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Iranische Poesie in Deutschland. Zweisprachige Lesung und Workshop am 21.6., 18.00 Uhr, SLUB

Was jeweils als Tabu und Grenzüberschreitung gilt, kann in verschiedenen Kulturen ganz unterschiedlich definiert werden. Wenn Menschen fremder Kulturen zusammenkommen, gerät die Unkenntnis über die Tabus der Anderen leicht zum Stolperstein in der Kommunikation.

 

Als Rahmenprogramm zur wissenschaftlichen Tagung Taboo and Transgression  veranstaltet die SLUB eine öffentliche Autorenlesung samt Workshop zur zeitgenössischen persischen Literatur.  Zu Gast sind die in Deutschland lebende iranische Autorin Massumeh Ziai sowie der Übersetzer und ehrenamtliche Mitarbeiter der SLUB Lotfali Semino. Sie stellen iranische Kurzprosa und Lyrik vor, darunter auch die Romane Tarlan und Kellervogel der jüngst mit dem Liberaturpreis 2017 ausgezeichneten Autorin Fariba Vafi,  und erläutern im Publikumsgespräch den interkulturellen Kontext.

 

Der Workshop greift die Themenstellung der Tagung auf und befragt Autoren und Übersetzer nach Tabu und Grenzüberschreitung in den jeweiligen Literaturen sowie nach der Herausforderung, wie das Nichtsagbare zu übertragen sei. Das Brechen von Tabus kann auch eine spezifische Komik in der Literatur erzeugen, so dass der Abend nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam wird.

 

Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18, Vortragssaal der Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18

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Youtube-Star Firas Alshater: Ich komm auf Dresden zu. Autorenlesung am 22.6., 20.00 Uhr, SLUB

Seine süßen Zukar-Stückchen wie Was ist deutsche Leitkultur? oder Wer sind diese Deutschen erlangten Clickraten von über 2,5 Millionen. Firas Alshater ist ein Youtube-Star im Genre der Comedy. Der 26-jährige Schauspieler und Filmemacher regt künstlerisch den interkulturellen Dialog an und führt uns mit entwaffnender Heiterkeit deutsche Stereotype vor Augen.
Vor drei Jahren kam er selbst aus Syrien nach Berlin und erzählt nun in seiner Autobiografie Ich komm auf Deutschland zu von ganz persönlichen Momenten des Ankommens. Auf seiner Deutschland-Tournee ist er zu Gast in der SLUB und liest im Rahmen der vom ZfI ausgerichteten wissenschaftlichen Tagung Taboo and Transgression aus seinem Buch. Das lokale und internationale Publikum ist eingeladen, die Herausforderungen und Potenziale des Multikulti-Miteinanders zu diskutieren - und gemeinsam herzhaft darüber zu lachen.

 

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Prämierung für ein weiteres SLUB-Projekt

Das Team der SLUB hat wieder Grund zum Feiern: Neben der Auszeichnung des Makerspace als „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2017“ wurde ein Kooperationsprojekt mit der TU Dresden mit dem 3. Preis im Best-Practice-Wettbewerb „Evaluation und Assessment bei der Vermittlung von Informationskompetenz“ ausgezeichnet.

 

Eine Fachjury aus Vertretern des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv), des Vereins Deutscher Bibliothekare (VDB), der Kommission Informationskompetenz, der Hochschulrektorenkonferenz und der Hochschullehrenden prämierte die Kooperation mit dem Thema „Informationskompetenz gemeinsam fördern und evaluieren“. Bewertungskriterien waren hierbei insbesondere die Innovationskraft und der Vorbildcharakter der eingereichten Konzepte sowie ihre Umsetzung und Nutzung in der Praxis.

 

Die Projektverantwortlichen Daniela Dobeleit (SLUB/rechts im Bild) und Dr. Sabine Al-Diban (TU Dresden, Fakultät Erziehungswissenschaften, Professur Schulpädagogik: Schulforschung) stellten ihre konkrete Idee der „Info-Scouts: Kooperation von Universität, Bibliotheken und Schulen“ auf dem 106. Bibliothekartag in Frankfurt am Main in Form eines Posters und einer Präsentation vor. Das Projekt soll die Rahmenbedingungen schaffen, um gemeinsam bis 2019 begünstigende Faktoren für die Entwicklung von Informationskompetenz herauszuarbeiten. Dabei ermöglicht es über regelmäßige Rundtischgespräche einen intensiven Austausch für alle Akteure und nutzt Lehramtsstudierende als Multiplikatoren („Info-Scouts“).

