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SLUBlog

Archiv: Januar 2013

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Stay Fair. One Chair.

Die Attraktivität der SLUB als Lern- und Kommunikationsort entwickelt sich seit Jahren nach oben. Insbesondere in Prüfungszeiten wird dieser Trend, der uns natürlich freut, auch zunehmend zu einem Problem: Es mangelt an Arbeitsplätzen. Die schon fast übliche Praxis der Platzreservierung mithilfe von Kleidungsstücken oder Bücherstapeln wird zum zusätzlichen Ärgernis. Uns ist das nur zu bewusst, wenngleich wir die Problematik auch in diesem Semester nicht grundsätzlich lösen können. Wohl aber können wir versuchen, Symptome zu bekämpfen und Schmerzen zu lindern.

Unterstützt werden wir in diesem Wintersemester dabei von der Studentenstiftung, die mit dem Appell "Sei fair: Räume deinen Arbeitsplatz, wenn du ihn für länger als eine Stunde verlässt" eine Postkartenaktion in der SLUB initiiert hat. Unsere Mitarbeiter legen eine dieser Karten als freundliche Erinnerung an die guten Sitten auf Plätzen aus, die den Anschein erwecken, reserviert worden zu sein. Da wir aber auch in Prüfungszeiten nicht ständig in allen Bereichen unserer Häuser präsent sein können, liegen diese Karten auch an den Informationspunkten in der Zentralbibliothek und in der Bereichsbibliothek DrePunct aus. Wenn Sie als Nutzerin oder Nutzer also selbst beobachten, dass blockierte Arbeitsplätze längere Zeit verwaist sind, können sie Ihrem Ärger Luft machen, indem Sie sich eine Karte holen und an der fraglichen Stelle auslegen. Natürlich nehmen wir ansonsten auch gerne Ihre Hinweise zu augenscheinlich reservierten Plätzen entgegen.



Denken Sie an die Worte Anne Kübarts von der Studentenstiftung Dresden: "Fairness ist die Lösung, von der wir alle profitieren."

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Adressbuchportal erweitert. NEU Chemnitz, Meißen, Bautzen, Pirna ...

Nach dem ersten Aufschlag mit Dresden Anfang Dezember 2012 sind in unserem Portal für historische Adressbücher Sachsens seit gestern auch die Daten für Bautzen, Blasewitz, Meißen und Pirna sowie das erste Paket aus Chemnitz (1847-1902) verfügbar.

Adressbücher helfen Ihnen nicht nur, die Geschichte Ihrer Familie, bestimmter Gebäude oder bedeutender Persönlichkeiten aufzuarbeiten, sondern bieten darüber hinaus vielfältige Anregungen zur Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. So spiegeln z.B. die jetzt digitalisierten Bücher aus Chemnitz die Geschichte der Industrialisierung in Sachsen, die zumal in Chemnitz, dem "sächsischen Manchester", außerordentlich früh und kraftvoll einsetzte. Für 1847 finden wir bereits eine ganze Reihe "Maschinenbauetablissements" verzeichnet - nebst handschriftlichen Ergänzungen in unserer Vorlage, die die Dynamik der Veränderung versinnbildlichen. Ein Eintrag gilt der Firma von Richard Hartmann, der ein Jahr später seine erste Dampflokomotive bauen und bald gegen die englische Konkurrenz als sächsischer "Lokomotivenkönig" und bedeutender Industriepionier gelten sollte.

Nachdem Hartmann zuvor meist in unmittelbarer Nähe seiner Fabrik in der Chemnitzer Kaßbergstrasse gewohnt hatte, ließ er sich 1874 in Dresden (Laubegaster Ufer 33) einen Sommersitz an der Elbe bauen. Die "Villa Hartmann" steht heute noch und ist denkmalgeschützt. Bevor sie wieder in Privatbesitz überging, diente sie zeitweise als Privatkindergarten, Schule und Grundschulhort. Grundrisse und historische Ansichten der Villa Hartmann finden Sie in der Bilddatenbank unserer Deutschen Fotothek.

