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SLUBlog

Autor: Nelly Ficzel

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Greift zu: Materialbar im Makerspace schenkt Werkstoffe aus!

Im Meet Up! stellen wir jeden ersten Donnerstag im Monat aktuelle Projekte vor und lassen Makerszene und DIY-Kultur lebendig werden. Im März haben wir Minigolf mit selbst gemachten Hindernissen gespielt, hier der Videobeweis, und beim letzten Mal haben wir eine Materialbar zur Werkstoffvermittlung gegründet. Dieses neue Regal hat es in sich, denn hier wird Nachhaltigkeit greifbar!

 

Gemeinsam mit der Zündstoffe - Materialvermittlung Dresden haben wir uns der Umsetzung einer grundlegenden Idee verschrieben: Abfall ist nicht gleich Abfall und Müll ist eine Frage der Definition! Viele Reste und Verpackungsmaterialien können wieder- oder weiterverwendet werden. Mit der Materialbar realisieren wir für diesen Zweck eine Art Umschlagplatz: Bedient Euch und werdet kreativ!

Die Idee zur Materialvermittlung „Zündstoffe“ wurde im Zuge des Zukunftsstadtprozesses im Mai 2017 geboren. Seitdem ist sie Teil des Konglomerat e.V. und dank einer Förderung des Umweltbundesamtes konnte sie im Sommer 2018 ihr Basislager im #Rosenwerk eröffnen.

 

Wenn Ihr selbst (oder eine Euch nahestehende Institution) Werkstoffe vor der Tonne retten und zur Verfügung stellen wollt, seid Ihr ebenfalls herzlich eingeladen: Wir haben noch ein paar Fächer frei! Falls Ihr größere Mengen an Material habt, dieses gerne abgeben möchtet oder einen Blick ins Basislager der Materialvermittlung werfen wollt, dann meldet Euch bei materialvermittlung@konglomerat.org. Interessante Materialien und Ideen zu ihrer Vermittlung und Verarbeitung sind hier stets willkommen.

 

Das nächste Meet Up! am nächsten Donnerstag (2. Mai 2019) heißt "Critical Maker Movement": Gemeinsam mit dem Chaos Computer Club Dresden und Gästen von der TU Berlin werfen wir einen "kritischen" Blick auf das Maker Movement - ein Workshop im Rahmen von Autotopia in Zusammenarbeit mit dem c3d2.

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Jetzt schneller schlauer werden mit den SLUBtutorials

Wir machen Euch das wissenschaftliche Leben leichter und das ist unser neuer Service für Selbstlerner!

 

 

Die SLUB bietet Euch E-Tutorials zum wissenschaftliches Arbeiten an. Damit könnt Ihr jederzeit und überall Eure Kenntnisse zur effektiven Datenbankrecherche und zum richtigen Zitieren auffrischen und erweitern. Auch für den Geräteführerschein, der Euch das selbstständige Arbeiten in unserem Makerspace ermöglicht, könnt Ihr Euch auf diesem Weg qualifizieren.

Alle diese Angebote stellen wir als Open Educational Resources (OER) zur Verfügung. Das heißt, die Materialien sind frei zugänglich und können entsprechend der vergebenen Creative Commons-Lizenzen weiterverwendet werden.

 

Sämtliche aktuellen SLUBtutorials findet Ihr ab sofort hier. Welche Themen fehlen Euch in dieser Liste? Wir freuen uns über Eure Anregungen und Erklärvideo-Wünsche in den Kommentaren!

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Winterbergs letzte Reise: Autorenlesung und Gespräch mit Jaroslav Rudiš

Ein alter Sudetendeutscher und ein alkoholabhängiger Sterbebegleiter reisen durch Ostmitteleuropa auf der Suche nach einer verlorenen Liebe und verfolgt von den Traumata ihrer Vergangenheit.

 

Lesung, Gespräch & Signierstunde: Jaroslav Rudiš und sein neuer Roman "Winterbergs letzte Reise"

Dienstag, 16. April 2019, 19:00 Uhr
Klemperer-Saal
der SLUB Dresden
Eintritt frei

Jaroslav Rudiš, geboren 1972, war einer der gefragtesten Schriftsteller auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Er lebt in Prag als Schriftsteller, Musiker, Drehbuchautor und Dramatiker. In Deutschland erlangte er Bekanntheit unter anderem mit den Romanen "Der Himmel unter Berlin", "Grandhotel" und zuletzt "Nationalstraße". 

