1. SLUB Dresden
  2. SLUBlog

SLUBlog

Archiv: April 2015

Ansichten: 4429
6

Jugend hackt in der SLUB: jetzt anmelden!

Die Anmeldung ist eröffnet: Nach zwei Jahren in Berlin erweitert die Initiative "Jugend hackt" ihre Grenzen. Mit Hack Your City!, einem Programm zum Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt, bietet die SLUB im Juni drei Tage lang Raum für das erste Jugend hackt Ost – unter anderem im Makerspace. Organisiert wird dieser dreitägige Hackathon vom Medienkulturzentrum Dresden.

 

 

Junge Programmiertalente und Bastler/innen zwischen 12 und 18 Jahren aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Thüringen treffen sich am 5., 6. und 7. Juni 2015 in Dresden, um mithilfe offener Daten und selbstgebauter Hardware kreative Lösungen für die Herausforderungen der Zukunftsstadt zu finden: Welche Bevölkerungsgruppen haben wie viel Platz in der Stadt? Wie barrierefrei ist der Nahverkehr? Ab wann wird der Wasserstand der Elbe gefährlich? Und - das ist der Reiz an "Jugend hackt" für uns in der SLUB: Wie können die Daten, Medien und Räume unserer Bibliothek beim Hacken und Entdecken der Zukunft helfen?

Ansichten: 754
0

Makerspace in Music – Zum Unesco-Welttag des Jazz

Wohl kaum ein musikalisches Genre ist so vielseitig wie der Jazz. Musikerinnen und Musiker vermischen darin bekannte, mitunter sehr klassische Themen mit spontanen Einfällen. Dabei entstand die Basis dieser Musik aus dem Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen in Nordamerika: aus den afroamerikanischen Stilen der Südstaaten wie Blues und Gospel, den verschiedenen musikalischen Genres der Karibik und der Musik europäischer Einwanderer.

 

Und auch wenn der Begriff "Jazz" nicht jedem zusagt, steht er heute vor allem für Innovation und kulturelle Vielfalt in der Musik, die gedankliche Schranken und Grenzen überwindet, wie die Deutsche UNESCO-Kommission auf ihrer Seite zum heutigen Internationalen Tag des Jazz, betont: "Für alle Stilrichtungen des Jazz waren Improvisation, Individualität und Spontaneität zentrale Elemente. Jazzbühnen wurden zu Foren für freie Meinungsäußerung, für Toleranz und respektvollen musikalischen Dialog – ohne Unterschied von Rasse, Religion oder nationaler Herkunft."

 

Wir nehmen dies am Welttag des Jazz zum Anlass, um auf unser Angebot zu diesem musikalischen Themenfeld hinzuweisen. Im SLUB-Katalog und im Freihandbestand der Mediathek (Systematik-Gruppe SM 4) finden Sie CDs quer durch die Jazzgeschichte von Interpreten wie Louis Armstrong bis Joe Zawinul. Außerdem stellen wir Notenausgaben mit Jazz-Arrangements zur Verfügung sowie zahlreiche Bücher über Jazz. In Der Marsalis-Faktor von Christian Broecking lässt sich beispielsweise nachlesen, warum der Grandseigneur dieser Musik, Wynton Marsalis, den Begriff "Jazz" gerade besonders mag.

 

Ganz besonders möchten wir aber auf die seit jeher lebendige Jazzszene in Sachsen aufmerksam machen, die in unseren Beständen durch vielfältige Publikationen, Fotos, Ton- und Filmaufnahmen dokumentiert und direkt erlebbar ist.

 

Foto: Bläserensemble (drei Saxophonisten, Pianist, Schlagzeuger und Trompeter) während eines Auftritts in einem Salon (in Dresden?). SLUB/ Deutsche Fotothek

 

So finden Sie etwa CDs zum Internationalen Dixieland Festival, das dieses Jahr mit zahlreichen internationalen Gästen zum 45. Mal stattfindet oder von der Blue Wonder Jazzband, die ihr vierzigjähriges Bühnenjubiläum begeht – die Elb Meadow Ramblers werden 2015 bereits 60 Jahre alt.

