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SLUBlog

Archiv: April 2012

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Wir legen nach! Die SLUB-Katalog-App jetzt auch für Android-Geräte

Was wir Ihnen bereits beim Launch unserer iPhone-App versprochen haben, möchten wir heute einhalten. Seit kurzem steht die neue SLUB-Katalog-App für Sie auch im Google-Play-Store zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Wie bei der iOS-App bieten wir Ihnen mit dieser Android-Variante einen Zugriff auf die grundlegenden Katalog- und Kontofunktionen. Sie können problemlos in unserem über 70 Mio. Titel umfassenden Bestand recherchieren. Mit Hilfe zahlreicher Einschränkungsmöglichkeiten, sog. Facetten, haben Sie die Möglichkeit, ihre Treffermenge bis hin zum auf Ihre Suche perfekt passenden Titel herunter zu filtern. Die Filterfunktionen erreichen Sie zum Beispiel im Katalogbereich der App mit einem Klick auf das Trichter-Icon oben rechts (bei Android 2.1+ versteckt es sich leider noch hinter einem Klick auf den Menü-Button des Telefons).

Daneben erhalten Sie auch in dieser App die beliebte Merkzettel-Funktion, mit der sich recherchierte Ergebnisse zusammenfassen und bei Bedarf, etwa in der Bilbiothek zwischen den Regalen, wieder abrufen lassen. Schließlich liefern wir Ihnen alle wesentlichen Informationen über die SLUB selbst. Von den wichtigsten Öffnungszeiten über alle relevanten Kontaktdaten bis hin zu Standorten und Wegbeschreibungen ist alles enthalten.

Wie auch bei der im ersten Monat bereits über 1500 mal herunter geladenen iOS-App konnten wir auf die erfolg- und ideenreiche Zusammenarbeit mit den beiden Informatik-Studenten Erik Sommer und Steffen Matthischke setzen, denen hierfür wieder größter Dank gebührt.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback und Ihre Gedanken und versprechen, dass wir "mobil" am Ball bleiben. Aktuell beschäftigen wir uns mit der Adaption für iPad und ähnliche Tablet-Geräte sowie der Integration unseres 3D-Modells in die Apps. Gleichzeitig arbeiten wir auch an der mobilen Variante unserer Website sowie des Katalogsystems. Die intuitive und besonders systemnahe Bedienung unserer Apps wird auf diesem Weg aber kaum zu schlagen sein.

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Stiller versus lebendiger Ort. Gedanken zum "Tag gegen Lärm"

Wie inzwischen fast jeder Tag des Jahres unter einem bestimmten Motto steht, war vorgestern der "International noise awareness day", zu deutsch: "Der Tag gegen Lärm". Spiegel online hat aus diesem Anlass den nach eigenen Worten "stillsten Ort Hamburgs" besucht, die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Den daraus entstandenen Text wollen wir Ihnen empfehlen. Ein herzlicher Gruß und Dank an die lieben KollegInnen in Hamburg, durch deren Blog wir auf die schöne Geschichte aufmerksam wurden.

Die Sache klingt lustig, ist aber eigentlich ernst. Wo findet man, zumal im öffentlichen Raum, heute noch Ruhe, kann ganz bei sich sein, ohne Hintergrundmusik, Verkehrslärm, Handygebimmel? Vielleicht in der Kirche (außerhalb von Gottesdiensten), in einsamen Parks - und eben in der Bibliothek. Regelmäßige LeserInnen wissen freilich, dass auch der Anspruch an die Bibliothek als Ort der Ruhe und Konzentration längst nicht mehr konkurrenzlos ist. Siehe unser Post aus der letzten Prüfungszeit: "Knistern, wispern, klappern". Wir haben anzuerkennen, schrieben wir damals, dass die SLUB für verschiedene Interessengruppen Heimat ist und sein muss. Jene, die möglichst geräuscharm arbeiten wollen (auch ohne SLUB-Bücher), sollen genauso zu Ihrem Recht kommen wie solche, die sich in Arbeitsgruppenräumen oder im Eingangsbereich der Bibliothek kennenlernen und austauschen möchten.