Entdecken Sie den ungeheuren Quellenwert der Adressbücher und schreiben Sie uns gern gelegentlich, was Sie in den sächsischen Adressbüchern gefunden haben. Hier als Blog-Kommentar oder auf anderem Weg.

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Qucosa ist jetzt fünfstellig und soll weiter wachsen. Machen Sie mit!

Anfang des Jahres haben wir das 10.000. Dokument auf unserem noch jungen  Sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa veröffentlicht.

 

Eine eindrucksvolle Zahl, wenn man in Betracht zieht, dass es sich nicht nur um eine Sammlung von Titelnachweisen handelt, sondern dass hinter jedem Datensatz mindestens ein Volltext-Dokument steht, das entsprechend des Open Access-Gedankens von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in aller Welt zu jeder Tag- und Nachtzeit frei genutzt werden kann.

 

Die Vorteile des elektronischen Publizierens wie Schnelligkeit, uneingeschränkter Zugriff und höhere Zitierhäufigkeit führten dazu, dass Autoren und Autorinnen bei weitem nicht mehr nur Dissertationen in Qucosa einbringen wie zu Beginn der Hochschulschriftenserver-Ära. Die Veröffentlichung von Zeitschriftenaufsätzen, Forschungsberichten, Kongressbeiträgen oder kompletten Konferenzbänden und Zeitschriftenheften ist längst etabliert und gewinnt exponentiell an Bedeutung.

 

In das Gemeinschaftsprojekt Quality Content of Saxony gingen 2010 die Hochschulschriftenserver der Technischen Universität Dresden/SLUB, der Technischen Universität Chemnitz (Monarch), der Universität Leipzig und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg ein. Hinzu kamen das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und die Dresden International University. Die SLUB Dresden sorgt für das Hosting der Dokumente, die technische Betreuung des Dokumentenservers und den Service für die beiden Mandanten der Technischen Universität Dresden und der SLUB.

 

Natürlich ist das Überschreiten der 10.000er-Marke kein Grund, sich zurückzulehnen. Erfolge empfinden und Ausschau halten nach neuen Trends, Entwicklungen, Perspektiven – das gehört für uns zusammen. Wir wollen neue Services anbieten und dafür Sorge tragen, dass Ihnen das eigentliche Publizieren so schnell und komfortabel wie möglich von der Hand geht.

 

Sie als Autoren und Autorinnen aber sind die Hauptakteure in der Entwicklung des elektronischen Publizierens und erfüllen den Open Access-Gedanken mit Leben. Nutzen Sie also die Chancen, die Qucosa Ihnen bietet!

 

Nähere Informationen finden Sie auf unseren Webseiten. Wir unterstützen Sie gern bei Ihren Publikationsvorhaben - sprechen Sie uns an.

 

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Diesjähriger Buchverkauf ein voller Erfolg

10 Stunden Stöbern, Finden, Kaufen haben sich am vergangenen Dienstag  in vielerlei Hinsicht gelohnt: Sie, liebe NutzerInnen, haben jetzt neue Schätzchen in Ihren Bücherregalen oder in Ihrer Plattensammlung stehen, unsere ausgesonderten Bücher und Schallplatten fanden ein neues Zuhause und wir freuen uns gemeinsam mit der Studentenstiftung über Einnahmen von rund 3.000 €. Dieses Geld fließt zu einem Teil in Projekte der Stiftung und zum anderen werden wir davon neue Literatur für die Lehrbuchsammlung anschaffen.

 

Wir bedanken uns bei der Studentenstiftung Dresden, unseren ehrenamtlichen Helfern und den Mitarbeitern unseres Hauses, die an der Vorbereitung und Durchführung unseres Buchverkaufes beteiligt waren. Aber wir danken auch Ihnen, liebe NutzerInnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben zu stöbern und reichlich zu kaufen.