 

In Sachsen finden sich nicht nur Herkunft und Wirkungsorte von Größen wie Uschi Brüning und Günter Sommer, an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden lehren neben letzterem auch Stars wie Céline Rudolph und Till Brönner. Dass im Jazz wie in einem Makerspace immer wieder Neues entsteht, zeigt besonders die Generation ihrer Schülerinnen und Schüler, wenn Gruppen wie Placebo Flamingo, Pin Addix oder Tann mitunter diverse Genres zwischen traditionellem Jazz bis hin zu elektronisch anmutender Musik, Rock oder Ska mischen oder auch, wenn das Singer/Songwriter-Projekt Lestat Vermon in Dresdens Jazzclub Nr.1, der Tonne, auftritt.

 

 

Die Band Tann

 

All diesen lokalen Künstlerinnen und Künstlern, deren CDs Sie größtenteils auch in unserem Bestand finden*, haben wir ein Hörlog #7 auf unserer Hörbank gewidmet. Damit können Sie in die lokale Szene hineinhören und möglicherweise dient es Ihnen wiederum als Inspirationsquelle. Denn "Jazz is neither specific repertoire. Nor academic exercice … but a way of life", wie der Trompeter Lester Bowie (1941-1999) einmal sagte.

 

 (* Die verlinkten Titel stellen nur eine Auswahl aus einer Vielzahl der Tonträger der Künstlerinnen und Künstler dar.)

Ansichten: 1379
2

Es war einmal... SLUB-Hörbank mit Märchen der Gebrüder Grimm

Die Erstausgabe der "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm erschien am 20. Dezember 1812. Seitdem wurden sie in rund 160 Sprachen übersetzt und erschienen in zahlreichen Auflagen. Weltweit assoziieren Generationen von Menschen ihre Kindheit mit den Märchen des berühmten Brüderpaares. Die unzähligen Verfilmungen, Zeichentrickfilme und Hörbücher beweisen, dass das Interesse bis heute nicht nachgelassen hat.

 

Die berühmte Märchensammlung wurde von Jacob und Wilhelm Grimm im Zeitraum von 1812 bis 1858 herausgegeben. Die Anregungen für ihre Sammeltätigkeit haben die Brüder von den Romantikern Clemens Brentano und  Achim von Arnim erhalten. Mit ihrer Sammlung "Des Knaben Wunderhorn" wollten sie verhindern, dass Liebes-, Soldaten-, Wander- und Kinderlieder vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert in Vergessenheit geraten. Auch die Brüder Grimm wollten einen Beitrag dazu leisten. So entstand die Idee, Märchen, die bis dahin oft nur mündlich überliefert worden waren, in gedruckter Form zu verewigen.

 

In Kassel, wo die Brüder Grimm nach ihrem Studienabschluss 1806 wohnten, begannen sie, Märchen zu sammeln und zu überarbeiten. Viele erotische Anspielungen oder Grausamkeiten wurden beseitigt, um die Sammlung für das breitere Publikum und vor allem für Kinder attraktiver zu machen.

 

Auf unserer Hörbank am Infopunkt Musik/Mediathek der Zentralbibliothek (Ebene -1) bieten wir Ihnen eine Auswahl von Märchen, die in den 60er und 70er Jahren in der DDR auf Schallplatten erschienen sind. Die Stimmen bekannter und beliebter Schauspieler wie Rolf Hoppe, Rolf Ludwig, Franziska Troegner und Käthe Reichel nehmen Sie mit in die zauberhafte Welt von Feen, Hexen und sprechenden Tieren – dorthin, wo stets das Gute siegt.

