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SLUBlog

Autor: Christina Schneider

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Schon jetzt in den Kalender eintragen: Die SLUB-Highlights der nächsten Monate

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende, der Kalender für 2019 ist vielleicht schon gekauft, die Adventssaison ist eröffnet (zumindest hat der Dresdner Striezelmarkt seine Tore geöffnet) und in wenigen Wochen sitzen wir wie "alle Jahre wieder" mit unseren Familien und Freunden unter dem Tannenbaum. Aber natürlich gibt es auch Veranstaltungen jenseits des Heiligen Festes!

Die beste Medizin gegen vorweihnachtlichen Stress ist, so finden wir, ein Kinobesuch. Deswegen zeigen wir Ihnen am 20.12. zur Erholung vom Geschenke-Shopping das Kurzfilmprogramm "Made in Germany: Stadtleben". Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kurzfilmtages statt.

Für alle, die sich aber durchaus gern in Weihnachtsstimmung bringen lassen wollen, denen sei unser Adventskonzert am 12.12. empfohlen. Dann interpretiert der Chor der Jugendkantorei des Wurzener Domes u.a. Motetten des Kreuzorganisten Herbert Collum. Seien Sie herzlich willkommen!

Ein Ausblick auf 2019

Bild: Qatar National LibraryAuch wenn 2019 noch weit entfernt scheint, so lohnt auch jetzt schon ein Blick in unser Programm für Januar bis März: Eine spannende Diskussion zur Rolle der Bibliotheken und ihrer Architektur im digitalen Zeitalter können Sie am 17.1. bei uns verfolgen. Auf dem Podium sitzen neben den Bibliothekaren Prof. Dr. Claudia Lux (HU Berlin) , Dr. Achim Bonte (Generaldirektor SLUB Dresden) auch die beiden Architekten Rem Koolhaas (Niederlande) und Georg Gewers (Stuttgart).

Ende Januar starten wir in eine vierteilige Konzertreihe zum Thema "Musik der DDR". Im Februar gastiert erneut der Geschichtsmarkt in unseren Räumen, auf den wir uns ebenso freuen, wie auf die Lange Nacht des Schreibens, die in diesem Jahr auf den 7. März fällt.

Immer sehenswert sind die Ausstellungen in unserem Buchmuseum und in der Schatzkammer: Aktuell präsentiert die Deutsche Fotothek einen Teil ihrer umfangreichen Fotoalben-Sammlung und in der Schatzkammer können Sie eine Auswahl von Zeugnissen des Kulturaustausches zwischen Dresden und Italien bewundern. Lassen Sie sich gerne auch durch unsere Ausstellungen führen und erfahren Sie die eine oder andere Geschichte hinter den Exponaten. Die anstehenden Termine unserer kostenlosen Führungen finden Sie hier.

Immer gut informiert

Bild: SLUB Veranstaltungskalender Weitere Informationen lesen Sie im soeben erschienenen Programmheft. Es liegt ab 1.12. in der Zentralbibliothek der SLUB, unseren Zweigstellen sowie an vielen Bunte Medien-Ständern aus. Achten Sie auf das rote Quadrat! Bitte informieren Sie sich auch auf unserer Website und auf Facebook über weitere Veranstaltungen oder kurzfristige Änderungen. Für 2019 sind bereits viele weitere Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen in Planung. Sie dürfen gespannt bleiben!

 

Sie möchten unser Programmheft bequem nach Hause bekommen?
Bitte schreiben Sie uns Ihre Postadresse an oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de.

Oder doch nur direkt ins Mailpostfach?
Teilen Sie uns dafür bitte Ihre E-Mail-Adresse mit und geben an, ob wir diese Adresse auch für die Zusendung weiterer Veranstaltungsinformationen (wie Einladungen zu Konzerten oder Ausstellungseröffnungen) verwenden dürfen. Vielen Dank!

