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Archiv: Februar 2018

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Zitieren und gute wissenschaftliche Praxis - SLUB-Handreichung zum wissenschaftlichen Arbeiten erschienen

Ein wesentlicher Bestandteil wissenschaftlicher Kommunikation im Allgemeinen sowie guter wissenschaftlicher Praxis im Besonderen ist das Zitieren. Sprichwörtlich "auf den Schultern von Riesen" wird durch Zitate die persönliche wissenschaftliche Arbeit mit den Erkenntnissen und Ergebnissen Anderer in direkte Beziehung gesetzt. Besonders Studierende sind oft unsicher, was und wie zitiert wird. Um mehr Sicherheit zu geben und Hilfestellung in diesem Prozess zu schaffen, hat ein Autorinnenteam der SLUB kürzlich eine umfangreiche Handreichung zum wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Schwerpunkt auf das korrekte Zitieren erarbeitet. Diese ist auf dem Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa veröffentlicht:

 

Heike Marschner, Katrin Bicher, Marlies Krause, Manuela Queitsch, und Daniela Zabel. „Zitieren : Handreichung zum wissenschaftlichen Arbeiten“. SLUB Dresden, 6. Februar 2018.

 

Die Handreichung soll vornehmlich zur Orientierung der Studierenden an der TU Dresden dienen, wendet sich aber auch an Forschende in anderen Qualifikationsstadien. Sie geht auf grundsätzliche Fragen und generelle Übereinkünfte des Zitierens ein und gibt einen Überblick über Sinn und Anwendung des Zitates: Was, warum und wie wird zitiert.

 

"Sie will und kann die Zitierempfehlungen der einzelnen Bereiche und Fakultäten nicht ersetzen, diese vielmehr unterstützen und zur Reflexion einiger Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens einladen." (Generaldirektor der SLUB Dresden, Prof Dr. Thomas Bürger, in seinem Vorwort)

 

Eingebettet ist die Handreichung zum Zitieren in vielfältige SLUB-Services zum Schreiben und Publizieren. Auf ihrer Basis entsteht beispielsweise unter dem Label SLUBcasts auch eine Reihe kurzer Videoclips zum Zitieren. Hier tauschen sich die (fiktiven) Studierenden Emma und Max zum Thema im SLUB-Kontext aus. Die erste Folge unter dem Titel "Warum ist Zitieren notwendig?" ist bereits erschienen:

 

Außerdem bereiten wir ein Kursangebot zum Zitieren vor. Bereits im Rahmen der Langen Nacht des Schreibens (LNdS) am 1. März 2018 hier in der SLUB wird es einen Impulsworkshop zum Zitieren geben. Die Anmeldung zum Workshop erfolgt direkt vor Ort im Rahmen der Langen Nacht im SLUB-Vortragssaal ab 18 Uhr. Die Veranstaltungsankündigung und die Anmeldung zur LNdS 2018 selbst finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. Für detaillierte und auch fortlaufend aktualisierte Informationen zum Thema Zitieren und gute wissenschaftliche Praxis schauen Sie doch mal hier vorbei auf. Auch eine curriculare Einbindung der SLUB-Services zum Zitieren ist denkbar.

 

Wir freuen uns sehr über Ihr Feedback zur Handreichung, zu den SLUBcasts über das Zitieren und natürlich auch auf Ihr Interesse an der Langen Nacht des Schreibens.

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Mit Feuer und HighTech Draht kurz vorm Ziel: Finale der Smart³Academy im SLUB Makerspace

Sogenannte "Smart Materials" passen sich selbstständig an veränderte Umweltbedingungen an. Dadurch ermöglichen sie trotz vereinfachter Strukturen eine hohe Funktionalität und somit völlig neue Perspektiven im Produktdesign. Kreative Tüftler, die mit solchen intelligenten Werkstoffen experimentieren wollten, trafen sich in den letzten vier Monaten regelmäßig zur Smart³Academy im SLUB Makerspace unter dem Motto „Smart Materials anwenden –  Erfinde dein intelligentes Produkt“. Welche Erkenntnisse die knapp 20 Teilnehmer gewonnen haben, stellen Sie morgen im Finale vor. In einem Pitch stellen sich die Teams der Jury.

 

 

Das Finale der Smart³Academy findet morgen (21.02.2018) um 17.00 Uhr im SLUB Makerspace statt und ist öffentlich.

 

Die Smart³Academy

Idee der semesterbegleitenden Smart³Academy ist es, die Teilnehmer in praktischen und vielseitigen Sessions mit Smart Materials und den Werkzeugen im SLUB Makerspace vertraut zu machen und dabei gleichzeitig eine neue Anwendung, einen Prototyp, zu entwickeln. Nach einem Meetup im Oktober tüftelten die TU und HTW Studierenden in sieben Teams an neuen Ideen für die Nutzung von smarten Materialien. Sie arbeiteten an intelligenter Verschattung, neuartigen Schlössern bis hin zu Formgedächtnislegierungen (FGL-Mechaniken) für Flugzeuge oder flexiblen Zelten.