 

Eine kleine Ausstellung zum Leben und Wirken der Brüder Grimm und eine Auswahl ihrer alten Drucke, von Briefen und Handschriften finden Sie in  unserem Buchmuseum, das täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist. Öffentliche Führungen finden jeweils samstags um 14 Uhr statt, Treffpunkt ist das Foyer der SLUB.

 

Foto oben: Jakob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Band. 1.: A – Biermolke. - Leipzig: Hirzel, 1854. Signatur: 1.B.2127-4,1,1
Foto unten: SLUB/ André Rous

Ansichten: 601
0

SLUB-Daten bereichern Coding da Vinci

Am vergangenen Wochenende begann in Berlin der zweite Kultur-Hackathon Coding da Vinci. Neben 32 anderen Kulturinstitutionen ist in diesem Jahr auch die SLUB mit verschiedenen Datensets aus den Digitalen Sammlungen und der Deutschen Fotothek dabei. Insgesamt haben sich 150 Teilnehmer/innen registriert, die aus den Kulturdaten neue Anwendungen wie Apps, Spiele oder Dienste entwickeln wollen. Wir hoffen natürlich, dass unsere Daten Interesse finden und daraus spannende Projekt entstehen. Ins Rennen geschickt haben wir die Bibliotheca Gastronomica – eine Sammlung rund ums Essen und Genießen -, die Reisefotografien von Oswald Lübeck und Franz Grasser, das neu erworbene Tagebuch von Johann Andreas Silbermann und drei Stücke aus der Virtuellen Schatzkammer. Der Hackathon dauert zehn Wochen und die besten Projekte werden am 5. Juli in Berlin prämiert.

 

Coding da Vinci - Der Kultur-Hackathon ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Open Knowledge Foundation Deutschland, der Servicestelle Digitalisierung Berlin und Wikimedia Deutschland. Die Ergebnisse des ersten Hackathons von 2014 können auf der Webseite angesehen werden.

 

Fotos: CC-BY 3.0: Heiko Marquardt

Ansichten: 784
0

Digital auf dem Vormarsch - Nutzer-Trends zum Welttag des Buches

Zum Welttag des Buches ziehen wir Bilanz zur Entwicklung unserer Besucherzahlen und Benutzung. Unsere Nutzungszahlen steigen. Und obwohl die Zahlen der Vor-Ort-Besucher seit 2014 im Vergleich zu den Vorjahren erstmals leicht rückläufig sind, nehmen die Online-Zugriffe auf die digitalen Angebote um so mehr zu. Die Nachfrage nach den „Digitalen Sammlungen“, dem digitalisierten historischen Bestand der SLUB, fiel im ersten Quartal dieses Jahres mit 1.017.523 Zugriffen erneut deutlich höher aus als im Vergleichszeitraum 2014 mit 771.116 Zugriffen. Die Digitalen Sammlungen der SLUB enthalten derzeit über 90.000 Bände sowie über 1,5 Millionen Fotos, Karten und Zeichnungen. Daneben hat die SLUB aktuell rund 80.000 E-Books von Verlagen und anderen Anbietern fest lizenziert und bietet in ihrem Katalog weitere Titel zur Auswahl an. Im ersten Quartal 2015 verzeichnete die Bibliothek ca. 570.000 E-Book Downloads.

 

Außerdem entwickeln wir unsere digitalen Nutzer-Services stetig weiter. Unser digitales 3-D-Gebäudemodell verbindet die digitale Welt mit der analogen: Wenn Sie ein Buch im SLUB-Katalog gefunden haben, bekommen sie dessen Standort im 3-D-Modell angezeigt. Das erleichtert die räumliche Orientierung und die Auffindbarkeit der digital recherchierten Medien im Freihandbereich.

 

Die SLUB Katalog-App für mobile Geräte ist jetzt barrierefrei nutzbar und bietet erweiterte Funktionen. Bislang gab es 10.200 App-Downloads von Android- und 8.220 Downloads von iOS-Geräten.

Social Media

Youtube Flickr

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 2.0 Nachrichten