 

Wir freuen uns auf die Fortsetzung im nächsten Jahr und laden Sie schon jetzt wieder zum Stöbern, Finden und Kaufen ein.

 

Es wurde fleißig gestöbert.

 

Nur wenige unserer ausgesonderten Bücher fanden kein neues Zuhause.

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Fünf Zahlen beschreiben den Trend. Erste Einblicke in unsere Jahresbilanz für 2012

Während im Detail noch emsig Fakten zusammengetragen und analysiert werden, wollen wir Sie wie jedes Jahr um diese Zeit bereits über die wichtigsten Benutzungszahlen und die daraus zu gewinnenden Erkenntnisse und strategischen Schlußfolgerungen für die künftige Bibliotheksentwicklung informieren.

Die Daten

Die Großwetterlage ist im Wesentlichen mit fünf Zahlen beschrieben und folgt dem seit einigen Jahren schon klar zu erkennenden Trend. Der Umfang der Entleihungen hat sich um 3,4% auf nun 2,17 Millionen verringert. Damit ist die Nachfrage nach physischen Medien seit Anfang 2011 anhaltend rückläufig. Die Nutzung digitaler Medien gleicht diesen Nachfragerückgang mehr als aus: Im amtlichen Zählpixelverfahren der Deutschen Bibliotheksstatistik wurden 5,7 Mio. Aufrufe der SLUB-Homepage und 6,2 Mio. Zugriffe auf den SLUB-Katalog gemessen. Die Zahl der Downloads von elektronischen Volltexten stieg um gut 10% auf rund 3 Mio. Die katalogtechnisch notwendige Trennung der Suchräume (s. die beiden Tabs "Bücher, Bilder ..." und "Aufsätze") vom Mai 2012 dürfte das Wachstum ein wenig gebremst haben. Wie regelmäßige Blog-LeserInnen wissen, betrachten wir das aber nur als leidigen Zwischenzustand.

Das veränderte Nutzungsverhalten zeigt sich genauso in der Kundenverwaltung: Während die Zahl der sogenannten aktiven BenutzerInnen (das sind die Menschen, die 2012 wenigstens einmal ein Buch entliehen haben) um 6,7% sank, stieg die Zahl der angemeldeten BenutzerInnen (d.h. Menschen mit aktiver Jahreskarte) bei über 15.000 Neuaufnahmen um 3% an (76.839). Alle Rekorde bricht weiterhin die Zahl der Bibliotheksbesuche. Mit rund 2,36 Millionen bzw. +5% wurde ein neues Allzeithoch erreicht. Allein in den letzten Jahren sind die Besuche der SLUB damit um ein Drittel gestiegen (2008: 1,77 Mio.).

Die daraus abzuleitenden Trends

sind schnell zusammengefasst:

  • die Bibliothek wird nicht nur als Medienspeicher, sondern zunehmend als Studien- und Kommunikationszentrum genutzt (s. auch die CAZ-Umfrage von dieser Woche)
  • digitale Medien gewinnen immer mehr Zuspruch und Nachfrage und werden künftig die Szene bestimmen
  • digitale Mediennutzung und physischer Bibliotheksbesuch schließen sich bislang nicht aus, sondern werden offensichtlich zeitgleich für unterschiedliche Grundbedürfnisse genutzt: Einerseits für das Bedürfnis nach orts- und zeitunabhängiger Information "on the spot", andererseits für das Bedürfnis nach sozialer Nähe und lebendigem Austausch.

Wie wir mit diesen Trends umgehen und welche Geschäftspolitik wir verfolgen (Steigerung der Aufenthaltsqualität, E-only-Strategie, Anreicherung der Katalogrecherche, Dienste für mobile Geräte ...), können Sie ganzjährig hier im SLUBlog begleiten. Auf Ihre Fragen, Kommentare und Anregungen freuen wir uns.

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