Viele Ideen wurden erdacht, einige wieder verworfen und neu gestartet. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Künstlern (the Constitute), Lernprogrammen zur Makerspace Technik (z.B. Geräteführerscheine), aber auch Impulstreffen zur Ideenfindung mit der Wissensarchitektur der TU oder Workshops zu Themen wie "Innovative Geschäftsmodelle" mit Dr. Schiedgen von der Fachhochschule Dresden rahmte die Academy. Input gab es auch von den Teilnehmern der Aktionswoche "Physical Computing". Hier hatten lokale Maker und Studenten zusammen in einer Intensivwoche die Smart Materials mit Arduino kombiniert. Was bei der Arbeit im #Rosenwerk und im SLUB Makerspace herausgekommen ist, fand ebenfalls Eingang in die Projekte der Smart³Academy Teams.

Was ist dabei herausgekommen?

Ziel der Smart³Academy war neben einem intensiven, fächerübergreifenden Austausch zwischen den Teilnehmer zunächst zu lernen, wie genau die Smart Materials funktionieren und dimensioniert werden und dann eine eigene Idee möglichst weit voran zu bringen. Die Projekte sollten ursprünglich schon Ende Januar final präsentiert werden. Da den Teams aber noch etwas Zeit fehlte, um ihre Modelle zu perfektionieren, wurde die erste Smart³Academy um vier Wochen verlängert. Morgen findet nun das Finale im SLUB Makerspace statt, bei dem Teams ihre Prototypen und Projekte vorstellen. Die Jury entscheidet schließlich über das beste Projekt und verleiht danach den "Smart³Academy Award". In der Jury sitzen Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, d.h. von der TU Dresden, der HTW Dresden, aber auch von Dresden Exists und vom Technologie Zentrum Dresden.

Kooperationspartner

Die Veranstaltungsreihe wurde gemeinsam mit unseren Makerspace Kooperationspartnern Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, dem Innovationsnetzwerk smart³ und der Wissensarchitektur der TU Dresden durchgeführt.

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Auseinandersetzung mit der Geschichte: Sächsische NS-Tageszeitung „Der Freiheitkampf“ digital zugänglich

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen und politischen Lebens. Schwierige Aspekte der Vergangenheit aufzuarbeiten und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart kennenzulernen, ist unerlässlich für ein demokratisches Miteinander. Dazu gehört es auch, das Gedankengut der NS-Zeit für Wissenschaft und Forschung verfügbar zu machen und in seinen Folgen zu untersuchen. Im Rahmen des DFG-Projekts Digitalisierung historischer Zeitungen hat die SLUB Dresden die Ausgaben der sächsischen NS-Zeitung „Der Freiheitskampf“ von 1930 bis 1945 digitalisiert; das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung erschließt diese inhaltlich in Form einer Online-Datenbank, um die Zeitungen leichter recherchierbar und für wissenschaftliche Zwecke effektiver nutzbar zu machen. Sowohl in der Bibliothek des HAIT als auch an einem passwortgeschützten Spezial-Arbeitsplatz in der SLUB kann "Der Freiheitskampf" eingesehen werden. Aktuell sind die Jahrgänge 1930 bis 1935 fertig bearbeitet und in der Datenbank verzeichnet.

 

Zum Hintergrund

Die nationalsozialistische Zeitung „Der Freiheitskampf“ erschien vom 1. August 1930 bis 8. Mai 1945. Neben Artikeln aus den Bereichen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erhielt sie auch wichtige Informationen zu Daten, Ereignissen und Personen von regionaler Bedeutung. Nach dem kriegsbedingten Verlust zahlreicher NS-Akten stellt die Zeitung eine der zentralen Quellen zur Geschichte des Nationalsozialismus in Sachsen dar. Der jetzt freigeschaltete Jahrgang 1935 soll hier beispielhaft herausgegriffen werden: Knapp zwei Monate vor der Verkündung der Nürnberger Gesetze auf dem Reichsparteitag der NSDAP erschien am 18. Juli 1935 auf der Titelseite des „Freiheitskampf“ eine Liste mit Personen, die seit Ende 1934 in Sachsen wegen „Rassenschande“ verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenburg verschleppt wurden. Allein ein Liebesverhältnis zwischen „arischen“ und „jüdischen“ Personen genügte, um namentlich und mit Wohnort in der Tageszeitung an den Pranger gestellt und bedroht zu werden.

 

 

 

Dies ist einer von vielen antisemitischen Artikeln, die sich im Jahrgang 1935 der sächsischen NS-Zeitung „Der Freiheitskampf“ finden lassen. Mit ihnen sollte der „Volkszorn“ angeheizt werden. In Dresden konnte die Bevölkerung die Stimmungsmache gegen die jüdischen Bürger kaum übersehen. So finden sich Zeitungsberichte über große Banner mit antisemitischen Parolen, die in mehreren Stadteilen sichtbar angebracht wurden. Das Besuchsverbot der städtischen Bäder für Juden verbuchte der „Freiheitskampf“ als direkten Erfolg, da dies die Zeitung bereits mehrfach von der Stadtverwaltung gefordert hatte. Andererseits finden sich auch vereinzelte Hinweise auf Gegenaktionen und solidarisches Verhalten mit den Verfolgten. 

