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SLUBlog

Archiv: Dezember 2017

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Frohe Festtage und ein gutes Neues Jahr

Liebe BesucherInnen der SLUB,

 

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SLUB wünschen Ihnen frohe Festtage und ein gesundes und glückliches Neues Jahr. Zwischen den Jahren hat die Zentralbibliothek wie üblich für Sie geöffnet.

 

Unsere Online–Dienste stehen Ihnen wie gewohnt durchgehend zur Verfügung. Ein Vergnügen ist es, auf dem Tablet in den historischen Kollektionen zu stöbern und zu lesen. Die Karikatur unserer diesjährigen Weihnachtskarte finden Sie z.B. in einer Illustrierten von 1927. Schon vor 90 Jahren fühlten sich viele durch Einkauf und Umtausch zwischen den Jahren gestresst.

 

Entspannen Sie sich also und blättern Sie online z.B. in den digitalisierten Illustrierten

 

Wir freuen uns auf Sie im neuen Jahr.

Mit besten Grüßen
Ihr Thomas Bürger

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Ein Leser par excellence – Roger Paulin zum 80. Geburtstag

Umberto Eco wusste, wie man Bibliothekare glücklich macht: man muss sie um Auskunft bitten. Noch glücklicher sind Bibliothekare freilich, wenn Wissenschaftler ihnen helfen, unbekannte Teile der Überlieferung aus den Magazinen zu heben und diese zu erforschen.

Ein Leser und Forscher par excellence ist Roger Paulin, der heute in Cambridge seinen 80. Geburtstag feiert. Seit Jahrzehnten erforscht der in Neuseeland Geborene, der in Heidelberg studierte und bis 2005 Germanistik in Cambridge lehrte, die europäische Literatur und Kultur der Aufklärung und Romantik.
In Zeiten des geteilten Deutschland fuhr er mit seiner aus Kiel gebürtigen Frau Traute, die er während des Studiums kennenlernte, im Familien-Passat an die Orte deutscher Romantik, natürlich auch nach Dresden.
Dem Dresdner Ludwig Tieck widmete er 1985 eine literarische Biographie, mit seinem jüngsten Buch, 2016 englisch und 2017 deutsch erschienen, verfasste er die erste umfassende Biographie über den Kosmopoliten, Kritiker, Übersetzer und Autor August Wilhelm Schlegel. Dafür studierte er intensiv den umfangreichen Dresdner Nachlass, nicht zuletzt auch Schlegels Manuskripte seiner berühmten Shakespeare-Übersetzungen.
Roger Paulin hat uns ermutigt, die über 5000 Briefe umfassende Korrespondenz mit über 700 europäischen Persönlichkeiten in einer digitalen Edition zu veröffentlichen, die seit 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird.

Wir gratulieren Roger Paulin zu seinem runden Geburtstag und zu seinem neuen großen Standardwerk über August Wilhelm Schlegel. Und wir danken ihm, dem Leser par excellence, für zahlreiche Impulse und Ermutigungen: ad multos annos!

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9. Dezember: In memoriam Johann Joachim Winckelmann

Vor 300 Jahren, am 9. Dezember 1717, wurde Johann Joachim Winckelmann, Begründer der Wissenschaftsdisziplinen Klassische Archäologe und Kunstgeschichte, in ärmlichen Verhältnissen als Sohn eines Schusters in Stendal/Altmark geboren. Nach dem Besuch der Lateinschule in Stendal und des Cöllnischen Gymnasiums in Berlin studierte der begabte Schüler 1738-1740 mit mäßigem Erfolg Theologie in Halle. Nach abgebrochenen neuphilologischen sowie medizinisch-naturwissenschaftlichen Studien in Jena war er 1742-1748 als Lehrer u. a. für Griechisch und Latein in Hadmersleben und Seehausen/Altmark tätig.

 

 

Des preußischen Schuldienstes in der Provinz müde, zog er 1748 nach Nöthnitz bei Dresden, um dem Grafen Bünau als Bibliothekar und Hilfskraft bei der Erarbeitung von dessen „Kaiser- und Reichshistorie“ zu dienen. Im Herbst 1754 quittierte er den dortigen Dienst und verbrachte das darauffolgende Jahr in Dresden mit Studien in den reichen Kunstsammlungen, nahm beim befreundeten Maler Adam Friedrich Oeser Zeichen- und Kunstunterricht und veröffentlichte seine „Gedanken über die Nachahmung der Griechischen Wercke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“. Im Herbst 1755 ging er als kurfürstlicher Stipendiat nach Rom, wo er es auf Empfehlung seines Gönners Kardinal Alessandro Albani schließlich bis zum Kommissar der Altertümer von Rom brachte.

 

 

Schon im nächsten Jahr gilt es, der 250. Wiederkehr des frühzeitigen Todes Winckelmanns durch Ermordung in einer Herberge in Triest am 8. Juni 1768 zu gedenken. Aus diesem Anlass werden vom 30. Mai bis 2. September 2018 in der Schatzkammer des Buchmuseums der SLUB eigenhändige Briefe, Handschriften, gedruckte Erstausgaben und bildliche Zeugnisse zum Wirken Winckelmanns als Gelehrter und Bibliothekar aus dem Bestand der SLUB und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu sehen sein. Seien Sie gespannt auf die neue Ausstellung im kommenden Jahr!

