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SLUBlog

Autor: Katja Leiskau

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Frau im Mond. Neuerwerbung Illustrierter Film-Kurier

Eine umfassende Sammlung von über 2.000 großformatigen Filmprogrammen der Serie ILLUSTRIERTER FILM-KURIER (Berlin 1924-1943) gehört seit kurzem zu den Sonderbeständen der SLUB.
Die meist achtseitigen Programmhefte waren einst an der Kasse der Filmpaläste erhältlich. Versehen mit kurzen Inhaltsangaben und vor allem den seitenfüllenden Fotomontagen gaben sie dem Publikum die Möglichkeit, das "Kino mit nach Hause" zu nehmen. Heute sind sie Zeugnis der vitalen Kinokultur der Zwanziger bis Vierziger Jahre in Deutschland und geben Einblick in die deutsche und internationale (Stumm-) Filmwelt, ihre Geschichten, ihre Entwicklung und nicht zuletzt ihre Stars wie Louise Brooks (Tagebuch einer Verlorenen) und Buster Keaton.


Neben den Film-Kurieren zu Klassikern des Weimarer Kinos wie Fritz Langs Science Fiction Film „Frau im Mond“, dessen Titelblatt das berühmte Plakatmotiv von Alfred Hermann zeigt, dokumentieren die Programmhefte auch heute vergessene, teils nicht überlieferte Filme und sind damit nicht nur für Werbestrategien und Aufführungspraxis, sondern auch für die Filmgeschichtsschreibung wichtiges Quellenmaterial.

 

Ähnlich wie die illustrierten Publikumsmagazine der Weimarer Zeit sind die Film-Kuriere wichtige Artefakte des Medienwandels und der damaligen (Alltags-)kultur. In seiner Gestaltung ist der ILLUSTRIERTE FILM-KURIER aus fotografischen und gebrauchsgrafischen Gesichtspunkten als eines der wichtigen Werbemittel der Filmverleihe hochinteressant und für den Sammelschwerpunkt „Gebrauchsgrafik“ im Fachinformationsdienst Kunst-Fotografie-Design  eine bemerkenswerte Bereicherung.

 

Derzeit liegen die losen Programmhefte in Ordnern vor und werden nun Stück für Stück eingearbeitet. Eine spätere Digitalisierung der Sammlung soll nach Möglichkeit erfolgen.

 

 

Wir werden Sie an dieser Stelle über den weiteren Fortschritt der Arbeiten auf dem Laufenden halten.

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Zwei Millionen Bilder in der Deutschen Fotothek online

Die Deutsche Fotothek in der SLUB hat gerade wieder eine magische Grenze überschritten– und präsentiert in ihrem virtuellen Schaufenster nun mehr als zwei Millionen Fotografien. In der Bilddatenbank recherchieren Sie neben eigenen Beständen auch in Sammlungen von 90 Partnerinstitutionen: Fotografenarchive, architektonische, bildkünstlerische oder technische Artefakte, Dokumente historischer Ereignisse und Kontextinformationen sind zu finden.

 

Aber was zeigt das zweimillionste Bild?

Günther Helm: Berberfrau, 1965 (SLUB/Deutsche Fotothek)Es handelt sich um eine Reiseaufnahme von Günther Helm (*1935) - ein ausdrucksvolles Porträt einer traditionell gekleideten und geschmückten Berberin, fotografiert 1965 in Marokko - die vor wenigen Tagen in die Rubrik „Weltsichten“ aufgenommen worden ist.

 

Während seiner Maghreb-Reisen der 1960er Jahre schuf der in Hamburg lebenden Fotograf und Maler ästhetische Aufnahmen von Einheimischen im öffentlichen Raum, die aber zugleich intensive Auseinandersetzungen mit den Menschen selbst und ihrer Lebenswirklichkeit darstellen.