Wir meinen, dass wir durch die unterschiedlich gewidmeten Zonen den Zielkonkflikt der Bibliotheksideale "lebendiger Kommunikationsort" versus "ruhige Arbeitsstätte" derzeit bestmöglich gelöst haben. Während Sie im zentralen Lesesaal der Zentralbibliothek in der Regel die Stecknadel fallen hören, herrscht im Forum mit zeitweise weit über hundert Menschen in Kleingruppen meist ein ganz anderer Charakter. Der "Tag gegen Lärm" gibt Gelegenheit, wieder einmal explizit nachzufragen und Sie um Vorschläge zu bitten. Wie würden Sie den Interessenkonflikt weiter regulieren? Wo gibt es Lärmquellen, die wir vielleicht abstellen können? Gelegentlich weisen Sie uns ja auch hier im Blog schon auf derlei hin (falsch eingestellte Türschließer, piepende Parkplatzschranke, Stöckelschuhe ...) und wir sind nach Kräften bemüht, solchen Details nachzugehen. Auf die Schuhmode und individuelles Gehverhalten haben wir aber zum Beispiel gar keinen Einfluss.

Gestern war übrigens der Welttag des geistigen Eigentums, heute ist der Welttag des Designs. Mit unserem Sondersammelgebiet Fotografie, Industriedesign und Gebrauchsgrafik hätten wir auch dazu etwas zu sagen.

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Der Sächsische Landtag zur SLUB. Ein Ansporn

Nach der ersten Lesung des Entwurfs am 30. Juni 2011 und einer öffentlichen Expertenanhörung am 5. Dezember hat der Sächsische Landtag kurz vor Ostern den Entwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für ein Sächsisches Bibliotheksgesetz in zweiter Lesung mehrheitlich abgelehnt. Da inzwischen das Plenarprotokoll der Sitzung online verfügbar ist, können Sie die Argumente der einzelnen Fraktionen selbst lesen und bewerten (s. S. 5291 ff.). Der Gesetzentwurf der Grünen benannte vor allem konkrete Mindeststandards für die Ausstattung Öffentlicher Bibliotheken und verpflichtete den Freistaat, sich finanziell an deren Umsetzung zu beteiligen.

 

Wie immer man das Scheitern eines eigenständigen Bibliotheksgesetzes in Sachsen bewerten mag: Für die SLUB bleibt als ermutigender Ertrag, dass sie im gesamten Verfahren von allen Fraktionen überaus freundlich betrachtet wurde. Die abschließende Feststellung der Wissenschaftsministerin verdient, wörtlich zitiert zu werden: Die SLUB habe "im Bereich der Wissenschaftlichen Bibliotheken gezeigt, wie durch gemeinsame Zielvereinbarungen und konsequente Zusammenarbeit hervorragende Fortschritte erzielt werden können. Speziell beim notwendigen Ausbau der digitalen Informationsdienste kann die SLUB auch für die Öffentlichen Bibliotheken in Sachsen ein wichtiges Koordinierungs- und Servicezentrum sein." In der Tat wird es angesichts des dynamischen Medienwandels die Aufgabe besonders der großen Einrichtungen sein, bei der notwendigen Reorganisation der öffentlich-rechtlichen Informationslandschaft die Impulse zu setzen und konkrete Unterstützung zu leisten. Die SLUB ist dazu bereit.

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Verbesserungen im SLUB-Katalog: neue Exemplaransicht

Die ständige Verbesserung des SLUB-Kataloges liegt uns besonders am Herzen, denn er ist das zentrale Mittel, mit dem Sie an unsere vielfältigen Bestände gelangen. Seit heute haben wir eine nach Nutzbarkeitskriterien verbesserte Exemplaransicht online. Wenn Sie im Katalog gedruckte Medien gefunden haben, werden in der Detailansicht Informationen zu den verschiedenen im Bestand befindlichen Exemplaren angezeigt. Wir haben diesen Bereich jetzt so umgestaltet, dass das Auffinden von benutzbaren Exemplaren deutlich erleichtert ist. Wir sortieren die Exemplare von Buchtiteln nun nach ihrer Verfügbarkeit. Ausleihbare Exemplare im Freihandbereich und in den Magazinen stehen in der Liste ganz oben. Dann folgen die Exemplare, die im Haus benutzt werden müssen. Ausgeliehene Exemplare werden ganz unten angezeigt, und zwar sortiert nach dem Datum ihrer voraussichtlichen Rückkunft in die Bibliothek. Sind alle Exemplare eines Titels entliehen, ist das zuoberst angezeigte dasjenige, das am frühesten wieder zur Verfügung stehen wird. Besonders bei unseren Buchboxen in der Zentralbibliothek erübrigt sich damit ein langes, aufwendiges Suchen nach der wahrscheinlich am zeitigsten wieder freien Box. Klicken Sie zum Vormerken einfach auf die erste Box in der Liste.