Im Jahrgang 1935 ist außerdem viel über die neue nationalsozialistische Gemeindeordnung, über die Organisation der NSDAP in Sachsen oder über Strafverfahren gegen Kommunisten zu finden.

 


Lesetipp
Thomas Widera, Martin Munke und Matti Stöhr (2017).
"Der Freiheitskampf" – Digitalisierung und Tiefenerschließung einer NS-Zeitung.

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Pracht und Glanz in Dresden: SLUB zeigt historische Bestände in einer Ausstellung

Morgen eröffnet in der Schatzkammer des Buchmuseums die Ausstellung "Prächtiges und festliches Dresden". Präsentiert wird eine Auswahl besonderer historischer Bestände, die dem Besucher den prächtigen Charakter der um 1556 von Kurfürst August angelegten Privatbibliothek, auf welche die heutige SLUB zurückgeht, vor Augen führt.
Gleichzeitig schlägt die Ausstellung den Bogen zu Festlichkeiten, die die Residenzstadt an der Elbe jahrhundertelang prägen sollten: feierliche Auf- und Umzüge, Jagden oder Festmusiken. Neben dem Bild-Zyklus "Marienleben" von Albrecht Dürer, Notenhandschriften von Antonio Vivaldi und Bildern historischer Festumzüge zeigt die Ausstellung einen Stadtplan Dresdens von François Cuvilliés um 1761 sowie wertvolle Einbände des Renaissance-Buchbinders Jakob Krause. Diese in Kalbs- bzw. Schweinsleder gebundenen und teilweise mit vergoldeten Verzierungen versehenen Bücher gehören bis heute zu den Meisterwerken ihres Genres.

Einen ersten Eindruck der Exponate bekommen Sie im Online-Ausstellungskatalog.

 

Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Thomas Haffner, Kerstin Hagemeyer, Perk Loesch, Katrin Nitzschke, Dr. Georg Zimmermann. Die Ausstellungsgestaltung übernahm Antje Werner.

 


Die Ausstellung in der Schatzkammer des Buchmuseums ist bis zum 15. Mai 2018 täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Kostenlose öffentliche Führungen finden jeweils samstags um 14 Uhr statt. Der Treffpunkt ist das Foyer der Zentralbibliothek.

 

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Bald 900 weitere Bände online: Architekturgeschichte, Mode und Design der Dresdner Kunsthochschule

Historische Bestände nachhaltig zu sichern und frei verfügbar zu machen, ist eine zentrale Aufgabe moderner Bibliotheken. Das Landesdigitalisierungsprogramm Sachsen, das seitens der SLUB koordiniert wird, bündelt Aktivitäten, um einen umfassenden Online-Zugang zu Informationen und Objekten der kulturellen und wissenschaftlichen Überlieferung des Freistaates Sachsen für Zwecke der Lehre und Forschung sowie für die breite Öffentlichkeit zu schaffen. Dies umfasst nicht nur die Erschließung von beispielsweise historischen Adressbüchern, Karten oder Handschriften, sondern auch Werke der Kulturgeschichte. Mit digitalisierten Werken der Kunstgeschichte, Architektur, Mode und Design beteiligt sich nun auch die Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK), die zu den ältesten Kunstakademien in Deutschland zählt, daran.

 

Dort wurde im 18. Jahrhundert mit anfangs bescheidenen Mitteln der Ankauf von Büchern für die Architekturabteilung begonnen. Der Erwerb der Bibliothek des verstorbenen Oberlandmeisters Johann Gottlob Hauptmann im Jahre 1814 wird als erster bedeutender Zugang dieser Akademiebibliothek angesehen. Auch wenn die Bibliothek der HfBK durch die Bombardierung Dresdens 1945 einen großen Teil ihres Literaturbestands verlor, so blieben doch bedeutsame historische Bestände, insbesondere des Fachbereichs Architektur, erhalten.

 

In der Detailsuche unserer Digitalen Kollektionen können Sie die ersten Titel der „Hochschule für Bildende Künste Dresden“ bereits finden: Werke aus Paris, Rom, Brüssel, Weimar, Hamburg, Dresden, Braunschweig, Stuttgart & Tübingen sowie Leipzig, die bis ins 18. Jahrhundert zurückgehen. Für die kürzlich begonnene Digitalisierung sind insgesamt rund 900 Bände vorgesehen. Sie werden in den kommenden Wochen online veröffentlicht. Weitere fast 1.000 Fotos und Bilder der HfBK finden Sie außerdem in den Beständen der Deutschen Fotothek.

 

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