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Autor: Ines Pampel

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Skizzen und Theaterzettel zum Richard-Strauss-Festjahr im Buchmuseum

Anlässlich des 150. Geburtstages von Richard Strauss, dessen Name eng mit der Dresdner Operngeschichte des frühen 20. Jahrhunderts verbunden ist, zeigen wir im Buchmuseum Exponate, die das Schaffen des berühmten Komponisten und Dirigenten näher beleuchten. Es finden immer samstags 14 Uhr öffentliche Führungen durch die Schatzkammer statt. Historische Tonaufnahmen, Fotos, Schriften, Noten und Drucke bietet darüber hinaus unser Richard Strauss-Dossier im Überblick.

 

Neben einem autographen Skizzenbuch präsentieren wir im Buchmuseum den Erstdruck seiner Oper "Salome", die am 9. Dezember 1905 unter der Leitung Ernst von Schuchs mit großem Erfolg in der Elbresidenz uraufgeführt wurde. Der Theaterzettel dieser Premiere sowie ein Brief des Komponisten an Generalmusikdirektor von Schuch ergänzen unter anderem die kleine Schau.

 

Noch ehe die Opern von Richard Strauss in Dresden bejubelt wurden, erklangen hier Orchesterstücke wie die Konzertouvertüre c-Moll sowie einige seiner Lieder und Kammermusikwerke. Bei seinem ersten Besuch in der sächsischen Residenzstadt am 19. Dezember 1883 brachte Strauss gemeinsam mit dem Cellisten Ferdinand Böckmann seine Sonate für Violoncello und Klavier in einem Konzert des Dresdner Tonkünstlervereins zu Gehör. Wenige Jahre später hatte er sich auch als Konzert- und Operndirigent einen Namen beim Dresdner Publikum erworben. Neben dem Dresdner Debüt am 24. Oktober 1888 mit dem Gewerbehausorchester seien die zum Gedenken an seinen verstorbenen Künstlerfreund Ernst von Schuch veranstalteten Sinfoniekonzerte am 6. und 7. Januar 1915 hervorgehoben. Noch im selben Jahr gingen anlässlich der von ihm und dem Dresdner Kapellmeister Hermann Kutzschbach ins Leben gerufenen Richard-Strauss-Woche die Opern "Der Rosenkavalier" und "Elektra" unter seiner Stabführung über die Bühne.

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Ein Schatz in der Stadt kommt zum Klingen: Das Liebesmahl der Apostel

Am Samstag wird Richard Wagners Chorwerk "Das Liebesmahl der Apostel" aufgeführt. Selbst wenn Sie keine Karten für das Konzert haben, können Sie die originalen Noten in unserer Schatzkammer bestaunen.


Dem Dresdner Arzt Anton Pusinelli ist’s zu verdanken, dass Richard Wagner „Das Liebesmahl der Apostel“ komponierte. Als wohltätiger Freund und Mitglied der Dresdner Liedertafel bat er den frisch ernannten Königlich Sächsischen Hofkapellmeister um eine kleine Komposition zum jährlichen Sängerfest. Wagner ließ sich überreden und probierte Neues: ein geistliches Chorwerk für alle sächsischen Männergesangsvereine. Die Urauführung am 6. Juli 1843 mit 1.200 Sängern und 100 Orchestermusikern unter Leitung Wagners begeisterte das Publikum und ließ die Dresdner Frauenkirche erbeben. Richard Wagner, so deutete der Künstler bemerkenswert selbst seinen Namen, ist „Einer, der etwas wagt.“

1995 erwarb die SLUB Dresden mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder die Originalpartitur zum "Liebesmahl der Apostel". Heute zählt diese Notenhandschrift zu den bedeutendsten Schätzen der SLUB Dresden und ist als solcher in der Schatzkammer der Bibliothek täglich live oder virtuell zu besichtigen.

Am nächsten Samstag erklingt "Das Liebesmahl der Apostel“ um 20 Uhr in der Dresdner Frauenkirche. Im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele musizieren unter der Leitung von Christian Thielemann die Sächsische Staatskapelle Dresden, Herren des Sächsischen Staatsopernchors Dresden und weitere Chöre. Da das Konzert leider bereits lange schon ausverkauft ist, empfehlen wir Interessenten die halbstündige Musik via CD bequem im eigenen Wohnzimmer oder hier in der Bibliothek zu hören. Am Infopunkt 4 (Ebene -1) liegen ausleihbare Aufnahmen für Sie bereit, zudem entleihbare Partituren von Richard Wagner sowie weitere anregende CD-Neuerscheinungen.

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