Die Bandanzeige bei Zeitschriften und zeitschriftenartigen Reihen haben wir auch umgestaltet und in 10-Jahresabschnitte eingeteilt. Zuoberst finden sie in einer eigenen Gruppe die aktuellen ungebundenen Hefte in der Zeitschriftenauslage. Hier ein Beispiel: die Dresdner Kunstblätter. Mitunter kommt es vor, dass wir bei Zeitschriftenbänden keine verwertbaren Jahrgangsangaben in unserer Datenbank haben. Solche Bände werden in einer speziellen Gruppe "Ohne Jahresangabe" zuunterst in der Bandliste angezeigt.

Wir können schon jetzt fest versprechen, dass wir weitere Verbesserungen - insbesondere bei den Suchfunktionen - folgen lassen. Seien Sie gespannt!

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Digitalisierung an der SLUB: 5 Jahre Goobi

Am 11. April 2007 haben wir mit der quelloffenen Software Suite "Goobi" den ersten Testvorgang angelegt. Goobi wurde von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen begründet und unterstützt den arbeitsteiligen Massendigitalisierungsworkflow, eine an internationalen Standards orientierte Struktur- und Metadatenerfassung sowie die Präsentation der Digitalisate. Es wird heute unter anderem von den Staatsbibliotheken Berlin, Dresden, Göttingen und Hamburg eingesetzt sowie von den Firmen Intranda und Zeutschel begleitet.

Fünf Jahre sind in einer über 450jährigen Bibliotheksgeschichte eigentlich nichts. In diesen fünf Jahren hat die SLUB in ihrem Dresdner Digitalisierungszentrum (DDZ) freilich über 40.000 digitale Werke oder rund 7 Mio. Images produziert, zahlreiche Drittmittelprojekte zur Digitalisierung bewirtschaftet, maßgeblich an der Weiterentwicklung der Digitalisierungssoftware mitgewirkt sowie schließlich das Release Management für Goobi übernommen. Alle, die an diesem Erfolg beteiligt waren und sind, haben Grund, darauf stolz zu sein.

Ein Geburtstag bietet daneben Anlass zur Besinnung und Zukunftsbetrachtung. Wie wird es weitergehen? Was wird eine öffentliche Bibliothek in 10 oder 20 Jahren ausmachen? Wie wird sie überleben? Klar ist, dass der eingeschlagene Weg der möglichst umfassenden Digitalisierung von Bibliotheksgut keine Alternative hat. Speziell für die nachwachsende Generation ist das Internet inzwischen die maßgebliche Quelle für die Recherche, Nutzung und Verteilung von Informationen. Die Vorzüge des Online-Zugriffs liegen auf der Hand: Neben der unmittelbaren, orts- und zeitunabhängigen Verfügbarkeit wird zunehmend die sofortige Prozessierbarkeit der Inhalte mit Methoden der "Digital Scholarship" bedeutsam. Die im letzten Jahr erreichte Zahl von über 2,5 Mio. herunter geladenen Volltextdokumenten allein aus dem lizenzierten Angebot der SLUB zeigt eindrucksvoll, dass sich der Ort, an dem Wissenschaft stattfindet, immer stärker verteilt und virtualisiert. Für das klassische Bibliotheksnetz bedeutet das den vielleicht gewaltigsten historischen Umbruch. Angesichts der drastisch veränderten Mediennutzung und verschärften Wettbewerbs unter den Informationsanbietern gilt es, sehr rasch die Voraussetzungen zu stärken, um die Bibliothek langfristig als das leistungsfähige, kommerzfreie und anregende öffentliche Kulturzentrum bewahren zu können, das sich BibliothekarInnen und BenutzerInnen gleichermaßen wünschen.

Die These wird nicht dadurch falsch, dass die SLUB auch als physischer Kommunikations- und Erlebnisraum derzeit hinzugewinnt. Gegenüber dem Vorjahr stieg 2011 die Zahl der Bibliotheksbesucher nochmals um fast 10%. Offensichtlich ist es kein Widerspruch, einerseits möglichst viele Inhalte digital und mobil nachzufragen und andererseits einen zentralen Ort aufzusuchen, an dem sich Lernen und Leben anregend materialisiert. An beiden Baustellen wollen wir auch 2012 engagiert weiterarbeiten. Sie helfen uns mit Ihrer Unterstützung und Vorschlägen, auch hier im Blog. Seien Sie dabei!

Kommentare

Winckelmann in Rundfunk und Fe...
16.12.2017 11:17
ad rem Winkelmann
11.12.2017 11:53
@Klimaanlage?
11.12.2017 08:40
Zukunft
08.12.2017 14:52
Zukunft? 2
08.12.2017 13:29

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