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Autor: Michaele Adam

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Strategisch Publizieren mit Open Access

An der TU Dresden wird das Open Access-Publizieren seit langem genutzt, wie dies zwei prominente Beispiele belegen. Zum einen hat Prof. Hans-Ulrich Wittchen als erster Wissenschaftler der TU überhaupt 2012 begonnen, einen großen Teil seiner Publikationen nach einer entsprechenden Rechteprüfung durch die SLUB auf dem institutionellen Open Access-Repositorium Qucosa zweitzuveröffentlichen. Zum anderen hat Dr. Michael Kuhn vielzitierte Forschungsergebnisse direkt in einer Open Access-Zeitschrift veröffentlicht. Beide Wissenschaftler zählen zu den weltweit meistzitierten Wissenschaftlern 2015 in ihrer Fachdisziplin.

 

Die Forschungsergebnisse einem möglichst großen Wissenschaftlerkreis zugänglich zu machen, ist ein wichtiger Teil zum Abschluss einer wissenschaftlichen Arbeit. Aber wie kann ich als Autor eine möglichst große Sichtbarkeit meiner Publikationen erreichen? Welche Publikationsmedien und -formen eignen sich dafür am besten?  Welche Anforderungen von Förderinstitutionen sind zu berücksichtigen?  Die entgeltfreie digitale Bereitstellung der Forschungsergebnisse in Form von Open Access-Publikationen spielt bei diesen Fragen zunehmend eine wichtige Rolle, auch wenn zwischen den einzelnen Fachgebieten zum Teil große Unterschiede in den Publikationskulturen und –gewohnheiten zu berücksichtigen sind.

Gelegenheit zur Diskussion individuell geeigneter Publikationsstrategien und deren Für und Wider bietet der Workshop zum Start der Open Access Week am Montag, 19. Oktober 2015. Die KollegInnen des Bibliometrie-Teams an der SLUB und der Project Scouts der TU Dresden freuen sich auf den Austausch und beantworten gerne Ihre Fragen. Nutzen Sie als bereits Publikations“erfahrene“ oder als Publikations“neulinge“  die Möglichkeit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und Ihre Erfahrungen miteinander zu teilen.

 

Informieren Sie sich über das gesamte OA Week-Programm und melden Sie sich gerne zu den Veranstaltungen an. Hier die aktuellen Termine:

  • Mo 19. Oktober 2015, 18:30 Uhr, Vortragssaal in der Zentralbibliothek, Auftaktveranstaltung mit World Café
  • Di 20. Oktober 2015, 15:00 Uhr, Makerspace M2 im DrePunct, Kurs in deutscher Sprache
  • Di 20. Oktober 2015, 16:45 Uhr, Makerspace M1 im DrePunct, Führung
  • Do 22. Oktober 2015, 14:00 Uhr, Makerspace M2 im DrePunct, Kurs in englischer Sprache

 

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf unserer Webseite: www.slubdd.de/oaw2015

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"Meistzitierte Wissenschaftler 2015" im Fokus

Die klassische Zitation wird häufig als Maß dafür angenommen, welchen Einfluss die publizierten Forschungsergebnisse in der Fachwelt haben. Die Veröffentlichung der weltweit meistzitierten Wissenschaftler wird daher in jedem Jahr mit Spannung erwartet. Thomson Reuters hat vor kurzem nun die Highly Cited Researchers 2015 bekanntgegeben.  Die Datenanalyse beruht auf 120.793 hochzitierten Publikationen in den 22 Fachdisziplinen der Essential Science Indicators (ESI) im Zeitraum 2003-2013. Berücksichtigung finden somit nur Publikationen in Zeitschriften, die in der Science Edition und Social Sciences Edition der Web of Science Core Collection nachgewiesen werden. Im Detail ist die Methodik hier dokumentiert.