 

 

Populär geworden ist er ebenfalls durch die Comicfigur Alois Nebel. Die Verfilmung dieser von Jaromír Švejdík illustrierten Graphic Novel wurde 2012 mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie 'Bester Animationsfilm' ausgezeichnet. 

 

Gemeinsam mit Jaromír Švejdík macht Rudiš auch die Texte von Franz Kafka musikalisch erlebbar, in Konzerten und Theaterabenden auf Tschechisch und Deutsch mit dem Projekt "Kafka Band"

 

 

Bisher erschienen seine Romane auf Tschechisch und wurden dann für die deutsche Ausgabe übersetzt.

Seinen neuesten Roman, „Winterbergs letzte Reise“, hat er auf Deutsch geschrieben - und war damit in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

 

Einer der Protagonisten ist Jan Kraus, geboren in Vimperk, dem früheren Winterberg im Böhmerwald. Er begleitet in Berlin Schwerkranke in den letzten Tagen ihres Lebens bei dem, was er "Überfahrt" nennt . Mit einem seiner Patienten, einem Sudetendeutschen, der nach dem Krieg vertrieben wurde, unternimmt er eine gemeinsame Reise zu gemeinsamen Wurzeln und tiefen persönlichen Geheimnissen. 

 

"Winterbergs letzte Reise ist ein großer europäischer Roman." Er "erinnert an die beste Prosa Thomas Bernhards - und auch an dessen Humor", so Joachim Dicks / NDR Kultur (25.02.2019).

 

Mit diesem Buch kommt der Autor nächsten Dienstag zu uns: Wir freuen uns auf die allererste Lesung aus "Winterbergs letzte Reise" in Dresden! Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei!

 

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Experten über die Schulter geblickt: Sprechstunde Provenienzforschung

Der Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. hat für den 10.04.2019 den ersten Tag der Provenienzforschung anberaumt und möchte damit eine neue Tradition begründen: Der zweite Mittwoch im April soll künftig jedes Jahr so heißen und unter dem Hashtag #TagderProvenienzforschung für Aufsehen in den sozialen Medien sorgen.

 

Es geht darum, die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz dieses Forschungsfeldes stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken - ein Anliegen, dass die Fachleute in unserem Haus selbstverständlich teilen und gern unterstützen. Deshalb laden sie an diesem Tag zu einer "Sprechstunde Provenienzforschung". Um herauszufinden, was die Leute dort erwartet, habe ich mit Nadine Kulbe gesprochen, die bereits seit etwa 10 Jahren in der SLUB auf diesem Gebiet forscht.

 

Sie schilderte mir, wie so eine Recherche abläuft und was es mit dem so genannten "sekundären Raubgut" auf sich hat, dem sich ihr aktuelles Projekt widmet: Dabei geht es um unsere Erwerbungen nach 1945. Damals - nach dem Ende des Krieges - gelangte eine nicht unerhebliche Menge verfolgungsbedingt entzogener Bücher in die Bestände der sächsischen Landesbibliothek. Streng genommen gilt für alle Neuzugänge bis in die frühen 90er Jahre erstmal eine Art 'Generalverdacht' - über jeden Zweifel erhaben sind eigentlich nur Werke, die erst nach dem Krieg überhaupt erschienen sind.

 

Und wie ermittelt man nun die Vorbesitzer eines Buches? Hier kommen die berühmten Provenienzmerkmale ins Spiel, also Widmungen, Randnotizen, Bucheignerzeichen (Exlibris) u.s.w.

 

 

 

Dr. Max Hilzheimer - Zoologie-Professor, einst anerkannt und erfolgreich, wurde von den Nationalsozialisten aufgrund seiner jüdischen Abstammung seiner beruflichen Position beraubt. Ein Exlibris von ihm findet sich in diesem Buch. Auf welchen Wegen es in die SLUB gelangt ist, ist noch nicht endgültig geklärt.

 

 

 

Das Ziel der Recherche ist eine Art "Wiedergutmachung": Die geraubten Bücher sollen an die Vorbesitzer, deren Erben bzw. deren Rechtsnachfolger zurückgegeben oder andere so genannte 'faire Lösungen' gefunden werden.

