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Autor: Jürgen Grzondziel

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Kino im Vortragssaal: SLUB zeigt "The Artist" zum (UNESCO-)Welttag des audiovisuellen Erbes

Filme, Tonträger, Fernseh- und Radioprogramme, heute vor allem auch Podcasts oder Internet-Videos dokumentieren das Zeitgeschehen und sind somit ein wichtiger Bestandteil unseres kulturellen Erbes.

 

Um auf die besondere Bedeutung dieser Medien hinzuweisen, hat die UNESCO ihnen den Welttag des audiovisuellen Erbes gewidmet, der jedes Jahr am 27. Oktober von wissenschaftlichen Einrichtungen, Film-, Schall- und Rundfunkarchiven begangen wird. Die SLUB beteiligt sich mit der Vorführung des Films "The Artist" von Michel Hazanavicius.

 

Film und Ton in der SLUB

 

Mit über 240.000 Ton- und Bewegtbildträgern besitzt die SLUB eine der größten audiovisuellen Sammlungen in öffentlicher Hand. Darin enthalten sind ganz unterschiedliche Medien, von der Schellackplatte über verschiedene Videoformate, (noch) klassische Ausleihmedien wie CD und DVD/Blu-ray, bis hin zur "digital born" Film- und Tonaufnahme. In verschiedenen Digitalisierungsprojekten widmet sich das Team der SLUB Mediathek der Erschließung, nachhaltigen Archivierung und Bereitstellung von Filmen und Tonträgern. In der Digitalen Mediathek können so über 30.000 Filmsequenzen aus der "Dokumentation zum Wiederaufbau der Frauenkirche", des Dresdner Regiekameramanns Ernst Hirsch angesehen und nahezu 20.000 historische Schellackplatten des Projekts "Archiv der Stimmen" angehört werden. Gerade diese Aufnahmen zeigen, dass jede Medienart ihren besonderen Reiz hat.

 

Vortrags- wird zum Kinosaal

 

Am Welttag des audiovisuellen Erbes zeigt die SLUB deshalb mit "The Artist" einen Film, der die Vielfältigkeit audiovisueller Medien seit ihrer Entstehung widerspiegelt.

 

So ist der relative junge Film von 2011 zwar mit neuester Technik produziert, greift aber auf das historische Academy-Format der Zwanzigerjahre mit fast quadratischem Bildausschnitt zurück. Mit vielen Dreheffekten, die an Charlie-Chaplin-  oder Buster-Keaton-Filme erinnern, opulenter Orchestermusik von Ludovic Bource im Stil der Stummfilmzeit, aber auch Original-Swing-Aufnahmen, z. B. von Duke Ellington, entführt uns die Tragikomödie in die Übergangsphase vom Stumm- zum Tonfilm.

 

Erleben Sie am Welttag des audiovisuellen Erbes im Vortragssaal der SLUB mit "The Artist" das Schicksal der Stars der Kinograph-Studios George Valentine und Peppy Miller, dargestellt von Jean Dujardin und Bérénice Bejo sowie John Goodman als Filmmogul Al Zimmer.

 

SLUB zeigt "The Artist", 27. Oktober 2017, 18:30 Uhr, Vortragssaal der SLUB (1. Etage der Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18), Eintritt frei

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SLUB on Air auf Europeana Radio

Sängerinnen und Sänger der Dresdner Oper des ausgehenden 19. Jahrhunderts wie Marcella Sembrich oder eine frühe Amiga-Produktion des Hits „Tico Tico“ aus der Feder des brasilianischen Musikers Zequinha de Abreu im Radio?

 

Ab sofort gibt’s das über den SLUB-Kanal auf dem neuen Online-Radio der Europeana, Europas großer Online-Bibliothek und Plattform für Kunst, Kultur und Wissenschaft.

 

 

 

Auf Europeana Radio können Sie die Kanäle von Institutionen abspielen, die Audiofiles auf der Europeana bereitstellen, neben der SLUB etwa die Maison de la culture yiddish – Bibliothèque Medem und die Lettische Nationalbibliothek. Oder Sie wählen eine aus drei übergreifenden Genre-Gruppen: Classical, Folk and Traditional sowie Popular Music.

 

Während Sie ein Stück hören, können Sie auf der Site des Players Tags vergeben, welche die Titel mit Genre-Angaben beschreiben. Zum Ende des Jahres 2017 sollen 10.000 Tags zu musikalischen Genres hinzugefügt werden. Geschafft sind bereits rund 60 Prozent. Helfen Sie so beim Hören mit, die in der Europeana enthaltenen Musiktitel noch besser zu erschließen!

