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Autor: Karolin Schmahl

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Sachsen wird digital. Workshop zum Landesdigitalisierungsprogramm

Am 3. Februar findet von 10 bis 16 Uhr im Vortragssaal der SLUB ein Workshop zum Landesdigitalisierungsprogramm statt. Der Freistaat Sachsen unterstützt mit zusätzlichen Haushaltsmitteln die Digitalisierung von Beständen aus wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken sowie von bedeutsamem Schriftgut aus weiteren Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen. Ziel ist ein möglichst umfassender Online-Zugang zu Informationen und Objekten der kulturellen und wissenschaftlichen Überlieferung des Freistaates für Zwecke der Lehre und Forschung sowie für die Öffentlichkeit.

 

Wir erwarten circa 40 interessierte Teilnehmer aus sächsischen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, die wir über Rahmenbedingungen, Teilnahmevoraussetzungen und Arbeitsabläufe im Landesdigitalisierungsprogramm sowie zur Schnittstelle Bestandserhaltung informieren möchten. Darüber hinaus werden die ersten Projektpartner über ihre Erfahrungen berichten. So wurden in der Westsächsischen Hochschule Zwickau umfangreiche historische Bestände zu Textilliteratur digitalisiert, darunter zahlreiche bunt illustrierte Mappenwerke. Aus der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften konnten im Landesdigitalisierungsprogramm regional stark nachgefragte Publikationen zu Lusatica digital zur Verfügung gestellt werden. Die Universitätsbibliothek Leipzig bereichert die Medienvielfalt des Programms mit griechischen Handschriften, Drucken des 16. Jahrhunderts, Münzen und Filmmaterial aus dem Tanzarchiv.

 

Weitere Informationen zum Landesdigitalisierungsprogramm entnehmen Sie bitte: www.slub-dresden.de/sammlungen/landesdigitalisierungsprogramm/

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1945 – Köln und Dresden Fotografien von H. Claasen und R. Peter sen. 04. Juli bis 27. September 2015 im Stadtmuseum Dresden

Mit der am 3. Juli  eröffnenden Ausstellung "1945 – Köln und Dresden" erinnert das Stadtmuseum Dresden an das Ende des 2. Weltkrieges vor nunmehr 70 Jahren. Die Ausstellung stellt zwei bedeutende Fotografen der unmittelbaren Nachkriegszeit einander gegenüber: Hermann Claasen (1899-1987, Foto links "Kleine Budengasse, Köln 1945) und Richard Peter senior (1895-1977, Foto  unten "Blick vom Rathausturm nach Süden", Dresden 1945).

 

Beide Fotografen haben mit den Trümmeraufnahmen ihrer Heimatstädte Köln und Dresden unser Bild von im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe zerstörten Städten geprägt. Peters »Engel« über Dresden als trauernde Himmelsgestalt vor den unfassbaren Häuserruinen der Altstadt und Claasens aus den Trümmern aufragender Kölner Dom sind zu Bildikonen, zu Sinnbildern der Mahnung geworden.

 

Beide Fotografen haben umfangreiche Archive hinterlassen; bis heute sichtbar sind ihre Fotografien aber vor allem in ihren unmittelbar nach Ende des Krieges erschienenen und mehrfach neu aufgelegten Fotobüchern: Richard Peters „Dresden – eine Kamera klagt an" und Hermann Claasens „Gesang im Feuerofen“. Die Bücher weisen auf den ersten Blick große Ähnlichkeit in Aufmachung, Format, Umfang und Bildsprache auf. Die Aufnahmen beider Fotografen beziehen ihre beeindruckende Wirkung aus dem Wechselspiel von hohem handwerklichem Anspruch und dokumentarischer Qualität mit bewusst eingesetzter, ästhetischer Gestaltung durch gewählte Perspektiven, Bildausschnitte, Tiefenstaffelungen und Lichtführung.

 

Sehr deutlich unterscheiden sich die Bildbände jedoch in ihren weltanschaulichen Bezugsrahmen, wobei die Unterschiede nur zum Teil in den Fotografien selbst begründet sind. Eine zentrale Rolle spielen vielmehr Bildauswahl, Bildfolge und Texte sowie die Titel der Publikationen: Claasens Fotobuch mit seinem aus dem Buch Daniel entlehnten Titel „Gesang im Feuerofen“  von 1947 beginnt mit Bildern des brennenden Köln und zeigt dann, nach einigen Panoramen der zerstörten Rhein-Metropole, vorwiegend Ruinen von Kirchen und symbolisch aufgeladene Fragmente christlicher Skulptur. Claasen, der die gesamte Kriegszeit in Köln verbrachte und dessen Atelier mehrfach durch Bomben zerstört wurde, verzichtet bei seiner Bildauswahl für das Buch fast gänzlich auf die Darstellung menschlichen Lebens in der zerstörten Stadt (Foto links "Wallraffplatz, Köln 1946/47").