Abbildung: Fachdisziplinen der Essential Science Indicators (ESI)

 

 

Wie schon 2014 zählen auch in diesem Jahr drei Forscher der TU Dresden zu den „Highly Cited Researchers“: im Fachgebiet Psychiatry / Psychology Prof.  Hans-Ulrich Wittchen als einer von nur drei Wissenschaftlern Deutschlands, im Fachgebiet Material Science Prof. Karl Leo als einer von nur zehn Wissenschaftlern Deutschlands sowie im Fachgebiet Biology & Biochemistry bereits zum zweiten Mal  Dr. Michael Kuhn vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) als einer von acht Wissenschaftlern Deutschlands. 

 

Enorm wichtig ist eine genaue Adressangabe der zugehörigen Institution, um  Wissenschaftler entsprechend zuordnen zu können. Daher hier ein Tipp: Thomson Reuters bietet für eine begrenzte Zeit die Möglichkeit für Korrekturen an. Bis zum 1. Dezember 2015 können Autoren noch die Berichtigung fehlerhafter Einträge oder Ergänzung unvollständiger Angaben beantragen.  

 

Vor der Zitation kommt das Publizieren. Maßgebliche Bedeutung für die spätere Wahrnehmung in der Fachwelt hat dabei die Auswahl der am besten geeigneten  Zeitschrift. Haben Sie Fragen nach allgemeinen Entscheidungskriterien oder möchten Sie beispielsweise wissen, wie Sie die Sichtbarkeit Ihrer Forschungsergebnisse erhöhen können, unterstützen wir Sie mit unserem Bibliometrie-Service gerne: in Form von individueller Beratung zum Beispiel in der Wissensbar oder auch nach Absprache sowie im Rahmen von Kursen in Ihrem Fachbereich.

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Journal Citation Reports - Update 2014

Alle Jahre wieder wird von Wissenschaftlern, Autoren, Verlegern, aber auch Bibliotheken, die Aktualisierung der Journals Citation Reports (JCR) erwartet. Diese enthalten verschiedene bibliometrische Kennzahlen, die der quantitativen Bewertung und dem weltweiten Vergleich von wissenschaftlichen Zeitschriften dienen. Zitationsdaten aus der Publikations- und Zitationsdatenbank Web of Science Core Collection bilden dabei die Datengrundlage für unterschiedliche Berechnungen. Als klassische und teilweise in der Fachwelt auch kritisch diskutierte Kennzahl sei an dieser Stelle der Journal Impact Factor erwähnt.

Über die analysierten Zeitschriften informiert Thomson Reuters (TR) in einer aktuellen Titelliste. Die JCR 2014 enthalten in den beiden Teilbereichen Science und Social Sciences Informationen zu 10.853 Zeitschriften in 232 Fachdisziplinen aus 83 Ländern. 379 Zeitschriften haben erstmalig einen Journal Impact Factor erhalten.

In den Journal Citation Reports® Notices sind Mitteilungen insbesondere zu Zeitschriftenänderungen zu finden. Bei der Nutzung der Kennzahlen ist zu beachten, dass die angegebenen Werte im Verlauf des Jahres noch korrigiert werden können.

Zu einigen häufig wiederkehrenden Fragen finden Sie hier eine kurze Information:

 

Wie erreicht eigentlich eine Zeitschrift die Aufnahme in die Journals Citation Reports?

Als entscheidende Evaluationskriterien nennt Thomson Reuters Basisstandards wie die Pünktlichkeit der Veröffentlichung, die Einhaltung redaktioneller Regeln und eine Qualitätsprüfung der eingereichten Publikationen (Peer Review). Geprüft wird auch der fachliche Inhalt hinsichtlich einer Erweiterung des Zeitschriftenspektrums auf neue Forschungsfelder sowie die Internationalität oder Regionalität der Fach-Community.

 

Welchen Impact Factor muss eine Zeitschrift haben, um zu den Top-Zeitschriften in einer speziellen Fachdisziplin zu gehören?

