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Personalabbau an der SLUB. Der Personalrat informiert

Der Personalrat weist seit gestern jeweils 5 Minuten vor 12 Uhr per Durchsage auf die prekäre Personalsituation der SLUB hin.

 

"Während die SLUB immer neue Dienstleistungen aufbaut (vor allem die Digitale Bibliothek), werden zugleich immer mehr Stellen abgebaut. Mehr als 120 Stellen sind schon gestrichen, ein Ende ist nicht abzusehen. Auszubildende haben deshalb kaum eine Chance auf einen Arbeitsplatz. Der Personalrat appelliert an die Regierung, den Weg der SLUB in die Zukunft nicht totzusparen. Der Personalrat beteiligt sich morgen um  17 Uhr, an der Kundgebung  "Wir sind mehr Wert - wer heute kürzt zahlt morgen drauf!". Können Sie uns unterstützen?

 

Peter Hesse, Vorsitzender des Personalrats der SLUB"

14 Kommentar(e)

  • Sebastian
    21.06.2010 08:35
    Ruhig Blut, konzentriert euch auf das Wesentliche

    Soweit ich das beurteilen kann, sollten alle die hier geschrieben haben, am selben Strang ziehen. Solange ihr eure Kraft darauf vergeudet, in unterschiedliche Richtungen zu ziehen, fehlt die Kraft für das Wesentliche.

    Nutzer: Wenn du genau liest, stellst du fest, dass gar nicht du als "anonymer Schreiberling" bezeichnet wurdest, sondern derjenige der das Stichwort "Arroganz" einbrachte. Es gibt also keinen Grund für Anfeindungen.

    Ich persönlich habe auch Schwierigkeiten mir den Nutzen solcher Demos vorzustellen. Es ist natürlich eines von mehreren Mitteln und es sollte auf jeden Fall helfen, eine breite Masse auf Missstände aufmerksam zu machen, vielleicht sogar einige Politiker auf die eigene Seite zu ziehen. Gegenüber den "Gegnern" in der Politik fürchte ich, ist der Nutzen gleich Null.

    Ich stimme daher insoweit mit "Nutzer" überein, dass meiner Meinung nach genauere Informationen nötig sind um wirklich die Unsinnigkeit übertriebener Einsparmaßnahmen darzustellen. Das heißt den zuständigen Stellen müssen Zahlen präsentiert werden (Anzahl abgebauter Stellen in SLUB und in anderen Bibos, Wachstum an Nutzern/Aufwand, etc.) und eine Erklärung gefordert werden, wie diese Einsparungen die der Entwicklung zu wider laufen, gerechtfertigt werden.

    Ich denke die Rechtfertigung "falscher" oder ungenügender Gründe sollte von ganz alleine zum Widerspruch führen. Damit dürfte sich dann auch (theoretisch?) besser arbeiten lassen als mit öffentlichkeitswirksamen Phrasen, wie es leider sehr verbreitet ist.

  • Nutzer
    18.06.2010 18:35
    @ Nostradamus

    Es ging um den "anonymen Schreiberling". Ich brauche mich nicht beleidigen zu lassen - bloß weil ich eine eigene Meinung vertrete und das auf eine Weise tue, wie jede andere auch. Und ich halte es auch für kein Zeichen von Klugheit, auf jeden Scheiß gelassen oder gar nicht zu reagieren. Man sagt zwar: "Der Klügere gibt nach" - aber das führt letztlich nur zur Herrschaft der Doofen.

  • Nostradamus
    18.06.2010 17:30
    @Nutzer :

    Dass du deine Beiträge anonym abgibst, kannst du selbst nicht leugnen, was widerum dem werten Herrn Sam Recht gibt.
    Wenn du dich durch andere anonyme User, wie den Herrn Sam, provizieren lässt, zeugt das zumindest nicht gerade von intelligenz :-)
    Der werte Herr sam hat also nicht unbedingt unrecht.

    An den Personalrat ist zu sagen, dass ich Ihnen im Kampf gegen den Stellenabbau viel Engagement und Kraft wünsche!

  • Die Kellerkinder
    16.06.2010 15:28
    Guck's du da!

    Hier geht's zur Unterschriftensammlung:

    http://data.thehooks.de/MehrWert/?page_id=57

    LG

  • Nutzer
    16.06.2010 14:00
    Ich bin zu doof!

    Lieber Herr Bonte,

    es tut mir leid: ich schnalle es einfach nicht!
    Wieso fällt das unter unerlaubte politische Betätigung, wenn ein Amtsträger konkrete Auskünfte über die Ursachen des Personalabbaus in seinem Verantwortungsbereich gibt?
    Jetzt fühle ich mich auch wie in Nordkorea (Grüße an afx) ...

    • Nutzer
      17.06.2010 09:36
      @Sam

      1. Wer hier klug und wer hier dumm ist, wäre erst noch genau auseinanderzunehmen. Man könnte den einzigartigen Personalabbau an der SLUB schließlich auch als Indiz dafür nehmen, daß andere Bibliotheken cleverer agieren.
      2. Ich lasse mich von einem "Sam" weder als dumm, noch als "anonymer Schreiberling" denunzieren. Nennst Du Deinen "Klarnamen", nenne ich meinen auch und dann können wir uns ja mal zum persönlichen Gespräch treffen!