Peters Publikation von 1950 schließt das Menschliche ein. Sie beginnt mit wenigen Aufnahmen des alten Dresden und zeigt dann in der ersten Hälfte des Buches – ebenfalls in Panorama und Detail – das zerstörte Dresden. Peter, der im September 1945 aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt bei der Öffnung der Luftschutzkeller 1946 anwesend war, wechselt schließlich, nach einer dramatischen Bildstrecke mit mumifizierten Toten in der Mitte des Buches (siehe Foto links Luftschutzwart 1946), die mit Hakenkreuzbinde und Uniform zugleich als Täter und Opfer präsentiert werden, zur Darstellung des Lebens in den Trümmern und des gemeinsamen Wiederaufbaus mit sozialistischer Prägung.

 

Während Claasens "Gesang im Feuerofen" laut Vorwort des Buches vor allem als Mahnung und Aufruf zur Rückbesinnung auf christliche Tugenden zu verstehen ist, wendet sich Peters „Dresden – eine Kamera klagt an“ ganz im Zeichen des Kalten Krieges gegen die »Vernichtungsmaschinerie angloamerikanischer Bomberverbände« und bietet mit den Aufnahmen der kollektiven Aufräumarbeiten und des Wiederaufbaus die Erlösung durch Sozialismus als zentrale Botschaft des Buches an.

 

Die Ausstellung 1945 – Köln und Dresden stellt diese beiden Publikationen nun erstmals einander gegenüber und kommentiert die Abwicklung der Doppelseiten mit ca. 200 Vintage-Abzügen, zusätzlichen Prints und Archivmaterial. Die Besucher können in der Ausstellung nicht nur die kostbaren Erstausgaben von 1947 bzw. 1950 durchblättern, sondern ebenfalls die zahlreichen Neuauflagen beider Bände in Augenschein nehmen und so spätere Veränderungen selbst entdecken.

 

Möglich wird eine solche historische Hinterfragung von Fotografie, wie sie diese Ausstellung bietet, durch die beteiligten Partner: Ausstellung und Buch wurden mit Unterstützung der Kunststiftung NRW vom LVR-LandesMuseum Bonn, der Deutschen Fotothek – Archiv der Fotografen in der SLUB Dresden und der Stiftung F.C. Gundlach gemeinsam erarbeitet.

 

Die Ausstellung begründet eine dauerhafte Zusammenarbeit dieser der Fotografie verpflichteten Institutionen aus Bonn, Dresden und Hamburg. Mit der Ausstellungs-Reihe „Aus den Archiven“, in der von nun an jährlich eine Präsentation von Fotografien und Archivmaterialien stattfinden wird, gehen die Kooperationspartner im Rahmen des »Archivs der Fotografen« (www.deutschefotothek.de) nach dem Bewahren und dem Erschließen fotografischer Archive und Nachlässe nun den dritten Schritt: die Präsentation im Museum.

Der Katalog ist ausschließlich über die Museumsshops des Stadtmuseums Dresden, des LVR- LandesMuseums Bonn und bei der Deutschen Fotothek zum Preis von 24,80 € (Vorzugsausgabe 49,80) erhältlich.

 

Vom 19. März bis 07. Juni wurde die Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn gezeigt.

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Fachstelle Mediathek: SLUB unterstützt Ausbau der Deutschen Digitalen Bibliothek

Als Fachstelle Mediathek fördert die SLUB die digitale Vernetzung der deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen im Rahmen der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). Ziel ist es, über das Internet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen, also zu Millionen von Büchern, Archivalien, Bildern, Skulpturen, Musikstücken und anderen Tondokumenten, Filmen und Noten. Als zentrales nationales Portal für Kultur und Wissenschaft wird die DDB perspektivisch die digitalen Angebote von bis zu 30.000 Einrichtungen miteinander vernetzen. Die DDB soll Deutschlands Anschluss- und Wettbewerbsfähigkeit in Wissenschaft, Forschung und Bildung sichern, aber auch das einzigartige kulturelle Erbe und Wissen für jedermann  über einen zentralen Anlaufpunkt zugängig machen.

 

Um den Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen den Weg in die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) zu erleichtern, wurden sechs spartenspezifische Fachstellen eingerichtet. Die neue eingerichtete Fachstelle Mediathek wird gemeinsam vom Deutschen Filminstitut und von der Deutschen Fotothek bzw. der Mediathek der SLUB Dresden betreut, wobei die SLUB für die Bereiche Fotografie und Bildmedien sowie für Ton zuständig ist, das Deutsche Filminstitut für Film.