 

Dabei staunt man immer wieder, was sich alles in der Europeana verbirgt. So kommen auch Rock-LiebhaberInnen auf Ihre Kosten – etwa bei Live-Mitschnitten von The Grateful Dead, von Ween oder der Tedeschi Trucks Band. Die gehörten Titel können auch direkt in den Europeana Collections recherchiert werden. Mittels der Titel-(Meta-)Daten kann man sich über die Aufnahmen informieren und Vieles sogar herunterladen. Den besten Überblick über die Titel aus unserem „SLUB Channel“, über die Sängerinnen und Sänger der Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts, historische Aufnahmen der Thomaner oder frühe Eterna- und Amiga-Produktionen bekommen Sie freilich direkt in unserer Digitalen Mediathek.

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Alles Streaming, oder was?

Zum UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes

Wer heute Musik hören möchte, zückt in der Regel das Handy, den MP3-Player oder greift immer häufiger auf Spotify und vergleichbare Dienste zurück. Auch im Film- und Fernsehbereich sind Streaming-Portale, etwa mit exklusiv produzierten Serien, auf dem Vormarsch.

 

Wissenschaftliche Bibliotheken wie die SLUB bieten bereits hochwertige Streaming-Dienste wie die Naxos Music Library oder die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker an.

 

Dass Musik und Filme digital vorliegen, ist gut: Wir haben einen leichten Zugriff – auf die Naxos Music Library etwa durch einen einfachen Klick im Katalog. – Digitale Medien können mobil, quasi überall genutzt werden.

 

 

 

Vieles liegt aber noch nicht digital vor und ist deshalb sogar in Gefahr … Denn analoge Medien wie Filmspulen, Magnettonbänder oder Videos haben sehr begrenzte Lebensdauern, bzw.: Wer hat schon noch ein Tonbandgerät oder einen Videorecorder?

Die Digitalisierung bietet uns Möglichkeiten der dauerhaften Erhaltung und Verfügbarkeit.

 

UNESCO-Welttag

Um auf die Wichtigkeit der Erhaltung dieser audiovisuellen Medien hinzuweisen, hat die UNESCO den Welttag des Audiovisuellen Erbes ins Leben gerufen, der jedes Jahr am 27. Oktober begangen wird. Nach wie vor ist ein großer Teil aller weltweit produzierten Film- und Tonaufnahmen noch nicht gesichert, einiges gilt gar als verloren. Prominentestes Beispiel hierfür ist die Urfassung von Fritz Langs Film Metropolis. Es zeigt, dass es sich bei Filmen, Tonaufnahmen, Radio- und Fernsehprogrammen um historische Quellen handelt, vergleichbar mit Handschriften, alten Drucken, historischen Karten oder Fotos.

 

Die SLUB hilft mit!

Wie im Fall dieser „klassischen“ Bibliotheksmedien auch, beteiligt sich die SLUB vor allem mit der Digitalisierung und Bereitstellung von historischen Medien in digitaler Form an der Rettung des audiovisuellen Kulturerbes. In unserer Digitalen Mediathek finden Sie zahlreiche historische Tonaufnahmen, etwa von Sängerinnen und Sängern, welche um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts an der Dresdner Hofoper, der heutigen Semperoper, auftraten, so z. B. von Irene Abendroth, Marcella Sembrich oder Karl Scheidemantel.

Drehmaterialien zur Frauenkirchendokumentation des Dresdner Regie-Kameramanns Ernst Hirsch können eingesehen werden, Filme des Fotografen Christian Borchert oder des Dresdner Kunstsammlers Friedrich Pappermann. Darüber hinaus entwickelt die SLUB gemeinsam mit Partnerinstitutionen Formate und Werkzeuge zur digitalen Verzeichnung und Bereitstellung von AV-Medien wie im gerade abgeschlossenen DFG-Projekt Standardisierung von Erschließungsdaten digitalisierter Tonträger.

 

Und Sie?

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden: In unserem Mediatheksbereich finden Sie einen Plattenspieler, mit dem Sie Schallplatten, etwa aus unserem umfangreichen Bestand, selbst digitalisieren und auf CD brennen können.

 

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Digital Concert Hall lizenziert!

Auf Grund des großen Zuspruchs vieler interessierter Nutzerinnen und Nutzer während des Betatests hat die SLUB Dresden nun die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker lizenziert.

 

Erleben Sie die  Konzerte der Berliner Philharmoniker live oder hören Sie sie zu einem beliebigen Zeitpunkt im Archiv der Digital Concert Hall nach. Stöbern Sie des weiteren in einem großen Angebot an Musikfilmen und Interviews, welche die Musikerinnen und Musiker mit Solisten oder Dirigenten führen, so etwa kürzlich der Kontrabassist der Berliner Philharmoniker, Gunars Upatnieks, mit dem designierten Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons.