    • Sam
      16.06.2010 22:26
      Dümmer geht's immer

      Anstatt Klügeren Arroganz vorzuwerfen, sollten die anonymen Schreiberlinge besser die Medien nutzen, die die SLUB zur Verfügung stellt, zum Beispiel die aktuellen Tageszeitungen. Da gibt's Ursachenforschung, Kommentare verschiedener politischer Couleur usw.

      Anerkennung für den Personalrat, dass er an die Öffentlichkeit gegangen ist!

    • Ich
      16.06.2010 21:30
      zudem

      ist der Eintrag von Hr. Bonte auch an Arroganz kaum zu überbieten.
      "Das war die letzte Durchsage in dieser Sache. Möge sie helfen." Unglaublich, in welcher Form einem hier (indirekt) Antworten vorgezeigt werden und womit man abgespeist wird.

      Viele Grüße und ach ja: der SLUB viel Erfolg, auf dass der Stellenabbau eingeschränkt wird. Möge es helfen. Amen :-)

    • Nutzer
      16.06.2010 18:10
      Hat mir nicht geholfen

      Sorry, mit Transparenz gegenüber dem Steuerzahler, der ja vielleicht das Recht haben sollte, warum der Staat das eingenommene Geld eigentlich nach so undurchsichtigen Kriterien verteilt, hat das nichts zu tun.

    • Achim Bonte (SLUB)
      16.06.2010 16:10
      @Ursache des Personalabbaus

      Die zentrale Ursache: Der Staat muss seine Ausgaben den Einnahmen anpassen. Die Folge: Seit Jahren werden unter anderem bei der SLUB massiv und ununterbrochen Stellen nicht wiederbesetzt. Zwischen 2003 und 2009 haben 136 (!) KollegInnen die SLUB verlassen, dagegen sind nur 9 KollegInnen neu eingetreten.

      So, und jetzt wird's spannend und auch politisch. Die SLUB ist bislang am Personalabbau im Land überproportional beteiligt. Warum das so war und wie die SLUB künftig als eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland ihre breite Aufgabenpalette erfüllen und im Wettbewerb bestehen soll, besprechen wir mit Staatsregierung und Landtag.

      Das war die letzte Durchsage in dieser Sache. Möge sie helfen.

  • Nutzer
    16.06.2010 11:50
    Unterstützung

    Lärmen vor dem Landtag und Brückenblockaden im Berufsverkehr nützen gar nichts!!!

    Die SLUB-Mitarbeiter sollten besser die konkreten Mißstände incl. der Ursachen und Konsequenzen benennen. Anschließend sollte gemeinsam mit den Nutzern (Unterschriftenaktion!) an die jeweils konkret Verantwortlichen appelliert werden, diese Mißstände abzustellen (mit Nutzern meine ich dabei übrigens nicht nur die Studierenden, die manchmal so tun, als wäre die SLUB ausschließlich für sie da. Nutzer sind auch Wissenschaftler, recherchierende Buchautoren usw.).

    Aber in Puncto transparenter Ursachenbenennung hapert es leider ziemlich, jedenfalls auf seiten der Leitung - das haben die Diskussionen an dieser Stelle in den letzten Monaten überdeutlich gezeigt!

    • Achim Bonte (SLUB)
      16.06.2010 13:25
      SLUB-Direktion zum Personalabbau

      Lieber "Nutzer",

      offensichtlich ist es für manche sehr schwer zu verstehen, gleichwohl versuche ich die Rolle der Direktion noch einmal deutlich zu machen: Wir schreiben hier als Amtsträger mit klar definierten Handlungsrahmen und Pflichten. Zu unseren Pflichten gehört selbstverständlich auch ein besonderes Treueverhältnis zu unserem Staat und seinen Verfassungsorganen. Unzulässig ist damit z.B. jedwede politische Betätigung im Dienst. Was die Mitglieder der Generaldirektion zum Personalabbau, seinen Rahmenbedingungen und möglichen Ursachen zu sagen haben, erzählen wir Ihnen deshalb vielleicht mal als Privatpersonen abends beim Bier, aber sicher nicht in diesem Blog.

  • afx
    16.06.2010 11:34
    Nord-Korea?

    was hat das mit Nord-Korea zu tun?


    viel Erfolg für die SLUB

  • Torsten
    15.06.2010 18:24
    Viel Erfolg!

    Hallo Herr Hesse,

    Ich finde es sehr positiv, dass Sie so offensiv mit diesem Problem umgehen. Die Durchsagen erinnern mich zwar etwas an Nord-Korea, dennoch finde ich diese Maßnahme angesichts der von Ihnen geschilderten Situation angemessen.
    Ich bin mir nicht sicher, ob eine Demonstration vor dem Landtag das Problem lösen kann, dennoch wünsche ich Ihnen und den Beschäftigten der SLUB viel Erfolg!

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