 

Die SLUB ist mit ihren digitalen Kollektionen gegenwärtig einer der größten Inhaltslieferanten der DDB mit besonderer Expertise auf dem Gebiet der Bild- und Tonmedien. Sie ist eine von vier Bibliotheken im Kompetenznetzwerk Deutsche Digitale Bibliothek, das den Ausbau der DDB steuert.

 

Aufgabe der Fachstelle Mediathek ist die fachliche Beratung und Unterstützung von Bildarchiven und weiterer Einrichtungen, die über Bildsammlungen verfügen, sowie von Tonarchiven, die über digitale Sammlungen verfügen und sich an der DDB beteiligen möchten.

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Onlinebefragung: Sind Sie mit unseren Angeboten zufrieden?

Wir möchten die Informations- und Kursangebote der SLUB weiter verbessern. Bitte beteiligen Sie sich an unserer Onlinebefragung http://slubdd.de/befragung.

 

Bieten wir die richtigen Themen und sind Sie mit unseren Angeboten zufrieden? Für welche Bereiche wünschen Sie sich Vertiefung? Und wo sehen Sie zusätzlichen Bedarf? Mit Ihren Antworten helfen Sie uns, Informations- und Kursangebote genau auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse abzustimmen.

 

Für den Fragebogen benötigen Sie ca. 10 bis 15 Minuten Zeit. Ihre Antworten werden anonym erhoben, gespeichert und ausgewertet. Die Befragung endet am 18. April 2014.

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Die Deutsche Fotothek präsentiert: Das Archiv der Fotografen

Lust auf einen Streifzug durch die deutsche Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts? Bis September können Sie östlich und westlich des Lesesaals in Ebene -2 herausragende Aufnahmen namhafter Fotografen aus der Sammlung der Deutschen Fotothek entdecken.

 

 

Erkunden Sie spezifische Lebenswelten – z. B. anhand der sozialdokumentarischen Aufnahmen der Arbeiterfotografen Hans Bresler, Erich Meinhold und Kurt Otto Burghardt. Schauen Sie Bildreportern bei der Arbeit über die Schulter und lassen Sie sich überraschen vom breiten Spektrum ihrer Fotografien, die heute höchsten dokumentarischen Wert haben. Fritz Eschen war als Bildjournalist nahezu für die gesamte Berliner Presse tätig, das Pressearchiv Erich Höhnes bietet eine umfassende Fotodokumentation der DDR-Zeitgeschichte. Ebenfalls hoch interessante Einblicke erlauben in diesem Kontext die Motive Richard Peter jun. sowie die seines Vaters Richard Peter sen., der vor allem durch seine Aufnahmen vom stark zerstörten Dresden bekannt geworden ist. Betrachten Sie die Menschen, Leben und Alltag der Deutschen Demokratischen Republik mit den Augen Christian Borcherts, dem Chronisten der Kultur- und Sozialgeschichte der DDR, oder mit denen des ostdeutschen Fotorealisten Gerd Danigels, der das untergehende Land feinsinnig beobachtete. Zum Beispiel sein Foto 'Drei junge Männer auf der Bank' aus dem Jahr 1984.

 

 

Mit den Reisefotografen Oswald Lübeck und Franz Grasser können Sie sich auf (historischer) Schiffsreise entspannen oder mit Konrad Helbig das Mittelmeer erkunden. Vielleicht aber begleiten Sie Reinhart Wolf bei seiner stetigen Suche nach dem "deutschen Charakterbild".

 

Bei Ihrem Streifzug durch die Schätze der Deutschen Fotothek werden Sie außerdem Aktaufnahmen Roger Rössings, Naturstudien Karl Blossfeldts sowie Kostproben der international erfolgreichen Fotografinnen Else Seifert und Lala Aufsberg entdecken.

 

Schlagen Sie einen nahezu ein Jahrhundert überspannenden Bogen von der Dokumentation architektonischer Veränderungen Dresdens durch Antonio Ermenegildo Donadini – Zeichenlehrer Königin Carolas – bis hin zur Architekturfotografie Reinhart Wolfs, dem jüngsten Zugang im Archiv der Fotografen. Dieses virtuelle Archiv trägt als Schaufenster für die Werke bedeutender deutscher oder in Deutschland arbeitender Fotografen dazu bei, die Vielfalt und Bedeutung deutscher Fotografie anschaulich zu vermitteln. Gemeinsam mit der Stiftung F.C. Gundlach und weiteren Partnern stellt sich die Deutsche Fotothek ihrer bedeutendsten Aufgabe – der Erhaltung und Aktivierung fotografischer Werke und Nachlässe.

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