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SLUBlog

Autor: Nelly Ficzel

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#SLUBWissensbar für Sie getestet. Heute: Beratung zum Thema Familienforschung

An unserer Wissensbar reichen wir ‚Service mit Gesicht‘. Das bedeutet, unsere Kollegen beraten persönlich und kostenfrei zu einem Thema Ihrer Wahl. Zum Beispiel Familienforschung, damit kennt sich unter anderem Birgit Heinrich besonders gut aus. Sie berät seit vielen Jahren zu genealogischen Quellen und Saxonica in der SLUB. Ich habe sie gefragt, wie das abläuft und wer mit welchen Problemen zu ihr kommt.

 

Bild: Birgit Heinrich berät seit vielen Jahren zu genealogischen Quellen und Saxonica in der SLUB.

Eigentlich gilt Familienforschung zu Unrecht als ein etwas schrulliges Hobby, denn das Thema betrifft und interessiert doch im Prinzip jeden, der auf dieser Welt Vorfahren hat, oder? Wer bei Frau Heinrich einen Termin bucht, hat diese Frage schon positiv beantwortet und damit eine wesentliche Hürde genommen. Viele kommen mit einem ganz konkreten Anliegen, weil sie das Thema schon länger beackern und an einem bestimmten Punkt allein nicht weiterkommen. Mit denen schaut Frau Heinrich dann zum Beispiel in die historischen Adressbücher aus Sachsen. Dort finde man viel, sagt sie, und es werde ja sukzessive immer mehr digitalisiert und zugänglich gemacht. Andere kommen - wie ich - ganz ohne Plan: Familienforschung, wie geht das überhaupt und wie fange ich das an? Auch auf diese Fragen ist Frau Heinrich vorbereitet. Zum Einstieg zeigt sie mir die Datenbank Ancestry.

 

Bild: Die Datenbank Ancestry hält Milliarden digitalisierter Dokumente und Millionen Stammbäume bereit. Es handele sich um eine der größten genealogischen Datenbanken weltweit, erklärt sie, und sie sei sehr froh darüber, dass die SLUB die Lizenz dafür letztes Jahr gekauft habe. Nachdem sie mir gezeigt hat, wie leicht es einem diese Datenbank macht, zum Familienforscher zu werden, verstehe ich ihre Begeisterung. Dort kann man auf unfassbar viele digitalisierte Quellen zugreifen, zum Beispiel auf Kirchenbücher, Volkszählungsunterlagen und Wählerlisten sowie Passagierlisten von Auswandererschiffen. Mein Nachname, so finde ich schnell heraus, der heute in Europa sehr selten geworden ist, taucht bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts regelmäßig in slowakischen Kirchenbüchern auf und findet sich dann auf den Besatzungslisten einiger Emigrantenschiffe in Richtung Amerika. Das ist doch schon mal ein Anfang! Außerdem bietet Ancestry verschiedene Tools an, die es erleichtern, das eigene Projekt zu strukturieren und zu organisieren.

 

Bild: Mit solch einem Stammbaum-Formular kann eine aufregende Entdeckungsreise beginnen.Mit einem einfachen Stammbaum-Formular zum Beispiel kann eine aufregende Entdeckungsreise beginnen. Schnell komme eins zum nächsten, berichtet Frau Heinrich, und so entstünden schließlich die riesigen, mit Klebestreifen zusammengehaltenen Stammbaum-Leporellos der Familienforscher: Die Herausforderung bestehe darin, immer weiter zurückzugehen, und dieses Geschäft erfordere nicht nur eine gewisse Hartnäckigkeit, sondern auch einen ausgeprägten kriminologischen Spürsinn.

Schon nach kurzer Zeit habe ich ein Gefühl dafür, wie ‚süchtig‘ dieses Thema machen kann, und Frau Heinrich versichert mir, dass es fast niemanden kaltlässt, der einmal damit angefangen hat. Sind Sie daran interessiert, mehr über Ihre Herkunft zu erfahren? Buchen Sie einen Termin an unserer Wissensbar, stellen Sie Ihre Fragen und legen Sie los!

 

 

Daumen hoch für die Beratung zum Thema Familienforschung an der #SLUBWissensbar

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"Platzwechsel": Comedy-Autor und Slam-Poet André Herrmann liest aus seinem neuen Buch

Herrmann – so ist seinem Blog zu entnehmen – schreibt, liest vor und tritt seit 2007 auf Bühnen auf. Am 6.11. kommt er in die SLUB, und wir sagen Ihnen, warum es sich lohnt, dabei zu sein!

 

Bild: André Herrmann (Autorenbild © Enrico Meyer) Er schreibt Comedy fürs Fernsehen, unter anderem für so populäre Formate wie „Neo Magazin Royale“ (ZDF) und „Olaf macht Mut“ (ARD). Er ist konsequent und erfolgreich auf Twitter, Instagram und Facebook unterwegs und auf Youtube erzählt er einmal wöchentlich, warum er "Noch immer wütend" ist. Wem diese Referenzen nicht genügen, der vergegenwärtige sich, dass wir es hier mit dem André Herrmann zu tun haben, der mit dem Team Totale Zerstörung zweimal die deutschen Meisterschaften im Poetry Slam gewonnen hat!

 

Bild: Platzwechsel: Noch druckfrisch und schon im SLUB-Bestand!Im Frühjahr 2015 erschien sein Debüt „Klassenkampf“ und seit diesem Herbst liegt nun mit „Platzwechsel“ sein zweiter Roman vor. Wieder geht es um das Lebensgefühl in der Provinz Sachsen-Anhalts, aus der André in „Klassenkampf“ noch glaubte, den Absprung geschafft zu haben. In „Platzwechsel“ kehrt er zurück, und das nicht ganz freiwillig. Sein unvergleichlicher Kumpel Maik taucht in diesem Buch wieder auf, und diesmal kommt er auf die grandiose Idee, seinem Freund einen Job in der Heimat zu besorgen. „Handlungen, Orte und Personen dieses Romans sind frei erfunden“, beteuert Herrmann im Klappentext, aber: „Maik gibt’s natürlich. Das wäre zu krass, sich so etwas auszudenken.“

 

Nicht nur der Protagonist seiner Romane, sondern auch Herrmann selbst stammt ursprünglich aus Sachsen-Anhalt, lebt aber schon lange in Leipzig.

Bild: Logo Literaturforum

Deshalb wird er hier im Rahmen des Projekts „Literaturforum Bibliothek“ gefeatured, das sächsische Autoren zum Vorlesen in sächsische Bibliotheken bringt. 

 

Wir freuen uns auf André Herrmann und sein neues Buch! Kommen Sie nächsten Dienstagabend in die SLUB und planen Sie etwa 2 Stunden Spaß ein!

 

André Herrmann präsentiert sein neues Buch "Platzwechsel"
06. November 2018 | 19.30 Uhr | Klemperer-Saal
Der Eintritt ist frei