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SLUBlog

Autor: Thomas Bürger

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Frohe Festtage und ein gutes Neues Jahr

Liebe BesucherInnen der SLUB,

 

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SLUB wünschen Ihnen frohe Festtage und ein gesundes und glückliches Neues Jahr. Zwischen den Jahren hat die Zentralbibliothek wie üblich für Sie geöffnet.

 

Unsere Online–Dienste stehen Ihnen wie gewohnt durchgehend zur Verfügung. Ein Vergnügen ist es, auf dem Tablet in den historischen Kollektionen zu stöbern und zu lesen. Die Karikatur unserer diesjährigen Weihnachtskarte finden Sie z.B. in einer Illustrierten von 1927. Schon vor 90 Jahren fühlten sich viele durch Einkauf und Umtausch zwischen den Jahren gestresst.

 

Entspannen Sie sich also und blättern Sie online z.B. in den digitalisierten Illustrierten

 

Wir freuen uns auf Sie im neuen Jahr.

Mit besten Grüßen
Ihr Thomas Bürger

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Ein Leser par excellence – Roger Paulin zum 80. Geburtstag

Umberto Eco wusste, wie man Bibliothekare glücklich macht: man muss sie um Auskunft bitten. Noch glücklicher sind Bibliothekare freilich, wenn Wissenschaftler ihnen helfen, unbekannte Teile der Überlieferung aus den Magazinen zu heben und diese zu erforschen.

Ein Leser und Forscher par excellence ist Roger Paulin, der heute in Cambridge seinen 80. Geburtstag feiert. Seit Jahrzehnten erforscht der in Neuseeland Geborene, der in Heidelberg studierte und bis 2005 Germanistik in Cambridge lehrte, die europäische Literatur und Kultur der Aufklärung und Romantik.
In Zeiten des geteilten Deutschland fuhr er mit seiner aus Kiel gebürtigen Frau Traute, die er während des Studiums kennenlernte, im Familien-Passat an die Orte deutscher Romantik, natürlich auch nach Dresden.
Dem Dresdner Ludwig Tieck widmete er 1985 eine literarische Biographie, mit seinem jüngsten Buch, 2016 englisch und 2017 deutsch erschienen, verfasste er die erste umfassende Biographie über den Kosmopoliten, Kritiker, Übersetzer und Autor August Wilhelm Schlegel. Dafür studierte er intensiv den umfangreichen Dresdner Nachlass, nicht zuletzt auch Schlegels Manuskripte seiner berühmten Shakespeare-Übersetzungen.
Roger Paulin hat uns ermutigt, die über 5000 Briefe umfassende Korrespondenz mit über 700 europäischen Persönlichkeiten in einer digitalen Edition zu veröffentlichen, die seit 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird.

Wir gratulieren Roger Paulin zu seinem runden Geburtstag und zu seinem neuen großen Standardwerk über August Wilhelm Schlegel. Und wir danken ihm, dem Leser par excellence, für zahlreiche Impulse und Ermutigungen: ad multos annos!

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Herausforderung Reformation – Zum 31. Oktober 2017

Morgen ist es so weit, der 500. Jahrestag des Thesenanschlags. Luther hat mit seinen 95 Thesen an Kardinal Albrecht von Brandenburg mutig eine Reform der Kirche eingefordert – und eine Reform, eine Revolution des gesamten Staates, der Bildung, der Sprache, der Musik, der Medien ausgelöst, die uns bis heute prägt.

 

Die SLUB-Ausstellung gibt in ihrem Kern mit 31 Luther-Originalhandschriften und 64 Handschriften prominenter Zeitgenossen Einblicke in die Suche nach neuen Erkenntnissen und Wegen und in das enge Briefnetzwerk der Reformatoren. Die vorreformatorische Psalmenvorlesung von 1513 bis 1515 zeigt Luthers theologischen Aufbruch, seine „Warnung an seine lieben Deutschen“ von 1531 verdeutlicht mit dem Aufruf zum Widerstand gegen die altgläubige Obrigkeit den politischen Sprengstoff seines Wirkens.

