1. SLUB Dresden
  2. SLUBlog

SLUBlog

Archiv: Oktober 2013

Ansichten: 3561
2

Adressbücher als Quelle für Genealogen

Es ist noch kein Jahr vergangen, seit wir am Nikolaustag 2012 die Freischaltung unseres Portals für historische Adressbücher Sachsens verkündet haben. Damals nannten wir es schon „Sachsens“, obwohl vorerst „nur“ die Dresdner Adressbücher enthalten waren. Wir hatten gehofft, zeitnah weitere Städte ergänzen zu können. Heute sind es tatsächlich schon 17 sächsische Orte, als neuester ist vergangene Woche Löbau hinzugekommen. Den Leistungen des Dresdner Digitalisierungszentrums und der engagierten Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist dies zu verdanken.

 

 

Die komfortablere Nutzung der Bände war eines der Ziele der Digitalisierung, ein anderes die Schonung der Originalbestände, die teilweise vom Zerfall bedroht sind. Heute können wir sagen, dass die bei uns vorhandenen Bände fast vollständig digitalisiert sind. Deshalb freuen wir uns über die Kooperation mit anderen sächsischen Einrichtungen, die uns ihre Adressbücher zur Lückenergänzung im Portal zur Verfügung stellen. Nachdem uns schon zu Projektbeginn vor drei Jahren das Dresdner Stadtarchiv zur Seite gestanden hat, haben wir in den vergangenen Wochen auch freundliche Unterstützung von der Stadtbibliothek Chemnitz und der Universitätsbibliothek Leipzig erhalten.

 

Das Portal zählt zu den beliebtesten Online-Angeboten der SLUB, rund 3.000 Besucher durchsuchen monatlich die Adressbücher. Zu den regelmäßigen Nutzern zählen die Mitglieder des Dresdner Genealogievereins, mit denen wir in gutem Kontakt stehen. Auf dem „Mittelsächsischen Genealogie-Kolloquium“ unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten, das am kommenden Wochenende in Limbach-Oberfrohna stattfindet, präsentieren die Mitglieder neben ihren eigenen Tätigkeiten auch das Portal der historischen Adressbücher der SLUB als Quelle für die Familienforschung. Wir wünschen gutes Gelingen und ein interessantes Wochenende und freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Ansichten: 1998
0

Bibliotheksmedien wechselten den Besitzer

Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand am gestrigen Dienstag unser Buchverkauf statt. Zehn Stunden lang erlebte unser Vortragssaal einen wahren Ansturm Interessierter, die nach Schnäppchen stöberten, fündig wurden und schließlich kauften.

 

 

Neben mehr als 60 % der ausgesonderten Fachliteratur fanden auch die „schwarzen Männer“ aus unserer Pöppelmann-Ausstellung einen neuen Besitzer und schmücken jetzt sicher ihr neues Heim.

 

Dieser Buchverkauf toppt noch einmal die Ergebnisse vom Januar: der Erlös beträgt fast 4.800 Euro und 60 Althandys der Alternativwährung. Diese Einnahmen fließen, wie bereits angekündigt, zu einem Teil in die  Anschaffung neuer Literatur für die Lehrbuchsammlung und zum anderen in Projekte der Studentenstiftung.

 

Ein großes Dankeschön geht an die Mitarbeiterinnen, die diesen Buchverkauf vorbereitet und mit diesem Erfolg durchgeführt haben. Wir danken aber auch unseren ehrenamtlichen Helfern und der Studentenstiftung für ihre Unterstützung.

 

 

Übrigens: Um den Erlös noch etwas zu steigern, sammeln wir weiter. Ausgediente Handys können noch bis zum 10.11.2013 in die Sammelbox an der Ausleihtheke der Zentralbibliothek eingeworfen werden.

Ansichten: 2819
0

Neue Ausstellung: Česká bible – Die tschechische Bibel

1613 erschien die dritte Auflage der "Kralitzer Bibel". Diese Ausgabe der Bibelübersetzung der Böhmischen Brüder war über Jahrhunderte die tschechische ‚Gebrauchsbibel’ – vergleichbar der Lutherübersetzung im Deutschen.

 

Aus Anlass des 400. Jubiläums werden in einer Ausstellung im Foyer der Zentralbibliothek wichtige tschechische und slovakische Bibelhandschriften und Bibeldrucke vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart gezeigt.

 

Die Ausstellung ist bis Ende November zu sehen und entstand in Kooperation mit dem Institut für Slavistik der TU Dresden und der Brücke/Most-Stiftung.

Ansichten: 2637
0

Artikel zweitveröffentlichen? Mit Qucosa leicht gemacht!

Michael Rosenthal ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Forstnutzung der TU Dresden. Er hat 2009 an der TU Dresden promoviert und seine Dissertation auf Qucosa elektronisch veröffentlicht. Seitdem meldet er auch regelmäßig Artikel zur Zweitveröffentlichung auf Qucosa an. Er beschreitet damit den sogenannten grünen Weg des Open Access-Publizierens, bei dem zusätzlich zur traditionellen Closed Access-Publikation die Beiträge zusätzlich auf einem Dokumentenserver im Internet bereitgestellt werden. Wir haben uns von Herrn Rosenthal berichten lassen, was ihn dazu motiviert und welche Erfahrungen er damit in den letzten Jahren gesammelt hat.