Der Journal Impact Factor sagt aus, wie häufig die Artikel einer Zeitschrift im Durchschnitt zitiert werden. Er wird berechnet aus der Anzahl der Zitationen der Artikel einer Zeitschrift im Verhältnis zur Anzahl dieser Artikel in einem bestimmten Zeitraum. Der absolute Wert allein ermöglicht keine Aussage über den Stellenwert einer Zeitschrift. Die Höhe wird durch zahlreiche Größen beeinflusst. Dazu gehören auch unterschiedliche Publikations- und Zitiergewohnheiten in den Fachgebieten. Dementsprechend können Zeitschriften nur innerhalb einer Fachdisziplin verglichen werden. Einzelne Artikel sind generell nicht anhand des Impact Factors vergleichbar.

 

Welchen Stellenwert haben Open Access-Zeitschriften in den Journal Citation Reports?

Interessant zu beobachten ist, dass zunehmend Open Access(OA)-Zeitschriften in den JCR analysiert werden, die dem Gold-Standard entsprechen. Wer sich informieren möchte, welche OA-Zeitschriften dazu gehören, findet hier eine Übersicht vor. Grundlage hierfür ist eine Auswertung der Journal Citation Reports aus dem Vorjahr 2013 durch das Bibliometrie-Team an der SLUB. Die Liste ist unterteilt nach den Web of Science-Fachdisziplinen und zeigt auch, welchen Stellenwert eine bestimmte Zeitschrift innerhalb der jeweiligen Kategorie einnimmt.

Bei speziellen Fragen zur Anwendung der JCR-Daten, aber auch bei bibliometrischen Fragen überhaupt, hilft das Bibliometrie-Team der SLUB gerne weiter.

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Bibliometrie: Forscher der TUD sind "Meistzitierte Wissenschaftler 2014"

"BIOTEC-Forscher ist einer der "meistzitierten Wissenschaftler 2014", meldete die TU Dresden vergangene Woche. Diese Neuigkeit ist ein willkommener Anlass einmal die Hintergründe des Rankings zu beleuchten. Welche Daten für diese Bewertung als Grundlage dienen und welche Kriterien herangezogen werden, hat das Bibliometrie-Team der SLUB betrachtet.

 

Die Datenbasis bilden die 22 Fachgebiete des Analysewerkzeugs Essential Science Indicators (ESI), das von Thomson Reuters herausgegeben wird. Ausgewertet werden mit ESI jeweils die Zitationen von Veröffentlichungen der letzten zehn Jahre der Science und Social Sciences Edition der Web of Science Core Collection. Ziel ist es 

  • die Forschungsleistungen von Autoren, Institutionen, Ländern zu analysieren,
  • wichtige Trends in den Natur- und Sozialwissenschaften zu identifizieren,
  • die Wirkung von Forschungsleistungen auf andere Fachgebiete zu untersuchen,
  • Top-Länder, -Zeitschriften, -Wissenschaftler, -Publikationen und -Institutionen in einem bestimmten Forschungsfeld zu ermitteln.

 

Gelistet werden ab 2014 diejenigen Wissenschaftler, deren Publikationen einen Anteil an Zitationen von mindestens 1% bezogen auf die Gesamtzahl der Zitationen im betrachteten ESI-Fachgebiet im Zeitraum 2002 bis 2012 erreichen. Aktuell betrifft dies 3.215 Autoren. Erstmalig wendet Thomson Reuters mit dieser Normierung eine neue Methode zur Ermittlung der meistzitierten Forscher an, die die bisherigen Auswertungen auf der Webseite ISIHighlyCited.com ablöst. Beabsichtigt wird damit, bisher aufgetretene Vorteile und Verzerrungen zugunsten bereits etablierter Wissenschaftler und größerer Fachgebiete mit mehr Publikationen und die damit verbundene Nachteile für Nachwuchswissenschaftler aus jüngeren Forschungsfeldern zu korrigieren. Große Mehrautorenschaften, wie dies zum Beispiel in der Hochenergiephysik der Fall ist, sollen ebenfalls berücksichtigt werden. Eine detaillierte Beschreibung der Methode finden Sie auf der Webseite About Highly Cited Researchers.

