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Kurze Filme in langen Nächten: Stadt.Land.Fluss – Der Kurzfilmtag 2018 in der SLUB

Die Tage werden kürzer, die Nächte immer länger und es geht stark auf Weihnachten zu. Wer (nach dem Slubben und) kurz vor dem Fest noch einmal einen gemütlichen Abend mit spannenden Kurzfilmen erleben möchte, ist am 20. Dezember herzlich in den Klemperer-Saal der SLUB eingeladen. Hier zeigen wir an diesem Abend um 19 Uhr Kurzfilme.

 

Zu sehen ist das Programm „Made in Germany: Stadtleben“. Es wurde von den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen kuratiert, einem der wichtigsten, aber in jedem Fall dem ältesten Festival dieser Art weltweit. Die einzelnen Streifen, allesamt Festivallieblinge, in Oberhausen und anderswo, werfen einzigartig neue Blicke auf die Stadt und ihre Architektur. Im Zentrum des Programms steht der Hauptgewinner des Deutschen Wettbewerbs 2015 der Kurzfilmtage Oberhausen „Schicht“, der die persönliche Familiengeschichte der Regisseurin Alexandra Gerbaulet mit einem Portrait der Stadt Salzgitter verwebt. Andere Beiträge führen uns zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses oder nach Manchester.

 

Mit diesem Kinoabend beteiligt sich die SLUB am Kurzfilmtag, der dieses Jahr unter dem Motto Stadt.Land.Fluss steht. Er wird jährlich am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, bundesweit von der AG Kurzfilm, der Interessenvertretung der Kurzfilmschaffenden, veranstaltet. Und wie jedes Jahr können Sie Kurzfilme in Kinos, aber auch eher an kino-untypischen Orten erleben.

 

Die SLUB zeigt ihr Programm schon am Vorabend - So haben Sie Gelegenheit, sich in aller Ruhe auf den kürzesten Tag einzustimmen:  Am Freitag gibt es dann viele weitere kurze Streifen zu sehen, in Dresden zum Beispiel im Programmkino Thalia, einem privaten Treppenhauskino, zwei Dresdner Seniorenresidenzen, oder dem  Zentralwerk. Eine Karte zu allen Veranstaltungsorten finden Sie hier.

 

Stadt.Land.Fluss – Der Kurzfilmtag 2018 in der SLUB
Donnerstag, 20.12.2018 | 19:00 Uhr | Klemperer-Saal der SLUB Dresden
Der Eintritt ist frei.

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Sportlich ins neue Jahr: Jetzt Beiträge für den Dresdner Geschichtsmarkt anmelden

Wo sich heute das Hauptgebäude der SLUB befindet, lag bis vor 20 Jahren ein Sportgelände der TU Dresden. Mit der Geschichte von Sport und Tourismus in der Stadt und ihrer Umgebung befasst sich auch der 15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten, der am 23. und 24. Februar 2019 in unseren Räumen stattfinden wird. Ehrenamtliche Historikerinnen und Historiker können hier die Ergebnisse ihrer
Forschungen zur Orts- und Regionalgeschichte vorstellen – mit Postern, Vorträgen und selbst gestalteten Publikationen. Noch bis zum 21. Dezember 2018 haben Sie die Möglichkeit, sich für eine aktive Teilnahme als Aussteller und/oder Referent anzumelden. Die digitalen Angebote der SLUB bieten viele Anregungen – bestimmt auch für Sie?