 

Im SLUB-Museum rings um die Schatzkammer sind dann die frühesten Flugschriften zu sehen, mit denen die handschriftlichen Notizen Luthers, seiner Freunde und Gegner in rasender Geschwindigkeit verbreitet wurden. Herabwürdigungen, Polemiken, Verspottungen inklusive. Wie nah und zugleich fremd die Reformationszeit uns heute ist, verdeutlicht Luthers Kalender der Weltgeschichte (im Ausstellungsbuch die Nr. 43): für ihn dauerte die Schöpfung nur insgesamt 6000 Jahre, von denen 5500 Jahre abgelaufen seien. Luther glaubte also an das baldige Ende der Welt und hatte es deshalb eilig mit der Durchsetzung der Reformation.

 

Luthers Weltchronik: nach 5500 Jahren der Schöpfung sah er das Weltende nahen und hatte es eilig mit der Reformation (Ausstellungsbuch Nr. 43).

 

Luther forderte Schulen und Bibliotheken zu errichten, damit sich die Christen selbst bilden und die Bibel lesen lernten. Der evangelische Pfarrerssohn Lessing baute darauf auf und setzte sich 250 Jahre später für Aufklärung und Toleranz ein: Die Wahrheit zu besitzen könne jeder leicht behaupten, sich der Mühe der Suche nach Wahrheit zu unterziehen und sich durch vernünftiges und menschenfreundliches Verhalten, durch praktisches Handeln seines Glaubens würdig erweisen, das sei die bleibende Herausforderung – und ist es bis heute.

 

Zum Erbe der Reformation zählt, Menschen Bildung, Selbst- und Gottvertrauen zu ermöglichen, sie nicht „mitzunehmen“, wie es heute gutgemeint oft heißt, sondern die besten Voraussetzungen zu schaffen, dass sich der Mensch in Freiheit und Verantwortung selbst aufklären kann. Gibt es ein anspruchsvolleres, grandioseres Bildungsziel im Internetzeitalter?

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„audit berufundfamilie“ – familienbewusste Personalpolitik als strategisches Ziel der SLUB offiziell anerkannt

Im legendären DDR-Premierenkino Kosmos in der Berliner Karl Marx-Allee fand die 19. Zertifikatsverleihung des „audit berufundfamilie“ durch Familienministerin Katarina Barley, Wirtschaftsstaatssekretär Dirk Wiese und die Hertie-Stiftung statt. Marlies Krause (als stellvertretende Beauftragte für Frauen und Gleichstellung) und Generaldirektor Prof. Dr. Thomas Bürger vertraten dabei die SLUB.

 

Rund 300 Arbeitgeber aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Dienst wurden in diesem Jahr ausgezeichnet: die Universität Trier als Pionier zum sechsten Mal, die SLUB (Kurzporträt zur Zertifizierung) mit renommierten Partnern wie z. B. FIZ Karlsruhe oder Rolls Royce Power Systems zum ersten Mal. Die SLUB ist in der Liste der bislang fast 1.000 Zertifikatsträger aus 20 Jahren die erste namentlich genannte Bibliothek (Universitätsbibliotheken sind vermutlich in die Auditierungsverfahren der Hochschulen einbezogen…) und wurde zunächst bis Ende Mai 2020 zertifiziert.