 

 

Für den heutigen Betrachter sind Helms Fotos in ähnlicher Weise Zeugnisse verlorengehender traditioneller Lebenswelten wie die poetischen Reisebilder, die Axel Heller (*1962) der Deutschen Fotothek 2016/17 übereignet hat.

 

Axel Heller: Guatemala, Cindad Vieja (Fest der Unbefleckten), 1996 (SLUB/Deutsche Fotothek)

 

 

Beide Konvolute kamen jüngst im Rahmen des „Archivs der Fotografen“ in die Deutsche Fotothek. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein autorenorientiertes Sammlungskonzept, mit dem sich die Deutsche Fotothek seit 2012 konsequent der Bewahrung, Erschließung und Onlineveröffentlichung von Werken bedeutender deutscher oder in Deutschland arbeitender Fotografen widmet. In den letzten Jahren hat sich das „Archiv der Fotografen“ erfolgreich zu einem wichtigen Instrument bei der langfristigen Sicherung des fotografischen Erbes aus dem 20. Jahrhundert entwickelt.

 

Der ebenfalls jüngst in Zusammenarbeit mit der Stiftung Anno Wilms hinzugekommene Partnerbestand im „Archiv des Fotografen“ beinhaltet experimentelle und dokumentarische Bilder der Fotografin Anno Wilms (1935-2016). Mit den Themenschwerpunkten Bühnenleben in Berlin, Travestie, Jazz, aber auch Randgruppen verschiedener Kontinente bewegen sich Wilms Arbeiten zwischen intensiven Momentaufnahmen kultureller Exzentrik und sozialkritischer Dokumentation.

 

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Die gute Form. DFG-Projekt zur Digitalisierung und Erschließung herausragender Fotografien zum Produktdesign 1950-1990 aus der Sammlung des Rat für Formgebung bewilligt

Mit diesem jüngst bewilligten Projekt soll ab Frühjahr 2018 das designgeschichtlich hoch relevante, schwer zugängliche historische Fotoarchiv des Rat für Formgebung von der Deutschen Fotothek (SLUB) in Kooperation mit der Stiftung Deutsches Design Museum digital erschlossen und der Forschung zugänglich gemacht werden. Gegenstand sind 20.000 Aufnahmen des ursprünglich vorrangig für Publikations- und Lehrzwecke angelegten Archivs, die als signifikante fotografische Zeitzeugnisse des deutschen, z.T. auch internationalen Produktdesigns der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einzustufen sind. Diese in Zusammensetzung und Umfang einzigartige fotografische Designsammlung dokumentiert umfassend die Konsum- und Lebenswelt der 1950er bis 1980er Jahre, mit einem Schwerpunkt auf der Nachkriegsmoderne. Die Bandbreite reicht von Alltagsgegenständen des Konsumgüterbereichs wie Bestecken und Geschirr über Produkte der Arbeitswelt, z.B. Büromaschinen, bis hin zu Personenkraftfahrzeugen und Produkten aus dem Investitionsgüterbereich.

 

Die Digitalisierung dieser erstrangigen Primärquelle richtet sich an Historiker, insbesondere Kunst- und Fotografiehistoriker, aber auch an Produkt- und Industriedesigner und soll deshalb bedarfsorientiert in das Angebot des "Fachinformationsdienstes Kunst, Fotografie, Design" integriert werden. Ziel dieses Fachinformationsdienstes ist die bedarfsgerechte Versorgung der wissenschaftlichen Fachcommunities mit internationaler Spezialliteratur sowie mit digitalen Text- und Bildquellen als Basis einer modernen, im konstruktiven Dialog mit der Wissenschaft entwickelten Forschungsinfrastruktur. Als digitales Kernangebot betreiben die SLUB und die UB Heidelberg gemeinsam das Portal arthistoricum.net.