Einen Einstieg in die reichhaltige historische und aktuelle Literatur ermöglicht unsere Sächsische Bibliografie, etwa über eine Suche nach den Schlagworten „Dresden“ und „Sport“ bzw. „Dresden“ und „Tourismus“. Hier finden sich einige Überblickswerke wie die Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Sportvereins Guts Muts Dresden aus dem Jahr 1927, die die sächsische Hauptstadt als Sportstadt porträtiert. Natürlich kann in der Bibliografie wie im SLUB-Katalog auch spezifischer nach einzelnen Sportarten recherchiert werden: Zum Klettern im Elbsandsteingebirge bieten wir neben aktuellen Führern auch ältere Anleitungen wie "Klettern am Fels" von 1961 an. Eine eigene Kollektion der Digitalen Sammlungen beschäftigt sich mit dem Radfahren (nicht nur, aber auch) in Sachsen und schlägt die Brücke zum Tourismus, z.B. mit dem "Radwanderbuch durch die Sächsisch-Böhmische Schweiz" von 1902 oder dem "Wanderbuch des Sächsischen Radfahrer-Bundes" von 1910 mit 13 von Dresden ausgehenden Touren - Nachfahren lohnt sich! Quellen zur Geschichte des Turnens haben wir in unserem landeskundlichen Blog "Saxorum" für Sie aufbereitet.

Lohnenswert ist natürlich auch ein Blick in die Bestände der Deutschen Fotothek. Das Archiv der Bildjournalisten und Pressefotografen Erich Höhne (1912-1999) und Erich Pohl (1904-1968) ist eine umfassende Fotodokumentation der DDR-Zeitgeschichte für die Stadt Dresden und den Raum Sachsen. Hier finden sich viele Abbildungen zur institutionellen und individuellen Sportgeschichte der Stadt und ihrer Umgebung: Rollschuhlaufen im Jahr 1960 ist hier ebenso dokumentiert wie Fußballspiele aus Anlass der staatlich verordneten deutsch-polnischen Freundschaft im April 1951 oder im April 1952, jeweils im Heinz-Steyer-Stadion, oder deutsch-tschechoslowakische Begegnungen im Oktober 1950 im alten Rudolf-Harbig-Stadion. Die Inszenierung des Sports für staatliche und pädagogische Zwecke wird auch in Aufnahmen von Richard Peter jr. sowie Renate und Roger Rössing deutlich.

Höhne und Pohl liefern darüber hinaus noch viele weitere spannende Einblicke in diverse Sportarten und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung: die Spannbreite reicht vom Turmspringen am Freiberger Platz über den Altmarkt als Etappe auf der Friedensfahrt im Radrennen und Rudern in Blasewitz bis hin zum Klettern im Bielatal. Auch das für den Tourismus wichtige Gastronomiegewerbe wurde von beiden Fotografen umfassend porträtiert – werfen Sie einen Blick in die HO-Gaststätte „Oase“ in der Königsbrücker Straße, die Gaststätte Picknick in der Grunaer Straße oder in die Speisegaststätte Szeged in der Ernst-Thälmann-Straße (heute Wilsdruffer Straße).

Zu entdecken gibt es in der Fotothek wie in unseren anderen digitalen Angeboten natürlich noch viel mehr zum Themenfeld Sport und Tourismus – viel Spaß beim Stöbern! Und vielleicht erwächst aus den Beständen ja auch eine eigene aktive Beteiligung am Geschichtsmarkt?

15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten, am 23. und 24. Februar 2019 im Klemperer-Saal der SLUB Dresden, Zellescher Weg 18

Sie wollen aktiv als Aussteller/in oder Referent/in teilnehmen? Bis zum 21. Dezember 2018 können Sie sich anmelden.

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Adventsmusik aus den Beständen der SLUB Dresden: Konzert Collum und mehr

Mitten in der Adventszeit möchten wir Sie ganz herzlich zu einem Moment der Ruhe und Besinnlichkeit einladen: zu einem Adventskonzert mit Musik aus den Beständen der SLUB.

Am Mittwoch, den 12. Dezember 2018 bringen die 30 Sängerinnen und Sänger der Jugendkantorei des Wurzener Domes unter Leitung von KMD Johannes Dickert einige Motetten des Kreuzorganisten, Chorleiters und Komponisten Herbert Collum sowie Magnificat-Vertonungen u.a. von Andreas Hammerschmidt, Georg Philipp Telemann und Józef Šwider zur Aufführung. Es erklingt auch Collums „Kleine Messe“ für Orgelpositiv.

