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SLUBlog

Autor: Henrike Berthold

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Zertifizierter Langzeitarchivierungsservice

Data Seal of Approval für die Goobi-Digitalisierung und das SLUBArchivnach oben

Seit Anfang diesen Jahres werden sämtliche, mit unserer quelloffenen Digitalisierungssoftware Goobi produzierten Digitalisate automatisch in das SLUBArchiv aufgenommen, das digitale Langzeitarchiv der SLUB. Das Zusammenspiel der daran beteiligten Komponenten Goobi.Production und Goobi.Presentation sowie der Goobi-Workflow im SLUBArchiv konnten kürzlich erfolgreich mit dem Data Seal of Approval zertifiziert werden.

 

Das Data Seal of Approval (DSA) ist das aus internationalen Vereinbarungen resultierende  grundlegende Zertifikat im Bereich der digitalen Langzeitarchivierung. Die 16 Richtlinien des DSA umfassen rechtliche, organisatorische und technische Aspekte, die für die objektive Vertrauenswürdigkeit eines digitalen Langzeitarchivs wesentlich sind. Nach dem erfolgreichen Review ist unsere Selbsteinschätzung zu diesen  Richtlinien  online einsehbar.

 

Mit dem Zertifikat sehen wir uns sehr gut gerüstet, um neben den hauseigenen Digitalisaten auch Inhalte aus dem jüngst angelaufenen sächsischen Landesdigitalisierungsprogramm zuverlässig verfügbar zu halten. Die Nachricht ist zudem für den weiter wachsenden Kreis der Goobi-Anwender interessant. Um auf dem besonders sensiblen Feld der digitalen Langzeitarchivierung möglichst standardkonform zu verfahren, wird sich die SLUB nach dem Data Seal of Approval zielstrebig weiteren anerkannten Begutachtungsprozessen unterwerfen.

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Digitales Langzeitarchiv bietet Schutz vor veralteten Datenformaten

Das Digitale Langzeitarchiv der SLUB hat im Januar den Produktivbetrieb aufgenommen. Die retrodigitalisierten Daten, die im Dresdner Digitalisierungszentrum aus Digitalisierungsprojekten der SLUB entstehen, werden nun nach der Produktion automatisch für die langfristige Verfügbarkeit vorbereitet und in das Langzeitarchiv übernommen.

 

Bei dieser Übernahme wird u.a. eine Formaterkennung und -prüfung vorgenommen. Diese Informationen, die die Daten beschreiben, werden in einer Datenbank abgelegt, um das Veralten der Datenformate regelmäßig und systematisch prüfen zu können. Bei einem erkannten Risiko wird eine Migration in ein aktuelles Datenformat geplant und durchgeführt. Zusätzlich zur traditionellen Archivierung, die wir bis Ende 2014 durchgeführt haben und bei der die Daten gesichert, aber nicht aktiv "gepflegt" werden, wird bei einem Digitalen Langzeitarchiv so auch die langfristige Benutzbarkeit systematisch sichergestellt.

 

Damit ist das Ziel unseres EFRE-geförderten Projektes "Konzeption und Realisierung einer effizienten Langzeitarchivierung" erreicht, das Thema Digitale Langzeitarchivierung aber noch lange nicht abgeschlossen. Neben der Aufnahme der elektronischen Publikationen aus Qucosa und der digitalen Daten unserer Mediathek und der Deutschen Fotothek haben wir eine Reihe weiterer Pläne. Dazu zählt z. B. die Zertifizierung unseres Langzeitarchivs mit dem nestor-Siegel und die Öffnung des Archivs für weitere sächsische Institutionen – zunächst für Retrodigitalisate, also die Daten, die wir gut kennen. Zu den Herausforderungen der Langzeitarchivierung digitaler Daten siehe auch unseren Werkstattbericht des vergangenen Jahres.

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Erhaltung digitaler Dokumente - Start eines Projektes zur Digitalen Langzeitarchivierung

In der SLUB befassen sich seit Juli in einem 2-jährigen Projekt vier neue Mitarbeiter mit dem Aufbau eines Systems für die langfristige Bewahrung und Erhaltung digitaler Dokumente. Anders als die meisten Printmaterialien, die bei geeigneter „Lagerung“  50 oder mehr Jahre problemlos überstehen, sind digitale Dokumente schon nach wenigen Jahren nicht mehr nutzbar, sei es durch veraltete Datenformate oder durch Fehler der Speichermedien.

 

In den letzten Jahren wurden die Grundlagen für den produktiven Einsatz der digitalen Langzeitarchivierung geschaffen. Zahlreiche nationale und internationale Projekte haben sich verschiedenen Aspekten der digitalen Langzeitarchivierung gewidmet. Die SLUB war z.B. an den DFG-Projekten  DP4lib und LuKII beteiligt. Standards wie OAIS und PREMIS und Communities wie nestor und die Open Planets Foundation sind etabliert.

 

In dem neuen Projekt zur Digitalen Langzeitarchivierung soll ein produktives IT-System entstehen, das die digitalen Dokumente der SLUB und perspektivisch auch die Dokumente anderer sächsischer Hochschulbibliotheken bewahren wird.  Aktuell befinden sich in den Digitalen Sammlungen  der SLUB (http://digital.slub-dresden.de/kollektionen/) und dem Sächsischen Dokumenten- und Publikationsservers (http://www.qucosa.de/startseite/) digitale Dokumente mit einem Datenvolumen von über 100 TB, Tendenz steigend.

 

Auf dem Gebiet der Digitalen Langzeitarchivierung arbeitet die SLUB eng mit dem Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen der TU Dresden zusammen, in dessen Rechenzentrum, die für dieses Vorhaben notwendige IT-Infrastruktur integriert wird.

 

 

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