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Autor: Michael Vogel

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SLUB Gastgeberin des Sächsischen Werkstatttages für Bestandserhaltung

Am 21. September 2016 fand der diesjährige Sächsische Werkstatttag für Bestandserhaltung in der SLUB statt. Ein breites Fachpublikum aus Archiven, Bibliotheken und Museen Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens, Berlins und Brandenburgs war angereist. Etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten Vorträge aus der Bestandserhaltungspraxis und zu Ergebnissen sächsischer Modellprojekte, die in den letzten beiden Jahren von der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) gefördert worden sind.

 

Foto: Elisabeth Schubert

 

Beiträge zur praxisnahen Aufbewahrung von Schriftgut, zur Modellprojektförderung durch die KEK oder aktuelle naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse zur möglichen Lichtschädigung von Farbpigmenten der Buchmalerei sind Beispiele des facettenreichen Programms, das auch noch in den Pausen viel Anschauungs- und Gesprächsstoff bot. Auch die Frage “Ist Bestandserhaltung ‚old fashioned‘?“ wurde aufgegriffen und mit scharfsinnigen Analysen und anspornenden Schlussfolgerungen untersetzt.

 

Die positive Resonanz auf die Veranstaltung zeigt, dass der Werkstatttag ein gelungener Tag des Wissenstransfers mit ausreichend Raum für interessante Fachdiskussionen war. Sicher werden viele Anregungen des Vortragsprogramms ihren Weg in die Bestandserhaltungspraxis finden.

 

Die Planungen für den Werkstatttag im nächsten Jahr können nun beginnen.

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Vorsorge im Großformat – neue Projektmittel zur Erhaltung schriftlichen Kulturguts

Kulturstaatsminister Bernd Neumann fördert gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder weitere Projekte zur Bewahrung schriftlichen Kulturerbes. Unter dem Motto “Vorsorge im Großformat“ werden über die Koordinierungsstelle für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts (KEK) bundesweit 25 Vorhaben zum Schutz großformatiger Schriften mit rund 300.000 Euro unterstützt.

 

Zum vierten Mal in Folge kann die SLUB mit ihrer Landesstelle für Bestandserhaltung Projektideen mit und für sächsische Bibliotheken einbringen. In diesem Jahr wird sie mit der Christian-Weise-Bibliothek Zittau und der Universitätsbibliothek Leipzig gemeinsam Schutzboxen für historische Originalzeitungen beschaffen. Auf Grund des häufig sehr fragilen Papierzustandes sind Zeitungen oftmals kaum mehr benutzbar. Die säurefreien Boxen schirmen die großen Originale vor Staub, Licht und Lagerungsschäden. Da alte Zeitungen vielfach nachgefragt und für Historiker wertvolle Quellen sind, startet zeitgleich ein Zeitungsdigitalisierungsprojekt an fünf deutschen Bibliotheken unter der Federführung der SLUB und mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

 

Die Fördersumme zum Originalerhalt ist gemessen am Bedarf klein, aber jede Tat hilft. Die Bibliotheken hoffen, dass Bund und Länder die projektförmigen Förderungen verstetigen und aufstocken, damit Vorsorge auch finanziell im Großformat möglich wird. Im letzten Jahr wurden Notfallausrüstungen für sächsische Kultureinrichtungen beschafft. So waren die Bibliotheken 2013 besser als je zuvor und vor allem rechtzeitig vor der Flut im Juni 2013 gut gerüstet.

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Als die große Flut kam - Rückblick auf ein Unwetter mit Folgen

Als vor 10 Jahren Regen und Hochwasser immer bedrohlicher wurden, waren wir zunächst gelassen: Der gerade bezogene Neubau der Bibliothek am Zelleschen Weg lag in beruhigender Entfernung zur Elbe und trotzte dem sintflutartigen Regen. Der Ausbau des Erlweinspeichers an der Elbe als alternativer Bibliotheksstandort war glücklicherweise verworfen worden.

 

Doch dann kam praktisch ohne Vorwarnung die große Sturzflut aus dem Erzgebirge. Die Wilde Weißeritz strömte durch die Gebäude des Tharandter Forst-Campus und flutete auch Magazine der Zweigbibliothek Forstwesen. Viele Helfer waren rund um die Uhr zur Stelle, um zu retten, was zu retten war. Heute gibt es einen Neubau auch in Tharandt, die Bücher stehen dort sicher im Obergeschoss – auch alle aus den Fluten geborgenen. Spendenmittel hatten ihre Restaurierung ermöglicht.

 

In der elbnahen Zweigbibliothek Medizin im Dresdner Uni-Klinkium konnten damals die Kellermagazine noch rechtzeitig mit Hilfe von Absolventen der Heeresoffiziersschule evakuiert werden.  

 

Auch zehn Jahre nach der Flut ein herzliches Dankeschön an alle, die damals in Dresden und in Tharandt bis zur Erschöpfung geholfen haben! Und Dank an alle, die mit Geld- oder Buchspenden die Tharandter Forstbibliothek unterstützt haben!

 

Zahlreiche Tharandter Bürger unterstützten die Bergungsaktion in der Zweigbibliothek Forstwesen im August 2002 

 

In diesem Neubau ist die Zweigbibliothek Forstwesen heute untergebracht

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