 

Prof. Bürger (hintere Reihe, links) mit anderen Zertifikatsträgern und den Verleihern Dirk Wiese (vorn links), Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, und Oliver Schmitz (vorn rechts), Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH. Foto: berufundfamilie Service GmbH, Thomas Ruddies/ Christoph Petras

 

Die gesellschaftliche Dimension verdeutlichte der Heidelberger Gerontologe (Wissenschaft vom Altern) Prof. Andreas Kruse: Ein gutes Leben zu ermöglichen, erfordert den Einklang von beruflicher und persönlicher Entwicklung in gesellschaftlicher Mitverantwortung für Familie, Freunde, Unternehmen und Gesellschaft. Nur so könne soziale Gerechtigkeit und Demokratie gelingen. Statt von Work-Life-Balance rede er lieber von lebensfreundlicher Arbeit und einem sich durch Arbeit miterfüllenden Leben, da die Arbeit die Lebensqualität und -zufriedenheit entscheidend mitbestimme. Die künftige Gesellschaft benötige neue Formen sorgender Gemeinschaften, die Weitergabe des Wissens an nächste Generationen sowie innovative, die persönliche Identität und das Gemeinwohl stärkende Arbeitsformen.

 

Ministerin Barley verwies auf praktische Fortschritte bei der beruflichen Arbeit von Frauen, bei der Beteiligung der Männer an der Kindererziehung, bei intelligenten Teilzeit- und mobilen Arbeitslösungen. Es sei gut, dass anerkannte Firmen und Einrichtungen neue Modelle erproben und Best Practice aktiv austauschen – denn es bleibe noch viel zu tun.

 

Am Ende rief Staatssekretär Wiese dazu auf, den Begriff Innovation nicht nur technisch, sondern zunehmend auch sozial (und ich füge hinzu: kulturell) zu verstehen. Das Auditierungsverfahren wird Zeit und Kraft binden, aber bei der Veranstaltung wurde deutlich: Es lohnt sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die Einrichtungen und deren Unterhaltsträger und das Gemeinwesen gleichermaßen.

 

Herzlichen Dank deshalb an alle, die in der SLUB an dem bislang Erreichten mitgewirkt haben und weiter mitwirken werden.

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Städtische Bibliotheken, Philharmonie und Kabarett unter einem Dach – wir gratulieren!

Jetzt lebt er wieder, der Kulturpalast zwischen Altmarkt und Neumarkt. Nach vergleichsweise kurzer Umbauzeit verfügt nun auch die Dresdner Philharmonie – wie Berlin seit 1963 und Hamburg seit Januar 2017 – über einen Konzertsaal in Form aufsteigender Weinbergterrassen. Der besondere Knüller in Dresden – der Konzertsaal ist von den Städtischen Bibliotheken umgeben und vom Kabarett der Herkuleskeule raffiniert untergraben. Musik, Satire und Wissen also für alle und unter einem Dach – in direkter Nachbarschaft zu den Kunstsammlungen, dem Staatstheater und der Semperoper – das ist in dieser Form wohl einmalig.

 


Sicht auf den Dresdner Kulturpalast im Februar 2017; Wikimedia Commons, Lupus in Saxonia

 

Die 1879 gegründeten Städtischen Bibliotheken haben allen Grund, Samstag und Sonntag zwei Tage mit ihren Nutzern zu feiern. Sie zählen zu den am meisten besuchten öffentlichen Bibliotheken in Deutschland und betreiben sehr erfolgreich Lese- und Medienförderung insbesondere für Kinder und Jugendliche. Das neueste Projekt „Dialog in Deutsch“ richtet sich an die Zuwanderer, die es in Dresden bekanntlich nicht gerade leicht haben. Damit wird der „Palast“ zur „Werkstatt“ für Musik und Kabarett, Information und Diskussion – ein Magnet für eine moderne offene Stadtgesellschaft.  

 

Im einem Sonderheft des BIS-Magazins werden unsere Kolleginnen und Kollegen ihr neues Haus selbst vorstellen. Wer nicht länger warten will, kann Samstag und Sonntag 10-18 Uhr das Haus besichtigen und mitfeiern; hier ist das Programm.

 

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns als Bibliothek mitten im Campus über die neue Bibliothek mitten im Zentrum. Viel Glück und Erfolg, auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

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Obstbaumsorten des Gubener Anb...
12.01.2018 07:32
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