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Fünf Jahrzehnte Dresden im Bild: Neuer Bildband aus Beständen der Deutschen Fotothek erschienen

Auf dem Umschlag zwei Frauen auf dem "Blauen Wunder", Dresdens bekannter Brücke, wenige Jahre nach Kriegsende. Keine Spur von den Schrecken des Krieges, von Trümmern und Schutt, die Richard Peter sen. (1895–1977) zur gleichen Zeit wieder und wieder fotografierte. Mit diesen 1950 in Dresden - eine Kamera klagt an publizierten Aufnahmen wurde er international bekannt. Sein fotografisches Werk in der Deutschen Fotothek gestaltet sich jedoch weit umfangreicher und vielfältiger.

 

Cover der Publikation (Richard Peter sen.: Auf dem Blauen Wunder, um 1950)

 

Anlässlich seines 40. Todestages vereint dieser Bildband erstmals Peters fünf Jahrzehnte umspannendes Schaffen in Dresden, von altem bürgerlichen Glanz bis zu neuer Blüte im Sozialismus. Die Motive reichen von ersten Publikationen der 20er-Jahre in Zeitschriften wie "Photo-Technik" oder in Werbezeitschriften und Monatsblättern der großen Fotofirmen, die ihn als an der Bildsprache des "Neuen Sehens" geschult ausweisen, über die berühmten Fotografien der 40er-Jahre bis zu Aufnahmen der Stadt mit restaurierten Monumenten, Neubauten und gesellschaftlichem Leben der 50er-, 60er und 70er-Jahre. Zentrales Thema sind die Menschen in ihrer Stadt und nicht zuletzt immer wieder Nachtaufnahmen der eleganten Elbmetropole.

 

Richard Peter sen.: Trümmerschutthalde vor der Yenidze, Weißeritzstraße, 1945/49

 

Richard Peter senior: Fotografie in Dresden 1926 bis 1976
Herausgegeben von Jens Bove
Verlag der Kunst Dresden 2017
Gebunden mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 24 x 27 cm
ISBN 978-3-86530-237-3
29,95 €

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Onnea, Suomi! – Finnland wird 100

Während wir Deutschen heute Morgen in unsere geputzten Stiefel geschaut haben und darauf hofften, dass der Nikolaus uns kleine Überraschungen darin hinterlassen hat, feiern an diesem 6. Dezember etwa 5,5 Millionen Finnen zum einhundertsten Mal ihren Unabhängigkeitstag, den itsenäisyyspäivä. Etwa 1.800 Finnen haben zu diesem Anlass eine Einladung von ihrem Präsidenten, Sauli Niinistö, erhalten und werden den Abend beim traditionellen Empfang im Präsidentenpalast verbringen. Der Empfang wird live im ersten Fernsehen übertragen und ist die meist gesehene Sendung des Jahres. Neben den Mitgliedern der Staatregierung, zahlreichen inländischen und ausländischen Amts- und Würdenträgern sind auch Prominente aus Kultur, Wirtschaft und Sport geladen.

 

(Copyright: Suomi 100_Leena Koskela)

 

Wer zuhause feiert, der stellt sein Fernsehgerät an und zwischen 18 und 21 Uhr zudem zwei blau-weiße Kerzen ins Fenster. Die Herkunft dieser beliebten Tradition ist nicht genau geklärt. Der Nationalfeiertag ist, wie in allen skandinavischen Ländern ein „Flaggentag“. Außerdem werden landesweit Fackelzüge organisiert und Gottesdienste besucht.

 

Seinen hundertsten Geburtstag feiert Finnland mit einer Party, die eigentlich schon im Januar begonnen hat und weltweit stattfindet. Das globale Festprogramm kann man auf dieser Seite verfolgen. In diesen Tagen erstrahlen viele Denkmäler und Wahrzeichen in blau-weißem Licht, zum Beispiel das Kolosseum in Rom oder die Christusstatue in Rio de Janeiro. Auch in Dresden veranstaltet die finnische Gemeinde einzelne Events zum runden Geburtstag ihres Landes.

 

Bibliothekenland Finnland

 

Die Finnen lieben ihre Bibliotheken und nutzen diese intensiv. Das hat nicht nur damit zu tun, dass das Bibliothekswesen in Finnland bei der Pflege und Erhaltung von Volksbildung, nationaler Kultur und Sprache seit je her eine große Rolle spielt. Die finnischen Bibliotheken richten sich auch stark nach den sich verändernden Bedürfnissen ihrer Besucher, einige verstehen sich sogar als „Erlebnisbibliotheken“.

 

(Copyright: Suomi100 _Katja Lösönen)

 

Die Besucher würdigen dieses Bemühen mit jährlich ca. 17 Entleihungen pro Einwohner (vgl. Deutschland: 5,5 Entleihungen pro Einwohner) und mit 9 Bibliotheksbesuchen pro Jahr und Einwohner (vgl. Deutschland: 1,4 Besuche). In ihren Bibliotheken nutzen die Besucher selbstverständlich einen Breitbandzugang ins Internet, denn auch da investiert Finnland seit Jahren massiv und ist somit in Europa Digitalisierungsmeister.

 

Wer ein Stückchen Finnland in der SLUB sucht, kann leicht fündig werden. Allein unter dem Stichwort „Suomi“ (dt.: Finnland) findet die Katalogsuche über 2.000 Medien. Darunter sind alte Aufnahmen in der Fotothek, die die Forstwirtschaft und Flößerei Finnlands dokumentieren, ebenso zu finden wie Werke des einzigen finnischen Literaturnobelpreisträgers Frans Eemil Sillanpää. Die meisten davon, bspw. der Welterfolg „Silja, die Magd“, in deutscher Übersetzung, aber „Eines Mannes Weg“ kann auch im Original gelesen werden. („Miehen tie“) Luetaan! Lesen Sie los!

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