war so erfolgreich, dass wir ihn in etwas erweitertem Kreis gerne wiederholen möchten. Der Arbeitstitel: "Ich lese ...  Mein Lieblingsbuch"; denn warum sollten sich nicht-studierende SLUBianer nicht auch beteiligen können?

 

Wer Interesse hat, aktiv teilzunehmen, merke sich bitte schon ´mal den 11. November, 17-22 Uhr vor und lasse uns seinen Teilnahmewunsch unter Angabe seines erwählten Titels und der bevorzugten Vorlesezeit möglichst bald wissen. Bitte weitersagen! Falls wir zu viele InteressentInnen bekommen, entscheidet das Los - und wir planen gleich die nächste Veranstaltung. Meldungen, Anfragen und Anregungen nimmt unsere Kollegin Frau Herkner ab sofort gerne entgegen. Tolle Ideen zum Lesefest ebenso gerne auch über dieses Blog.

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Bibliotheken als Inspirationsorte für Geschäftsideen und Ausgründungen? Das Beispiel SLUB

In der Bürgeruni hat Jens Bemme eine interessante Frage formuliert: "Entwickeln Bibliotheken aus ihrer Arbeitspraxis heraus Ideen, Methoden und allgemein Kompetenzen, die im weitesten Sinne transferfähig wären - im Extremfall als Geschäftsmodell"?

 

Diese Frage habe ich mir offen gestanden noch nie gestellt. Für die SLUB lässt sie sich aber aus zwei Gründen durchaus bejahen: Ein Grund ist sehr unerfreulich, der andere sehr erfreulich und angesichts des unerfreulichen auch ziemlich erstaunlich.

 

1. Der unerfreuliche Grund und seine Auswirkungen

Die SLUB hat innerhalb weniger Jahre 113 Planstellen oder 28% ihrer Personalausstattung verloren. Ein vergleichbarer Fall ist aus keiner zweiten großen deutschen Bibliothek bekannt. Um die Abbauvorgaben zu erfüllen, haben wir die Betriebsorganisation komprimiert, die Automatisierung unserer Geschäftsgänge beschleunigt und ein umfassendes Outsourcing betrieben. Im Rahmen dieses Outsourcing sind wir inzwischen in Bereichen angekommen, die nirgends sonst bisher zur Debatte standen. Entsprechend gab es für die angestrebten Leistungen auch bislang keine Dienstleister. Beispiel: Outsourcing der Freihandbereichsverwaltung. Inzwischen bietet eine GmbH, zunächst im Wege eines Pilotprojekts, für uns und für Sie zu einem festgelegten Preis einen sehr guten Service an.

 

2. Der erfreuliche Grund

Um auch im elektronischen Zeitalter für Sie die zentrale Anlaufstelle für Information und Medien zu sein und zu bleiben, haben wir uns trotz Personalabbaus mit Hilfe von Drittmitteln in zentralen Zukunftsfeldern engagiert. Gegenwärtig betreiben wir z.B. eines der leistungsfähigsten deutschen Digitalisierungszentren für Kulturgut in öffentlicher Hand. Auch im Bereich der Bildmedien segelt die SLUB ganz vorne mit. In solchen Segmenten entstehen regelmäßig neue technisch-organisatorische Anforderungen, die wir mit ProjektmitarbeiterInnen und jungen Firmen gemeinsam lösen: Stoff für neue Geschäftsmodelle und Ausgründungen. Eine Übersicht über unsere laufenden Projekte finden Sie hier. Künftig gilt es, die Zusammenarbeit mit der TU Dresden und anderen Einrichtungen zu intensivieren. Ein Forum wie Dresden exists bietet dazu eine gute Plattform.

 

Zum Weiterlesen

Jens Bemme, Achim Bonte, Frank Pankotsch: Erfolgreich entwickeln und gründen mit Bibliotheken In: BIS - Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 7(2014)2, S. 124-125

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