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SLUBlog

Autor: Cynthia Meißner

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Mit Feuer und HighTech Draht kurz vorm Ziel: Finale der Smart³Academy im SLUB Makerspace

Sogenannte "Smart Materials" passen sich selbstständig an veränderte Umweltbedingungen an. Dadurch ermöglichen sie trotz vereinfachter Strukturen eine hohe Funktionalität und somit völlig neue Perspektiven im Produktdesign. Kreative Tüftler, die mit solchen intelligenten Werkstoffen experimentieren wollten, trafen sich in den letzten vier Monaten regelmäßig zur Smart³Academy im SLUB Makerspace unter dem Motto „Smart Materials anwenden –  Erfinde dein intelligentes Produkt“. Welche Erkenntnisse die knapp 20 Teilnehmer gewonnen haben, stellen Sie morgen im Finale vor. In einem Pitch stellen sich die Teams der Jury.

 

 

Das Finale der Smart³Academy findet morgen (21.02.2018) um 17.00 Uhr im SLUB Makerspace statt und ist öffentlich.

 

Die Smart³Academy

Idee der semesterbegleitenden Smart³Academy ist es, die Teilnehmer in praktischen und vielseitigen Sessions mit Smart Materials und den Werkzeugen im SLUB Makerspace vertraut zu machen und dabei gleichzeitig eine neue Anwendung, einen Prototyp, zu entwickeln. Nach einem Meetup im Oktober tüftelten die TU und HTW Studierenden in sieben Teams an neuen Ideen für die Nutzung von smarten Materialien. Sie arbeiteten an intelligenter Verschattung, neuartigen Schlössern bis hin zu Formgedächtnislegierungen (FGL-Mechaniken) für Flugzeuge oder flexiblen Zelten.

Viele Ideen wurden erdacht, einige wieder verworfen und neu gestartet. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Künstlern (the Constitute), Lernprogrammen zur Makerspace Technik (z.B. Geräteführerscheine), aber auch Impulstreffen zur Ideenfindung mit der Wissensarchitektur der TU oder Workshops zu Themen wie "Innovative Geschäftsmodelle" mit Dr. Schiedgen von der Fachhochschule Dresden rahmte die Academy. Input gab es auch von den Teilnehmern der Aktionswoche "Physical Computing". Hier hatten lokale Maker und Studenten zusammen in einer Intensivwoche die Smart Materials mit Arduino kombiniert. Was bei der Arbeit im #Rosenwerk und im SLUB Makerspace herausgekommen ist, fand ebenfalls Eingang in die Projekte der Smart³Academy Teams.

Was ist dabei herausgekommen?

Ziel der Smart³Academy war neben einem intensiven, fächerübergreifenden Austausch zwischen den Teilnehmer zunächst zu lernen, wie genau die Smart Materials funktionieren und dimensioniert werden und dann eine eigene Idee möglichst weit voran zu bringen. Die Projekte sollten ursprünglich schon Ende Januar final präsentiert werden. Da den Teams aber noch etwas Zeit fehlte, um ihre Modelle zu perfektionieren, wurde die erste Smart³Academy um vier Wochen verlängert. Morgen findet nun das Finale im SLUB Makerspace statt, bei dem Teams ihre Prototypen und Projekte vorstellen. Die Jury entscheidet schließlich über das beste Projekt und verleiht danach den "Smart³Academy Award". In der Jury sitzen Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, d.h. von der TU Dresden, der HTW Dresden, aber auch von Dresden Exists und vom Technologie Zentrum Dresden.

Kooperationspartner

Die Veranstaltungsreihe wurde gemeinsam mit unseren Makerspace Kooperationspartnern Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, dem Innovationsnetzwerk smart³ und der Wissensarchitektur der TU Dresden durchgeführt.

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Pracht und Glanz in Dresden: SLUB zeigt historische Bestände in einer Ausstellung

Morgen eröffnet in der Schatzkammer des Buchmuseums die Ausstellung "Prächtiges und festliches Dresden". Präsentiert wird eine Auswahl besonderer historischer Bestände, die dem Besucher den prächtigen Charakter der um 1556 von Kurfürst August angelegten Privatbibliothek, auf welche die heutige SLUB zurückgeht, vor Augen führt.
Gleichzeitig schlägt die Ausstellung den Bogen zu Festlichkeiten, die die Residenzstadt an der Elbe jahrhundertelang prägen sollten: feierliche Auf- und Umzüge, Jagden oder Festmusiken. Neben dem Bild-Zyklus "Marienleben" von Albrecht Dürer, Notenhandschriften von Antonio Vivaldi und Bildern historischer Festumzüge zeigt die Ausstellung einen Stadtplan Dresdens von François Cuvilliés um 1761 sowie wertvolle Einbände des Renaissance-Buchbinders Jakob Krause. Diese in Kalbs- bzw. Schweinsleder gebundenen und teilweise mit vergoldeten Verzierungen versehenen Bücher gehören bis heute zu den Meisterwerken ihres Genres.