 

Die Liste der Forscher ist frei zugänglich auf der Webseite Highly Cited Researchers. Enthalten sind die Namen der Wissenschaftler, die ESI-Kategorie sowie die erste und zweite Adressangabe. Bei Vorhandensein einer Researcher-ID wird auf das Profil mit der entsprechenden Publikationsliste verlinkt.

 

Eine Suche nach "Dresden" in beiden Adressfeldern ergibt, dass neben Dr. Michael Kuhn vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) tatsächlich noch zwei weitere Dresdner Wissenschaftler zu den Highly Cited-Forschern der TU Dresden gehören: Prof. Christian Bernhofer aus dem Institut für Hydrologie und Meteorologie und Prof. Jürgen Rehm aus dem Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie.

 

Der Bibliometrie-Service der SLUB bietet Unterstützung bei Publikations- und Zitationsanalysen – mit Beratung, Analysen und Kursen.

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Bibliometrie – Die Vermessung der Wissenschaft

Mit Hilfe der Bibliometrie können große Mengen von Publikationen und Zitationen quantitativ ausgewertet werden. Bibliometrische Analysen werden zur persönlichen Karriereplanung, aber auch vermehrt als Instrument im Wissenschaftsmanagement eingesetzt, um die Leistungen von Institutionen, Forschungsgruppen oder WissenschaftlerInnen zu evaluieren und zu vergleichen sowie um Forschungs- und Technologietrends zu identifizieren.

Dabei unterstützen wir Sie mit unserem neuen Bibliometrie-Service. Wir beraten Sie gerne zu Ihrem persönlichen „Ranking“:

  • Was ist ein h-index und wie kann ich diesen ermitteln?

  • Wie kann ich die Wahrnehmung meiner Forschung in der Fachöffentlichkeit steigern?

  • Welche Zeitschrift ist für meine Publikation am besten geeignet?

  • Wie wird der Impact Faktor berechnet?

  • Welche Informationen finde ich in den Journal Citation Reports?

Darüber hinaus können aber auch ganze Wissenschaftsdisziplinen auf Basis von Publikationen und Zitationen vermessen werden. 2007 haben Martin Rosvall und Carl T. Bergstrom beispielsweise die Vernetzungen verschiedener Fachgebiete analysiert und mit folgender Grafik dargestellt:



Dafür haben sie Daten aus der Social Sciences Edition der Journal Citation Reports 2004 verwendet und insgesamt 217.287 Zitationen aus 1.431 Zeitschriften untersucht. Solche Visualisierungen wie in der obigen Grafik kommen leicht daher, stützen sich aber auf gewaltige statistische Daten. Und wie bei jeder Statistik muss sehr genau geprüft werden, welche Aussagen auf Basis der Daten getroffen werden können.

Wer sich eingehender mit der Thematik befasst, wird feststellen, dass die Anwendung bibliometrischer Methoden gegenwärtig sehr umfangreich und zum Teil kontrovers diskutiert wird. Deren Ergebnisse differieren sehr stark zwischen den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen. Sie sind von zahlreichen Faktoren abhängig. Dazu gehören zum Beispiel unterschiedliche Publikations- und Zitationsgewohnheiten in den Fachgebieten und die verschieden starke Fachabdeckung in Datenbanken. Nur mit einem entsprechenden spezifischen Hintergrundwissen ist eine sachgemäße Interpretation der Analysen möglich.

Wir beschäftigen uns in der SLUB schon länger mit bibliometrisch nutzbaren Datenquellen und Kennzahlen. Ganz besonders sehen wir uns natürlich auch hier als Partner der TU Dresden. In Absprache mit dem Rektorat starten wir heute mit unserem neuen Bibliometrie-Service und zeigen Ihnen gerne, welche „state of the art“-Methoden es gibt, welche Aussagekraft und Grenzen diese haben und welche Entwicklungen im Zusammenhang mit der Veränderung der Publikationskulturen zu beobachten sind. Abhängig von der Nachfrage, wollen wir diesen Service gemeinsam mit der TU Dresden ausbauen.

Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Sie!

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