 

Herbert Collum und die SLUB

Bild: Über 250 Tonbänder, 60 Ordner mit Briefen und vieles mehr bietet der Nachlass des Kreuzorganisten Herbert Collum. © SLUB / Ramona Ahlers-Bergner1914 in Leipzig geboren, kam Herbert Collum 1935 nach Dresden und prägte von diesem Zeitpunkt an das Dresdner Musikleben über fünf Jahrzehnte hinweg als ausgezeichneter Cembalist, Pianist und Dirigent gemeinsam mit Musikern der großen Dresdner Orchester, aber vor allem als Orgelvirtuose und Organist der Kreuzkirche. Schon 1935 rief er die Collum-Konzerte ins Leben, 1946 gründete er einen eigenen Chor, den Collum-Chor, mit dem er Bach und Händel neben zeitgenössischen Kompositionen und eigenen Werken aufführte. 2016 konnte die SLUB seinen Nachlass erwerben, der neben zahlreichen Noten, Programmen und Rezensionen auch ungefähr 300 Tonbänder umfasst, auf denen sein Wirken klanglich festgehalten ist. Die digitale Kollektion seine Tonbänder ist der SLUBMediathek verfügbar.

 

Jugendkantorei des Wurzener Domes

Bild: Chor der Jugendkantorei des Wurzener DomesDie Jugendkantorei des Wurzener Domes gastierte mit ihren anspruchsvollen Konzerten bereits in München, Leipzig, Berlin und Hamburg, aber auch in Österreich und der Schweiz. Die Erfolge haben den Chor stets zu neuen musikalischen Herausforderungen angespornt, die er durch konzentrierte Probenarbeit und nicht zuletzt durch Freude am Singen meistert. Für unser Konzert hat er sich einer weiteren gestellt und einige Motetten des Kreuzorganisten Herbert Collum einstudiert. Schon vor zwei Jahren waren die Sängerinnen und Sänger bei uns im Haus zu Gast und brachten beim damaligen Adventskonzert „Machet die Tore weit“ Motetten, Psalmen und geistliche Konzerte Dresdner Kreuzkantoren zur Aufführung.

 

Collum und mehr
Adventsmusik aus den Beständen der SLUB


Mittwoch, 12. Dezember 2018 | 19.00 Uhr | Klemperer-Saal in der Zentralbibliothek der SLUB

Der Eintritt ist frei.

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Geschichten von Dede Korkut werden UNESCO-Kulturerbe der Menschheit – SLUB bewahrt weltweit einzige vollständige Handschrift

Am 28. November 2018 wurden die turksprachigen Geschichten von dem weisen Barden Dede Korkut und den Helden aus dem Nomadenvolk der Oghusen von der UNESCO-Welterbekommission in die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ aufgenommen.

 

Bild: Handschrift Dede KorkutDie Erzählungen der Vorfahren von Türken, Aserbaidschanern und Turkmenen entstanden vor mehr als tausend Jahren in Vorderasien und werden insbesondere in der Türkei und in Aserbaidschan als Nationalepos hoch geschätzt. In Prosa und Versen werden Leben und Taten oghusischer Stammesführer und ihrer Söhne geschildert, Besitzer großer Herden und gewandte Reiter, die auf Brautfahrt und auf die Jagd gehen, untereinander ihre Kräfte messen und als fromme Muslime gegen die Ungläubigen zu Felde ziehen. Dede Korkut, der die Langhalslaute erfunden haben soll, tritt als Dichter, Sänger, Weissager und Ratgeber auf. 

 

Die mündliche Tradition wurde erstmals im 16. Jahrhundert im „Buch des Dede Korkut“ (türkisch Kitab-i Dedem-Korkut) schriftlich aufgezeichnet. Die SLUB bewahrt heute eine der beiden einzigen bekannten Handschriften aus dieser Zeit. Sie enthält zwölf Geschichten, während die andere Handschrift in der Vatikanischen Bibliothek nur sechs Geschichten überliefert. Seit 1750 im Bestand der Kurfürstlichen Bibliothek nachweisbar, wurde die Dresdner Handschrift erst 1815 durch den preußischen Gesandten und Privatgelehrten Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817) bekannt gemacht. Er übersetzte die Geschichte von der Tötung des einäugigen Ungeheuers Depegös durch den jungen Helden Bassat, die an die Blendung des Zyklopen Polyphem in Homers Odyssee erinnert.