Einen ersten Eindruck der Exponate bekommen Sie im Online-Ausstellungskatalog.

 

Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Thomas Haffner, Kerstin Hagemeyer, Perk Loesch, Katrin Nitzschke, Dr. Georg Zimmermann. Die Ausstellungsgestaltung übernahm Antje Werner.

 


Die Ausstellung in der Schatzkammer des Buchmuseums ist bis zum 15. Mai 2018 täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Kostenlose öffentliche Führungen finden jeweils samstags um 14 Uhr statt. Der Treffpunkt ist das Foyer der Zentralbibliothek.

 

Bildlizenz: CC-BY-SA 4.0

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Weltoffenes Dresden: Gedenken, diskutieren, aufeinander zugehen

Der 13. Februar ist für Dresden in jedem Jahr eine neue Herausforderung. Stilles Gedenken an die Kriegstoten und an die Zerstörung der Stadt mischt sich mit der Aufarbeitung der Gewaltgeschichte, aber auch mit Demonstrationen von Neonazi-Gruppen und Holocaust-Leugnern sowie gewaltbereiten Antifa-Gegendemonstranten. So wird Dresden in jedem Jahr zur Bühne gesellschaftlicher Konflikte. Und neuerdings gibt es mit Flüchtlingen und Minderheiten auch wieder Sündenböcke, die herhalten müssen, um von eigenen Versäumnissen abzulenken.

 

Um Orte zum gemeinsamen Gedenken zu schaffen, aber auch um ein Zeichen für Weltoffenheit und Vielfalt in der Landeshauptstadt zu setzen, lädt die Initiative "Weltoffenes Dresden" zu einem Kulturfestival ein. Unter dem Motto "Erinnern und Vergessen" sind alle eingeladen, auf den Plätzen in der Innenstadt aufeinander zuzugehen, zu gedenken, zu erinnern und kreativ nach vorn zu schauen.

 

Vom 10. bis 19. Februar 2018 stehen gelbe Container auf Theaterplatz, Neumarkt, Altmarkt und Postplatz und bieten ein vielfältiges Programm. Auch die SLUB ist hier mit dabei.

 

Sie sind herzlich zu den Aktionen der vielen Kulturpartner eingeladen, allen voran zu zwei Lesungen unseres Generaldirektors Prof. Dr. Thomas Bürger, die beide im gelben Container auf dem Neumarkt stattfinden.

 

Prof. Dr. Thomas Bürger liest:

10. Februar 2018 | 17.00 - 17.30 Uhr |
      Jonas Mekas: "Ich hatte keinen Ort. Aus deutschen Asyllagern 1945"

13. Februar 2018 | 18.30 - 19.00 Uhr |
      Victor Klemperer: "Vertrieben in der eigenen Stadt"

 

Vor der Lesung am 13. Februar 2018 wird wieder die alljährliche Menschenkette um die Altstadt stattfinden - als Aufruf und Mahnung gewaltfrei, friedlich und mitmenschlich zu leben und sich gemeinsam gegen den Missbrauch des Gedenktages durch radikale Kräfte zu stellen. Der Auftakt zur Menschenkette findet ab 17.00 Uhr am Neuen Rathaus, Goldene Pforte statt. Danach wird sich die Menschenkette um 18.00 Uhr zum Geläut der Dresdner Kirchenglocken schließen. Wir möchten Sie herzlich einladen, sich daran zu beteiligen.