 

Hintergrund des Wettbewerbs: Wissenschaftsrat und Hochschulrektorenkonferenz fordern die Bibliotheken auf, verstärkt mit anderen Einrichtungen zusammenzuarbeiten und neue Infrastrukturen zur Förderung von Informationskompetenz aufzubauen. Best-Practice-Beispiele sollen bekannt gemacht werden und zum Erfahrungsaustausch und zur Nachahmung anregen.

 

Herzlichen Glückwunsch an alle beteiligten Kolleginnen und Kollegen!

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Ist das Kunst – oder kann das weg? Vortrag zur Rolle des Buches für die tschechische Avantgarde

Das Buch als höchstes Produkt der Kultur: Nach Ansicht des tschechischen Kunsttheoretikers und Publizisten Karel Teige verkörpert das Buch die ideale Synthese einzelner Kunstformen. Insbesondere die tschechische Zwischenkriegsavantgarde – in Form der Künstlergruppe Devětsil in den 20er Jahren und mit der Prager Surrealistengruppe in den 30er Jahren – fand diverse neue Zugänge zu einer künstlerischen Ausgestaltung und ästhetischen Wahrnehmung von Büchern. Experimente mit Bildgedichten, surrealistische Collagen, Fotomontagen und Artifizialismus galten als Hoffnung für ein poetisches Aufblühen der gelangweilten, tschechischen bildenden Kunst.

 

Am Abend des 14. Juni widmet sich Lenka Bydžovská der spannenden Frage „Gebrauchsgegenstand oder Kunstobjekt? Das Buch in Händen der tschechischen Avantgarde“. Im Mittelpunkt ihres Vortrags stehen die konkreten Auffassungen markanter Persönlichkeiten zum Buchschaffen – seien es nun Karel Teige oder Otakar Mrkvička, Toyen, Josef Šíma oder Jindřich Štyrský. Lenka Bydžovská forscht an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften zur Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts.

 

Die Ausstellung „Tschechische Avantgardebuchkunst. Die Sammlung Vloemans.“ ist bis 31. August 2017 täglich von 10 bis 18 Uhr im Buchmuseum der SLUB zu sehen. Der Eintritt ist frei. Anfang 2016 erwarb die SLUB die Sammlung Vloemans von dem gleichnamigen, international renommierten holländischen Antiquar und Sammler. Seine weltweit geschätzte Kollektion umfasst über 400 Bücher und Periodika aus der Zeit von 1918 bis 1938, darunter viele Widmungs- und Vorzugsausgaben in bestem Erhaltungszustand. Diese werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit tschechischen Partnern und mit der Förderung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

 

„Das Buch in Händen der tschechischen Avantgarde: Gebrauchsgegenstand oder Kunstobjekt?“ - Vortrag von Lenka Bydžovská
14. Juni 2017, 19:00 Uhr, im Vortragssaal der SLUB
Eintritt frei

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Denkmalschutz im Dresdner Rathaus: mit dem Wissen aus der Deutschen Fotothek

Die Installation der rekonstruierten Leuchten in der Kuppelhalle des Dresdner Rathauses erfolgte auch auf der Grundlage von Fotografien aus der Deutschen Fotothek.

 

Neues Rathaus. Foto: Walter Möbius. SLUB/ Deutsche Fotothek

 

Aufnahmen von Walter Möbius, dem Fotografen der damaligen Landesbildstelle Sachsen, aus dem Jahr 1935 halfen den beauftragten Historiker-, Techniker- und HandwerkerInnen die Rekonstruktion möglichst originalgetreu auszuführen. So berichtet die Sächsische Zeitung von dem aufwändigen Projekt: 

 

Die Spezialanfertigungen der Lampen war eine Herausforderung. Die Leipziger Kunsthistorikerin Silke Rohmer zeichnete sie zunächst und schuf ein 1:1-Modell aus Holz und Pergamentpapier. Als Vorbild verwendete sie alte Fotos. Die Firma Dotzauer aus Österreich erhielt schließlich den Auftrag. Die Mitarbeiter mussten Konstruktionszeichnungen anfertigen, eine Technologie entwickeln und eine Musterleuchte bauen. Diese wurde im Kuppelsaal montiert und mit den Aufnahmen der Fotothek Dresden verglichen. Wieder gab es Änderungen und Anpassungen.

 

Leuchten der Kuppelhalle des Dresdner Rathauses – Bildausschnitt

 

 

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