 

Bild: Handschrift Dede KorkutDie Dresdner Handschrift ist als identitätsstiftendes Kulturdenkmal und Forschungsgegenstand sehr gefragt.  Im kommenden Jahr können Sie sich selbst ein Bild von diesem einzigartigen Dokument machen: Von Mai bis August 2019 wird es in der Schatzkammer der SLUB zu sehen sein (die genauen Daten geben wir rechtzeitig an dieser Stelle bekannt). In den Digitalen Sammlungen der SLUB können Sie jederzeit in dem in sauberer arabischer Schrift geschriebenen Buch blättern.

 

 

Weitere Informationen:
https://www.slub-dresden.de/sammlungen/handschriften/kitab-i-dedem-korkut/
          

https://ich.unesco.org/en/RL/heritage-of-dede-qorqud-korkyt-ata-dede-korkut-epic-culture-folk-tales-and-music-01399

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Zwischen Weihnachtsmann-Falle und LED-Lichtelstunde: Smart Christmas im Makerspace

Kerzenschein und Tannenbaum, Lebkuchenduft und Weihnachtslieder - soBild: Merry Christmas stellt man sich traditionell die Vorweihnachtszeit vor. Aber es geht auch anders: weniger analog und eher elektronisch, weniger traditionell und eher modern.
Weihnachtsideen für besonders ausgeschlafene Maker präsentieren wir beim nächsten MeetUp im SLUBMakerspace.

 

Wenn am Heilig Abend (scheinbar) nicht genügend Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen... Wie praktisch wäre da doch eine Elektronik ausgelöst von einem Sensor, der registriert, dass das Gewicht der Geschenke zu gering ist und daraufhin dem Weihnachtsmann die Tür verschließt? Eine solche Weihnachtsmann-Falle ließe sich mit einer Kombination von Smarten Materialien, Elektronik, wie Arduino, und Grundkenntnissen im Programmieren herstellen. Doch wie funktioniert das? Im vorweihnachtlichen MeetUp im SLUB Makerspace am Nikolaustag zeigen wir nach der Devise "Wissen kommt von... Machen" Grundlagen, um selbst solche Experimente zu bauen und damit ggf. etwas (lustigere) Stimmung unter den familiären Weihnachtsbaum zu zaubern.

 

Auf dem Weg zu smarten Weihnachtstagen

 

Arduino sind kleine Computer, sogenannte Microcontroller, die ihren Ursprung in Italien haben. Mit diesen kleinen Platinen kann man LED, Sensoren und Motoren steuern. Eine Vielzahl an Zubehörteilen und AddOns eröffnen Makern eine große neue Bastelwelt, die nur eine kurze Einarbeitung benötigt. Smart Materials sind Formgedächtnisdrähte, schwingende oder energieerzeugende Piezokeramiken und bieten eine Fülle an Einsatzmöglichkeiten: ob als Wärmesensor, Motorersatz, Lautsprecher oder eben zur Geschenkeerkennung.

 

Zu Beginn des MeetUps am 6. Dezember 2018 werden zunächst einige Projekte vorgestellt, die Arduino und Smart Materials kombinieren. Die Tutoren von der HTW, aus dem Rosenwerk und vom Fraunhofer IWU zeigen, was ein Microcontroller ist und wie man damit MotBild: Weihnachtsbaumbeleuchtungoren, LED oder andere Bauteile ansteuert. Davon inspiriert können im Anschluss eigene kleine weihnachtliche Projekte umgesetzt werden.

Wir sind gespannt, welche Ideen Sie haben und freuen uns darauf, das eine oder andere Ergebnis auch hier zu zeigen!

 

Meet Up! Weihnachten mit Arduino, LED und Piezokeramik 06.12.2018 | 15.00 Uhr | SLUB Makerspace