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Bücher und ihre Schicksale. Die SLUB gewinnt einen wertvollen Jakob Krause-Band zurück

Kenner unserer Bibliotheksgeschichte wissen, dass die SLUB im Zuge des Zweiten Weltkriegs durch Zerstörung, Plünderung und Beschlagnahmung beträchtliche Teile ihres Altbestands verloren hat. Nach aktueller Kenntnis zählen allein rund 250.000 Bestandseinheiten der SLUB (Drucke, Karten, Musikalien und andere Sonderbestände) bis heute zur Beutekunst in russischen Bibliotheken. Darunter befindet sich auch der größte Teil der Arbeiten Jakob Krauses, des bedeutendsten deutschen Buchbinders der Renaissance.

Um so mehr freuen wir uns, nach längerem Tauziehen und gegen Zahlung eines "Finderlohns" jüngst einen Jakob Krause-Band zurückgewonnen zu haben. Das Buch, eine Bibelausgabe aus der Zeit des Bibliotheksgründers Kurfürst August, befand sich bei Kriegsende an einem der 25 Auslagerungsorte der Bibliothek und wurde seither vermisst.

Die Schönheit der aufwändig gearbeiteten Krause-Einbände können Sie beispielhaft in unserer Schatzkammer sehen. Zur Geschichte der Dresdner Beutekunst und der Wiedergewinnung von 5.697 Handschriften aus Moskau im Jahr 1958 hat Frank Aurich, der Leiter unserer Abteilung Sammlungen, Ende 2008 einen Beitrag im Bibliotheksmagazin bzw. in Qucosa veröffentlicht.

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