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Identität in der globalen Welt - Die Henry Arnhold Summer School 2018 hat begonnen

Der Begriff der Identität steht heute im Zentrum gesellschaftlicher Debatten und politischer Polarisierungen. Wo die einen Identität als ein offenes Konstrukt beschreiben, das auf globale Kontexte und kosmopolitische Einstellungen verweist, sehen andere den Begriff eher mit dem Lokalen, Ursprünglichen, dem Eigenen, kurzum mit Vorstellungen verbunden, die einer wie immer gearteten „Heimat“ zugehören. Wie aber kann Identität in einer global vernetzten Welt so verstanden werden, dass sie den damit verbundenen Spannungen gerecht wird? Und wie können Institutionen aus Kunst und Kultur in ihrer Funktion als Bewahrer von materiellen Zeugnissen auf die gegenwärtigen Herausforderungen reagieren? Was für ein Identitätsverständnis prägt sie und welche Identitätsangebote machen sie?  Diesen Fragen geht die sechste Henry Arnhold Dresden Summer School seit gestern in ihrem zehntägigen Programm nach. Dazu lädt sie Nachwuchswissenschaftler und Museumsfachleute aus neun Ländern zum Austausch mit renommierten Wissenschaftlern und internationalen Experten der größten Dresdner Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen ein.

 

Bild: Begrüßung zur Summer School im Klemperer-SaalDie SLUB möchte sich vor dem Thema "Identität in der globalen Welt" mit den Teilnehmern vor allem zur im Haus stattfindenden Provenienzforschung auseinandersetzen, einen Blick auf das DFG-Projekt "Weltsichten" werfen, das die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Deutsche Fotothek 2015-2017 gemeinsam bearbeiteten und sich zudem mit der Sammlung der "Saxonica" befassen.

 

Die Summer School, die 2012 unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Vorländer gegründet wurde, trägt den Namen des kürzlich verstorbenen Ehrensenators der TU Dresden, Henry H. Arnhold, dessen philanthropisches Engagement die Zusammenarbeit zwischen den Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen der Stadt nachhaltig geprägt hat. Als gemeinsames Projekt der TU Dresden, des  Deutschen Hygiene-Museums Dresden, des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist die Summer School darüber hinaus Ausdruck der erfolgreichen Zusammenarbeit im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept. Jedes Jahr befasst sie sich mit einem anderen thematischen Schwerpunkt.

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Unser Vortragssaal bekommt einen Namen: Klemperer-Saal

Die Architekten des Neubaus der neuen Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek hatten mit Voraussicht auch einen Saal für Veranstaltungen für das Haus geplant: einen Saal, der seit der Eröffnung 2002 nach dem gängigen Veranstaltungsformat "Vortrag"-ssaal benannt ist. Vorträge finden dort immer noch zuweilen statt, mittlerweile ist der Vortragssaal aber auch Heimat von Konzerten, Filmaufführungen, Empfängen, Lesungen und sogar Tanzveranstaltungen geworden. Mit der Umbenennung unseres größten Veranstaltungsraumes im Haus bekommen wir die Gelegenheit, Personen zu würdigen, die mit der SLUB in besonderer Beziehung stehen, weshalb die Benennung in "Klemperer-Saal" nahe lag.

 

 

Mit der neuen Bezeichnung wird gleich an mehrere verdiente Persönlichkeiten erinnert:

 

Victor Klemperer (1881-1960), Sohn eines Rabbiners, hatte ab 1920 bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten 1935 den Lehrstuhl für Romanistik an der Technischen Universität Dresden inne. Eine der vielen Repressalien während der Diktatur war ein Benutzungsverbot der Sächsischen Landesbibliothek. Seit 1977 konnte die SLUB die Tagebücher Klemperers sowie weitere Dokumente der Familie übernehmen. Die Tagebücher 1933-1945 wurden in viele Sprachen übersetzt, dienten als Filmstoff und sind ein Standardwerk im Geschichts- und Deutschunterricht.

 

Nicht näher verwandt mit dem Romanisten war der Dresdner Bankier Victor Klemperer von Klemenau (1873-1943), dessen 1938 beschlagnahmte Büchersammlung, darunter 549 wertvolle Inkunabeln, in die Bibliothek gelangte. Aus den Ausweichdepots kamen nach Kriegsende lediglich 12 Inkunabeln zurück. 1991 wurde der verbliebene Rest der Sammlung Klemperer an seine Erben restituiert. Victor Klemperers Vater Gustav (1852-1926), Direktor der Dresdner Bank und ebenfalls ein bedeutender Sammler, war Förderer und Ehrensenator der Technischen Universität Dresden.

 

Bild 1: SLUB Dresden/Cynthia Meißner

Bild 2: Porträtaufnahme des Schriftstellers Victor Klemperer (SLUB Dresden/Deutsche Fotothek)

 

 

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Fluch oder Segen? Wie uns die Digitalisierung verändert. – Ein Fazit der Diskussionsreihe

Volles Haus an vier Abenden im Vortragssaal der SLUB - so kann man wohl das erste Fazit unserer gemeinsamen Veranstaltungsreihe mit der Konrad Adenauer-Stiftung (KAS) ziehen, in der die Vor- und Nachteile der Digitalisierung insbesondere unter den vier Gesichtspunkten Gesellschaft, Verhalten, Sprache und Wissen diskutiert wurde. Dabei kamen zahlreiche Experten aus Dresden aber auch aus ganz Deutschland zu Wort.