 

Was hat Sie dazu bewogen, Ihre wissenschaftlichen Beiträge zusätzlich online auf Qucosa zu veröffentlichen?

 

Die in den letzten Jahren auf Qucosa zweitveröffentlichten Artikel wurden zuerst in einer auflagenstarken, praxisnahen Fachzeitung veröffentlicht, die jedoch nur in Papierform erscheint. Um die Artikelinhalte einem breiten, außeruniversitären Publikum zugänglich zu erhalten, stelle ich sie danach regelmäßig über Qucosa ins Internet. Mir persönlich ist der freie Zugang zu Wissen sehr wichtig, da er den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn fördert und auch ich stark davon profitiert habe bzw. profitiere.

 

Wie schätzen Sie die Resonanz zu Open Access in Ihrem Fachbereich und unter Ihren Kolleginnen und Kollegen ein?

 

In meinem Fachbereich wird das Thema Open Access durchaus kontrovers diskutiert. Eine Befürchtung vieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist, dass Inhalte, die frei im Internet zur Verfügung gestellt werden, nicht mehr ordentlich zitiert und verwendet werden. Allerdings gelten auch für Open Access-Publikationen die gleichen Maßstäbe an die gute wissenschaftliche Praxis wie für "traditionelle" Publikationen.

 

Ist Open Access-Publizieren an Ihrem Lehrstuhl üblich?

 

Für die Veröffentlichung von Dissertation ist die Nutzung von Qucosa ein übliches Verfahren. Ein darüber hinausgehendes Open Access-Publizieren ist in meinem Bekanntenkreis bisher kein Thema. Für die eigenen Veröffentlichungen wird es häufig als ausreichend erachtet, dass sie von anderen Wissenschaftlern gelesen werden und diese erhalten über ihre jeweiligen Forschungseinrichtungen Zugang zu den Onlineausgaben der meisten wissenschaftlichen Zeitschriften.

 

Mit den Erfahrungen, die Sie in den letzten Jahren gesammelt haben: Können Sie anderen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das Open Access-Publizieren – ob in Open Access-Zeitschriften (der sogenannte goldene Weg)  oder als Zweitveröffentlichung auf Qucosa (der sogenannte grüne Weg) – empfehlen?

 

Open Access führt zu einer größeren Sichtbarkeit der eigenen wissenschaftlichen Leistung. Für mich ist aber auch ein anderer Aspekt wichtig: Bildung und Forschung werden in Deutschland überwiegend mit öffentlichen Geldern finanziert. Dies birgt in meinen Augen auch die Verpflichtung, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Der freie Zugang zu Wissen steht für mich dabei an vorderster Stelle!

 

Wenn Sie dem Beispiel von Herrn Rosenthal folgen wollen, unterstützt die SLUB Sie gerne dabei. So können Sie uns beispielsweise mit der notwendigen Rechteprüfung für eine Zweitveröffentlichung Ihrer Forschungsarbeit beauftragen. Lesen Sie mehr über unser Serviceangebot Rechteprüfung auf unserer Webseite oder fragen Sie uns: openaccess@slub-dresden.de.

Ansichten: 4348
0

Heute ist der Tag der Bibliotheken

Am 24. Oktober 1828, vor 185 Jahren, öffnete in Großenhain/Sachsen die erste Gemeindebibliothek Deutschlands. Karl Benjamin Preuskerebnete allen Einwohnern Wege zur Bildung und Ausbildung. Gleichzeitig entwarf er ein gestuftes Bibliothekssystem von der Dorf- bis zur Nationalbibliothek. Sein Traum ist Wirklichkeit geworden. Allein in Sachsen gibt es heute 464 öffentliche und 43 wissenschaftliche Bibliotheken. Gestern hat die Stadtbibliothek Auerbach den Sächsischen Bibliothekspreis erhalten. Ausgezeichnet wurde ein städtisches Bibliotheksentwicklungskonzept, das vom Stadtrat vorbildlich unterstützt wird (es ist erst das zweite in Sachsen neben Dresden). Leseförderung,  die Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen, auch mit Kindern mit Handicap, spielt in Auerbach eine wichtige Rolle.

 

 

Der Sächsische Bibliothekspreis 2013 für erfolgreiche Leseförderung in Auerbach – eine glückliche Bibliothekarin zwischen Ministerin, Oberbürgermeister und Tourismuschef. Foto: Hagen Hartwig

 

Während sich die kleinen Bibliotheken vor Ort als soziale und kulturelle Bildungseinrichtungen aufstellen müssen, setzt sich die SLUB insbesondere für digitale Dienste ein. Die digitalen Sammlungen kommen der ganzen Region und allen Hochschulen zugute. Aktuell veranstaltet die SLUB die Open Access-Woche.  Open Access ist die Umsetzung der Idee der frei zugänglichen Bibliothek unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts. Unter dem Motto "Gemeinschaft macht stark" gibt die SLUB seit 2008 das Magazin der Bibliotheken in Sachsen (BIS) heraus, um die Zusammenarbeit zwischen allen Bibliotheken und die gemeinsamen Erfolge und Herausforderungen transparent zu machen.

Kommentare

Winckelmann in Rundfunk und Fe...
16.12.2017 11:17
ad rem Winkelmann
11.12.2017 11:53
@Klimaanlage?
11.12.2017 08:40
Zukunft
08.12.2017 14:52
Zukunft? 2
08.12.2017 13:29

Social Media

Youtube Flickr

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 2.0 Nachrichten