 

Im kunstwissenschaftlichen Blog von arthistoricum.net finden Sie eine ausführlichere Version dieses Beitrags mit Hinweisen zur Erschließungsstrategie des Projekts und daraus resultierenden Forschungsmöglichkeiten - wie auch weiteren Informationen zu den beteiligten Projektpartnern.

 

Erste Beispiele aus zwei Pilotprojekten sind bereits in der Bilddatenbank sichtbar: So wurden 2016 als proof of concept von beiden Partnern gemeinsam 578 Fotografien von "WMF-Produkten" erschlossen, wobei sowohl die Aufnahmen als auch die abgebildeten Objekte mit begleitenden Informationen angereichert wurden: Verweisungen zwischen Schwarzweißvergrößerungen, zu beschrifteten oder gestempelten Rückseiten sowie zu den Registermappen, in denen die Fotografien abgelegt sind.


2017 wurden außerdem, mit Unterstützung der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main, etwa 1.400 Kleinbilddias als Kontextmaterial digitalisiert und mit dem zugehörigen, in den Digitalen Sammlungen der SLUB in zwei Ausgaben recherchierbaren Diakatalog (Loseblattsammlung) seitengenau verknüpft:

 

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NEU in der Deutschen Fotothek

Folgende Neuzugänge sind ab sofort über die Deutschen Fotothek online zugänglich:

 

Erweiterung des Bestands Atelier Kersten, Altenburg

 

Aus dem historisch bedeutenden Nachlass des Fotoateliers "Arno Kersten Sohn Nachfahren", das von 1867-1938 in Altenburg bestand, wurden rund 400 weitere Porträtaufnahmen aus den Jahren 1911-1913 des Sohnes und Nachfolgers des Ateliergründers, Otto Kersten, in Kooperation mit dem Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg erschlossen und online gestellt.

 

Die geschlossene Überlieferung von Negativen und Geschäftsunterlagen ermöglicht die Identifizierung der porträtierten Personen. Es handelt sich um Porträts, die einen Querschnitt der Bevölkerung der Residenzstadt Altenburg und des Umlandes zeigen.

 

Zurzeit sind damit mehr als 700 Aufnahmen digital verfügbar, weitere folgen in den nächsten Wochen.

 

Otto Kersten: Kleiner Junge mit Hund, 1912. SLUB/ Fotothek

 

 

Konvolut aus der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern

 

Das Konvolut der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker enthält drei thematische Schwerpunkte:

  • Die Porträtsammlung der Landesbibliothek illustriert das Schweriner Theater- und Kulturleben seit ca. 1870. Sie umfasst 3.500 Fotos, Künstlerpostkarten, Zeitschriftenausrisse, Fotocollagen und Stiche, die zumeist Porträts oder Bühnenszenen darstellen.Den Grundstock der Sammlung bilden mehrere Alben mit Visitenkartenporträts aus dem Nachlass des Juristen Eduard Hobein (1817-1882). Hobein war Rechtsberater und Förderer des Mecklenburg-Schweriner Hoftheaters.
  • Altes Stettin - Sammlung historischer Ansichtskarten der alten Hansestadt Stettin aus den Jahren 1890 bis 1945. Auf den 1.335 Karten finden sich Motive aus Handel und Gewerbe, von Sehenswürdigkeiten, der Altstadt und dem Hafen.
  • 220 Ortsansichten


Dumont, Louise (1862-1932). SLUB/ Fotothek

 

 

Grafische Arbeiten von Rudolf Sitte (1922-2009)

 

2016 hat die SLUB eine Schenkung grafischer Blätter des Künstlers Rudolf Sitte (1922-2009) von dessen Witwe erhalten. Es handelt sich um 186 Zeichnungen und Holzschnitte aus dem Spätwerk des Künstlers, der auch als Bildhauer, Maler und Kunstkeramiker arbeitete.