Rückblick auf die Veranstaltungsreihe

Den Anfang machten der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow sowie die Informatikerin und Chaos-Computer-Club-Sprecherin Constanze Kurz, die sich beide vor allem mit der IT-Sicherheit auseinandersetzten und dort großen Nachholbedarf sahen. Justizminister Gemkow sieht sich diesbezüglich vor allem in Hinblick auf die Einführung der E-Akte konfrontiert. Die IT-Sicherheit war auch ein immer wiederkehrendes Thema in den Publikumsfragen.

 

 

Das größte Publikumsinteresse konnte Prof. Manfred Spitzer mit seinem Vortrag zum Thema "Digitalisierung und Verhalten" für sich verbuchen. Spitzer, der Bestsellerautor und Leiter einer psychiatrischen Klinik ist, mahnt stets, insbesondere kleine Kinder vor zu frühem Kontakt mit digitalen Medien zu schützen und trifft damit den Nerv vieler besorgten Eltern und Lehrer. Gleichzeitig musste er sich aber auch kritische Fragen zu seinen Darstellungen gefallen lassen.

 

 

Sehr unterhaltsam und informativ war der Abend mit Prof. Ludwig Eichinger, der noch bis Ende Juli das Institut für Deutsche Sprache in Mannheim leitet. Er bescheinigte der Digitalisierung eine ähnlich revolutionäre Auswirkung auf die Sprache wie die Erfindung des Buchdrucks, geht aber davon aus, dass sich für jedes Medium eine adäquate Sprache ausbilden wird, so dass es weniger zu einer befürchteten "Sprachverschlechterung" sondern eher einer breiteren Varietät kommen wird.

 

 

Den Abschluss unserer Reihe bestritten der Dresdner Informatik-Professor Gerhard Weber und der Nürnberger Kommunikationswissenschaftler Prof. Volker Banholzer, die hinterfragten, wie die Digitalisierung unser Wissen beeinflusst. Banholzer ging dabei vor allem auf die sich verändernde Rolle der Medien ein und die Tatsache, wie sich das Publikationsverhalten der Menschen geändert hat. Weber appellierte an das Publikum, an den immer neuen und sich weiterentwickelnden Techniken dranzubleiben - denn nur so können diese ihren Nutzen für uns voll entfalten und verlieren bei der Beschäftigung damit auch ihren "Schrecken".

 

 

Zwei Statements zum Abschluss

 

Prof. Dr. Thomas Bürger

Der Generaldirektor der SLUB, Prof. Dr. Thomas Bürger, resümiert:

 

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche trägt zur Gereiztheit aktueller gesellschaftlicher Debatten bei. Die Diskussionen haben gezeigt, dass das Interesse an guter Information und Wissen größer ist als die Lust am Krawall. Wie kann ich den Datenschutz mit größtmöglicher Datenfreiheit vereinbaren? Bis zu welchem Lebensalter sind Smartphones schädlich, ab welcher Lebensstufe ist der Erwerb von Medienkompetenz notwendig? Zwei von vielen Zukunftsfragen, die nur sachlich und gelassen beantwortet werden können. Eine schöne Erkenntnis der Reihe: Jung und Alt können und wollen miteinander ins Gespräch kommen. Und sie sind sich der Verantwortung bewusst, dass mit Vernunft und Mitwirkung auch so große Themen wie Digitalisierung und Globalisierung lösbar sind.

 

 

Dr. Joachim Klose

Eine Fortsetzung ist nicht ausgeschlossen, wie es Dr. Joachim Klose (Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Politisches Bildungsforum Sachsen) sich in seinem Fazit wünscht:

 

Wir bewundern den Fortschritt und die heutigen Möglichkeiten der Technik. Gleichzeitig müssen wir diese Entwicklung mit unseren menschlichen Begabungen intensiv begleiten und auch kritisch hinterfragen. Die Darstellung und Diskussion dieses Spannungsfeldes ist in der Debattenreihe sehr gut gelungen. Die SLUB ist dafür auch ein wunderbarer Ort, steht sie doch gleichzeitig für das Bewahrende und den Blick nach vorne. An der Resonanz des Publikums hat sich gezeigt, dass Jung und Alt sowohl "Fluch" als auch "Segen" erkennen und die Auseinandersetzung mit dem Thema schätzen. Wir freuen uns auf eine gemeinsame Fortsetzung dieses Veranstaltungsprojekts mit der SLUB!