 

Weitere Informationen:

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Kommen Gehen Bleiben. Ausstellung zu Migrationsgeschichte(n) aus Sachsen

Geschichte und Migration sind seit jeher eng miteinander verbunden. Auswanderung, Vertreibung und Flucht sind dabei nur einige Gründe, die Menschen dazu bewegt haben zu migrieren oder migrieren zu müssen. Die Anlässe, warum Menschen unterwegs (gewesen) sind, sind genauso vielfältig wie die Menschen selbst. Auch in unseren Breiten war und ist dies so. Eine Wanderausstellung widmet sich deshalb dem Thema Migrationsgeschichte(n) in Sachsen. Studierende des Instituts für Geschichte der TU Dresden unter Leitung von Dr. Swen Steinberg haben sich dafür intensiv mit individuellen sächsischen Migrationsgeschichten auseinandergesetzt und diese in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration zusammengetragen.

 

Die Wanderausstellung der Migrationsgeschichte(n) ist noch bis zum 28. Februar 2018 im Foyer der Zentralbibliothek zu sehen. Die feierliche Eröffnung fand am 06. Februar 2018 statt.

 

Staatsministerin Petra Köpping (4.v.l.) und Leiter des Projektes Dr. Swen Steinberg (l.) mit der studentischen Projektgruppe (Foto: Simon Gude/SLUB)

 

 

Prof. Dr. Thomas Bürger, Generaldirektor der SLUB, zur Begrüßung der Gäste
(Foto: Simon Gude/SLUB)

 

 

(Foto: Simon Gude/SLUB)

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Eine Tour durch die Vergangenheit von Altenberg bis Zwenkau: Über 200 sächsische Orte in historischen Adressbüchern erschlossen

Historische Adressbücher sind wahre Schätze und eine wichtige Quelle zur Sozial- und Kulturgeschichte. Sie geben Auskunft zu Namen und Adressen, aber auch über den Familienstand oder den Beruf der eingetragenen Person. Mit den Adressbüchern lassen sich so neben Fragen nach dem genauen Wohnort der Urgroßeltern oder den Bewohnern einzelner Häuser auch weitere Informationen finden: Die Öffnungszeiten der Königlichen Öffentlichen Bibliothek vor 100 Jahren, der Vorstand des Bienenzüchtervereins oder eine Übersicht der damals erscheinenden Zeitungen sind darin nachzulesen. Außerdem sind historische Gewerbeanzeigen zu finden sowie Branchenverzeichnisse der Handel- und Gewerbetreibenden. Wagen Sie doch eine Tour durch die Vergangenheit. Auf einer Karte sind sowohl alle verfügbaren Städte mit Adressbüchern zu finden als auch ein Zeitstrahl mit allen Büchern eines Ortes.

 

Das "Portal für historische Adressbücher" besteht bereits seit 2012 und wird ständig erweitert. In den letzten Monaten wurden nun Adressbücher aus weiteren sächsischen meist kleineren Städten und Vororten erschlossen: Altenberg und Zwenkau sowie Omsewitz (als Vorort von Dresden) sind nur einige Beispiele. Die hauptsächliche Arbeit in den letzten Monaten bestand darin, die vielen in den digitalisierten Adressbüchern enthaltenen Straßen- und Personennamen händisch in das Portal einzupflegen. Hauptsächlich übernehmen diese Arbeit unsere Ehrenamtlichen. Über 1.000 Adressbuchbände sind in den letzten zehn Jahren digitalisiert worden und damit mittlerweile circa 200 Orte und Stadtteile im Portal nachgewiesen. Viele Ergänzungen stammen auch aus anderen sächsischen Bibliotheken und Stadtarchiven sowie aus dem Privatbesitz, um weitere Lücken zu schließen. Die ältesten erschlossenen Adressbücher gehen bis in die Jahre 1701/1702 zurück.

 

 

Sie sind neugierig geworden und möchten wissen, was sich in Ihrer Umgebung vor 150 oder 250 Jahren abgespielt hat? In der Datenbank können Sie einfach Ihren Ort und den Suchzeitraum auswählen und dann gezielt nach Straßen- oder Personennamen suchen. Oder Sie nutzen die Gelegenheit einfach zu stöbern. Ebenso finden Sie dazugehörige Karten, Stadtpläne und Fotos und können in weiteren Verzeichnissen, z.B. der Gewerbe oder Behörden, blättern.

 


Weitere Infos zum Projekt unter: adressbuecher.sachsendigital.de/projekt/

Ein ausführlicher Artikel zur Erschließung der Adressbücher mit Hintergrundinformationen ist im BIS-Magazin 01/2013 erschienen.

 

Nun würden wir von Ihnen gerne wissen: Wonach suchen Sie und was bewegt Sie dazu?

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