Bitte beachten Sie: Das Angebot umfasst fünf Simultan-Zugänge, fünf Nutzerinnen und Nutzer können das Angebot also gleichzeitig in Anspruch nehmen.

 

 

So funktioniert der Zugang für Nutzerinnen und Nutzer der SLUB:

  • Anhand des IP-Bereichs werden Sie automatisch auf eine extra für SLUB-Nutzerinnen und SLUB-Nutzer eingerichtete Willkommensseite geleitet.
  • Hier werden Sie gebeten, sich mit einer individuellen E-Mail-Adresse und einem Passwort zu registrieren.
  • Nach der Registrierung haben Sie Zugang zu allen Konzerten, Filmen und Interviews auf der Digital Concert Hall.
  • Durch die Registrierung werden Sie der SLUB zugeordnet und können das Angebot mittels Ihres individuellen Logins auch außerhalb der SLUB auf allen von der Digital Concert Hall unterstützen Geräten und Apps nutzen.
  • Alle vier Wochen muss die Zugehörigkeit zur SLUB verifiziert werden. Dies erfolgt durch ein erneutes Login innerhalb des Netzwerks der SLUB (in den Räumlichkeiten der SLUB).

 

Nächste Konzerte

Am Samstag, den 28. Mai debütiert der Chefdirigent des BBC Philharmonic, Juanjo Mena, bei den Berliner Philharmonikern. Auf dem Programm stehen Werke von Claude Debussy, Alberto Ginastera und Manuel de Falla.

 

Eine Woche später, am Samstag, den 4. Juni, finden gleich zwei hochkarätige Konzerte statt. Ab 19 Uhr führt Sir John Eliot Gardiner mit den Berliner Philharmonikern und vielen Solisten Igor Strawinskys Opern-Oratorium Oedipus Rex konzertant auf. Sprecher ist hierbei Bruno Ganz. Am selben Tag gibt Chefdirigent Simon Rattle gemeinsam mit Mitgliedern der Philharmoniker und Gesangssolisten ein „Late-Night“-Konzert, in der Digital Concert Hall zu erleben ab 22 Uhr. Gespielt wird Kammermusik sowie Manuel de Fallas Einakter El retablo del Maese Pedro. Die Konzerte stehen in der Regel wenige Tage nach der Aufführung im Archiv der Digital Concert Hall bereit.

 

Wir freuen uns über eine rege Nutzung der Digital Concert Hall. Sollten Sie Fragen zu diesem neuen Angebot haben, wenden Sie sich gerne an mediathek@slub-dresden.de.

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Zum Welttag des Audiovisuellen Erbes: Historische Schallplatten-Aufnahme-Session in Ehrenfriedersdorf

Eine Gemeinschaftsaktion der Gesellschaft für Historische Tonträger und der SLUB

 

Wie Handschriften und Drucke für vergangene Zeiten, können Ton- und Filmaufzeichnungen, Radio- und Fernsehprogramme als historische Quellen des 20. und 21. Jahrhunderts verstanden werden. Die UNESCO hat den heute stattfindenden Welttag des audiovisuellen Erbes ins Leben gerufen, um auf die Notwendigkeit der Erhaltung und Archivierung dieser Medien hinzuweisen. Überall auf dem Globus bieten Gedächtnis-Einrichtungen wie Schall- und Filmarchive zu diesem Tag Informationsveranstaltungen an. 

 

Die SLUB begibt sich gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation, der Gesellschaft für Historische Tonträger (GHT), am heutigen Gedenktag auf die Spuren der Schallplattenherstellung in Sachsen. An verschiedenen Orten im Erzgebirge wurden seit den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts Schallplatten produziert.

 

Abb: Schallplatte Clausophon, hergestellt in Thalheim, Erzgebirge

 

 

An einer dieser historischen Produktionsstätten, in Ehrenfriedersdorf, wird Herr Gallenmiller von der GHT „live“ mit historischem Flaschenmikrofon und einer Schneidemaschine für Schallfolien ein frühes Aufnahmeverfahren vorführen.

 

 

 

 

Abb: Herr Gallenmiller, Vizepräsident der Gesellschaft für historische Tonträger beim Schneiden einer Decelith-Schallfolie. (Foto: C. P. Gallenmiller)

Zuvor führen Mitarbeiter der SLUB mit einem Vortrag mit historischen Klangbeispielen aus der Digitalen Mediathek der SLUB in das Thema ein.

Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr in der Sauberg-Klause in Ehrenfriedersdorf.

Kommentare

hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00
Kurs "Nordwest", dann: "Südost...
08.11.2017 08:11

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