 

Bilder von den Veranstaltungen: SLUB Dresden / Christina Schneider und Cynthia Meißner

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"Leben und Sterben des Herrn Winckelmann" - (Krimi-)Lesung mit Thomas Oláh am 6. Juni 2018

Bereits vor einer Woche eröffnete unsere Winckelmann-Ausstellung „Man denkt noch beständig in Dresden auf mich“. Ein paar Eindrücke von der Eröffnung können Sie auf unserem Facebook-Kanal gewinnen, falls Sie nicht selbst dabei sein konnten.

 

Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz von Publikum und Presse, die uns bis heute erreicht hat - und sind weiterhin neugierig! Waren Sie schon in der Ausstellung? Welche sind Ihre Eindrücke? Gibt es ein Lieblingsexponat? Hat Sie etwas Bestimmtes überrascht, verwundert oder auch geärgert? Erzählen Sie uns davon! Am besten direkt hier als Blog-Kommentar, aber gern auch über unsere anderen Kanäle.

 

Wer gern mehr erfährt, als das was Exponate und Erläuterungstafeln verraten, dem seien unsere Führungen durch die Ausstellung ans Herz gelegt. Diese finden immer samstags um 14 Uhr und zusätzlich um 17 Uhr am 8.6. (Todestag Winckelmanns), 27.6., 11.7. und 8.8. oder um 18 Uhr am 6.6. und 29.8.2018 statt.

 

Lesung mit Thomas Oláh

 

Quelle: http://www.edition-ausblick.at/gallery/thomas-olah-wozu-mich-das-gluck-noch-brauchen-wird/Außerdem laden wir Sie herzlich zur Lesung mit dem Wiener Autor Thomas Oláh ein, der sich der Person des Alterumswissenschaftlers und Bibliothekars durch Rekonstruktion des Mordes an Winckelmann annähert. Sein Verlag fasst das Buch "Wozu mich das Glück noch brauchen wird?" mit diesen Worten zusammen:

 

 

„Ein Kriminalkommissar macht aktenkundig, was an Aussagen zu gewinnen war: Von Winckelmann selbst, der den Anschlag um einige Stunden überlebt hat, von dessen römischem Gönner Kardinal Albani, dem sehr an der Hinterlassenschaft des Opfers gelegen ist, vom Reisegefährten Cavaceppi, der Winckelmann im Streit zurückließ, von einem gewissen wegen Betrugs verurteilten Casanova und vom Mörder, der von seinen wahren Motiven nichts erkennen läßt. Aus sechs Monologen setzt sich ein sprachfunkelndes Bild zusammen, das einen kaleidoskopischen Blick auf das Leben europäischer Kunst und Kultur der Mitte des 18. Jahrhunderts zwischen Rom, Dresden und Wien eröffnet.“

 

Thomas Oláh lebt und arbeitet in Berlin und Wien im Bestreben, künstlerische Praxis und theoretische Reflexion zu verbinden, als Kostüm- und Bühnenbildner einerseits, als Kulturhistoriker mit Schwerpunkt Modetheorie / Geschichte des Körpers andererseits.

Arbeiten u. a. fürs TV mit Leander Haußmann „Kabale und Liebe“, mit Andreas Prochaska „Maximilian“, fürs Kino mit Oskar Roehler „Jud Süss“, mit Philipp Stölzl „Der Medicus“, mit Detlev Buck „Die Vermessung der Welt“, mit Shirin Neshat „Women without Men“ (Silberner Löwe in Venedig), mit Brad
Anderson „Stonehearst Asylum“; am Theater u. a. mit Franz Wittenbrink „Eh Wurscht“ am Theater in der Josefstadt, „Hamlet“ beim Helsingør Festival in D.nemark und die Ken-Loach-Erstaufführung von „It’s a Free World“ in Wien.
Österreichischer Filmpreis für „Die Vermessung der Welt“ 2013,  mehrere Nominierungen zum Deutschen Filmpreis. Zuletzt erschien „Ares und das Band der Charis. Militärische Elemente in der Mode“ im
Praesens Verlag, Wien.

 

Die Lesung beginnt am 6. Juni 2018 um 19 Uhr im Vortragssaal.
Der Eintritt ist frei.