Natürlich frage ich sofort nach einer Größenordnung: Wie viele verdächtige Fälle stehen denn hier ungefähr zur Debatte? Frau Kulbe erklärt mir, gegenwärtig gehe man von etwa 850 verdächtigen Provenienzmerkmalen aus. Und wie viele Restitutionen konnten bisher erfolgreich angebahnt und/oder abgewickelt werden? Etwa 20 - das klingt nicht viel, spricht aber deutlich für die Komplexitität jeder einzelnen Recherche. Sie zeigt mir einen recht unscheinbaren Bücherstapel: Diese Bücher werden aller Wahrscheinlichkeit nach in Kürze zurückgegeben, man sei mit den Betroffenen bereits in der Phase der Terminfindung.

 

 

Diese Bücher wurden als NS-Raubgut identifiziert und werden in nächster Zeit restituiert.

Und wenn ein Buch keine Provenienzmerkmale hat? Ist es dann ein hoffnungsloser Fall? Weit gefehlt, denn dann gibt es zum Beispiel noch Zugangsjournale und Akten im Bibliotheksarchiv, in denen vermerkt wird, wann und woher welche Bücher in unser Haus gekommen sind. Der Vermerk "von der Gestapo eingeliefert" ist natürlich ein deutlicher Hinweis - zumindest auf einen 'Verdachtsfall'. Von hier aus verläuft dann jede Recherche individuell, und nicht immer kann lückenlos aufgeklärt werden, wem ein Buch zu welchem Zeitpunkt gehört hat. Es gibt auch Fälle, in denen Raubgut klar als solches identifiziert, aber dennoch kein Vorbesitzer ermittelt werden kann. Diese Bücher verbleiben im Bestand, werden aber mit einem entsprechenden Katalogvermerk gekennzeichnet.

 

Schließlich frage ich, ob es eigentlich auch Fälle gibt, in denen die Erben der Betroffenen gar kein Interesse an einer Restitution haben. Frau Kulbe muss nicht lange überlegen: Eher nicht - die meisten Personen sind tief berührt von der Aussicht auf die Erbstücke ihrer Vorfahren, besonders wenn sich damit tragische Schicksale verbinden.

 

Diesen Mittwoch, am 10.04.2019, legen Frau Kulbe und Ihre KollegInnen aus dem "NS-Raubgut"-Projekt ihre Recherchen zwischen 10:00 und 16:00 Uhr auf Eis, um für Sie und Ihre Fragen da zu sein. Nutzen Sie diese Gelegenheit, direkt am Arbeitsplatz der ForscherInnen einen Einblick in ihren Arbeitsalltag zu bekommen! Eine kleine Ausstellung im Foyer der Zentralbibliothek, welche die Provenienzforschung an der SLUB vorstellt, wird dieses Angebot begleiten.

 

 

Treffpunkt für die Sprechstunde ist 10:00 Uhr und 13:00 Uhr im Eingangsfoyer (Treffpunkt Führungen). Aber: Die KollegInnen stehen in der Zeit von 10:00 - 16:00 Uhr auch auf Abruf für Sie zur Verfügung. Wenden Sie sich bei Interesse einfach an das Personal an der Servicetheke!

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Das neue SLUBtutorial "Vom Thema zum Volltext – Recherchieren in Fachdatenbanken"

Sie haben für Ihr Thema noch nicht die richtige Literatur gefunden? 
Dann sind Sie in diesem Kurs genau richtig: Wir bringen ihre Recherche auf ein höheres Level!

 

 


Der Kurs „Vom Thema zum Volltext – Recherchieren in Fachdatenbanken“ besteht aus einem E-Tutorial (Level 1 und 2) und einem Präsenzkurs (Level 3) von 90 min in der SLUB Dresden.

 

Im E-Tutorial erfahren Sie mehr darüber:

 

Level 1 - Die Vorbereitung: 

Wie Sie eine effiziente Recherche vorbereiten und wie sie die passenden Recherchemittel auswählen

 

Level 2 - Die Strategie: 

Welche Suchstrategien es gibt, die Sie bei der Recherche in Datenbanken anwenden können.

Der zweite Teil findet als Präsenzkurs in der SLUB Dresden statt:

 

Level 3 - Die Datenbank: 

Hier können Sie ihr Wissen in der Praxis ausprobieren und werden dabei mit Tipps und Tricks unterstützt.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die vollständige Bearbeitung des E-Tutorials.

 

 

Die Anmeldung zum Kurs 'Vom Thema zum Volltext-Recherchieren in Fachdatenbanken "Level 3 Die Datenbank"'  in der SLUB erfolgt über den Veranstaltungskalender der SLUB.

 

Der nächste mögliche Termin ist Mittwoch, der 24.04.2019 - jetzt hier anmelden!