 

Der jüngere Bruder des DDR-Malers und Grafikers Willi Sitte ist vor allem durch seine abstrahierenden baugebundene Wandarbeiten in Sachsen und in Berlin bekannt (siehe z.B. das Wandbild "Mahnmal für die Opfer des Krieges und der Nazi-Diktatur" am Cottbusser Hochhaus Berliner Platz 1).

 

Rudolf Sitte versah viele der zwischen 2002 und 2009 entstandenen Blätter mit dem doppeldeutigen (Serien-)Titel "Ein Leben für die Katz" - eine Anspielung auf seine Fürsorge für streunende Katzen und zugleich Buchtitel für seine 2007 im Selbstverlag herausgegebenen Lebenserinnerungen. Dieses Zeichnungskonvolut wurde im Rahmen des Fachinformationsdienstes Kunst Fotografie Design digitalisiert.

 

Rudolf Sitte: Frau. SLUB/ Fotothek

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Ausstellung Gebrauchsgraphik 1924-1944. Eine Zeitschrift als Schaufenster zur Werbewelt

Werbe- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts in der SLUB: Mondäne Damen und gestählte Sportler, kühne Designs und moderne Anmutung – die schillernden Werbeikonen der Weimarer Jahre sind längst Teil unseres visuellen Gedächtnisses geworden. Die Ausstellung „Gebrauchsgraphik 1924–1944. Eine Zeitschrift als gedrucktes Schaufenster zur Werbewelt“ lässt die berühmten Bilder  wieder aufleben. Sie sind eingeladen zur Ausstellungseröffnung am 9. März, 19 Uhr in den Vortragssaal, 1. OG.

 

Die Schau entstand vor dem Hintergrund des 90-jährigen Bestehens der Zeitschrift „Gebrauchsgraphik“. Die seit 1924 herausgegebene "Monatsschrift zur Förderung künstlerischer Reklame" berichtet über herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Grafikdesigns  und gilt als eine der bedeutendsten Quellen der Werbe- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts. Herbert Bayer, A. M. Cassandre, Ludwig Hohlwein, E. McKnight Kauffer, Georg Salter und viele andere hatten in der "Gebrauchsgraphik“ ihren Auftritt. Auch fotografische Arbeiten von John Heartfield, Sasha Stone, El Lissitzky oder Martin Muncasci wurden präsentiert.

 

Neben umfangreichen, überwiegend schwarzweißen Abbildungen der Entwürfe zu allen Arbeitsgebieten der Gebrauchsgrafik enthalten die Hefte eine Vielzahl eindrucksvoller, bunter Beilagen, die die Leistungsfähigkeit des damaligen Druckgewerbes unter Beweis stellen. Auch Prägedrucke oder verschiedene Papierqualitäten und –farben sind anhand dieser Proben erfahrbar.

 

In Kooperation mit der Universität Erfurt und dem Münchner Stiebner-Verlag, in dessen Haus die Zeitschrift „novum“ als Rechtsnachfolger der alten „Gebrauchsgraphik“ bis heute erscheint, hat die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) alle 240 Ausgaben der Zeitschrift digitalisiert und erschlossen. Auf der Plattform www.illustrierte-presse.de stehen ab Ausstellungsbeginn alle Hefte online zur Verfügung.

 

Die von Prof. Dr. Patrick Rössler, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Erfurt, kuratierte Ausstellung ist vom 10. März 2016 bis zum 16. Juni 2016 täglich von 10-18 Uhr im Buchmuseum der SLUB zu sehen. Der Eintritt ist frei. Zu Ausstellung und Digitalisierungsprojekt erschien ein gleichnamiges Buch zur Geschichte der Zeitschrift, das unter anderem Inhaltsangaben und Künstlerregister für alle Hefte enthält.

Kommentare

@Sam
13.06.2018 07:43
Prima. Ich gratuliere!
13.06.2018 00:04
ein neuer Hut
09.06.2018 07:41
@kaputte Scheiben
31.05.2018 14:54
kaputte Scheiben
30.05.2018 21:56

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